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Knochenjob

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Drei wissenswerte Tatsachen 1. Dies ist eine Geschichte über den Tod. 2. Dies ist eine Geschichte über den Tod, der das Nasenbein gestrichen voll hat von rostigen Sensen und kratzigen Umhängen. 3. Dies ist eine Geschichte über den Tod, die folgende Dinge - Das Leben - Das Schicksal - Eine Reise zur Zeit - Den todesmutigen Versuch, ein paar Menschen zu retten - Und ein zufällig gelüftetes Geheimnis, das alles über den Haufen wirft. Aber lest selbst.

305 pages, Kindle Edition

Published October 7, 2016

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About the author

Sarah Adler

12 books3 followers

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Community Reviews

5 stars
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2 stars
7 (8%)
1 star
13 (15%)
Displaying 1 - 22 of 22 reviews
Profile Image for Nicole Gozdek.
Author 8 books55 followers
February 18, 2017
Eine etwas andere Geschichte, die mir gut gefallen hat

Ich weiß gar nicht, was ich zu dieser Geschichte schreiben soll. Ich kann sie ja noch nicht einmal richtig einordnen: Ist es Fantasy, weil es unsterbliche Wesen wie Tod, Leben, Schicksal, etc. gibt? Ist es ein Roman über den Tod (und das Leben)? Ist es ein humorvoller Roman? Oder ... oder ...

Ihr merkt, in diesem Buch steckt viel drin. Auch vieles, was man nicht so erwartet. Das beginnt mit dem Inhalt und endet beim Schreibstil. Es gibt hier keine Helden oder Bösewichter. Keinen Anfang und kein Ende (wenn man es mal als Kreislauf betrachtet). Wer also einen klassischen Roman mit einem normalen Helden, einem normalen Konflikt, einem roten Faden, Spannung und Cliffhangern bis zum Ende erwartet, der ist hier fehl am Platz.

Und ich finde das gut so. Denn die Geschichte lebt davon, dass Tod (die Hauptfigur) aus seinem Leben erzählt, dabei anekdotenhaft vor und zurück springt, Exkurse macht, seine Erzählung mit Fußnoten versieht und irgendwann beschließt, dass der Jahrmillionen alte Ablauf, wie die Dinge auf der Erde und in allen anderen Realitäten geregelt sind, ihm nicht mehr passt, dass er es satt hat, der Tod zu sein.

Kommt euch bekannt vor? Keine Bange, dieser Roman ist ganz anders als Terry Pratchetts Romane über Gevatter Tod. Die Hauptfigur ist ganz anders. Dieser Tod ärgert sich in allererster Linie über seinen schlechten Ruf, obwohl er sich selbst als netten Kerl sieht, der doch nur seine Arbeit macht - im Gegensatz zu einigen seiner Kollegen, die er für faul hält -, aber der im Gegensatz zu seinen Kollegen keine Anerkennung erhält. Wie er versucht, das zu ändern (ich sage nur Wiederbelebung, Nahtod-Erfahrung, etc.), ist amüsant zu lesen.

Mir hat das Buch mit den ungewöhnlichsten Charakteren seit langem (Tod, Leben, Zufall, Schicksal, Glück, Zeit, Karma, Krankheit) sehr gut gefallen. Nur ein kleines Manko hatte es: die Fußnoten. Sie waren lustig zu lesen, trotzten vor Sarkasmus und trockenem Humor, doch im E-Book kamen sie erst am Ende eines Kapitels vor und auch wenn ich mir ein paar Stellen merken konnte, die mit einer Nummer versehen worden war, am Ende des Kapitels hatte ich die anderen zehn Stellen wieder vergessen, sodass ich vor und zurück blättern musste, um zu verstehen, worauf sich die Anmerkungen überhaupt beziehen. Aus dem Kontext gerissen ergaben nicht alle immer Sinn. Aber ich weiß auch nicht, wie man das besser hätte lösen können. Vermutlich gar nicht.

Aber inhaltlich und erzählerisch - ich konnte kaum glauben, wie jung die Autorin noch ist -, fand ich das Buch klasse.
Profile Image for Klaudia.
382 reviews15 followers
February 11, 2018
Inhalt

Der Tod hat die Nase gestrichen voll davon, dass seine Kollegen immer mehr Anerkennung bekommen als er. Vor allem dieses schreckliche Leben – nicht auszuhalten! So wie der Angeber herumprahlt, rollen sich einem ja die nicht vorhandenen Zehennägel auf. Also beschließt Tod, dem Sensemann-Image den Rücken zuzukehren. Zwischen Erste-Hilfe-Versuchen, unschönen Begegnungen mit Krankheit, Zufall, Schicksal und Glück, und einer irrwitzigen Suche nach einer Urlaubsvertretung, um sich bei der Zeit zu beschweren, muss Tod erst entdecken, was sich in der Geschichte der Evolution so alles zugetragen hat …

Meine Bewertung

Es gibt Bücher, die brauchen einfach ihre Zeit – „Knochenjob“ von Sarah Adler gehört definitiv dazu. Dieses Buch war so lange auf meinem Currently Reading-Stapel, weil ich entweder nicht in der Stimmung dafür war, weil ich nicht die Konzentration dafür hatte oder weil es sich einfach nicht richtig angefühlt hat. Dafür habe ich die letzten 100 Seiten gestern am Stück verschlungen. Wie gesagt – es braucht definitiv die richtige Stimmung, um den geballten Tod in seiner bedauernswerten Existenz zu ertragen.

Der erste Pluspunkt gleich vorweg: Fantasy ohne Liebesgeschichte. Yay! Dafür mit vielen Einsätzen bei Seelen, in ekligen Krankenhäusern, in noch ekligeren Mooren und in wunderschönen Sphären, die Sarah Adler meisterhaft beschreibt. Gerade die sehr irrwitzigen Behausungen ihrer Charaktere sind wirklich wundervoll beschrieben, allerdings muss man sich auf den Schreibstil als Gesamtwerk erst mal einlassen können, was mir mal besser, mal schlechter geglückt ist. Der Humor ist unheimlich schwarz, trocken und sarkastisch. Der Tod als ewiger Misanthrop und Pessimist kommuniziert seine Anmerkungen auch gern mal über Fußnoten, was ich hier passend empfand, mich aber in jedem anderen Buch genervt hätte.

Was mir in dem Buch aber ein wenig gefehlt hat, war der rote Faden. Wahrscheinlich habe ich auch deshalb so lange dafür gebraucht, denn wenn man einmal drin ist, lässt es sich wirklich flüssig weglesen. Lange habe ich allerdings suchen müssen, was genau mir die Geschichte jetzt sagen soll und in welche Richtung wir uns eigentlich gerade bewegen. Dafür war die Auflösung wirklich all die „Vorrede“ wert. Es war so genial und ich hatte genau auf so etwas gehofft – keine dramatische Liebesgeschichte. Einfach nur ein Wohlfühlbuch, trotz all der Sticheleien und teilweise nicht gerade ästhetischen Charaktere (*hüstel* Krankheit).

Was ich besonders toll fand, war auch die Art und Weise, wie Sarah Adler Witz, Wortgewandtheit und so viele verschiedene Facetten in ihren Charakteren vereint. Alle waren zum Greifen nah, egal, wie oft oder selten sie auftauchten. Und ich könnte jetzt nicht mal genau sagen, ob es jemanden gab, den ich nicht mochte. Aber Glück und Tod werden wohl einen sehr besonderen Platz in meinem Herzen behalten. Hätte es eine Liebesgeschichte gegeben – die aber wohl ebenso absurd geworden wäre – dann hätte ich sie mir zwischen diesen beiden gewünscht. Die Dialoge zwischen den verschiedenen Erscheinungen waren herrlich, vor allem, wenn Tod Erste Hilfe leisten will und dabei Krankheit in die Quere kommt. Ich habe bis heute Sarah Adlers Stimme im Kopf, die diese Passage so herrlich vorträgt, und auch beim erneuten Lesen habe ich mich vor Lachen kaum noch einbekommen.

Alles in allem ist „Knochenjob“ kein Buch für jeden Leser, aber ich empfehle dringend, es anzutesten! Wenn euch der Humor und der Schreibstil gefallen – prima, lest weiter. Es lohnt sich. Ich finde es einfach sehr außergewöhnlich und liebenswert, weshalb ich darauf hoffe, dass mich auch die weiteren Bücher von Sarah Adler so überzeugen können.
Profile Image for BumfuzzledNerd.
715 reviews33 followers
August 6, 2018
Die Geschichte ist sehr humorvoll mit den vielen Wortwitzen, ich hab mich fast totgelacht (haha) bei manchen Szenen. Tod war mir irgendwie sympathisch und ich mochte seine Denkweise (darf man das so sagen?.
Die "Figuren" Schicksal, Zufall etc. machen die Story abwechslungsreich, sodass es nicht so langatmig wurde.
Profile Image for Merinereads.
421 reviews4 followers
January 23, 2021
So ein herrlich schräges Buch! Ich hatte durchweg ziemlich viel Spaß beim Lesen, denn der Humor ist großartig und originell und passt perfekt zu der Geschichte.
Spoiler: es geht grundsätzlich alles schief, was schiefgehen kann, und dabei will der Tod doch nur ein einziges Mal ein Leben retten statt es zu holen! Allein das fand ich schon eine ziemlich witzige Idee, und des Tods Kollegen (Leben, Schicksal undso) sind auch nicht ohne.
Im Mittelteil wurde die Story zwischendurch ein wenig Schwächer, was aber durch den Plottwist am Ende wurde das wieder ausgeglichen. Woran man sich am Anfang vielleicht gewöhnen muss, ist dass es einige Zeitsprünge gibt. Nach den ersten Irritationen merkt man dies jedoch ziemlich schneller und am Ende springt das Hirn automatisch hin und her.
Für mich war es auf jeden Fall eine sehr amüsante, originelle Geschichte, mit der man sehr viel Spaß haben kann wenn man sich auf sie einlässt!
Profile Image for Jana.
622 reviews1 follower
November 6, 2016
Leider konnte mich dieses Buch nicht voll und ganz überzeugen. Ich hatte es wegen dem ansprechendem Cover und Klapptentext gekauft und auch recht zügig ausgelesen aber mehr als drei solide Sterne waren es für mich nicht.

Der Schreibstil ist flüssig und ich habe auch so manches Mal gelacht aber im Großen und Ganzen war es ein einziges Gejammer von Tod über sein Dasein. Schicksal, Leben und Glück hätten es ja so viel besser als er und seine Arbeit würde ja überhaupt nicht gewürdigt werden. Zum Ende hin kam dann die Wende aber da hatte ich schon kaum noch Lust das Buch zur Hand zu nehmen. Wirklich schade, denn das Potenzial war da. Kann man lesen, muss man aber nicht.
Profile Image for Sabrina.
553 reviews3 followers
June 28, 2024
Gute 2,5 Sterne. nett .... mehr fällt mir gar nicht dazu ein... plätschert vor sich hin, teilweise extrem abstrakt.... nun denn....
Profile Image for Mietze's.
388 reviews7 followers
January 27, 2018
Der Tod hat keine Lust mehr und braucht dringend eine Veränderung in seinem Job. Er hat einfach keinen Nerv mehr, ständig hinter Leben und seinen komischen Kreaturen herzuräumen. Und dann sind diese auch noch so undankbar und haben eine so schlechte Meinung von ihm, das einen das einfach nur in der Arbeitsmoral runterziehen muss. Ich meine, ist es da zuviel verlangt dass auch der Tod einfach nur mal Anerkennung für seine Leistung will? Einfach mal ein: Danke Tod, das du mich so nett ins Jenseits bittest. Aber da sich seine Kollegen wie Leben, Schicksal und Glück nur über ihn lustig machen, muss er wohl bis zur Chefetage vorrücken. Übrigens, wisst ihr eigentlich wie schön es war bevor Leben angefangen hat herumzuexperimentieren? Nein? Dann seid gespannt was der Tod euch so zu erzählen hat.

Ich hab ja ein Faible für Bücher im Stil von Knochenjob. Der Protagonist spricht mich als Leser direkt an, erzählt mir seine Geschichte brühwarm und exklusiv – sowas finde ich immer toll. Wenn das Buch dann noch einen trockenen Humor und zynische Sprüche hat – Volltreffer!
Der Tod als Charakter und als Erzähler war einfach genial. Er war mir so sympathisch, ein zynischer und doch liebenswerter Zeitgenosse mit dem man manchmal einfach nur Mitleid hat, aber auch wunderbar über ihn lachen kann. Dabei ist das Buch einfach nur locker und super flüssig geschrieben. Ich mag den Schreibstil der Autorin total gerne und dadurch das der Tod selbst seine Geschichte erzählt, kommt einem das ganze weniger wie ein Buch vor, sondern eher wie ein tolles Gespräch, ein Film oder ein Hörbuch. Apropos, ich kann mir die Geschichte super als Hörbuch mit einem passenden Sprecher vorstellen, dadurch würde sicher auch das Problemchen ausgemerzt das ich doch stellenweise hatte – dazu aber später mehr.
Die Idee hinter dem Buch war sowieso genial: der Tod fühlt sich benachteiligt weil er den Job mit der negativen Außenwirkung hat und möchte dringend eine Veränderung in seinem täglichen Brotjob. Super lustig umgesetzt. Wunderbar hat mir auch gefallen das all die anderen „Institutionen“ wie die Zeit, das Schicksal, das Glück etc. ebenfalls als Protagonisten dargestellt werden. Dabei ist jeder mal mehr mal weniger sympathisch. Und der Tod gibt dem Leser einen ganz anderen Blick auf die Evolution und die ganze Sache mit dem Leben und den Dinosauriern.
Außerdem strotzt das Buch vor coolen Metaphern, Vergleichen und Listen – ich liebe so etwas und es lockert das alles gut auf.

Was ich persönlich schade fand, war zum einen das sprunghafte Denken das der Tod an den Tag legt. Er springt vom roten Faden mit seinem Jobproblem immer hin und her in der Evolution und diversen Problemchen in der Vergangenheit und anderen Themen. Leider war das – zumindest im Ebook – nicht deutlich voneinander abgegrenzt und es fiel mir daher oft schwer zu erkennen was gerade Sache war. Das könnte ich mir jetzt durch andere Schrift oder in einem Hörbuch zum Beispiel durch Musikuntermalung oder dergleichen besser vorstellen. Außerdem gibt es noch amüsante Fußnoten zu diversen Gelegenheiten, aber auch hier ist dies im Ebook sehr schlecht umgesetzt. In manchen Ebooks sind diese Fußnoten mit einem Link hinterlegt um direkt zu den Erklärungen der Fußnoten zu springen und wieder zurück. Dies hier nicht der Fall und die Erklärungen finden sich immer erst zu Ende des Kapitels. Bis ich dort angekommen bin, habe ich allerdings bereits wieder vergessen worauf sich die Anmerkung bezieht – mit dem Ergebnis das ich die Erklärungen schlichtweg ignoriert habe. Sehr schade, ohne diese beiden Dinge wäre es sicher sogar ein Highlight geworden. Eventuell ist das ja beim Print einfacher, aber auch da stelle ich es mir nervig vor. Die Fußnoten ans Ende jeder Seite zu setzen wäre vielleicht besser gewesen. Ansonsten konnte mich das Buch wirklich sehr sehr gut unterhalten.

Der Tod ist echt eine coole Socke, das Leben ein Arschloch und die anderen alle nur neidisch!
Ein Buch, prall gefüllt mit dem Tod als humorvollen und zynischen Erzähler der einfach mal keinen Bock auf Arbeit hat. Tolle Metaphern und Vergleiche, ein wunderbarer Schreibstil und eine absolut toll umgesetzte Grundidee. Hätte ich nicht die Umsetzung der Fußnoten und diverse Gedankensprünge zu bemängeln, hätte es sogar für die volle Punktzahl gereicht. Auf jeden Fall ein richtig gutes Buch genau nach meinem Geschmack.


"Niemand wurde jemals alleine geboren. Niemand starb jemals alleine. Ich war doch da. Gebt euch nicht der Einsamkeit hin." (Seite 239)

Schaut vorbei: http://cat-buecher-welt.blogspot.de/2...
Profile Image for Nordic Ghost.
43 reviews1 follower
January 31, 2019
Lange habe ich „Knochenjob“ schon ins Visier genommen und dick auf meiner Wunschliste markiert. Als es unter unserem Weihnachtsbaum lag, habe ich es gar nicht erst großartig auf meinen SuB gelegt.

Ich unterschreibe, was viele sagen: Dieses Buch ist nicht für jeden etwas. Aber es ist großartig! Ich gehöre definitiv zu der Seite, die dieses Buch und den Stil der Autorin lieben

Ich liebe Tod, seinen Sarkasmus und seine Art die Dinge zu sehen.

Der komplette Aufbau des Buches ist gut durchdacht und die vielen verschiedenen Unterpunkte in den Kapiteln, Aufzählungen und Co. machen das Buch lebendig *hust* beziehungsweise tot :D Diesem würde der Vergleich zum Leben nämlich alles andere als Gefallen – seine Beziehung zu Leben ist ein wenig kompliziert ;)

Hier ein kleiner Einblick:

> „Oh, du bist ja so kreativ!“, hauchten alle ihm [Leben] zu. „Du hast ja so viele innovative Ideen! Und wie du alles so schön evolutionierst – also, ich muss schon sagen! Das soll dir erst mal einer nachmachen!“

… Und ich?

Wenn ich mal kreativ war, fanden das alle gleich „grausam“ oder bestenfalls noch „schockierend“. Entschuldig mal – ich konnte mir auch mal was ausdenken. So schockierend war das nun wirklich nicht. < (S. 21)

Neben den unglaublich vielen lustigen Momenten mit Tod, gibt es aber auch immer wieder Textstellen, die tiefgründiger sind. Tod lässt uns an seinen Gedanken teilhaben, die überraschenderweise nicht nur sarkastisch sind :P

>Vor langer Zeit hatten die Menschen begonnen, sich der Welt zu verschließen. Inzwischen gefielen sie sich in ihrer selbst gewählten Einsamkeit. […] das Leben nahm euch von Beginn an in seine Arme, hegte und pflegte euch, und wenn es an der Zeit war, löste ich es ab. Niemand wurde jemals alleine geboren. Niemand starb jemals alleine. Ich war doch da. Gebt euch nicht der Einsamkeit hin. < (S.233)

Wenn ich eines Tages diese Welt verlasse, würde es mich tatsächlich sogar ein wenig freuen, wenn der Tod, der mir begegnen wird, dem von Sarah Adler ähnlich wäre. Ich würde die Aussicht genießen und mich in guten Händen wissen. Aber bitte Tod – keine Wiederbelebungsversuche ;)

Ich bin von nun an definitiv ein Fan der Autorin! Dieses Buch war definitiv ein Highlight.
Profile Image for ZeilenZauber.
881 reviews6 followers
November 3, 2019
‘*‘ Meine Meinung ‘*‘
Wundervoll! Der Tod hat das Nasenbein gestrichen voll und denkt über einen Job- und Imagewechsel nach. Dies präsentierte die Autorin den Lesern in einer hübschen Mischung aus Sarkasmus und Zynismus. Wir begleiten Tod auf seiner Suche nach einer Vertretung, während er eine Reise zu Zeit unternimmt, mit der neue Arbeitsbedingungen aushandeln will. Die Autorin punktet mit Wortwitz und trotz des ernsten Themas, kam ich aus dem Grinsen und Kichern nicht mehr raus. Doch manchmal hätte etwas weniger Geschwafel und epische Beschreibung von Zeitaltern, der Handlung noch mehr Pfeffer verliehen und das Tempo noch mal angezogen.
Aber es gibt 2 Dinge, die mich an dem eBook nervten. Zuerst konnte ich die Fußnoten nicht lesen, weil sie übereinander geklatscht waren. Der Typ an der Thalia-Hotline empfahl mir die Schriftart zu ändern und schon war das Problem behoben. Ja, die Fußnoten. Sie sind witzig, doch im eBook gab es keine direkte Verlinkung vom Text zur passenden Fußnote, geschweige denn zurück. Da wäre die Variante mit „wir schreiben in Klammern“ übersichtlicher gewesen. Die Idee an sich ist prima, aber, liebe Autorin, selbst im Print hätte es mich nach dem 3. Kapitel genervt, immer wieder hin- und herzublättern.
Aber eins ist klar: wir entkommen dem Tod niemals, aber bis dahin können wir Spaß haben.
In diesem Sinne vergebe ich gern 4 Knochenjob-Sterne.

‘*‘ Klappentext ‘*‘
Drei wissenswerte Tatsachen
1. Dies ist eine Geschichte über den Tod.
2. Dies ist eine Geschichte über den Tod, der das Nasenbein gestrichen voll hat von rostigen Sensen und kratzigen Umhängen.
3. Dies ist eine Geschichte über den Tod, die folgende Dinge beinhaltet:
Das Leben
Das Schicksal
Eine Reise zur Zeit
Den todesmutigen Versuch, ein paar Menschen zu retten
Und ein zufällig gelüftetes Geheimnis, das alles über den Haufen wirft.
Aber lest selbst.
Profile Image for Mel.
62 reviews
February 22, 2018
Tod steckt in einer Mid-Death-Crisis und ist mit seinem Dasein und seiner Arbeit mehr als unzufrieden. Dazu kommen noch seine mobbenden Kollegen Leben, Schicksal, Glück, usw., die ihm das Dasein noch schwerer machen. So versucht er sich heimlich an Erster Hilfe, aber ob dies der richtige Weg zur Veränderung war?

Seitdem ich Sarah Adler auf der ersten Frankfurter Drachennacht lauschen durfte, wie sie aus Knochjob! gelesen hat, wollte ich das Buch unbedingt selbst lesen. Die einzige Sorge die ich hatte war, dass der Humor nicht genauso rüber kommen könnte wie mit ihrer Betonung.

Aber alle Sorge war vergebens, denn die Geschichte hat mich total überzeugt. Ich habe noch nie so ein außergewöhnliches Buch gelesen. <3 Ein wirklich eigenwilliger, aber kurzweiliger Schreibstil, der für einige Lacher gesorgt hat bei mir.

Zwar war ich immer mal verwirrt, wegen der teilweise sehr abrupten Gedankensprünge, aber ich denke dass diese mit voller Absicht eingebaut wurden und dementsprechend einfach dazu gehören. Ebenso waren die Fußnoten gewöhnungsbedürftig, aber irgendwann hatte ich das auch raus ;-)

Auf jeden Fall zeigt uns Sarah den Tod in einem ganz anderen Licht und regt auf ihre humorvolle Weise auch zum Nachdenken an. Warum denkt man beim Tod immer an etwas Negatives? Er gehört zum Leben nunmal genauso dazu. Etwas entsteht und vergeht irgendwann auch wieder. Das war schon immer so und wird auch immer so bleiben. Ändern können wir nur etwas an unserer Einstellung dazu. Einen tröstlichen Gedanken dabei fand ich auch die Anekdote, dass man nie allein ist. Weder bei der Geburt, noch beim Sterben. Ein wirklich schöner Gedanke
Profile Image for Federtanz.
11 reviews
February 5, 2018
Ich hab den Klappentext gelesen und fand, dass es sich nach einem lustigen Buch anhört mit einer witzigen Geschichte, zudem fand ich das Cover super schön! Aber leider konnte die tatsächliche Geschichte des Buch überhaupt nicht mit halten mit dem was es an Erwartungen hervorruft.
Die (ich nenne sie mal so) „Hauptstory“ bekommt man alle ~25 Seiten zu lesen und dann aber auch nur für 2 Seiten lang, dazwischen kommen immer wieder irrelevante Einwürfe aus dem ‚Leben‘ des Todes. Aber auch nicht ein Einwurf über ~25 Seiten - nein! - mind 5 Einwürfe hintereinander gereiht.
Ich habe mich durch das Buch bis Seite 57 gequält und muss sagen, dass es sich nicht im geringsten gelohnt hat. Die letzten paar Seiten bevor ich abgebrochen habe, habe ich sogar nur überflogen weil ich eig. die „Hauptstory“ weiter lesen wollte..

Fazit: ich werde Rabenaas dann erstmal von meiner WuLi streichen.
Profile Image for Sina K..
12 reviews
March 14, 2019
Knochenjob ist die etwas andere Geschichte vom Tod.
In einer lustigen und interessanten Geschichte, erzählt eben jener von seinem Knochenjob, den Nachteilen und den nervigen Aspekten, die dieser mit sich bringt.

Anerkennung gewinnt er von seinen Arbeitskollegen auch eher weniger und deswegen zieht er den Schluss, dass es Zeit für einen Tapetenwechsel ist.
Nun will er seinen Job ändern.
Bittet seine "Freunde" um Rat, doch ob sie ihm helfen können, ist die andere Frage.

Ich persönlich finde, dieses Buch sehr interessant und unterhaltsam.
Eine Geschichte die einen schmunzeln lässt und sich durch den angenehmen Schreibstil gut und schnell lesen lässt.
This entire review has been hidden because of spoilers.
Profile Image for Insi Eule.
738 reviews66 followers
November 26, 2016
Es war toll! Viel schwarzer Humor und man spürt die Liebe der Autorin zum geschriebenen Wort. Manchmal war ich mir nicht ganz sicher, wohin die Geschichte mich führen soll und es wirkte teilweise ein wenig chaotisch vom Aufbau her. Dennoch hat es mir Lesefreude bereitet, ich liebe einfach Geschichten mit dem Tod als Protagonisten ;D.
Profile Image for Libre.
212 reviews3 followers
January 3, 2018
Ich konnte nur bis Seite 37 lesen, danach habe ich es aufgegeben. Dabei ist der Schreibstil recht nett und flüssig und die Idee mit Tod und Leben als Romanfiguren an und für sich ganz interessant.
Leider habe ich einfach keinen wirklichen roten Faden gefunden um weiterzulesen. Es waren einfach nur aneinander gereihte Anekdoten und Episoden IMHO.
Profile Image for Ulrike.
3 reviews1 follower
June 12, 2020
3 - 3,5 ?

Ich weiss gar nicht wie ich meine Bewertung am besten beschreiben soll... Ich mag das Buch, die Geschichte, die Charaktere sind toll, die Story ist voll meins, der Schreibstil ist auch angenehm. Aber irgendwie ist der Funke nicht übergesprungen... Hab mir jetzt noch Rabenaas von der Autorin bestellt und freue mich darauf, vll. haut mich dass ja dann um :)
Profile Image for Nicole.
1,232 reviews35 followers
November 12, 2018
Leider konnte mich die Lektüre nicht wirklich überzeugen. Es war mehr eine Aneinanderreihung von Anekdoten, Aphorismen und Philosophien als eine zusammenhängende Geschichte. Diese waren aber noch so unterhaltsam dass es für nebenbei ok war.
1 review
November 4, 2017
Habe schon etwa ein ähliches Buch gelesen in der Vergangenheit... nichts neues, leider
Profile Image for Eileen Dierner.
Author 9 books17 followers
February 23, 2018
Dieser Schreibstil! Dieser Hauptcharakter! Diese Handlung! Diese Beschreibungen und diese Sprache! Ich bin begeistert.
Profile Image for Michaela Fraenzer.
95 reviews9 followers
November 9, 2016
Der Schreibstil von Sarah Adler ist super komisch und wer auf schwarzen Humor steht kommt bei Knochenjob! voll auf seine Kosten. Und zwischendurch gibt es einfach so schöne Sätze! :) Ich hab mir mindestens fünf Stellen makiert. Der Tod hat mich sehr gut unterhalten, auch wenn er zu Anfang sehr viel gejammert hat. Die Idee auch die anderen Charaktere, wie Leben, Schicksal und Zeit einzubinden fand ich auch…auch wenn ich bis zum Schluss nicht richtig verstanden habe, wie jetzt alle zueinander stehen. Ist Zeit wie eine Mutter, haben alle wirklich nur ein kollegiales Verhältnis oder sind Leben und Tod am Ende doch eigentlich Freunde?

Lasst euch eins gesagt sein: Wenn ihr Knochenkob! lesen wollt (was ich euch nur empfehlen kann), dann plant Zeit ein. Das ist kein Buch um es nur mal neben her zu lesen. Wie der Tod so schön im Buch sagt:

"Die Realität ist ein Blätterteig. Ein äußerst unschmackhafter Blätterteig, der aus vielen sich überlappenden Schichten besteht – oder die größte Fürst–Pückler–Torte, die jemals produziert wurde, wenn man so will."

Abgesehen von dem äußerst unschmackhaft passt die Beschreibung der mehreren Schichten auch perfekt auf die Geschichte. Vor allem in der ersten Hälfte des Buches gibt es immer wieder Einschiebungen und Kommentare vom Tod und die Handlung ist so verschachtelt, das man den roten Faden nicht direkt finden kann. Hat man ein paar Tage Pause eingelegt, muss man erst einmal überlegen, wo die Handlung gestoppt hat. Danach wird es aber viel besser. Der rote Faden nimmt einen an die Hand und leitet hervorragend durch die Geschichte (auch wenn immer mal wieder überraschende Einschübe aus der Steinzeit folgen und man sich neu orientieren muss zeitlich).

Die Wendung zum Ende hin hat mich doch sehr überrascht und dem ganzen Buch einen sehr schönen positiven Abklang verliehen, wodurch ich es am Ende zufrieden zuklappen konnte. Oder in meinem Fall auf dem E-Reader als gelesen markieren konnte. Am Ende hat jeder Einschub und jede Erzählung Sinn gemacht, die der Tod erwähnt hat. Als würde jedes Puzzleteilchen an seinen Platz fallen.

Was ich jedoch beim E-Book sehr schade fand, ist, dass die witzigen Fußnoten leider alle erst am Ende des Kapitels zu lesen sind und in den ersten drei Kapiteln so überlagert, dass ich sie gar nicht lesen konnte. Dadurch hatte man nicht unbedingt den Zusammenhang. Also holt euch das Buch am besten als Print. Das investierte Geld ist es wert!

Das Fazit
Ein witziger Roman über den Tod mit viel schwarzem Humor, einer außergewöhnlichen Idee und super vielen schönen Zitaten. Auch wenn die Geschichte etwas verworren und mit viel Gejammer seitens des Todes startet, wird es durch das Buch immer besser und lässt sich nach einer unvorhergesehenen Wendung mit einem zufriedenen Seufzer zuklappen.
Displaying 1 - 22 of 22 reviews

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