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Muttertag

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Eine verfallene Villa, ein traumatisiertes Dorf und vertuschte Experimente. Menschen, die sich vor dem Tag verstecken, und eine einsame Kapelle, in der Gläubige ein Mädchen ohne Gedächtnis anbeten. Lange hat sie sich verborgen, doch nun kehrt eine skrupellose Sekte zurück, um ihre blutigen Pläne in die Tat umzusetzen. Ausgerechnet der vermeintlich harmlose Pensionär Richard Korff gerät dabei ins Fadenkreuz, und bald verfängt sich auch der Rest seiner Familie im tödlichen Spiel einer Mutter, die keine Gnade kennt.
André Mumots raffiniertes Romandebüt über Abgründe in der deutschen Provinz. Ein so unerschrockenes wie elegantes Spiel mit den Genres.

493 pages, Hardcover

First published October 14, 2016

15 people want to read

About the author

André Mumot

46 books4 followers

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Community Reviews

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1 star
3 (15%)
Displaying 1 - 6 of 6 reviews
510 reviews16 followers
March 24, 2020
die, die ohne Alter ist

Vorab: ich mag bestimmte Genres nicht. Bei mir kommt alles nicht gut weg, was nicht mehr in der Realität verortbar ist, Fantasy, S/F. Die Ablehnung begann in früher Kindheit bei Alice im Wunderland und Pippi Langstrumpf – ein Mädchen kann Pferde heben, ganz bestimmt (es ist ja soooo viel realistischer, dass die von mir geliebten Fünf Freunde Verbrecher jagen, soll hier auch nur meine Präferenzen erklären). Es gibt wenige Ausnahmen, „alternative History“ geht gelegentlich, Dystopien ganz selten. Etwa an der Schwelle trennte ich mich innerlich vom Buch – es wäre vielleicht am ehesten in der Sparte Gothic einzusortieren, neben Frankenstein. Dazu gibt es Anklänge von Verschwörungsthriller, lange Zeit hielt ich es aber nur für „irgendwas mit Spannung“. Andrew Michael Hurley: Loney, das ging so in der Richtung.


Die Hauptfigur scheint mir der sechzehnjährige Philip Steinert zu sein, der wieder einmal mit seiner Mutter Susanne, frisch verheiratete, noch frischer getrennte Rheinberger umziehen „durfte“, zu ihrem Onkel, wie sie immer umziehen, wenn die Vorstellungen der Mutter an der Realität mit neuen Männern, neuen Wohnorten und neuen Jobs zerbrachen. Einziger Lichtblick ist die neue Mitschülerin Caro, doch was hilft das, wenn man plötzlich auf der Flucht ist vor etwas, was man gar nicht so richtig einordnen kann?

Ich habe selten so viel mitgeschrieben, um den Überblick nicht zu verlieren bei den vielen Handlungssträngen. Bemerkenswert, wie der Autor das zusammenführte – wenn ich in andere Rezensionen blicke, war das einigen Lesern zu viel, für mich jedoch glatte 5 Sterne wert, wenn auch zeitaufwendig. Da gibt es jemanden, der den Onkel beobachtet – oder den Neffen? Oder beide? Und ist es wirklich nur eine Gruppe von Beobachtern?
Dazu gibt es den wichtigen Handlungsstrang um das Mädchen, bei dem vor allem irritiert, wann und wo er angelegt ist, wer dort gut und wer böse ist. Bei Morten hatte ich den Handlungsstrang früh als beendet angesehen – siehe da, man sollte immer Geduld haben. Und das war es noch längst nicht.

Das ist alles auch deswegen nicht so einfach, weil etliche Personen unter mehreren Bezeichnungen laufen, Dezember, der Glatzköpfige, der Biber, einige dabei wohl auch mit doppeltem Spiel. Letztlich läuft alles hinein in eine Sektenwelt, ich sollte eher sagen, in etwas okkultes, mystisches, im Übernatürlichen. Mehr kann man nicht erzählen, ohne zu spoilern, es geht um eine alte Geschichte, um Inkompetenz, um Vertuschung, um alte Seilschaften, alte Pläne, die rücksichtslos umgesetzt werden sollen.

Auf dem Weg dahin wurde es mir im letzten Drittel etwas zu langgezogen, dann gefiel mir alles geballt auf mich hereindrängende Übersinnliche ganz und gar nicht. Gut geschrieben aber war es und in sich stimmig, inklusive einem Hammer von Ende, wenn man sich denn mal auf diese Welt (wenn auch widerwillig) einlässt.

3 1/2 Sterne. Notgedrungen hier als 4, weil 3 dem Ganzen nicht gerecht wird.
Profile Image for Wiebke.
694 reviews4 followers
November 18, 2016
Leider überhaupt nicht mein Stil

Eine verfallene Villa, ein traumatisiertes Dorf und vertuschte Experimente. Menschen, die sich vor dem Tag verstecken, und eine einsame Kapelle, in der Gläubige ein Mädchen ohne Gedächtnis anbeten. Lange hat sie sich verborgen, doch nun kehrt eine skrupellose Sekte zurück, um ihre blutigen Pläne in die Tat umzusetzen. Ausgerechnet der vermeintlich harmlose Pensionär Richard Korff gerät dabei ins Fadenkreuz, und bald verfängt sich auch der Rest seiner Familie im tödlichen Spiel einer Mutter, die keine Gnade kennt. 
André Mumots Debüt aus der deutschen Provinz ist ein unerschrockenes Spiel mit den Genres und ein elegantes Vexierspiel.

Ich muss sagen, ich bin vor allem durch das Cover auf das Buch aufmerksam geworden. Es verspricht einfach absolute Spannung und auch einen gewissen Thrill. Dazu macht die Farbkombi aus rot und schwarz einiges her und das Cover sieht echt schick aus. Der Klappentext hat mich neugierig gemacht aber nicht komplett überzeugt. Trotzdem habe ich das Buch angefangen. Ich hätte auf mein Bauchgefühl hören sollen. Leider ist das Buch so gar nicht mein Fall.
Ich will nicht sagen, dass das Buch schlecht ist oder der Autor einen schlechten Stil hat, denn das ist gar nicht so. Der Stil des Buchs ist schlicht und einfach nicht mein Fall. Wie bei allen anderen Sachen, ist es auch bei Büchern Geschmackssache und mein Geschmack ist es leider nicht.
Die Geschichte beginnt schon sehr verworren und mit sehr vielen Erzählungssträngen, die irgendwie alle nicht so recht zusammengehören wollen. Dazu verwendet der Autor oft keine oder wenig Namen, so dass man sehr aufmerksam lesen und ein wenig im Kopf puzzeln muss, um nicht den Faden zu verlieren. Der Erzählstil ist sehr hochgestochen und wohl formuliert. Die Sätze sind verschachtelt und wirken, wie die Worte eines Akademikers. Das alles zusammen, hat das Buch für mich sehr anstrengend gemacht, da ich mich umgebungsbedingt nicht immer hundert Prozent auf die Story konzentrieren konnte und es so nicht möglich war, wirklich Spannung aufzubauen.
Ich habe das Buch auf Seite 170 abgebrochen, da ich mich immer wieder gefragt habe, was da eigentlich los ist und worum es geht. Ich gestehe, ich habe einfach zu wenig Zeit und zu viele Bücher auf dem SUB, als dass ich Zeit für ein Buch habe, das mich nicht hundert Prozent überzeugt hat, weiterzulesen.
Es gibt bestimmt einige die es mögen im Kopf mitzupuzzeln und gerne hochkonzentriert bei der Sache sind. Für mich hat das leider nicht zugetroffen. Schade
Profile Image for Meeve K..
56 reviews
June 13, 2020
Ich wusste nicht, was mich erwarten wird. Von der Beschreibung her kann es alles werden. Man muss sehr aufmerksam lesen, um mitzukommen, um welche Person es eigentlich gerade geht. Immer, wenn ich gerade mehr in der Geschichte war, kam das nächste Kapitel in dem es um jemand anderen ging. Nach mehr als 400 Seiten war ich dann langsam zurechtgekommen und da war das Buch auch schon vorbei.
Profile Image for Li Wei.
1 review
April 30, 2022
Es gingen gar nicht! Habe 40 Kapitel gelesen, aber nichts verstanden!!!
Profile Image for Elke.
1,916 reviews42 followers
February 23, 2017
Spannend, fesselnd, geheimnisvoll, mysteriös, komplex, unerwartet, überraschend, verwirrend, diffus, unübersichtlich, lang: Ja! Geradlinig, klar, vorhersehbar, durchschaubar, langweilig, kurzweilig, schnell: Nein!

Über lange Strecken hatte ich beim Lesen ein dickes Fragezeichen im Hinterkopf stehen: was ist hier eigentlich los und worum geht es? Das hat die Sache ungemein spannend gemacht, obwohl - ja obwohl das Buch rückblickend streckenweise gar nicht so spannend war. Und so kommt das Geschehen gegen Ende kurzzeitig fast zum Erliegen, als langwierige Rückblicke und Erklärungen das Ganze aufzulösen versuchen - nur hat es mich zum dem Zeitpunkt eigentlich gar nicht mehr so richtig interessiert. Irgendwo auf dem Weg dahin ist der rote Faden einfach abhanden gekommen.

Die verworrene Reise, die zwischen verschiedenen Handlungssträngen und Zeiten springt, übt gerade dadurch anfangs eine große Faszination aus: man ist auf alles gefasst und auf nichts vorbereitet. Der unwiderstehliche Drang, eine Erklärung zu finden, treibt einen stetig weiter. Leider verlor dieser Drang bei mir irgendwann seinen Reiz: ich hatte genug von Andeutungen, noch mehr involvierten Personen, Drehungen und Wendungen. Die ersehnte Auflösung brachte schließlich nur mäßige Linderung und war mir letztendlich nahezu egal und nebensächlich geworden.

In Erinnerung bleiben wird mir, dass dieses Buch unglaublich spannend ist - aber dann irgendwie auch wieder nicht.

(Ich habe das Buch im Austausch gegen eine ehrliche Rezension erhalten)
Profile Image for Forti.
51 reviews
December 12, 2016
"Muttertag" von André Mumot ist kein Buch, das man nebenbei lesen kann. Der Autor fordert vom Leser viel Aufmerksamkeit. Das Buch wartet mit einer Vielzahl von Charakteren auf - die Übersicht am Ende des Buches hilft hier etwas, den Überblick zu behalten. Auch die Geschichte ansich, die aus verschiedenen Blickwinkeln erzählt wird und die den Leser oft im Unklaren über das tatsächliche Geschehen lässt, ist nicht gerade einfach.

Dies ist einerseits reizvoll, andererseits aber auch etwas anstrengend.

Ansich eine interessante Geschichte. Für mich aber zu viele Charaktere und teilweise auch Längen in der Handlung.

Schwierig, die Handlung zu beschreiben, ohne zu viel zu verraten - ich halte mich hier ausnahmsweise zurück und verweise auf den Klappentext des Verlages.
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