In Belgien explodieren Bomben im Flughafen und an Bahnhöfen. In Paris werden werden Konzertbesucher und Restaurantgänger erschossen. In Deutschland brennen Flüchtlingsheime. In sozialen Netzwerken kursieren Hassparolen. Extremisten jeglicher Couleur bedrohen den Frieden in Europa. Peter R. Neumann beschäftigt sich seit über zwanzig Jahren mit Terrorismus in all seinen Ausformungen von Separatisten und ethnischen Nationalisten, über Rechts- und Linksextreme bis hin zu Dschihadisten. Das von ihm geleitete International Centre for the Study of Radicalisation (ICSR) setzt sich konkret mit der Frage auseinander, warum sich Menschen radikalisieren. Welche Rolle spielen Herkunft, Ideologie und Umstände? Wie kann Prävention gelingen? Stacheln sich "Neue Dschihadisten" und "Neue Rechte" gegenseitig auf? In seinem fundierten Werk, das auf zwanzig Jahren Forschungsarbeit beruht, erklärt Peter R. Neumann die Gewöhnlichkeit des Terrors. Dabei geht er auf die „hausgemachte“ Radikalisierung ein, die speziell in Europa zu einer zentralen gesellschaftlichen und sicherheitspolitischen Herausforderung geworden ist, mit der wir lernen müssen, umzugehen.
Peter Neumann is Professor of Security Studies at the Department of War Studies, King's College London, and was director of the International Centre for the Study of Radicalisation, 2008-18. He was previously adjunct professor at Georgetown University. His most recent book is Radicalized: New Jihadists and the Threat to the West.