Prof. Asmus Finzens Buch ist seit seinem Erscheinen nicht mehr aus der Standardliteratur über Schizophrenie wegzudenken. Sein herausragendes Merkmal liegt darin, die Erkrankung zugleich Mitarbeitern und Laien leicht verständlich zu Denn es will die Kranken und ihre Angehörigen ermutigen, Geduld und Hoffnung zu bewahren. Gleichzeitig appelliert es an die Behandelnden, nicht vorschnell vor der Krankheit und ihren Folgen zu kapitulieren. Diese Neuausgabe wird daher um Aspekte des Umgangs mit Schizophrenie sowie deren wesentliche Therapiemöglichkeiten erheblich erweitert. Mit diesem Klassiker ist dem Autor etwas Einmaliges gelungen, eine gemeinsame Sprache für Betroffene, Angehörige und Professionelle.
Professor Asmus Finzen, ab 1975 Direktor des Niedersächsischen Landeskrankenhauses Wunstorf, bis 2003 stellvertretender Ärztlicher Direktor der psychiatrischen Universitätsklinik in Basel, zahlreiche Veröffentlichungen.
Dies war mein erstes Buch über die Thematik der Schizophrenie. Der Autor bietet einen breiten Überblick der Ursachen und Symptome, gegen Ende auch insbesondere über den Umgang der Angehörigen mit Erkrankten, sowie verschiedene Behandlungsmöglichkeiten. Während des Lesens ist mir aufgefallen, dass für mich persönlich ein Buch über die persönlichen Schicksale von Schizophrenie-Erkrankten wohl passender gewesen wäre, da mich vor allem das subjektive Erleben dieser Psychosen interessiert. Denn wie genau die Krankheit verlaufen kann und durch welche Stadien sie gekennzeichnet ist habe ich bereits bei der Erkrankung meiner Mutter selbst erlebt. Aufgrund dessen fehlte mir hier auch etwas die Perspektive eines Angehörigen als Kind, denn meistens spricht der Autor aus der Perspektive eines Elternteils, dessen Kind erkrankt.