Schon seit jeher von diesem wunderschönen Schiff fasziniert, erregte dieses Buch aus den 30er Jahren meine Neugier und enttäuschte mich letztlich ebenso. Schriftstellerisches Talent ist in keiner Zeile erkennbar. Felinaus Glück mag noch gewesen sein, dass die Geschichte bereits in der Realität derart viel Dramaturgie aufzubieten hat, so dass der Leser nicht bereits nach den ersten Seiten das Buch frustriert zur Seite legt. Seine Schreibweise wirkt steril; seine Charaktere leblos ohne Überzeugungskraft; seine Sprache erfüllt mit chauvinistischen Einschätzungen und Beobachtungen. Doch geradezu lächerlich sind die Einfälle, - wobei ich mir hier nicht sicher bin, ob diese von ihm kamen oder vom Verlag bzw. der Regierung auferlegt wurden - den Schiffsarzt nach dem Leibarzt Hitlers zu benennen oder eine junge Frau in die Handlung einzubauen, die die Reinkarnation einer an Bord mitgeführten ägyptischen Mumie sein sollte. Sie war es, die von Anfang an den Untergang voraussieht und natürlich hysterisch oder lethargisch vor sich hin agiert. - So ein Schwachsinn!!!