„Forgotten Places: Alassë (Band 3)“ von Estelle Harring hat mich wirklich in seinen Bann gezogen, und ich muss sagen, Alassë hat sich als eine der faszinierendsten Protagonistinnen herausgestellt. Sie ist knallhart, und mit ihr ist definitiv nicht zu spaßen. Wer mag keine starke, unabhängige Frau, die ihren eigenen Weg geht, oder? An Lucas hatte ich nach dem ersten Band ehrlich gesagt keine sonderlich guten Erinnerungen. Aber manchmal verdient jeder eine zweite Chance, und in diesem Buch hat er sie definitiv genutzt. Sein Charakter hat sich entwickelt, und ich fand mich dabei ertappt, ihm vielleicht doch ein bisschen mehr Sympathie entgegenzubringen.
Was mich wirklich umgehauen hat, war der verstärkte Fantasyteil in diesem Band. Die Welt, die Harring geschaffen hat, wurde noch lebendiger, noch greifbarer und absolut faszinierend. Als Alassë schließlich ihr Geheimnis preisgab, konnte ich meinen Atem kaum anhalten. Diese Mischung aus Spannung und der Sehnsucht, mehr über ihre Welt zu erfahren, ließ mich einfach nicht los. Es war, als hätte ich einen kleinen, aber intensiven Einblick in eine andere Realität bekommen. Hatte ich Gänsehaut? Absolut. Und gleichzeitig wollte ich nichts mehr, als tiefer in diese fesselnde Erzählung einzutauchen.