Unsere Welt ist wieder politischer geworden. Eine Krise folgt auf die nächste, die Weltordnung hat sich in eine Weltunordnung verwandelt. Wo lässt sich Orientierung finden? Herfried Münkler und Grit Straßenberger führen den Leser in das Archiv politischen Denkens, wo die Ideen der großen Philosophen aufbewahrt werden – Platon und Aristoteles, Augustinus und Thomas von Aquin, Machiavelli und Thomas Hobbes, John Locke und Jean-Jacques Rousseau, Montesquieu und Kant, Hegel und Marx, Max Weber und Carl Schmitt. Bei ihnen lässt sich Material finden für das Labor, in dem jeder für sich am Verständnis der Gegenwart werkeln muss. So führt dieses Buch ein in die politische Ideengeschichte und die politische Theorie, und zeigt dabei, was dieses Fach leisten kann, um Sichtachsen in unsere verworrene Zeit zu schlagen.
Herfried Münkler is a German political scientist. He is a Professor of Political Theory at Humboldt University in Berlin. Münkler is a regular commentator on global affairs in the German-language media and author of numerous books on the history of political ideas (German: Ideengeschichte), on state-building and on the theory of war, such as "Machiavelli" (1982), "Gewalt und Ordnung" (1992), "The New Wars" (orig. 2002) and "Empires: The Logic of World Domination from Ancient Rome to the United States" (orig. 2005). In 2009 Münkler was awarded the Leipzig Book Fair Prize in the category "Non-fiction" for Die Deutschen und ihre Mythen (engl. "the Germans and their myths").
Die knappe Einführung hat einen wirklich guten Anfangsgedanken in der Unterscheidung zwischen dem Zweck philosophischen und ideengeschichtlichen Lesens der Klassiker, konnte aber den favorisierten Challenge-and-response-Ansatz nicht überzeugend vorstellen. Dieser kommt schlicht als ex-ante-Rechtfertigung für die Teildisziplin daher, und bietet keine wirkliche Orientierung.