The German Revolution of 1918–1919 was a transformative moment in modern European history. It was both the end of the German Empire and the First World War, as well as the birth of the Weimar Republic, the short-lived democracy that preceded the establishment of the Nazi dictatorship. A time of great political drama, the Revolution saw unprecedented levels of mass mobilisation and political violence, including the 'Spartacist Uprising' of January 1919, the murders of Karl Liebknecht and Rosa Luxemburg, and the violent suppression of strikes and the Munich Councils' Republic. Drawing upon the historiography of the French Revolution, Founding Weimar is the first study to place crowds and the politics of the streets at the heart of the Revolution's history. Carefully argued and meticulously researched, it will appeal to anyone with an interest in the relationship between violence, revolution, and state formation, as well as in the history of modern Germany.
Gewaltexzesse gegen linke Revolutionäre über den Winter 1918/19, geduldet bzw. mit Einverständnis der Berliner Regierung sind detailreich und erschreckend zu lesen. Diese gab es offensichtlich auch in anderen Ländern zu dieser Zeit. Fortsetzung erfolgte dann 1933.
Dieses Buch beschäftigt sich intensiv mit der Gründungsphase der Weimarer Republik mit besonderem Blick auch auf die Revolution und deren Folgen, bzw auch der anschließenden Eskalation der Gewalt.
Auch wenn man durchaus ein wenig Vorwissen mitbringen sollte, um im politischen Bereich den Überblick zu behalten, wer wann wo und was getan oder geäußert hat, ist dieses Buch auch für den Laien gut zu verstehen. Es ist ausgesprochen gut lesbar, absolut nicht trocken und verstaubt, sondern locker und einfach wie eine Erzählung zu lesen. Was mir gut gefällt, ist die Art und Weise, wie Mark Jones die Ereignisse der Zeit auch in den europäischen Kontext stellt und ihre Bedeutung dafür auf eine klare und verständliche Weise erläutert.
Hauptaugenmerk des Buches liegt allerdings natürlich auf dem Forschungsschwerpunkt des Autors, der sich intensiv mit der Erforschung des Zusammenhangs zwischen Gewalt und der politischen Kultur Deutschlandsa im frühen zwanzigsten Jahrhundert befasst. Mark Jones, einer der erfolgreichsten, jungen Historiker Irlands, der zur Zeit gerade als Research Fellow an der Freien Universität Berlin tätig ist, belegt in diesem Buch, dass und wie durch die Gewaltexzesse der Zeit während und nach der Revolution von 1918/19, die gesellschaftliche Basis für die Schrecken des Dritten Reichs geschaffen wurde.
Interessant sind auch Einblicke in das tägliche Leben und das Denken der Menschen auf der Straße durch Quellen wie Tagebucheinträge und dergleichen, die einem das ganze Geschehen noch einmal näher bringen und es direkter und deutlicher werden lassen. Politik aus der Sicht des einfachen Bürgers und der Einfluss, den diese Politik auf das Alltagsleben hat.
Das Buch überzeugt durch seine umfassende Darstellung der Ereignisse und den gut verständlichen Schreibstil, der das Buch auch für Nicht-Geschichtsfreaks zu einer gut zu lesenden Lektüre werden lässt.
Das Buch beschreibt in chronologischer Reihenfolge den Verlauf der Deutschen Revolution 1918/1919. Mark Jones beginnt mit dem Matrosenaufstand 1918 in Kiel und endet mit dem Gesellenmord durch Regierungstruppen in München 1919. Das Buch liest sich sehr angenehm und stimmig. Die Kapitel sind in akzeptabler Größe um kapitelweise das Buch zu lesen. Jedoch sind Schreibweise und Erzählform dergestalt, dass man unbedingt weiterlesen will. Die Erzählform ist hervorzuheben: Sie erzählt detailliert wichtige Momente der Revolution, die dadurch so plastisch vorkommen, als wäre man selbst dabei.
Das Buch verfügt über sehr viele und dadurch über ein großes Anmerkungskapitel und wie man es von guten wissenschaftlichen Abhandlungen erwartet auch über eine ausführliche Bibliographie sowie ein Personenregister. Zu den wichtigsten Städten und den Handlungen gibt es Stadtkarten, die Mir leider erst am Ende des Buches aufgefallen sind. Sicherlich hat man ein noch tieferes Verständnis über den Verlauf von Stadtgeschehen, wenn man die im Text genannten Orte und Routen auf der Karte nachvollziehen kann.
Ich habe aus dem Buch vor allem drei Dinge mitgenommen. Zum Einen war die Bedrohung durch Spartakisten, Karl Liebknecht, Rosa Luxemburg und die Räterepubliken gar nicht so groß, wie Ich es im Geschichtsunterricht aufgenommen habe. Zum Zweiten war die Revolution relativ ruhig und besonnen verlaufen, bis die Gewalt eskalierte und immer weiter normal wurde. Vor allem war Mir der Schießbefehl nicht bewusst, der nun mit dem Schießbefehl an der innerdeutschen Grenze, kurzzeitig seinen Nachfolger gefunden hatte.
Als letzten Punkt nehme Ich mit, dass eine Gefahr hochstilisiert werden kann um Mittel einzusetzen, die rational betrachtet, gar nicht von Nöten sind. Aus welchen Gründen auch immer die Gefahr hochstilisiert wird und ob bewusst oder unbewusst ist egal. Der bejubelte und kaum kritisch hinterfrage Einsatz von kriegserfahrenen Soldaten in Städten ist krass extrem und tödlich für Kombattanten wie Zivilisten. Auch wenn Ich nicht glaube und hoffe, dass solche Exzesse nochmal möglich sind, so will Ich doch kein Risiko eingehen und halte den sinnvollen Kampfeinsatz der Bundeswehr im Inneren mehr denn je für unmöglich. Dass immer mehr Mittel geschaffen werden um eine Gefahr abzuwehren erinnert Mich an die Terrorismusbekämpfung. Obwohl der Terrorismus eine reale Gefahr ist, werden Abwehrmittel geschaffen, die als Kollateralschaden jeden einzelnen Bürger betreffen. Überwachung, Gefährdereinstufung und -Inhaftierung, Lockerung des Richtervorbehalts sind einige von vielen Mitteln, die gegen Terroristen helfen sollen, aber vor allem und in viel größerer Zahl den Bürger betreffen. Ich denke, wenn man eins aus der Deutschen Revolution und der Normalität werdenden Mittel lernen sollte, dann ist es: Was Ausnahme war, wird die Normalität.
Incisive account of the role of violence in the German Revolution. Makes strong points about the fear of a Bolshevist uprising in Germany and the effect it had on justifying government violence, the role of the media in that, and the fear of bodily disfiguration. Sometimes, Jones is overly fond of praising his own work (and tearing down that of others, most notably Heinrich August Winkler).
I read Richard Evans book "The Coming of the Third Reich" a while back and was frustrated that he started at the end of German Revolution. Of course, you have to start somewhere, but it seemed strange to give a history of Weimar up to the point of Nazi takeover and not cover its founding.
This book isn't a general history of the German Revolution, but I think it is actually a bit better than that. In particular, if you are interested in the difficult balance Weimar was trying to strike as a socialist non-revolutionary government founded in revolution, this overview of the violence during the Weimar consolidation of power is key.
In particular, I think the coverage of contemporary newspaper responses (across the political spectrum) to both insurrectionary violence and state violence is really helpful in understanding the world of Germany in 1918 and 1919.
Interesting book that shows how violence became normalized as the German revolution of 1918-1919 occurred. Emphasizes the role of rumor-spreading, media, and public messages from the state in shifting mindsets of social agitators, government soldiers, and social elites and how those factors let people accept violence against other German citizens. Feels somewhat relevant in the Anglosphere given state and partisan media coverage of particular protests and other activities.
Writing is somewhat stilted, but very good read on the topic and very detailed.
I understand this author’s thesis but found his micro analysis rather tedious after page 50. Rumors and hysterical reporting by newspapers and politicians is nothing new yet he seemed to indicate during this time period that a grave misunderstanding of history had occurred as a result of these factors. I wonder if this can be said about every major historical event in fact. I finished the book but would not be interested in any other works written by him at this point.