Vor Ihrem inneren Auge sehen Sie bereits den Film, aber Sie wissen nicht, wie Sie ihn in ein Drehbuch fassen sollen? Sie haben schon eine Idee für einen interessanten Film, aber wissen nicht, wie Sie beginnen sollen? Gerrit Koehler zeigt in seinem Ratgeber „Wissen kompakt für Autoren: Drehbuch Schreiben“ auf anschauliche Weise, was einen Drehbuchautor ausmacht und wie er sich im Dschungel von Filmideen, Skripten und Produktionsunternehmen zurechtfinden kann. Vom ersten Einfall, über das Schreiben und schließlich bis zur Suche einer Produktionsfirma wird der neue Drehbuchautor mit allen wichtigen Informationen und vielen Insider-Tipps unterstützt und angeleitet. Dieser Ratgeber ist ein unbedingtes Muss für all jene, die sich mit dem Drehbuchschreiben beschäftigen.
"Wissen kompakt" ist eine dehnbare und großzügige Formulierung. Abgesehen davon, dass man über den Autoren selbst nichts erfährt und somit ohne weitere Recherche keine Aussagen über seine Kompetenz als Autor machen kann, ist dieses Buch in erster Linie kurz, oberflächlich und sehr simpel gehalten.
Wer ernsthaftes Interesse am Drehbuchschreiben hat, wird sich schon in irgendeiner Form mit der Materie beschäftigt haben, daher fragt man sich, für welche Zielgruppe die knappen Kapitel gedacht sind. Ein Buch zum Thema Drehbuchschreiben, und das Kapitel "Dialoge" ist ganze zwei Seiten lang, mit groß formatiertem Text und breiten Seitenrändern?
Man bekommt das Gefühl, Herr Koehler habe kurz mal überflogen, welche Filme er (überwiegend in den Neunzigern) so gesehen hat, um dann Meisterwerke wie ARMAGEDDON oder THE ISLAND als Veranschaulichungsmaterial zu zitieren. Das macht man auch mit der Erwähnung des ein oder anderen Klassikers nicht so schnell wieder wett.
Jemand, der von Film und Drehbüchern absolut nichts weiß, der kann vielleicht mit diesem Buch als Einstieg etwas anfangen. Alle anderen sollten die Finger davon lassen und nach fundierter Literatur suchen.