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111 pages, Paperback
Published October 26, 2016
Wir müssen verstehen, dass diese bunt zusammengewürfelte Herde irgendwann, am Abgrund des Krieges, ihrem eigenen Nichts ins Auge sehen wird.
Eine Frau ist immer schon selbst der irdische Beweis, dass Gott nicht existiert, dass er nicht existieren muss. Es genügt, eine Frau anzublicken - was man anblicken nennt -, um sich davon zu überzeugen, dass Gott nicht gebraucht wird. Deshalb werden in traditionellen Gesellschaften die Frauen versteckt. […] Die Tradition weiß, dass, wer Gott um jeden Preis am Leben halten will, die Frauen unbedingt unsichtbar machen muss.
Die Grundidee besteht darin, dass Frauen nicht nur alles können, was Männer können, sondern, dass sie all dies noch viel besser können. Realistischer, unbeugsamer, verbissener werden sie sein. Warum? Weil aus den Mädchen bloß die Frauen zu werden brauchen, die sie längst sind, während die Söhne noch immer darüber rätseln, wie sie zu den Männer werden können, die sie nicht sind. Deswegen ist das Eine des Individualismus bei den Frauen kräftiger ausgeprägt als bei den Männern.
Weniger vor den Männern als vor der vermeintlichen Befreiung, die ihnen das Kapital verspricht, müssen die Frauen sich heute in Acht nehmen.