Kirsten Boie wurde für ihre Kinder- und Jugendbücher mehrfach ausgezeichnet. Die promovierte Literaturwissenschaftlerin verfügt über eine gehörige Portion Fantasie, was eines ihrer Erfolgsgeheimnisse sein dürfte. Der durch den Spiegel kommt klingt ein wenig wie Der mit dem Wolf tanzt , und tatsächlich geht es in dieser Geschichte auch um ein Tier. Aber nun erst mal der Reihe nach. Anna ist ein unscheinbares, kleines Mädchen mit zipfeligen Haaren, das für seine Mutter einkaufen gehen soll. Brav geht sie los, wenngleich ohne große Begeisterung. Als es langsam dunkel wird, entdeckt Anna gleich neben der Birke ein Kaninchen. Das allein ist nichts Besonderes, wird der eine oder andere einwenden. Doch dieses Kaninchen kann erstens sprechen und kennt zweitens das Geheimnis des rätselhaften Zauberspiegels, den das Mädchen auch noch findet. Mit diesem goldenen Spiegel beginnt eine Reise in eine andere Welt, in der Anna unverhofft zur Heldin wird. Nicht sofort, denn sie ist weder stark noch kampferprobt. Der Exkurs auf die andere Seite des Spiegels, um Evil, den Schrecklichen, zu besiegen, hat etwas von Fantasy. Und das, obwohl auch in dieser Traumwelt Pferdekoppeln, Lämmchen, Ziegen und Fliederbüsche existieren. Als Anna zum Wirtshaus kommt, wird sie bereits sehnsüchtig erwartet. Völlig erstaunt nimmt sie die Aufmerksamkeit der Menschen zur Kenntnis. Sie soll die kühne Kämpferin im Gefecht gegen Evil sein. Sie ist die Auserwählte. Weshalb ausgerechnet Anna, das Mädchen von nebenan, diese Auszeichnung und den gefährlichen Auftrag erhält, liest sich spannend. Und wer wissen will, was es mit dem geheimnisvollen Ring des Schmieds auf sich hat, den dieser dem Mädchen schenkt, sollte sich das Buch kaufen oder es sich schenken lassen. --Corinna S. Heyn
Kirsten Boie was born in Hamburg in 1950. She studied German and English literature and wrote a doctoral thesis on a topic in the field of literary research. She worked as a secondary school teacher in Hamburg from 1978 until 1983. When she adopted a child she had to stop teaching and began to write. Her first book "Paule ist ein Glücksgriff" (1985) was very well received and won several awards.
Since then she has published more than 60 books for children and teens that have been translated into many languages. Special mention must be made of her novels for young adults that critically examine social issues and display literary innovation. In addition to the many awards she has won, her complete works have been nominated for the Hans Christian Andersen Award three times (in 1999, 2001 and 2003). Kirsten Boie lives with her family near Hamburg.
Das buchcover ist sehr schön gemacht. Es gibt dabei eine Neuauflage, die in einer anderen Farbe ist als meins. Meins ist nämlich blau und das andere ist lila.
Das Buch ist in der Präsenz Form geschrieben, was mal was anderes ist. Denn die meisten Bücher liest man immer in der Vergangenheit oder ist in der Ich-Form. Am Anfang war es natürlich ein holpriger Start, aber dann war man mittendrin in der Geschichte. Hin und wieder gab es einige Metapher „Ich bin so dumm“, dies wurde oft wiederholt, was ich aber nicht schlimm fand. Es ist halt einem nur aufgefallen.
Die Protagonistin ist Anna und 10 Jahr alt, die urplötzlich in ein andere Welt eintaucht und die Aufgabe hat, diese Welt zu retten. Sie traut sich aber nicht. Sie hat kein Selbstvertrauen. Ich konnte mir die Protagonistin und ihre Mitmenschen haargenau vorstellen. Der Böse, wurde nicht haargenau beschrieben, was ich aber nicht schlecht fand. Manchmal musste man seine eigene Fantasie freien lauf lassen und das ist, was ich an diesem Buch klasse fand. Es wurde sich nicht tot geschrieben wie die Personen aussah und wieso der Evil böse ist und wie böse er aussah.
Die Idee dahinter finde ich super. Einen Spiegel finden und dann in eine andere Welt sein. Es ist wirklich ein fantasievoller Kinderroman, der mir wirklich gut gefallen.
Und es ist eine Geschichte, die mich sofort gefesselt hat. Ich hatte keine Erwartungen und für mich war es nichts als „vorhersehbar“ Die Geschichte hat mich mit ihrer ganzen Art überrascht. Hin und wieder gab es einige Metapher, was auch diesem Buch besonderes machte.