Was fasziniert die Menschen an den Wolken? Wollen sie uns etwas sagen? Göttliche Drohungen? Oder sind es rein thermische Gebilde? Wolken sind ständig in Bewegung: Das macht es schwer, sie in den Griff zu bekommen – und zugleich zu einem Sinnbild für das Gestaltlose, Ungreifbare, Begriffslose. Klaus Reichert nähert sich in seinem neuen Buch den Wolken von mehreren Seiten: der Bildenden Kunst, der Musik, der Dichtung. Durch Befragung der Meister wie u.a. Turner, Constable, Ruskin, Goethe, Ligeti, durch eigene Beobachtungen, Lektüren und Erinnerungen versucht er, ihrem Geheimnis auf die Spur zu kommen. Entstanden ist ein faszinierender, zwischen Wissenschaft und Literatur changierender Text, der das Unmögliche unternimmt: das Nicht-Darstellbare darzustellen.
Wenn ein Buch so heißt wie dieses, weiß man, dass es anders ist. Und dieses Buch ist wirklich anders. Schon die Konzeption ist eigenwillig interessant. Klaus Reichert, ein mulitgebildeter klassischer Gelehrter, berichtet über Wolken. Aus der Sicht der Antike, Mythologie, der Literatur, der Musik, der Malerei, der Malerei, und wieder der Malerei und aus eigenen "Wolkentagebüchern". Das macht er mit so großer Akribie und Ausdauer dass es manchmal zu viel erscheint. Aber dieses Buch ist ein Essenz und darf eben nur in kleinen Mengen genossen werden - dann entfaltet es seine ganze Heilkraft. Dieses Buch ist nur etwas für geübte Leser.