Katzen auf geheimer Mission, Hitlerklone und die Area 51. Aleister Crowley, Organraub und der Slenderman.
Urbane Legenden und Verschwörungstheorien werden erzählt, hinterfragt, geglaubt – und manchmal verändert. Wie lautet die Wahrheit und welche Geschichten werden nur als solche verkauft? Keilschrifttafeln treffen auf Datenüberwachung, feline Geheimagenten auf Drachen und Männer ohne Gesicht auf Welten voller Magie. Nun ist es höchste Zeit, die Verschlusssache zu einer öffentlichen Angelegenheit zu machen. Deswegen öffnen 17 AutorInnen geheime Akten.
Eher 4,5 Sterne - von den 17 Kurzgeschichten waren außer zwei alle grandios. Eine hab ich beim ersten lesen einfach nicht gerafft, die will ich nochmal lesen. Und bei einer anderen war ich nicht von der Umsetzung überzeugt.
Eine ausführliche Rezension folgt die kommende Tage!
Mit der Zeit habe ich mir eine bestimmte Methode angewöhnt um Anthologien zu lesen oder besser gesagt um sie zu bewerten. Nach jeder Geschichte nehem ich mir kurz Zeit und notiere mir einige Stichpunkte zur Story und zum Stil sowie natürlich auch meine Meinung. Das hilft, weil ich für solche Sammlungen oft länger brauche und ich dabei hin und wieder auch etwas vergesse, das mir beim direkten lesen doch sehr wichtig erschien. Wenn ich dann alle Geschichten gelesen habe bewerte ich jede Geschichte für sich noch einmal mit Sternen und errechne daraus die Gesamtbewertung.
Durch die von mir beschriebene Methode bekommt Verschlusssache so zwar nur drei Sterne, aber ich möchte betonen, dass ich mit einem sehr positiven Gefühl aus dieser Anthologie herausgehe.
Die Geschichten sind kreativ und die gewählten Verschwörungstheorien wurden mal mehr und mal weniger gut in einen neuen Kontext eingebaut. Die verschiedene Stile haben nicht immer meinen Geschmack getroffen, aber das erwarte ich bei 17 verschiedenen Autoren auch nicht. Viele Geschichten haben mich aber wirklich gut unterhalten und einige sogar richtig überrascht. Bei manchen hätte ich mir allerdings offenere Enden gewünscht um so das Rätselraten noch ein wenig zu verstärken. Gerade beim Thema Verschwörungstheorien wäre da doch noch mehr drin gewesen.