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Sumerland #2

Prinz Zazamael

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Serisada ist verschwunden, als das flüssige Silber ihr Stadtviertel überflossen hat. Damit gilt ihr Tod als hundertprozentig gewiss, denn das Silber ist der geheime Schrecken und das schmutzige Geheimnis hinter der glamourösen Fassade der Stadt. Das Silber wartet unten im Stadtkegel, um früher oder später alles aufzunehmen, was die Zivilisation von Waylhaghiri produziert.

Prinz Zazamael ist seit jeher von Prinzessin Serisada besessen, weil nur sie für ihn ein gleichwertiges Gegenüber sein kann und keine Marionette – nur durch sie kann er den „wilden Wein“ erlangen und die große Fusion zur Verschmelzung von Traum und Realität herbeiführen. Die Nachricht vom Tod von Prinzessin Serisada führt dazu, dass er sich selbst und sein Königreich verkommen lässt. Serisada hat aber entgegen alle Wahrscheinlichkeit überlebt. Stockwerk für Stockwerk, Zivilisationsepoche für Zivilisationsepoche kämpft sie sich den Stadtkegel empor und schafft es schließlich, in Waylhaghiri eine Revolution auszulösen. Sie endet im Zweikampf mit Zazamael.

Die Stadt geht in einer unkontrollierten großen Fusion unter und Sumerland und Waylhaghiri, Wirklichkeit und Traum, Natürlichkeit und Ästhetik verschmelzen zu einer untrennbaren Einheit. Beide Königskinder finden sich in einer menschenleeren Welt auf der anderen Seite des Silberspiegels wieder und entdecken dort, was aus all den Dingen und Leuten geworden ist, die im Lauf der Jahrhunderte in das flüssige Silber gestürzt sind.

Die Entwicklungen in den beiden phantastischen Königreichen haben spürbare Auwirkungen auf unsere alltägliche Zivilisation, die ja nichts anderes als ein Zerrbild der dahinterliegenden eigentlichen Wirklichkeit ist. Ob spielende Kinderbanden in den Sommerferien oder eine vierzigjährige Single-Frau auf der Suche nach der einen großen Liebe – wir alle spüren die Wahrheit von Sumerland und Waylhaghiri tief in unserem Blut. Das Wissen um die dahinterliegende Wirklichkeit von Sumerland und Waylhaghiri liefert die Erklärung für Vieles in unserer Gesellschaft, das bei genauerer Betrachtung weniger selbstverständlich ist als eigentlich sogar ziemlich sonderbar.

364 pages, Paperback

First published August 22, 2016

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About the author

Johannes Ulbricht

8 books2 followers

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Community Reviews

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Displaying 1 - 30 of 32 reviews
371 reviews14 followers
April 26, 2018
Mit diesem Buch hatte ich ähnliche Probleme, wie mit seinem Vorgänger. Zwar war die Geschichte etwas geradliniger erzählt, dennoch konnte mich die Handlung nicht von sich überzeugen.
Positiv hervorzuheben sind noch immer Worldbuilding und die intelligent eingewobene Gesellschaftskritik. Für meinen Geschmack wurde gerade Letztere allerdings derart häufig wiederholt, dass ich das Gefühl nicht los wurde, beim Lesen auf der Stelle zu treten. Auch viele andere Teile der Storyline wurden aus unterschiedlichen Erzählperspektiven wieder und wieder beleuchtet. Das gesamte Buch hätte demnach um mindestens 50 Seiten gekürzt werden können, die Kapitel der namenlosen Protagonistin, die nun wirklich alles andere als eine Sympathieträgerin ist, miteingeschlossen sogar 100.
Sofern man gern gesellschaftskritische Romane liest, ist es die Sumerland-Dilogie dennoch wert, einen zweiten Blick darauf zu werfen. Fantasy-Leser sollten sich von der Genrebezeichnung allerdings nicht in die Irre führen lassen und vor dem Kauf eventuell eine Leseprobe lesen. Meinem Geschmack konnte es leider nicht entsprechen.
Profile Image for ❀ Tina ❀.
802 reviews181 followers
December 26, 2017
3,5 *
Ich kann diese Bücher nur jeden an's Herz legen, der mal etwas anderes lesen möchte. Obwohl "Fantasy" nicht unbedingt das Genre ist zu dem ich als erstes greife, haben mir diese Bücher doch sehr gut gefallen. Der Schreibstil und die Erzählweise sind auch recht originell. Durch diese Reihe habe ich irgendwie Lust auf mehr in diesem Genre bekommen...
Profile Image for Brina.
664 reviews
January 4, 2018
ACHTUNG! Auch hier gilt: Wer Band 1 nicht kennt und auch nicht gespoilert werden will, überspringt die Inhaltsangabe!*

Cover:
Der Stil des Covers gefällt mir sehr gut. Es gibt viel zu entdecken und die Art es als Zeichnung wirken zu lassen ist toll gewählt. Die Details rundes es schön ab und die Gestaltung des Umschlags ist ein optischer Pluspunkt.

Erste Gedanken zum Buch:
Es schließt nahtlos an Band 1 an, die Inhaltsangabe verrät für meinen Geschmack allerdings viel zu viel von der Handlung und nimmt so die Spannung komplett raus.

Protagonisten:
Vier Handlungsstränge die zum großen Ganzen zusammenführen sollen, was aber nicht so gut klappt, sondern mehr Verwirrung stiftet. Ein Charakter bzw. Protagonistin geht im Verlauf der Geschichte unter und tritt immer mehr in den Hintergrund.
Ich hatte bei Prin Zazamael, Prinzessin Serisada, Susanne und der mysteriösen Erzählerin auf mehr gehofft, aber nur wenig bekommen. Sie blieben vage und nicht greifbar. Es ist schwer sie zu beschreiben, wenn man das Gefühl hat sie nicht genug zu kennen.

Meine Meinung:
Die Geschichte ist sehr komplex und an Ideenreichtum fehlt es dem Autoren offensichtlich nicht, was eine beeindruckende Welt neben der unseren aufbaut. Die allerdings mit der ein oder anderen Schwäche gespickt ist. Durch die sehr detaillierte und ausschweifende Inhaltsangabe hat es mir an Überraschungen und Spannung gefehlt. Durch die verwirrende Sprünge der Erzählstränge, an die ich mich auch in Band 2 nur schwer gewöhnen konnte, habe ich immer wieder Pausen einlegen müssen, um der Geschichte folgen zu können. So richtig in den Lesefluss bin ich nicht gekommen und tat mir schwer den Ereignissen zu folgen. Was für mich wieder positiv war, waren die Nebencharaktere die sich in kauzigen Gestalten und lustigen Momenten geäußert haben. Auch das es mehr Dialoge gab als im vorherigen Band, hat es alles in alles angenehmer gemacht.
Profile Image for Vanessa.
76 reviews15 followers
February 17, 2018
2,5 Sterne
Teil zwei knüpft nahtlos an Teil eins an. Auch diesmal bin ich nicht warm geworden mit der Geschichte. Ich habe das Buch eine Weile zur Seite gelegt, in der Hoffnung, dass ich zu einem späteren Zeitpunkt eher in der Stimmung für die Geschichte bin. Fehlanzeige. Ich muss ehrlich gestehen, dass ich mich durch den zweiten Teil gequält habe. Ein paar Dinge, die mich in Teil eins noch verwirrt haben, konnten zwar aufgeklärt werden und auch die meisten Fragen, die ich mir gestellt habe, aber trotzdem bin ich nicht so recht zufrieden mit dem Verlauf der Ereignisse.
Der Schreibstil ist sehr speziell. Bei manch einer Wortwahl musste ich sogar schmunzeln, weil es mir Freude bereitet hat, die tollen Sätze, die teilweise entstanden, zu lesen.
Ich glaube nicht, dass es sich bei der Reihe um eine schlechte Reihe handelt, jedoch traf die Story einfach nicht meinen Geschmack. Ich hätte mir bei den Charakteren mehr Tiefe gewünscht und die Andi-Anbetetin hätte ich am liebsten komplett gestrichen. Schon in Teil eins war ich kein Fan von ihr, im zweiten Teil ging sie mir einfach nur auf die Nerven.
Und dann, wer hätte es gedacht, wurde das Buch kurz vor dem Ende doch ein wenig spannend. Um mich dann vielleicht doch noch zu begeistern, hat es aber nicht gereicht.
Profile Image for Tintenwelten.
809 reviews44 followers
June 10, 2017
Das Buch beleuchtet vier verschiedene Perspektiven. Aus der einer unbekannte Erzählerin, die in der Realität lebt und über ihren Alltag und ihren Job berichtet. Außerdem wird sie nach einem Ereignis aus ihrer Vergangenheit von Schuldgefühlen geplagt. Sie kann in eine Art Parallelwelt blicken und dort die Ereignisse im sogenannten Sumerland beobachten.

Ihre Nichte Susanne behauptet Sumerland erfunden zu haben, weil sie die Spielzeughersteller boykottieren wollte, in dem sie eine Beschäftigung für Kinder ganz ohne Gegenstände erschafft. Ihr Spiel sei jedoch außer Kontrolle geraten und hätte auf die ganze Welt übergegriffen.

Prinzessin Serisada herrscht über das Sumerland, welches sich mit den Einwohnern des babylonischen Stadtkegels von Waylhaghiri im Krieg befindet. Serisada begibt sich als Spionin in den Turm, um dort eine Revolution zu entfachen.

Dessen Herrscher Zazamael ist auf der Suche nach dem “Wilden Wein”, der seine Stadt retten soll. Außerdem sieht er in Serisada seine Seelenverwandte.

Diese Charaktere sind unterschiedlicher wie sie nicht sein könnten. Allerdings wirkt vor allem die unbekannte Erzählerin in ihren Ausführungen sehr wirr und gleichzeitig langweilig. Serisada und Zazamaels Geschichte ist sehr interessant und auch spannungsgeladen.

Im Buch wird Wirklichkeit und Fiktion bunt gemischt und man fragt sich oft, was jetzt tatsächlich real ist. Das ist stellenweise sehr verwirrend. Die Geschichte ist jedoch sehr phantasie- und facettenreich. Sie enthält auch einiges an Gesellschaftskritik, denn Waylhaghiri ist unserer Welt sehr ähnlich, doch wird diese maximal überspitzt dargestellt.

Leider hatte ich auch hier große Schwierigkeiten beim Lesen. Mich hat das Buch einfach nicht gepackt. Die Idee der Story fand ich sehr gut, aber für mich hat es an der Umsetzung gehapert. Die ständigen Wiederholungen empfand besonders in diesem Band als störend und überflüssig. Die Story wird aus mehreren Perspektiven nahezu ähnlich berichtet. Daraus resultieren einige Längen, die das dran bleiben echt schwer machen.

Nachdem ich mit dem ersten Band schon nicht warm geworden bin, kann mich auch die Fortsetzung nicht wirklich überzeugen.
Profile Image for Buchstapler.
108 reviews18 followers
February 6, 2018
ACHTUNG! Das hier ist Meine Meinung zum 2. Band, könnte also Spoiler für den ersten Band enthalten!


Der zweite Band ist von der Machart, vom Aufbau wie die Geschichte erzählt wird genauso aufgebaut, wie auch der erste Band. Der Einstieg viel mir hier deshalb sehr leicht und ich war von Anfang an drin in der Geschichte. Auch inhaltlich knüpft der Autor hier direkt an den ersten Band an. Prinzessin Serisada ist verschwunden und man weiß nicht genau, was mit ihr geschehen ist. Auch begleiten wir nach wie vor die unbekannte Ich-Erzählerin, die wiederum die Geschichte von Susanne erzählt bekommt. Auch in diesem Band fragt man sich eine ganze Weile, wie die unterschiedlichen Geschichten zusammenhängen. Gut gefallen hat mir, wie Johannes Ulbricht es schafft immer wieder Parallelen zwischen diesen doch sehr verschiedenen Geschichten aufzuzeigen und ein Netzwerk von unterschiedlichen Geschichten aufzubauen.
Insgesamt hat mir der zweite Band besser gefallen, als der erste. Im ersten Teil wurde mir zu wenig erklärt, weshalb ich relativ viele Probleme hatte der Handlung folgen zu können. In diesem Band werden einige Fragen aus dem ersten Band aufgeklärt und die ein oder andere Vermutung, die ich hatte hat sich nun auch bewahrheitet. Was mich auch in diesem Band noch etwas gestört hat, ist dass ich keine intensive Beziehung zu den Charakteren aufbauen konnte. Durch die Erzählweise ist man gefühlt sehr weit weg von den Personen. Das wird in diesem Band durch die spannendere Handlung und das Aufzeigen von Zusammenhängen besser, aber dennoch war man als Leser immer recht weit entfernt von den handelnden Personen.
Insgesamt haben mir die beiden Bände aber gut gefallen. Es ist definitiv mal etwas völlig anderes mit einer wunderbaren Idee dahinter, was man sich durchaus mal anschauen sollte.
Profile Image for mermaideline.
27 reviews10 followers
March 25, 2018
Band 2 ließ sich flüssiger lesen als Band 1 und man konnte den roten Faden erkennen, der im ersten Band teilweise gefehlt hatte. Jedoch war die Auflösung des Ganzen nicht zufrieden stellend, wodurch einige Fragen unbeantwortet oder nicht ausreichend geklärt wurden.
(Das Buch wurde mir freundlicherweise zur Verfügung gestellt.)
Profile Image for Tamara.
78 reviews
December 25, 2017
+++ Diese Rezension behandelt sowohl Teil 1 als auch 2 der Sumerland-Reihe +++

Inhalt
Das Sumerland ist zwiegespalten: Im Einklang mit der Natur lebt Prinzessin Serisada mit ihren Untertanen, umgeben von Tiermenschen inmitten der Wildnis in ihrem Palast auf einer Insel. Prinz Zazamael lebt in Waylhaghiri – der einzigen Stadt im Sumerland, die aus unzählbar vielen Ebenen besteht. Nur die erfolgreichen Bürger schaffen es ganz nach oben und jeder muss sich täglich an neuen Aufgaben messen, die aufs Neue über seinen abendlichen Schlafplatz entscheiden. Der Prinz ist zufrieden mit seiner Stadt, möchte aber über die gesamte Welt herrschen und strebt dazu die Fusion an, welche er nur mit Hilfe des wilden Weins beginnen kann.
Diese fantastische Welt wird von Romana – einer Frau, die in der Wirklichkeit, die wir kennen, lebt – gesehen. Sie arbeitet erfolgreich in einer Werbeagentur, muss aber aufpassen, dass ihre imaginären Ausflüge ins Sumerland nicht ihren Job gefährden.

Meine Meinung
Mein erster Eindruck beim Lesen des Buchs war, dass es um eine irre Frau geht, die sich einbildet in eine Parallelwelt sehen zu können und dabei alles um sich herum vergisst. Meine Hoffnung war, dass sie einen netten Psychiater kennenlernt, der ihr hilft damit fertig zu werden. Die ersten Seiten des Buchs waren mit den Sprüngen zwischen den einzelnen Perspektiven sehr verwirrend und ich habe einige Zeit gebraucht um mich zurechtzufinden.
Besonders im ersten Teil der Dilogie fand ich die Geschichte von Serisada und Zazamael sehr undurchsichtig und daher auch wenig spannend. Es wurde viel über die Stadt Waylhaghiri an sich erzählt, aber sehr wenig über die einzelnen Personen. Man fand sich oft in Situationen, denen nicht zuzuordnen war wie der Prinz oder die Prinzessin dahin gekommen sind und was das eigentliche Ziel ist. Beispiel Wilder Wein: Erst sehr spät wurde mir klar, dass der Prinz auf der Suche nach ihm war, und vor allem warum.
Daher war ich hier mehr an Romana und ihrer persönlichen Entwicklung interessiert. Leider kommt die gesamte Handlung des Buchs erst in Schwung, als Serisada zwecks der Revolution in Waylhaghiri eindringt bzw. als Susanne bei Romana zu Besuch ist und von der eigens erfundenen Welt – dem Sumerland – erzählt. Susanne ist ein sehr sympathisches Kind und ich konnte mich nach ihrem Auftauchen immer besser in die Geschichte einfinden. Seit sie da ist wird alles detailreicher erzählt und ich fühle mich in beide Geschichten besser eingebunden.
Die Bücher bieten enorm viel Platz und Stoff zur Interpretation: sowohl gesellschaftskritisch als auch psychologisch könnte man sich hier austoben. Da für mich Bücher und Lesen aber keine Arbeit sind und sein sollen, nur so viel: Die Bürger der Stadt Waylhaghiri streben wie wir in der realen Welt auch nach Glamour, Wohlstand und auch etwas, das unser Autor hier „Coolizismus“ nennt. Ja, wir alle sollten uns ab und zu fragen, ob wir nicht ein bisschen mehr sein wollen wie Prinzessin Serisada und uns Gedanken machen, was von alldem wir tatsächlich brauchen und was uns und der Welt diese Dinge an Mehrwert bringen. Wie auch Romana nach einiger Zeit feststellen muss, ist Geld und der Beruf, Ansehen und Wohlstand nicht alles. Trotzdem ist unsere Welt bereits seit Jahrtausenden nach dem gleichen Schema aufgebaut – entschieden über Sein oder nicht Sein wird nach Ansehen, Geld und Wohlstand. Man kann sich zwar ab und zu fragen, wie viel davon man tatsächlich braucht, entfliehen kann man diesem Gesellschaftszwang aber nicht.
Aber zurück zum Buch und der Geschichte des Sumerlands. Was mir wirklich gut gefallen hat, war Susanne. Sie ist ein liebes Mädchen, das eigentlich nur mit seinen Freunden spielen will, und das auch noch ohne teure Spielsachen. Die Verschwörungstheorie gegen den Spielwarenhändler fand ich sehr amüsant und ich habe alle Abschnitte über Susanne sehr gerne gelesen. Das waren meiner Meinung nach sowohl hinsichtlich Spannung als auch Empathie die besten. Einziges Manko: Susanne benimmt sich zwar wie ein Kind, spricht aber gelegentlich in Sätzen wie diesen: „Die Bilanz der Vergangenheit und die Forderungen der Zukunft dominieren die Gegenwart und ersticken sie.“ Ist klar, oder?! Trotzdem ist sie bemerkenswert, weil sie sich ihre Freiheit nimmt, stark ist, an ihren eigenen Vorstellungen der Welt festhält und weil sie so toll „herbeidenken“ kann – in einer Detailtiefe, die ihr sogar dabei hilft, sich in der Schule durch Selbstnachhilfe zu verbessern.
Nicht so gut gefallen haben mir manche Erfindungen, vorwiegend in Waylhaghiri, die nicht nur sinnlos, sondern oft regelrecht schwachsinnig und abstrus waren. Beispiel: Es gibt dort keine Geländer weil sie noch nicht erfunden wurden. In einem Buch, in welchem das die tatsächliche Realität sein soll, ist das doch absurd! Es gibt keine Geländer, dafür aber z.B. Flugmotorräder.
Dann gibt es Szenen, besonders als Serisada versucht sich in Teil 2 wieder in der Stadt nach oben zu arbeiten, die ebenfalls total sinnlos erscheinen und dann auch noch quälend in die Länge gezogen und seitenlang erzählt werden. Eine davon war die an der Schachbrett-Rampe mit den beiden Menschenhaufen. Das war so eine absurde Situation, dass sie trotz aller Beschreibungen bei mir kein klares Bild im Kopf schuf und ich froh war als Serisada endlich eine Ebene weiter kam.
Weiter fand ich völlig unglaubwürdig, dass Waylhaghiri die einzige Stadt in einer ganzen Welt sein sollte. Menschen sind oft naiv und fügen sich in die gegebenen Strukturen, aber es gibt immer einige, die unzufrieden sind, ihr eigener Herr sein wollen und die Stadt verlassen würden um ihre eigene Gesellschaft oder zumindest Stadt zu gründen.
Unabhängig von den Details waren hier zusammenfassend sehr viele Situationen, die aus meiner Sicht nicht vollständig durchdacht und durchgängig waren.
Beginnend mit Serisada verliere ich noch ein paar Worte zu den Hauptpersonen des Sumerlandes: Serisada ähnelt Susanne sehr und ist in Sumerland die sympathischste Person (was leider keine Kunst ist). Ihr Widerstand und die Revolution machen Hoffnung auf Besserung in der Parallelwelt. Ohne sie scheint der Turm Waylhaghiri seinem selbst geschmiedeten Untergang geweiht.
Zazamael hingegen ist unsympathisch ohne Ende, ist meist faul und erscheint extrem unfähig. Dass er die Stadt bereits jahrhundertelang beherrschen soll, kann nur ein Witz sein. Nicht nur seine Untertanen, sondern auch der geheime Rat bzw. Azethot untergraben seine Autorität regelmäßig ohne dass er etwas dagegen unternimmt oder es auch nur bemerkt.
Seine Wünsche und Taten sind oft widersprüchlich und sein Wunsch Serisada zu heiraten ist einfach nur lächerlich.
Auch wenn Serisada die stärkere der beiden ist, bietet Sumerland als vermeintlich „reale Welt“ hinter unserem Schein-Alltag erbärmlich ausgearbeitete Charaktere. Dass ich die andere, eigentlich nur „zuschauende“ Welt von Romana und Susanne überwiegend spannender fand, ist ein Armutszeugnis.

Die App
Die App an sich ist nett gemacht, mit der Ansicht des Turms von Waylhaghiri und der Aufmachung der Yin-Yang-Symbole. Auch die Handhabung fand ich intuitiv und angenehm. Die Idee hinter der App ist, dass man während dem Lesen des Buchs mit dem Handy Symbole in der näheren Umgebung scannt und dann Rätsel zur Geschichte lösen kann. Das fand ich auch bereits vorab eine tolle Idee und hab mich echt darauf gefreut.
Erstes Minus: Auf der Deutschlandkarte sind die verteilten Symbole einzusehen, wodurch schnell klar wird, dass man jahrelang durchs Land reisen müsste um alle 12 Symbole „zufällig“ zu finden. Selbst in Ballungsräumen findet man in einem Umkreis von 10km nicht mehr als 2-3 Symbole. Das ist schade, kann aber mit den auf der Website www.endederwelt.de abgebildeten Symbolen umgangen werden.
Gesagt getan, also habe ich dort alle Symbole gescannt. Das war ganz lustig, da bröckelt dann langsam die Fassade unserer Welt und ermöglicht uns einen Blick ins Sumerland. Die Rätsel an sich waren leider nicht sinnvoll der Geschichte zuordenbar und hatten auch wenig bis gar nichts mit den Geschehnissen im Buch zu tun. Da hätte ich mir mehr Zusammenhang gewünscht, z.B. auch, dass im Buch selbst Hinweise auf das jeweils passende Rätsel gegeben werden. Leider lässt das Niveau der Rätsel entweder zu wünschen übrig, weil sie sich am Kindergarten orientieren (Suchbilder), oder die Rätsel sind nicht lösbar, weil entweder die Lösung einfach nirgends zu finden ist (auch im Buch werden die gefragten Details nicht verraten), oder die Hinweise, die es gibt, falsch beschriftet sind. Beides extrem ärgerlich.
Die Idee der App finde ich großartig, aber die Umsetzung ist dringend zu optimieren!

Fazit
Wer lieber lustige oder romantische Bücher liest, kann hier gleich die Finger weg lassen – es handelt sich um eher schwere Kost, die oft auch Geduld und Biss erfordert, wenn man das Lesevergnügen nicht vorzeitig beenden will.
Ich weiß die bedeutenden gesellschaftskritischen Inhalte zu schätzen und habe mich auch über viele unterhaltsame Abschnitte im Buch gefreut. Weil es aber überwiegend schwer verdaulich ist und mich die zu wenig durchdachte Erfindung der Stadt Waylhaghiri stört, gebe ich den beiden Büchern in Summe 3 von 5 Sternen.

Ich bedanke mich abschließend bei Dr. Johannes Ulbricht für die Rezensionsexemplare.
Profile Image for Ina.
60 reviews9 followers
January 19, 2018
This is a recension for Sumerland #1 and #2 since they could just as well be one book. However, that would have made them unhandier and we would have to renounce one of those beautiful cover images. :-)

I got those books to review them elsewise I probably hadn't noticed them. As I read the abstract and other reviews I was attracted immediatly: social criticism written into a fantasy novel. That was what I expected of the books and what I got in the end. "Sumerland" offers many possibilitys to the reader to question his live, the society and his percception. Partially, I got the impression that this is the main purpose of the book and the story is subsidiary to it.

It is hard to give an abstract of the story without spoilers. You can see that, when you read the abstract on the inside of the book cover. It tells you much more of it as it should. You really shouldn't read it to keep a little more of the storys tension.
The main characters are prince Zazamael and princess Serisada from Sumerland. They are natural opposites: naturalness vs. artificility/art, continuity vs. evolution, reality vs. appearance. Their story was the most interesting part for me because it combines adventure trips, discovering a new world and the wish to change their world. They also pursured most of the existential questions the others asked but where not able to answer.
The other two main characters live in our world. One is the narratress, a mixture of artist and business women who lives a very instable live. During her normal everyday life she dreams of the Sumerland and follows the events there withput influencing them in any way.
The other one is the girl Susanne, who doesn't speak directly to the reader. Her story is retold by the narratress.
I think Susanne is the most authentic character of them. I got the impression that all the others have times where they act and speak in certain ways just to serve the purpose of the book and to make the reader think about it. Through I as a reader can accept that because I feel that thinking is the most important part of the book, I would prefer more authentic course of action.

The writing style is noticeable different from the ones I am used to. It is very episodic and has changing points of view which interrupts the reading flow. But this also gives the reader time to think about the read part. He isn't lost so much in the story - for better or worse - and has the possibility to take a break.
The wording and narrative style, especially from the narratress, strike me to be quite unnaturally and highly stylized. Thus, I have always the feeling that every word is purposefully used. I only read it once, yet. But I am convinced if you read it more often, you will be able to always find some more meanings, symbols and details.
This style matches the story and its topics of marketing, manipulation and "purposeful lies" extremly good. Admittedly, I needed a while to get accostumed to this style, but it is possible and becomes easier through the more natural written Summerland parts.

Overall, those two books are a nice reading experience, a good base for discussions and thoughts of the world and - especially in the second book - of the own goals and lies in live. The book descibes very extreme oppnions but luckily it doesn't claim that one of those is "the right one". It shows that in every one of them lies something from the oppsite one and advices to search a way in the middle or to mix it up.

I would not recommend the books to readers who search unpretentious entertainment without the need of thinking.
I recommend it to people who are in the mood of thinking about those topicsand willing to read a somewhat different story.
Profile Image for Ricy.
28 reviews1 follower
November 26, 2017
Auch bei Band zwei finde ich, dass der Klappentext wieder viel zu viel verrät, weshalb ich auch getrost auf eine Zusammenfassung des Inhalts verzichten kann.
Nachdem Band 1 in großen Teilen verwirrend war, bekam ich mit Band 2 das Gefühl, dass ich mit meiner Vermutung richtig lag, dass man die Geschichte als große kapitalismuskritische Metapher und ein Spiegelbild unserer Gesellschaft verstehen kann. Das war eigentlich schon in Band 1 klar, doch, das ganze Ausmaß wird erst hier richtig deutlich. Zudem werden einige Orte besser beschrieben und ach die Spannung nimmt zu, die Erzählstränge wechseln sich häufig ab und das Erzähltempo zieht somit an. Sehr schön werden die Tiefen der Stadt beschrieben, von wo aus sich die Prinzessin nun erneut hochkämpfen muss und man bekommt endlich ein besseres Bild von der Trichterstadt. Gleichzeitig werfen diese Gegenden, die eine Art Zwischenwelt darstellen und nicht richtig zur Stadt gehören, auch weitere Fragen auf und lassen weitere Assoziationen zu unserer Welt zu.
Die Charaktere blieben für meinen Geschmack aber weiterhin etwas schwach, doch die Geschichten hatten sich nun schon soweit verselbstständigt, dass ich irgendwie besser darüber hinwegsehen konnte, wie wenig man eigentlich über sie weiß.
Es wird immer deutlicher, das Susannes Spiel genau die Geschehnisse im Sumerland beinhaltet, weshalb der Verdacht aufkommt, dass alle Menschen eigentlich nur ein Haufen ganz in ihrem Spiel versunkener Kinder sind? Wer weiß?
Desweiteren werden die Gegensätze von Sumerland und Waylhaghiri verdeutlicht aber auch ihr Zusammenhang dargestellt und erklärt.
Der Handlungsstrang um die namenlose Ich-Erzählerin störte mich weiterhin ein bisschen, da er, in der Scheinwelt (also der uns bekannten ‚realen Welt‘) spielend, sehr von den anderen Handlungssträngen losgelöst wirkte. Statt Zusammenhänge zu erklären, verwirrte er mich nur weiterhin. Aber auch dieser beinhaltete wieder sehr schöne satirische Elemente, wie z.B. dass die namenlose Protagonistin eine Firma gründet, die in einer Datenbank natürliche Erlebnisse speichert und wiederum damit Geld macht, dass Leute diese Erlebnisse teilen und sogar Merchandise-Artikel dazu kaufen. Das sind dann so Erlebnisse, wie morgendliches Vogelgezwitscher beim Waldspaziergang oder Sonnenstrahlen auf der Haut im Straßencafé. Das erinnert doch sehr an die heute scheinbar tatsächlich verbreiteten ungeschriebenen Gesetze wie „Wenn du es nicht in social- media postest, ist es nicht passiert“. Kleine Anmerkung: dies ist nur ein Detail von vielen bemerkenswerten kritischen und satirischen Aspekte, die in der Story verteilt sind. Ein weiterer verbirgt sich schon in der Architektur des Turms dessen Böden nach oben hin immer abschüssiger Richtung Trichterinnenseite werden, ganz nach dem Motto: wer höher kommt, kann tiefer und vor allem schneller fallen?
Besonders schön finde ich auch, wie sich Susannes Geschichte immer mehr mit der Geschichte von Sumerland und Waylhaghiri verknüpft, bis beide Erzählstränge am Ende etwa am selben Punkt ankommen, was wiederum einige Geschehnisse erklärt. Genauso rasen die Erzählstränge von Serisada und Zazamael auf ihre Begegnung zu, welche ebenfalls bedeutungsvolle Zusammenhänge freilegt.
Wenn jedoch die Entwicklungen im Sumerland unsere alltägliche Zivilisation beeinflussen sollen, wie es der Klappentext erklärt, wundert es mich, dass die namenlose Erzählerin, die ja in dieser lebt, nicht wirklich etwas davon mitzubekommen scheint…andererseits…vielleicht stellt ihr Sinneswandel, nicht mehr dem Erfolg und dem großen Geld hinterherzulaufen, sondern sich mit weniger zufrieden zu geben, den Niedergang Waylhaghiris dar? Hier fehlen mir wieder andere unwissende Charaktere, die ganz in dieser alltäglichen Illusion leben, um das deutlich werden zu lassen. Ihr seht, ganz hat sich meine Verwirrung immer noch nicht verflüchtigt und je mehr ich darüber nachdenke, desto mehr Anspielungen, Metaphern und parallelen zu unserer Welt sowie Zusammenhänge in der Geschichte fallen mir auf.
Und genau das ist es, was das Buch meiner Meinung nach zu etwas ganz Besonderem macht und weshalb die Duologie als Gesamtpaket noch einige Schwächen aus dem ersten Band wieder gut macht…man kann so unglaublich viel Kritik an unserer Gesellschaft und unserem Konsumverhalten, unserem blinden Ehrgeiz und dem Abwenden von jeglicher Natur einerseits und dem fast schon wieder ausufernden ökonomischen Konsum natürlicher Dinge und der Natur selbst andererseits darin erkennen.
Fazit
Am Ende sind einige Fragen beantwortet und Zusammenhänge erklärt, doch bleibt eine große Frage offen und das finde ich gar nicht schlimm, da jedem die Interpretation selbst überlassen bleibt und die Geschichte somit unglaublich viel Stoff zum Nachdenken liefert.
Ich jedenfalls habe nun auch das Gefühl, immer wieder Fetzen vom Sumerland und von Waylhaghiri hinter unserer Realität zu erkennen.
Johannes Ulbricht hat unsere tatsächlich manchmal unglaubliche Realität mit ihren alltäglichen Manipulationen, Fassaden und Sachzwängen genommen und eine fantastische Geschichte darum gesponnen, die zum Nachdenken anregt.
Ein einfaches Fantasy-Abenteuer sollte man hier nicht erwarten, wer aber bereit ist, hinter die Kulissen zu schauen, nachzudenken, immer wieder die Geschichte mit unserer Welt zu vergleichen und sich auf seine eigenen Interpretationen zu stützen und nach Zusammenhängen zu suchen, der wird diese Saga lieben!
Profile Image for Daniela Walch.
37 reviews4 followers
May 17, 2017
Band 2 folgt nahtlos den Geschehnissen aus Band 1.

(1) Prinz Zazamael hat sich durch die fragmentarische Stadt gekämpft und dabei gemerkt, dass sie aus Stadtteilen von Waylhaghiri besteht, die im Silber untergegangen sind. Nun ist er fast am Ziel, am Palast von Serisada, da taucht Azethot auf und bedrängt ihn zurück. Eine Spionin sei in die Stadt eingedrungen und sie müssten sie nun finden.

(2) Prinzessin Serisada hat das flüssige Silber überlebt, aber sie findet sich im Untergeschoß der Stadt wieder, wo die Nobodys leben, die nicht in der zentralen Datenbank der Stadt erfaßt sind. Stockwerk für Stockwerk kämpft sie sich nach oben und versammelt dabei immer mehr Revolutionäre um sich.
Die einzelnen Handlungsstränge führen zu der großen Fusion hin. Serisada und Zazamael treffen aufeinander und stürzen zusammen in den Silbersee. Das löst die große Fusion aus "und Sumerland und Waylhaghiri, Wirklichkeit und Traum, Natürlichkeit und Ästhetik verschmelzen zu einer untrennbaren Einheit." [Klappentext]

(3) Die 40jährige Ich-Erzählerin baut mit einem großen Kunden ein völlig neuartiges Datenbanksystem auf, "das die wertvollen Dinge in Erinnerung ruft, die man im Alltag übersieht. Jeder registrierte Nutzer kann dort Erlebnisse eintragen, die er als Erster entdeckt hat. Wenn andere dadurch auf diese Erlebnisse aufmerksam werden und Untereinträge in der entsprechenden Kategorie machen, verdient derjenige, der den ersten Eintrag gemacht hat, echtes Geld mit seiner Entdeckung." [S. 9]

(4) Susannnes erfundene Welt und sogar ihre eigenen Erlebnisse verschmelzen immer mehr mit der Geschichte im Buch: Susanne erzählt die Geschichte um Serisada und Zazamael einem Spielkameraden und erlebt kurz danach ähnliche Dinge. Susannes Widersacher ist der schielende Anführer, der nach einem Ausflug Susannes auf Land alle Kinder mit seinem Spiel um sich versammelt.

Persönlicher Eindruck
Da ich die verschiedenen Realitätsebenen des Romans und den Erzählstil schon in Band 1 dechiffriert hatte, bin ich in diesen Band schnell reingekommen und konnte ihn einfach genießen.
Beim ersten Band war ich mir über lange Zeit unsicher, ob mir das Lesen Spaß macht. Nun, beim zweiten Band, den ich förmlich verschlungen habe, wußte ich, dass es mir Spaß macht.

Obwohl der Band nach Prinz Zazamael benannt ist, verfolgen wir größtenteils Serisadas Weg durch Waylhaghiri. Wie sie sich ihren Weg nach oben kämpft und dabei zahlreiche Hindernisse überwindet ist sehr spannend und wieder voller Allegorien auf unsere Gesellschaft, z.B. als sie ihren Weg zwischen "arbeitenden" und "feiernden" Menschen hindurch finden muss. (siehe auch Zitat)

Die Geschichte der 40-jährigen Ich-Erzählerin wird auch spannender, da sich nun tatsächlich etwas in ihrem Leben bewegt und sie am Schluß auch zufriedener wird.

Und auch mit Susanne hab ich mitgefiebert. Ihre Geschichte parallel zum Sumerland warf wieder einige Fragen auf. Warum konnte sie unbewußt Serisadas Weg verfolgen? (siehe auch Zitat)




Charaktere

Die Protagonisten sind gut darin, andere Menschen zu manipulieren. Das ist ihre Stärke, doch daraus resultiert auch Einsamkeit. Sie sind auch kreativ, doch diese Stärke kann auch eine Schwäche sein.


Logik

Aus dramaturgisch wertvollen Gründen besucht Susanne Kerstin, ein Mädchen, welches im Rollstuhl sitzt, nicht nach draußen kann und deshalb außerhalb der Spiele der Kinderbanden steht. Dass das Mädchen wegen ihrem Rollstuhl nicht nach draußen kann, ist sehr an den Haaren herbeigezogen. Ein Rollstuhl ist ja gerade deshalb da, um damit rumzurollen, und nicht nur im Zimmer zu sitzen. Ein etwas realistischeres Bild von behinderten Kindern wäre hier wünschenswert.


Inspiration

Auch dieser Band besticht wieder durch das schöne Cover.

Ein weiterer unerwarteter Nebeneffekt: Als ich die Nachrichten gestern gesehen habe, konnte ich sie nicht mehr Ernst nehmen. Rituale, die sich verselbstständigt haben; unsinnige Sachzwänge: ich habe tatsächlich beim Fernsehen hinter unserer Wirklichkeit den Schatten von Sumerland gesehen. Und das ist ein bemerkenswerter Effekt für einen Fantasy-Roman.
Wie es auch im Klappentext steht, "wir alle spüren die Wahrheit von Sumerland und Waylhaghiri tief in unserem Blut. Das Wissen um die dahinterliegende Wirklichkeit von Sumerland und Waylhaghiri liefert die Erklärung für Vieles in unserer Gesellschaft, das bei genauerer Betrachtung weniger selbstverständlich ist als eigentlich sogar ziemlich sonderbar."


Lesen oder nicht?

Dieser Fantasy-Roman ist mal etwas anderes. Er macht Spaß, aber er bringt auch allerlei an philosophischen und gesellschaftskritischen Überlegungen mit. Es ist möglich, ihn auf verschiedenen Ebenen zu lesen. Für Fans von High-Fantasy das Richtige, doch auch für Menschen, die sich für Philosophie und Soziologie interessieren.

Weitere Rezensionen und drei Zitate findet ihr hier auf meinem Blog
Profile Image for Corbeau.
7 reviews
May 11, 2018
Ich wurde im Herbst 2017 angefragt, ob ich die Sumerland-Bücher rezensieren würde - hier also endlich meine Meinung und Gedanken zu "Prinz Zazamael".

Cover:
Das Cover zeigt den Basar von Waylhaghiri und spiegelt damit recht gut den Inhalt des Buchs wieder.

Handlung:
Wir treffen auf dieselben vier Erzähler wie im ersten Buch, die jetzt soweit etabliert sind und dadurch in diesem Buch wachsen können.

Für alle Erzähler gibt nun mehr Gefahren, mehr Wagnisse, mehr Risiken, wenn sie ihre Ziele erreichen wollen. Und manches Mal verlieren sie ihren Weg, gehen ungeplante Umwege oder machen unverhoffte Entdeckungen.

Sehr spannend sehe ich die vielen Parallelen zwischen unserer Realität und Sumerland und wie sich eine Entwicklung am einen Ort jeweils am anderen auswirken kann. Sie sind gut überlegt und halten die Handlung lebendig.

Und der Schluss? Lest selbst...

Charaktere:
Ich finde es interessant, wie Serisada und Zazamael abermals als Spiegelbilder füreinander fungieren und sich in ihren Handlungen stark unterscheiden, aber irgendwie aus den gleichen Gründen handeln.

Bei Susanne habe ich mich mehr als einmal gefragt, wie sie mit dem Sumerland verbunden ist. Ihre Charakterentwicklung war abwechslungsreich und glaubwürdig.

Über die Ich-Erzählerin lernen wir anfangs nicht wahnsinnig viel Neues. Aber als sie sich in den Fäden ihres eigenen Spiels verstrickt, zeigt sie neue Seiten und zieht unerwartete Konsequenzen. Und die Vergangenheit hält noch die eine oder andere Überraschung für sie bereit.

Interessant finde ich hier, dass auch Susanne und die Ich-Erzählerin sich auf eine gewisse Weise spiegeln - beider Ideen und Vorstellungen entwickeln ein gewisses Eigenleben und wachsen ihnen über den Kopf. Auch im sozialen Bereich gibt es Parallelen: Susannes beste Freundin Christine und das Mädchen Kerstin. Die Arbeitskollegin Kerstin der Ich-Erzählerin und ihre Bekannte Christine. Zufall oder Absicht?

Schreibstil:
Die Sätze scheinen mir gesamthaft flüssiger und harmonischer, mir sind keine "Stolperstellen" wie im ersten Buch aufgefallen.

Fazit:
Das Tempo war irgendwie flotter und hat mich mehr mitgezogen, als ich es zu Beginn des Buches erwartet habe. Ich werde vermutlich nicht noch tagelang über das Gelesene sinnieren, aber ich habe mich gut unterhalten gefühlt.

Die Gesellschaftskritik ist auch in diesem Buch vorhanden, und auch in diesem Fall kann ich sie nicht von der Hand weisen. Die Konsumgier, der Rankingwahn, der Hype um die Trends - es gibt sie wirklich. Und es ist sehr einfach, sich darin zu verlieren, aber schwierig, aus diesem Loch wieder hinauszukommen. Alles in allem gut eingebaut, umgesetzt und zum Schluss gebracht.
Profile Image for Susanne.
196 reviews6 followers
March 19, 2018
Die Rezension bezieht sich auf beide Bücher, weil ich froh bin, dass ich es geschafft habe, sie fertig zu lesen...

Prinz Zazamael herrscht über die kegelförmige Stadt Waylhaghiri, die einzige Stadt seiner Welt. Sie umgibt das wilde und naturbelassene Sumerlands, an dessen Grenze seine Soldaten seit ewigen Zeiten im Krieg mit den Tierwesen.
Auch in Waylhaghiri gibt es Unruhen. Alle Versuche, die „Große Fusion“ herbeizuführen, scheiterten. Für den Prinzen gibt es nur eine Lösung: Er muss sich auf die gefährliche Suche nach dem wilden Wein des Sumerlands begeben. Leider verläuft die Reise anders als erwartet.

Die kindlich-naive Prinzessin Serisada herrscht über das Sumerland. Sie sorgt sich aufgrund der vielen Opfer der Kämpfe gegen die Soldaten des Prinzen. Um ihrerseits den Krieg zu beenden fasst sie den Beschluss nach Waylhaghiri zu reisen um im Inneren der Stadt eine Revolte anzuzetteln. Allein begibt sie sich auf die Reise in eine Stadt, die völlig anders ist als ihre Heimat. Die dort lauernden Verlockungen und Gefahren unterschätzt sie völlig.

Die namenlose und nervende Ich-Erzählerin ist Eingeweihte einer Geheimgesellschaft. Sie vermag es nach Sumerland, die geheime Realität, zu blicken.
Das Sumerland ist ihre Flucht aus dem öden Büroalltag der Marketingfirma, für die sie arbeitet. Sie verfolgt die Abenteuer der Herrscher und schaut sich so manche Technik ab: Das in Waylhaghiri praktizierte Zwecklügnertum zur Geschäftsmaximierung beschert ihr einen Karriereaufschwung.


Sumerland handelt von zwei Welten, die einander beeinflussen. Die Ich-Erzählerin bezieht Informationen über das Prinzip des „maximierten Geschäftssinnes“ sowie Verhaltenstechniken aus Waylhaghiri, die auch in ihrer Welt Erfolg zu haben scheinen. Beruhen also beide Welten auf den gleichen Prinzipien? Andersherum scheinen die Eingeweihten die Geschehnisse im Sumerland nicht beeinflussen können. Die Frage ist also: Wie genau hängen die Welten zusammen?

Unter dem Strich war mir die Detailliertheit, mit der die Unterschiede und Gemeinsamkeiten herausgestellt wurden, zu viel des Guten. Die Kontraste, die es nicht immer leicht machen, den Lesefluss aufrecht zu erhalten: Vision/Realität, Stadt/Natur, Fantasie/Vernunft, ermüdeten mich irgendwann.
Die verschachtelte und zum Teil krude Story über zwei Realitäten, Perspektiven und zahlreiche Schauplätze, die ganz eigenen Gesetzen folgen, bremst die Unterhaltung beim lesen immer wieder aus.

Passend zu den Büchern gibt es eine App, die ich mir aber erspart habe. Die Idee hinter den Büchern ist toll, aber noch nicht ausgereift. Zuviele unwichtige Infos, zuviele Erzählstränge, zuviel Input, der einem erschlägt.
2 reviews1 follower
February 6, 2018
Der zweite Teil setzt nahtlos an dem Geschehen des ersten Bandes an. Zur Handlung möchte ich daher nicht zu viel sagen, weil der Klappentext schon mehr verrät, als nötig wäre.

Meine Meinung zu diesem zweiten Teil ist sehr gespalten. Die sich abwechselnden Handlungsstränge machen das Lesen sehr lebhaft und man kam so in der Geschichte schnell voran. Im ersten Teil hatte ich es noch sehr verwirrend gefunden, dass sich die Sicht der Charaktere abwechselt. In diesem Buch hat es mir deutlich besser gefallen (vielleicht hatte ich mich auch einfach an den Schreibstiel gewöhnt).

Die Geschichte nimmt im zweiten Teil deutlich mehr Fahrt auf und es wird spannender zu erfahren, wie die die Handlungen am Ende zusammen geführt werden. Einige Kapitel waren jedoch für meinen Geschmack trotzdem zu langgezogen und einige Handlungen bzw. Beschreiben wiederholten sich mehrmals innerhalb des Buches. An diesem Stellen hätte es dem Spannungsbogen gut getan, wenn einige Passagen gekürzt worden wären.

Den Charakteren fehlte weiterhin die nötige Tiefe, um sich vollständig mit ihren identifizieren zu können. Vor allem zu den Nebencharakteren konnte ich keinen wirklichen Bezug herstellen. Besonders platt fand ich die Beschreibung des Mädchens im Rollstuhl. Sie wurde sehr klischeehaft dargestellt und es wirkte, als würde sie nur der weiteren Handlung dienen. Hier wurde meiner Meinung nach viel Potential verschenkt, welches eine tiefere Auseinandersetzung mit ihrer Person gehabt hätte.

Die Grundidee und die vielen Bezüge auf unsere Welt und gesellschaftskritischen Ansätze waren interessant und haben zum Denken angeregt. Viele Parallelen der Story zur Realität ließen viel Raum für Interpretation. Und auch in einzelnen Sätzen findet man Symbole oder Metaphern, die unseren Blick kritisch auf unsere Gesellschaft wandern lassen.

Der Schreibstil ist sehr besonders und es wirkt oft, als hätte sich der Autor über jedes einzelne Wort Gedanken gemacht und es gründlich platziert, um dem Leser damit eine Botschaft mitzuteilen. Persönlich finde ich, dass die ab und zu benutzen „über“modernen Begriffe, die hauptsächlich für Berufsbezeichnungen benutzt wurden, nicht zum restlichen Stil passen.

Zusammenfassend kann ich sagen, dass ich es genossen habe, diese beiden Bücher zu lesen, aber ich viele Stellen als unstimmig empfunden habe. Trotzdem hätte ich die Bücher nie abgebrochen, da vor allem im zweiten Buch große Spannung darauf aufgebaut wurde, wie die Handlungen schließlich zusammengeführt werden.
Profile Image for Leah.
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December 16, 2017
"Jedes Märchen, das erzählt wird, lullt ein und macht arglos. Damit man betrogen wird oder sogar erschlagen. Es gibt keine Liebe ohne Machtausübung. Es gibt keine Freundschaft ohne Hierarchie. Es gibt keine Schönheit, die nicht krank macht und süchtig. Das Schöne und das Böse sind untrennbar verwoben. Das ist der Fluch."
(Susanne, S. 52 f.)


Ein schöner, solider Abschluss zu dem Zweiteiler. Während des Lesens habe ich mir noch gedacht, dass man so viel aus der Welt und den Ideen noch machen könnte, aber letztendlich ist es eine abgeschlossene Geschichte und braucht nicht noch mehr, auch wenn das Ende an sich vorhersehbar war. Ich habe auch jetzt noch Fragen, die für immer unbeantwortet bleiben werden.

Diesmal wirkte alles für mich dynamischer und lebendiger. Es gibt deutlich mehr Spannung und Action. Vor allem die Kampfszenen hatten etwas Wildes, Animalisches und Brutales an sich, das ich sehr genossen habe als Horrorliebhaberin. :D

Man erkundet mit Serisada zusammen neue, interessante Orte in den nicht so hochangesehenen Teilen Waylhaghiris und stößt auf viele Rätsel. (Auch das Cover ist wieder toll gestaltet und zeigt Szenen davon aus dem Buch.) Das Ganze gestaltet sich jedoch etwas schleppend durch Unterbrechungen von anderen Perspektiven und repetitiv durch die Erzählungen Susannes. Ohne diese verschiedenen Erzählperspektiven wäre die Geschichte aber auch eine komplett andere und nicht so tiefgründig. Immer wenn es wieder um die uns bekannte Welt ging, habe ich jedoch leider das Interesse verloren. Das kann aber auch gut daran liegen, dass ich die Charaktere dort sowie das Genre Contemporary nicht unbedingt feiere. Vieles davon ist auch schon im ersten Band der Fall gewesen. Hier ist mir jetzt vor allem noch aufgefallen, dass die Charaktere nichts wirklich ausmacht. Sie haben keine richtigen Hobbies, denen sie nachgehen, und bestehen nur aus ihrer Gier oder dem einen Ziel im Leben, sowie den Eigenschaften und Taten, die essenziell wichtig sind für ihr Vorankommen.
Profile Image for Rika.
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January 17, 2018
Da ich von dem ersten Buch sehr enttäuscht war hatte ich keine großen Erwartungen an dieses Buch, ich hatte nur gehofft, dass dieses Buch besser wird als das erste.

Und ich wurde nicht enttäuscht vom zweiten Band. Der Auto hat in diesem Band sie richtige Mischung zwischen der echten Welt, Sumerland und Susanne gefunden. Man konnte in die Geschichte eintauchen ohne ständig wieder aus ihr hinaus gerissen zu werden. Der Schreibstil ist immer noch nicht nicht herausragend, aber man merkt, dass der Autor sich im Gegensatz zum ersten Band sehr verbessert hat.

Die Handlung hat eine überraschende Wendung erhalten und somit für frischen Wind gesorgt und dabei die Geschichte viel interessanter gestaltet. Auch wurden einige Fragen beantwortet, so dass ich mich voll und ganz auf meine Spekulationen beim Lesen stürzen konnte ohne dabei noch über Fragen zu stolpern, die mir wieder das Lese vergnügen genommen hätten.

Auch habe ich in diesem Teil die Gesellschaftskritik deutlich wahrgenommen. In diesem Buch wird der Leistungsdruck unserer Gesellschaft unter die Lupe genommen und als schlecht dargestellt, ob dieser Punkt zurecht angebracht wird und ob die Darstellung in diesem Buch nicht vielleicht etwas übertrieben ist, will ich jetzt nicht diskutieren, da liegen mir einfach nicht genug Informationen vor. Dennoch gefällt es mir, das dieser Punkt in dem Buch wieder zu finden ist.

Fazit

Der zweite Band war um einiges besser als der erste, zum Schluss hat es Spaß gemacht das Buch zu lesen. Auch in diesem Buch wurde es zum Ende immer besser, obwohl dieses Buch schon gut gestartet ist. Trotz der stetigen Verbesserung des Buches bin ich froh, dass diese Geschichte ein Ende gefunden hat. Das Buch hat ein gutes Ende gefunden, dennoch kann ich das Buch nicht bedingungslos weiterempfehlen, da dieses Buch nicht so gut ist, dass es sich lohnt sich durch das erste Buch zu kämpfen.

Auf meinem Blog lesen
Profile Image for vakilo.
331 reviews28 followers
January 1, 2018
Nach der gescheiterten Fusion und dem Verschwinden von Prinzessin Serisada, ist Prinz Zazamael auf dem Weg zurück in sein Königreich. Nachdem er erfährt, was der Prinzessin zugestoßen ist, ist er am Boden zerstört. Serisada taucht dann jedoch wieder auf und versucht erneut, sich an die Spitze zu kämpfen und Zazamael entgegenzutreten. In dem Finale fließen Realität und Fiktion in einander.

Die Geschichte setzt im zweiten Band nahtlos fort. Hier steht jedoch die Beziehung zwischen den Herrschern im Vordergrund. Von einem Moment auf den nächsten, zeigt Zazamael eine Verliebtheit gegenüber Serisada und ist über ihr Verschwinden bestürzt. Außerdem treten immer mehr Augenblicke aus der realen Welt ein, und welche Auswirkungen Susanne durch ihr Spiel auf die reale und die fiktive Welt ausübt.

Die Perspektiven sind soweit beibehalten worden und es gibt nur wenig zu ergänzen.
Es gibt jedoch etwas sehr interessantes. Durch den Klapptext erfährt man, dass die Ich-Erzählerin eine 40-jährige Frau Karrierefrau ist, die ein sehr verzerrtes Frauenbild hat und sich deshalb zusätzlich einer Schönheits-OP unterzieht. Sie gibt gegen Ende endlich Aufschluss in welcher Beziehung sie zu Andi steht. Endlich! Dabei tauchen aber viele neue Fragen auf. Es gibt einen Wendepunkt in ihrem Leben und alles was danach kommt, ist für mich überhaupt nicht nachvollziehbar. Dies liegt wohl an der sehr wirren Erzählweise. Zugleich erinnert der Wendepunkt stark an die Matrix-Trilogie.

Positiv war jedoch die Zusammenarbeit zwischen Zazamael und Serisada, die einen Weg zur Koexistenz finden und ihren Kampf beiseite legen.

Die Fortsetzung ist einen Ticken besser, aber die Perspektive der Ich-Erzählerin macht die Geschichte einfach kaputt. Sie wirft den Leser aus dem Geschehen heraus und man fühlt sich wie ein Taubblinder.

Auch hier sollte jeder sich ein eigenes Bild von der Geschichte machen.
Profile Image for Sarah.
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January 6, 2018
Auch im zweiten Teil steht der Inhalt auf dem Klappentext, also NICHT lesen.

Ich gehe diesmal nicht auf den Inhalt ein, da man sowieso den ersten Teil gelesen haben muss bevor man diesen liest und dann weiß man ja bereits worum es geht.

Ich fand die Fortsetzung schwächer als Teil 1 und hatte mir für das Ende der Geschichte eine befriedigende Verknüpfung der Geschehnisse aus dem Sumerland und dem Jetzt gewünscht.
Das Buch ist eine große metaphorische Gesellschaftskritik, gerade in dieser Fortsetzung vergeht eigentlich keine Seite, auf der man keine Parallele zu unserer Gesellschaft ziehen kann. Der Autor "verbirgt" sie auch diesmal wieder mit bildhafter Sprache und der Leser hat am Ende viel nachzudenken.
Aber vieles bleibt eben auch offen und obwohl das natürlich so gewollt ist hätte ich es mir anders gewünscht. Ebenso wird deutlich dass es keinen Ausweg gibt, weil die Geschichte am Ende des Buches quasi wieder von vorne beginnt. Wir befinden uns also in einer Spirale, die sich weiter dreht bis es nicht mehr geht um dann wieder von vorne zu beginnen.
Keine besonders optimistische Aussicht, aber wahrscheinlich durchaus eine realistische. Dadurch, dass man als Leser ständig Parallelen zieht, ist das Lesevergnügen kleiner als bei einem Spaß-Roman und ich finde man muss sich auch diesmal wieder konzentrieren um am Ball bleiben zu können, aber das ist gleichzeitig auch positiv. Es handelt sich nun einmal nicht um einen Spaß-Roman, sondern eine intelligente Geschichte über die Sinnlosigkeit, für unsere Generation antreibt.

Ich bereue es auf keinen Fall, diese Bücher gelesen zu haben und werde sie auch weiter empfehlen, glaube aber, dass sie sowohl gute wie auch schlechte Kritiken bekommen werden, da sie auf keinen Fall "everybody's cup of tea" sind.
Profile Image for Steffi.
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February 10, 2018
Der zweite Band der Reihe beginnt genau dort, wo der erste Band endete.
Und er war deutlich besser.

Nachdem ich den ersten Band gelesen hatte, war ich an den Schreibstil des Autors gewohnt. Somit hatte ich beim zweiten Band nicht die Anlaufschwierigkeiten wie beim ersten. Vielmehr freute ich mich sogar auf den zweiten Band, da ich endlich erfahren würde, wie es weitergeht.

Wie auch beim ersten Band erlebt man die Geschichte aus verschiedenen Perspektiven.
Man erfährt endlich einige Details, die im ersten Band ungeklärt blieben. Man wird schlauer, aus den Handlungen und erhält zusätzlich Hintergrundwissen, was für das Verstehen der Handlung doch immer wieder unabdingbar ist.

Wie auch beim ersten Band ist der Anfang etwas zäh, jedoch hält sich dies diesmal deutlich in Grenzen. Die Geschichte nimmt viel schneller Fahrt auf und man kann es kaum erwarten, bis es zum Showdown kommt. Der Showdown ist dann auch fulminant und man möchte das Buch auf keinen Fall mehr weglegen. Ich hätte mir solche Stellen häufiger in beiden Büchern gewünscht. Das Ende war nicht unbedingt absehbar. Die Geschichte steuert zwar in eine Richtung, aber ich war dann doch überrascht, wie alles endete.

Ingesamt gibt es für den zweiten Band 4 Sterne.
Den Abzug gibt es für den teilweise doch sehr komplexen Schreibstil.
Er ist super, ohne Frage. Jedoch hätte ich mir gewünscht, dass die Kinder (in der Perspektive aus Susannes Geschichte) mehr wie Kinder reden und nicht wie Erwachsene. Aber vielleicht soll dies genau so sein.

Der zweite Band ist auf jeden Fall lesenswert und im Bereich Fantasy durchaus eine Empfehlung. Aber vorher sollte man - selbstverständlich - den ersten Band gelesen haben.
Profile Image for Andreas Vasold.
102 reviews6 followers
January 30, 2018
diese Rezension bezieht sich auf beide Bände der Reihe:

Inhalt:

Prinz Zazamael herrscht über die gigantische Stadt Waylhaghiri, eine Stadt die in ihrer Konstruktion an Babel erinnert.

Über das natürliche und weite Sumerland regiert Prinzessin Serisada, für die die Stadt Waylhaghiri ein unerträglicher Makel in der Wildnis ihres Landes ist.

Während Prinz Zazamael und seine Armee auf der Suche nach dem sogenannten wilden Wein ins Sumerland eindringen, schleicht sich die Prinzessin in die Stadt, um eine Revolution anzuzetteln.

 

 

Die ganze Geschichte ist sehr komplex erzählt und wechselt zwischen verschiedenen Perspektiven.

So erfahren wir immer wieder etwas aus unserer Realität durch eine zunächst unbekannte weibliche Protagonistin, welche in unserer Welt lebt und immer wieder in die Parallelwelt Summerland blickt.

Und von Prinz Zazamael und Prinzessin Serisada, welche ganz gegensätzliche Ziele verfolgen.

Leider konnte ich mich nicht wirklich in die Ereignisse hineinversetzen und hatte mehr Fragen zu klären, als mir zunächst beantwortet werden konnten. So gelang es mir leider zu keinem Zeitpunkt mit der Handlung und den Charakteren richtig mitzufiebern.

Die Charaktere wirkten auf mich zudem sehr steif und stereotyp.

Das besondere an dem Buch ist jedoch die Die Apparatu Memoria-App, welche eine Art Schnitzeljagd in der Realität darstellt. Mit der App können Symbole, welche in ganz Deutschland, sowie im Buch selbst zu finden sind gescannt werden um dadurch Rätsel freizuschalten, welche es dann zu lösen gilt.

Die Idee fand ich sehr spannend, die Umsetzung der beiden Romans jedoch nur eher mittelmäßig
Profile Image for Delora.
48 reviews1 follower
December 27, 2017
Ich bin froh das ich, obwohl ich zum ersten Band nicht so richtig Zugang gefunden habe, weitergelesen habe.

Die Geschichte dreht sich nach wie vor um die gleichen Protagonisten, das sind einmal Serisada und Zazamael in Sumerland und die Ich-Erzählerin und Susanne in der realen Welt.

Da ich niemanden spoilern möchte, werde ich über die Geschichte selbst nichts weitererzählen.
Es ist nach wie vor so das ich die Geschichte in Sumerland sehr viel spannender finde als die Realität. Die Charaktere dort machen auch eine Entwicklung durch und werden dadurch etwas plastischer als sie es im ersten Band waren.
Die Ich-Erzählerin finde ich nach wie vor eher unsympathisch. Sie sucht für das was in ihrem Leben nicht passt oder schief geht die Schuld immer bei anderen, oder den äußeren Umständen.
Nie denkt sie wirklich über sich selbst und das was sie will nach.
Susanne ist ein bemerkenswertes Kind das sich reflektiert und dementsprechend handelt auch wenn sie das nicht immer gut findet.

Alles in allem sind die beiden Sumerlandbände für mich wie ein Bild von Picasso, bei dem die Einzelteile nicht wirklich zusammenpassen und ich das Gesamtbild nicht so richtig erkennen kann.
Aber für alle, die sich auf eine ungewöhnliche Geschichte und Erzählweise einlassen können und wollen ist das auf jeden Fall das Richtige.
Profile Image for Daniela (danis_bookpourri).
763 reviews5 followers
October 3, 2018
Das Buch zu "Prinz Zazamael" knüpft nahtlos an das Ende von "Prinzessin Serisada" an. Es hätte genausogut ein Buch sein können.
Im Gegensatz zum ersten Buch taucht Prinz Zazamael als Person diesmal sehr selten auftritt. Quasi genau spiegelverkehrt da jetzt die Abenteuer von Prinzessin Serisada erzählt werden. Ansonsten spielt jetzt Suzanna eine größe Rolle, als noch im Vorband und die Geschichte der Ich-Erzählerin nimmt nochmal eine ungewöhnliche Wendung.
Erzählerisch wechselt es innerhalb eines Kapitels mehrfach zwischen Episoden von Zazamael, Serisada, Susanna oder der namenlosen Ich-Erzählerin. Wiedereinmal wird vieles nur angedeutet und der Leser muss sich seinen Teil denken, was manchmal dann doch frustrierend ist, wenn z.B. die ich-Erzählerin mal wieder von ihrer "super wichtigen Firma" spricht, aber keine konkreten Namen genannt werden.
Alles in allem eine solide Geschichte.

Die beiden Bücher hatte ich vom Autoren selbst zum Lesen zur Verfügung gestellt bekommen. Vielen Dank dafür nochmal.
Profile Image for Helena Wölfel.
3 reviews7 followers
February 17, 2018
Es ist schwierig, etwas zu diesem Buch zu schreiben, ohne viel von der Handlung zu verraten.

Auch hier hatte ich keine Probleme, das Buch zügig durchzulesen. Jeder Handlungsstrang ist in ständiger Vorwärtsbewegung und es gibt keinen Leerlauf. Insbesondere wartet man immer darauf, dass sich einige der Stränge endlich kreuzen und miteinander verweben. Wie diese Kollisionen ausgehen, war für mich jedoch oft anders als ich erwartet hätte.

Leider bleiben nach der Lektüre für mich noch zahlreiche Fragen offen, die ich lieber beantwortet bekommen hätte. Ich bleibe mit einem Gefühl zurück, dass vieles nur angekratzt worden ist. Ob ich als Leser mir einfach selbst tiefergehende Gedanken machen soll, oder ob auch der Autor einige Antworten selbst gar nicht hatte, vermag ich dabei nicht zu sagen.

Ich werde auf jeden Fall Wörter wie "Informationsreinhaltungspolizei" definitiv vermissen.
Profile Image for Doreen.
69 reviews3 followers
December 29, 2017
Die Geschichte des zweiten Teils der Sumerland- Reihe knüpft nahtlos an das Geschehen aus dem ersten Teil an. Leider konnte mich das erste Buch nicht wirklich überzeugen. Trotzdem gab ich dem zweiten Buch noch eine Chance und ich muss sagen, dass es mir besser als der erste Teil gefallen hat. Denn einerseits wurden offene Fragen beantwortet und andererseits ergaben die einzelnen Handlungsstränge auch teilweise mehr Sinn.
Ein Punkt, der mich jedoch weiterhin stört ist, dass ich die Mehrzahl der Charaktere unsympathisch finde. Eigentlich möchte man sich doch gerne in die handelnden Figuren hineinversetzten oder sich teilweise in ihnen wiedererkennen, doch dies konnte ich bei beiden Bänden der Sumerland-Reihe leider nicht. Am sympathischsten finde ich noch Susanne und die Prinzessin Serisada.
Den Handlungsstrang der Ich-Erzählerin ist meiner Meinung nach der Langweiligste. Die ganze Zeit nörgelt sie nur über ihren Job und wie ungerecht doch alle zu ihr sind… auch war es komisch, dass der totgeglaubte Freund plötzlich wieder auftaucht. Zum Ende hin wird es kurzzeitig etwas spannend, als sich die beiden über ihre Vergangenheit unterhalten.
Am interessantesten finde ich Serisada’s Teil der Geschichte, denn dort passiert am meisten. Auch wenn es ein paar Szenen in ihrem Weg nach oben in Waylhaghiri gibt, die teilweise sinnlos erscheinen und auch sehr in die Länge gezogen werden.
Andererseits ist es dem Autoren sehr gut gelungen, wie sich die Handlungsstränge von Susanne und Serisada zum Ende hin immer mehr annähern, bis sie dann fast auf einem gleichen Punkt sind. Auch wird die unausweichliche Begegnung von Zazamael und Serisada gut vorbereiten, doch sie verläuft dann ganz anders, als ich sie mir am Anfang der Geschichte vorgestellt hatte.
Abschließend kann ich sagen, dass ich die Grundidee der Geschichte sehr gut finde und die bedeutenden gesellschaftskritischen Inhalte zu schätzen weiß. Jedoch ist es für mich überwiegend schwer verdaulich und da mich einige Aspekte der Stadt Waylhaghiri stören, gebe ich dem Buch 3,25 von 5,0 Sternen.
Profile Image for Cirrus Minor.
707 reviews6 followers
January 14, 2018
Der zweite Band schließt nahtlos an den ersten an und bietet leider nicht die überraschende Auflösung, die ich mir im Grunde erhofft hätte.

So bleibt es eine interessante Fabel mit philosophischem Ansatz, die zumindest während des Lesens zum Denken anregt und zumindest so geschrieben ist, dass ich stellenweise angenehm gefesselt war.
Profile Image for Elisa.
80 reviews1 follower
November 2, 2017
3,5 Sterne. Hinweis: Die Rezension enthält Spoiler.

Den zweiten Band der Sumerland Dilogie las ich direkt, nachdem ich den Ersten beendet hatte. Das offene Ende des ersten Bands ließ mich voller Erwartungen zurück, wie es mit Serisada und Zazamael weitergeht.

Die Welt ist weiterhin das Highlight des Buchs. Sie gefiel mir bereits in Sumerland: Prinzessin Serisada sehr gut und wird hier weiter gezeigt. Die Leser_innen lernen hier weitere Ecken Wayhlhaghiris kennen und erfahren, was sich hinter dem mysteriösen Silber verbirgt. Hier ist wieder klar deutlich, dass die Welt bis ins kleinste Detail ausgearbeitet wurde und ich konnte leicht in sie eintauchen. Zudem gewann die Handlung an Fahrt und es kam ein bisschen Action in die Story, was der Geschichte  gut tat.

Unterbrochen wurde die Handlung wieder durch die Handlungsstränge von Susanne und der namenlosen Erzählerin. Diese verliefen ebenfalls in einem höheren Tempo und waren interessanter als im ersten Band, da hier die Konflikte, um die es ging, deutlicher wurden. Dennoch finde ich das es der Handlung keinen Abbruch getan hätte, wenn es diese beiden Handlungsstränge gekürzt worden wären und dafür der Fokus stärker auf Serisada und Zazamael gelegen hätte.

Zwar fand ich die Handlung interessant, aber sie bot auch gewisse Schwächen.  Ähnlich wie in Sumerland: Prinzessin Serisada konnte ich die Beweggründe für das Handeln mancher Charaktere nicht nachvollziehen. An mehreren Stellen legen Charaktere ihre schweren Konflikte zu schnell bei und werden plötzlich so etwas wie beste Freunde. Das hätte meiner Meinung nach langsamer geschehen sollen und ich hatte das Gefühl, dass dies geschah um schnell zu einem Ende zu kommen. Außerdem gab es zwei, Handlungspunkte die mir unlogisch erschienen.

Spoiler! Nicht weiterlesen, wenn ihr nicht massiv gespoilert werden wollt.


Spoiler Ende!

Zusätzlich beschäftigt sich Sumerland: Prinz Zazamael mit ähnlichen sozialen Themen wie sein Vorgänger. Dies ließ mich beim Lesen wieder über Themen wie die Digitalisierung und unsere moderne Konsumgesellschaft nachdenken und wurde gut umgesetzt.

Insgesamt gefiel mir Sumerland: Prinz Zazamel gut und bietet einen fantastischen Weltenbau kombiniert mit der Diskussion wichtiger Themen. Leider weist die Handlung jedoch einige Schwächen auf. Für das Buch gibt es von mir 3,5 Sterne.

Ich erhielt das Buch als Rezensionsexemplar von der Noon Games Augmented Reality GmbH & Co. KG und bedanke mich für die Zusammenarbeit.
Profile Image for Liyana.
23 reviews1 follower
May 8, 2018
Diese Rezension beinhaltet Band 1 und Band 2. Keine Spoiler.

Die Covergestaltungen von den beiden Büchern sind ziemlich gut gelungen, zumal ich mir dadurch die Welt in der Geschichte bildlicher vorstellen konnte. Auch dass die Bücher am Buchrücken wie ein Puzzle zueinander passen fand ich gut.

Zu den Protagonisten kann ich sagen, dass diese leider etwas zu oberflächlich waren und ich zu keinem der Charaktere eine wirkliche Bindung aufbauen konnte, außer etwas zur Susanne. Man konnte nicht wirklich tiefgründig verstehen, warum ein Charakter sich in einer gegebenen Situation so verhält. Aber dennoch fand ich das Konzept der beiden Hauptcharaktere erfrischend.

Die gesellschaftskritische Handlung fand ich sehr angebracht, da es meiner Meinung nach unsere jetzige Gesellschaft sehr gut repräsentiert und auch irgendwie uns unsere Zukunft zeigt. Es bringt einen schon etwas zum nachdenken. Die Charaktere waren zeitweise in der Konsumgesellschaft verschlungen, haben aber dennoch den eigentlichen Kern der Sache gesehen.

Zusammenfassend kann ich sagen, dass es eigentlich ein ganz interessanten Konzept ist, aber leider etwas an der Oberflächlichkeit der Charaktere und einiger Handlungsstränge leidet. Dennoch lesenswert.
Profile Image for Jens Walter.
82 reviews2 followers
April 4, 2019
Nun habe ich also auch den zweiten Teil der Sumerland-Serie gelesen.
Irgendwie hat mich das Buch nicht so richtig mitgenommen. Die Idee der verwobenen Welten ist nach wie vor gut und es gibt auch eine Menge interessante Betrachtungen zur Art und Weise, wie unsere Gesellschaft funktioniert. Aber irgendwie hatte ich bei diesem Band meist das Gefühl von "mehr vom Gleichen".

Betrachte ich die Buchcharaktere, dann ist mein größter Kritikpunkt, dass sie alle sehr lernunfähig sind. Dadurch fehlen mir wirklich sympathische Bezugspersonen. Alle haben zwar ihre eigenen relevanten Züge, aber sie agieren immer wieder eigenartig impulsiv oder unreflektiert. Lediglich Enzio scheint in seinen Reaktionen sehr gefestigt zu sein - und das macht ihn dann auch wieder unglaubwürdig, weil er sich nicht erkennbar kindlich verhält. Überhaupt scheinen mir Susanne und Enzio zwei Kinder zu sein, die eigentlich Erwachsene sein müssten - jedenfalls bezogen auf die Rollen und Dialoge, die den beiden gegeben werden. Nur dass dann das Prinzip der beiden Spiele nicht mehr so funktionieren würde ...
Letztlich stolpern alle Figuren der Geschichte durch die Handlung. Die meisten Konflikte und Gefahren werden durch puren Zufall oder Deus-Ex-Machina-Hilfen gelöst. Wirklich geplantes Vorgehen geht allen Personen ab.

Ich hätte mir gewünscht, dass die beiden Bücher am Ende nicht nur kritische Punkte unseres Zusammenlebens aufzeigen, sondern auch Impulse geben, wie wir damit umgehen könnten. So sind letztlich eigentlich alle Personen unglücklich und ich als Leser bleibe auch enttäuscht zurück.

Der Schreibstil hat sich aber deutlich verbessert. Hatte ich beim ersten Buch vor allem am Anfang arge Probleme mit Wiederholungen und Formulierungen, liest sich dies Buch durchgehend flott.

Alles in allem bekommt das Buch von mir solide 3 Sterne. Mit weniger Distanz zum Leser, insbesondere durch echte Sympathieträger, wäre vermutlich mehr möglich gewesen.
Profile Image for ReadingKritze.
24 reviews1 follower
January 28, 2022
Wie durch ein Wunder hat Prinzessin Serisada die missglückte große Fusion überlebt. Doch jetzt lebt sie ganz unten in Waylhaghiri, bei den Nobodys. Trotzdem will sie immer noch eine Revolution entfachen und mittlerweile sogar Prinz Zazamael töten. Doch wird sie es schaffen sich den ganzen Weg nach oben zu kämpfen?
Prinz Zazamael ist währenddessen am Boden, da seine große Liebe, seine Seelenpartnerin Serisada seines Wissens bei der großen Fusion umgekommen ist.
Die Ich-Erzählerin hat sich selbstständig gemacht, doch obwohl sie erfolgreich ist, hat sie Hindernisse und wird erpresst. Obwohl sie erfolgreich ist verfolgt sie immer noch die Vergangenheit und sie lebt lieber in Waylhaghiri als in ihrer Welt.
Susanne ist die neue Anführerin der Kinder, alle spielen ihr Spiel. Doch der schieläugige Anführer der großen Kinder mischt das Böse unter ihr Spiel. Wir sie es schaffen das Böse von ihrem Spiel zu trennen?

Der zweite Teil der Sumerland-Reihe knüpft direkt an Teil 1 an. Ich habe auch sehr gut wieder in die Geschichte hinein gefunden. Der weitere Verlauf der Handlung hat mir jedoch nicht bei allen Charakteren wirklich gefallen.
Bei der Geschichte der Ich-Erzählerin fand ich zumindest zu 2/3 des Buches enttäuschend. Was mit ihrer Firma passierte hat mich relativ wenig gepackt, wie ihr Problem ausgehen würde war mir eigentlich klar. Erst im letzten Drittel gibt es eine unerwartete Wendung, die mir ihre Geschichte dann doch noch wirklich interessant gemacht hat.
Prinz Zazamael bleibt eigentlich wie in Band 1. Er ist immer noch einer meiner Lieblingscharaktere, weshalb ich es schade fand, dass er am wenigsten von allen Charakteren erwähnt wurde.
Das Hauptaugenmerk lag in diesem Teil nämlich auf Serisada. Generell fand ich ihren Weg nach oben eigentlich schon ganz gut. Sie hat sich verändert, ist weiser geworden, aber auch skrupelloser. Ihr Verhalten während ihrer Revolution habe ich nicht immer verstanden und fand ich teilweise auch abschreckend.
Susannes Geschichte hat sich am besten entwickelt. Sie verändert sich, sieht sich selbst nicht mehr als die Wichtigste und kämpft für ihre Ziele. Eigentlich habe ich sie jetzt im zweiten Teil doch ins Herz geschlossen.
Generell zu Handlung kann ich sagen, dass es mir dieses Mal leichter fiel die verschiedenen Geschichten nebeneinander zu lesen. Auch kann ich sagen, dass mir die letzten 100 Seiten wirklich sehr gut gefallen haben. Es war spannend, es gab unerwartete Wendungen, die Charaktere veränderten sich am meisten. Diese 100 Seiten fand ich eigentlich sogar besser als den kompletten ersten Band. Das hat mich auch dazu gebracht dem Buch 4 Sterne zu geben. Eigentlich habe ich nämlich wieder ziemlich zwischen 3 und 4 Sterne geschwankt.
Mir hat nämlich wie schon erwähnt die Geschichte einiger Charaktere und der Verlauf mancher Handlungen nicht wirklich gut gefallen.
Zusammenfassend kann ich aber sagen, dass der 2.Teil dieser Reihe genauso gut ist, wie der Erste: Die Welt ist wirklich fantastisch und außergewöhnlich, das Buch ist dazu auch noch gesellschaftskritisch und die Figuren und Handlungen sind toll und besonders.
Diese Reihe ist wirklich anders als andere Fantasy Reihen und verdient es gelesen zu werden!
Profile Image for Jacqueline.
537 reviews17 followers
January 31, 2017
Band 1 der Sumerland Reihe hat mich ja wirklich überrascht und wirklich gut unterhalten können. Natürlich war es für mich selbstverständlich das ich auch den zweiten Band lesen werde, was anderes geht gar nicht.

Dieser zweite Band schließt fast nahtlos an die Ereignisse aus Band 1 an.
Ich denke der Klappentext sagt auch hier alles aus was man wissen muss denn ihr seht ja selbst wie detailliert er ist, deshalb werde ich zum Inhalt nichts weiter sagen.

Der Schreibstil des Autoren war auch hier wieder locker und sehr flüssig zu lesen.
Er schreibt detailliert und bildgewaltig, nach weniger Seiten hatte er mich wieder gepackt und in den Bann der Story gezogen.

In diesem zweiten Band geht die abenteuerliche Reise weiter in eine faszinierende und auch rätselhafte Welt voller Gefahren weiter.
Auch hier fällt wieder die komplexe Fantasystory auf die mich wieder mitgerissen hat.

Erzählt wird auch diese Story wieder aus verschiedenen Sichten. Es gibt mehrere Handlungsstränge die allesamt miteinander verknüpft sind.
Das sorgte auch hier wieder für unglaubliche Spannung.

Band 1 hat mir ja schon unglaublich gut gefallen doch auch Band 2 konnte mich völlig überzeugen. Was mir bei dieser Reihe besonders gut gefällt ist zum einen die komplex aufgebauten Welten und zum anderen natürlich die zahlreichen erfrischenden Ideen die ich so noch nicht gelesen habe.

Sicherlich ist diese Reihe nicht jedermanns Sache, aber wenn man sich darauf einlässt wird man mit einer atemberaubenden Fantasystory belohnt.
Daher auch hier mein Tipp, lest vorab die Leseprobe.
Ich kann euch dieses Buch und diese Reihe nur ans Herz legen.

Fazit:
Mit "Sumerland 2 - Prinz Zazamael" ist dem Autoren ein grandioser zweiter Band seiner Reihe gelungen der mich wieder gepackt hat. Auch dieses Buch bekommt von mir 4 Sterne.
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