Wenn es darum geht, im Chaos den Überblick zu behalten, kann Pressereferentin Bea Weidemann gewöhnlich niemand das Wasser reichen. Doch jetzt steckt der Verlag in finanziellen Schwierigkeiten, und selbst Bea kommt an ihre Grenzen: Denn der einzige Ausweg aus der Krise ist Bestseller-Autor Tim Bergmann. Um den Verlag zu retten, muss Tim unbedingt einen wichtigen Leserpreis gewinnen - einziges Problem: Tim hält nichts von Plänen und tut eigentlich vor allem das, was er will. Bea wird für die kommende Lesereise als seine persönliche "Anstandsdame" abgestellt. Doch während sie versucht, das Chaos von Tim - und sich - fernzuhalten, stellt sie fest, dass es vielleicht doch das Unvorhersehbare im Leben ist, das glücklich macht ...
Ich habe nun schon einige Bücher von Kristina Günak gelesen, und ihre Liebesromane haben mich bisher alle berühren können. So auch dieser. Es geht um Bea und Tim, die sich zunächst nicht sonderlich sympathisch sind, die aber für eine Weile gemeinsam arbeiten müssen. Tim ist Schriftsteller, Bea arbeitet bei einem Verlag. Sie soll ihn auf einer Lesereise begleiten. Im Laufe der Zeit lernen die beiden sich immer besser kennen und verlieben sich ineinander. 💜 Ich mochte den Ablauf der Geschichte. Das Kennenlernen und Sich-ineinander-verlieben geht nicht schnell wie in so vielen anderen Romanen, sondern es dauert. Das macht es für mich authentischer und auch irgendwie spannender. Man wartet als Leser auf den Moment, in dem es funkt :) Ich fand die Geschichte sehr berührend und schön.
Endlich mal eine Liebesgeschichte, die so in dieser Form absolut realistisch ist und nicht im Gefühlsschmalz ertrinkt. Eine Geschichte von zwei Menschen, die beide ihr Päckcheb zu tragen haben, auf ihre Weise aber das Beste aus der Situation gemacht haben. Die sich anfangs eigentlich nicht leiden können, sich dann aber aneinander gewöhnen und lieben lernen.
Wer hier große Gefühle erwartet, wird enttäuscht werden. Wer aber auf die leisen Töne der Liebe steht und gerne verfolgt, wie die Liebe zwischen zwei Menschen langsam wächst, wird hier seine Freude haben.
Gewürzt wird das Ganze durch eine Prise Humor, ein ganz klein bisschen Chicklit (Gott sei Dank trifft man hier nur auf wenige Klischees aus einem typischen Frauenroman) und die zum Teil etwas schrulligen, aber sympathischen Nebenfiguren.
Die Hörbuchsprecherin macht eine gute Arbeit und ihre Stimme passt zur Hauptfigur, aus deren Perspektive die Geschichte erzählt wird.
Einzig und allein ein bisschen mehr Länge hätte ich mir bei der einen oder anderen Szene gewünscht. So manches kam dabei etwas kurz, was mehr Tiefe verdient hätte.
Ausgerechnet den schwierigen Bestseller-Autor Tim Bergemann soll Bea Weidemann auf eine Lesetour begleiten. Die beiden befinden sich nicht gerade auf einer Wellenlänge, eigentlich sind sie sogar meilenweit auseinander. Aber Tim Bergemann ist die letzte Chance für Bea's Verlag, nicht pleite zu gehen. Denn die Zahlen sehen nicht so gut aus. Also muss Bea wohl in den sauren Apfel beißen, denn sie will ihren Job gerne behalten.
Erzählt wird die Geschichte aus der Sicht von Bea Weidemann. Bea und Tim wirken anfangs völlig unterschiedlich. Beas Leben ist zwar leicht hektisch, aber geordnet, Tim ist dafür bekannt, eher so in den Tag zu leben. Außerdem stellt er sich ziemlich an, wenn es um Interviews oder Fernsehauftritte geht. Die beiden geben wirklich ein sehr ungewöhnliches Paar ab mit vielen Reibungspunkten. Dadurch, dass die Handlung aus der Sicht von Bea erzählt wird, bleibt Tim anfangs sehr blass. Erst im Laufe der Handlung lernt man ihn besser kennen. Besonders interessant fand ich den Einblick in das Verlagswesen. Als Bücherwurm findet man so etwas natürlich sehr interessant. Die Annäherung geht eher langsam und völlig ohne Kitsch vonstatten, was mir sehr gut gefallen hat. Insgesamt ist die Handlung eher ruhig und plätschert manchmal nur so vor sich hin ohne das etwas passiert, das wiederum fand ich persönlich manchmal etwas langweilig. Am Ende hat mich die Autorin auf jeden Fall noch einmal ziemlich überrascht. Von mit bekommt das Buch 4 von 5 Punkte.
Herrlich ironisch aber gefühlvoll, zwischen Emotionen und Vergangenheitsbewältigung
Dank der Bücherplattform Lesejury.de durfte ich mit diesem Buch an einer Leserunde teilnehmen. Der LYX-Verlag hat mir ebenfalls über Netgalley.de ein Rezensionsexemplar zur Verfügung gestellt. Ich möchte mich hiermit beim Verlag LYX - Bastei Lübbe noch mal herzlichst dafür bedanken. Die Leserunde auf Lesejury.de hat es mir allerdings schwer getan, da ich durch die langen Leseabschnitte gezwungen war, das Buch 2 mal für mehrere Tage zur Seite zu legen. Ich kann deswegen nur empfehlen das Buch in einem Rutsch zu lesen und sich von Beas Gefühlschaos mitreissen zu lassen.
Cover: Ein schönes und lustiges Cover. Die schöne handgeschriebene Schrift ziert in der Mitte das Cover, drumherum Kringel, die Telefonkritzeleien sein könnten, oder wenn ein Autor gedankenverloren an seinem Plot arbeitet. Bei den gelben Tupfen bin ich mir nicht sicher, was sie darstellen sollen, goldene Konfetti? Ich finde es verspielt, aber trotzdem schlicht und schön.
Handlung: Um den kleinen Verlag zu retten, muss Bea mit dem rüpelhaften Starautor Tim Bergmann auf Lesereise gehen. Nur wenn er einen wichtigen Leserpreis gewinnt, für den sie während der Reise viel Werbung machen müssen, kann der Verlag weiter existieren. Aber Tim schreibt Dystopien und passt so gar nicht in das Konzept eines Verlages für Liebesromane. Er ist launisch und expulsiv. Aber Bea muss die 4 Wochen kreuz und quer durch Deutschland mit diesem Mann überstehen, vor allem weil er doch immer wieder ungewohnte Gefühle in ihr hervorruft, die sie ziemlich aus dem Konzept bringen.
Buchlayout/Haptik: Die 37 Kapitel sind recht kurz, was ich als ganz angenehm empfunden habe, zumindest hat es mich im Lesefluss nicht gestört. Zu jeder Kapitelnummer gibt es auch noch einen kurzen, aber prägnanten Titel.
Idee/Plot: Beide Protagonisten haben eine sehr ähnliche Vergangenheit. Wobei Tim damit offener umgeht und diese Vergangenheit auch in seinem Buch verarbeitet. Bea hingegen flüchtet in akribische Kontrolle. Diese beiden Menschen prallen nun aufeinander und müssen unter erhärteten Bedingungen miteinander auskommen. Sie werden durch die Anwesenheit des anderen mit ihrer Vergangenheit konfrontiert, was natürlich dann auch zu einigen Konfliktmomenten führt.
Handlungsaufbau/Spannungsaufbau: Die Handlung wird sanft aber stetig aufgebaut. Wir bekommen zunächst nur häppchenweise was von Beas und Tims Vergangenheit mit, erhalten aber im Laufe des Buches immer mehr Einblick. Die Spannung und das Prickeln werden auch sehr schön über das Buch aufgeteilt und steigt von Abschnitt zu Abschnitt, bis es in einen tollen Gänsehautmoment gipfelt.
Szenerie/Setting: Kristina Günak versteht die Umgebung knackig aber prägnant zu umschreiben. Sie hält sich nicht mit ausladenden Beschreibungen auf und setzt den Fokus vielmehr auf die Gefühls- und Gedankenwelt. Da wir uns auch in Deutschland befinden ist es für den Leser leicht, sich die Szenerien vorzustellen. Es passt auch gut zusammen: die Welt rund um Bücher, der Alltag in einem ums Überleben kämpfenden Verlag, der dystopische Schreiberling Tim und die selbstbeherrschte Bea. Eine gute Mischung, nicht zu viele Nebenschauplätze aber geschickte Nebenhandlungen.
Emotionen/Protagonisten: Bea hat es in ihrer Kindheit nicht leicht gehabt. Es wird schnell klar, dass sie ein Pflegekind war und durch Glück an ihre Pflegeeltern gekommen ist, die sie aus dem „Ursumpf“ gezogen haben. Ihre bittere Erfahrungen von ihren leiblichen Eltern verbirgt sie hinter einer steinernen Maske aus Kontrollzwang und strengen To-Do-Listen. Ihr Schicksal ist ihr großes Geheimnis. Zusätzlich hat sie das enorme Problem, dass sie niemals „nein" sagen kann, und so an den Rand ihrer Kräfte gelangt. Sie ist ihrer Pflegefamilie extrem zu Dank verpflichtet und hat ihren Geschwistern gegenüber ein sehr weiches Herz. Trotzdem kann sie ganz schön gepfefferte Sprüche loslassen und steht Tim in Sachen Ironie kaum nach. Aber, sie ist auch unheimlich reflektiert, denkt viel über die Geschehnisse nach und beginnt sich aus ihrer Kontroll-Isolation zu befreien.
Tim ist zunächst der undurchschaubare Typ à la Bad-Boy. Tätowiert, schwarze Klamotten und ein absoluter Stinkstiefel. So wie man sich auch einen typischen Schriftsteller vorstellt, der nur dystopische Handlungen im Kopf hat. Und dazu ist er auch noch der begehrteste und heißeste Junggeselle auf dem Planeten. Aber sein Buch ist ganz klar die Verarbeitung seiner Vergangenheit, mit der er Bea gegenüber immer offener umgeht. Er ist oft unbeherrscht und aufbrausend, damit macht er Bea zusätzlich des öfteren auch Angst. Diese Angst spürt er, und beginnt zu verstehen, dass etwas mit Bea nicht stimmt.
Durch die vielen inneren Dialoge, ihre Gedanken und Reflektionen konnte ich mit Bea unheimlich gut mitfühlen. Sie ist für mich absolut authentisch. Ihre Handlungen kann man zwar manchmal als etwas übertrieben sehen, aber sind dennoch nachvollziehbar. Und auch Tim ist für mich kein typischer Buchheld. Er ist oft ein Kotzbrocken, lebt in seiner eigenen Welt, und trotzdem blitzen immer wieder sanftmütige Momente durch, die einem das Herz zum Prickeln bringen.
Meine Meinung: Es ist toll mit zu erleben, wie reflektiert Bea Tims Verhalten aufnimmt. Anfangs noch sehr verunsichert erkennt sie die Gleichheit zwischen ihnen. Beide, Tim und Bea, vollziehen während der Geschichte eine wunderbare Wandlung, die ich ganz wichtig finde. So baut sich das Buch auch wirklich gut auf und nimmt uns immer weiter in das Gefühlschaos der beiden. Wir selber lernen immer mehr die Protagonisten zu verstehen, so wie sie sich selber auch.
Der trockene Humor hat mir sehr gut gefallen. Es ist nicht nur ein Klamauk oder ein triefend rührendes Buch. Nein, ironisch komische Situationen und gefühlvolle Momente geben sich wirklich gekonnt die Hand. Ganz großartig geschrieben und wirklich sehr erheiternd!
Vor allem möchte ich die Messages, die Kristina Günak uns mit diesem Roman mitgibt, hervorheben. Eine wahre und ehrliche Beziehung beruht auf Vertrauen und Wahrheit. Es geht darum, den wahren Kern des Menschen zu erkennen und ihn so anzunehmen, egal welche Vergangenheit er durchlebt hat. Die wahre Liebe ist Sicherheit geben aber auch Hilfe einfordern. Und für sich selber auch Grenzen setzen und die Grenzen des anderen zu akzeptieren.
Eine tolle Idee einer Liebesgeschichte, die erst durch die gemeinsame Reise der Beiden in sehr emotionalen Szenen zu entstehen beginnt. Ab dem letzten Drittel des Buches hat es mich dann noch mal sehr bewegt und mitgenommen, es war ein stetiger Wechsel zwischen Weinen und Lachen.
Fazit: Ich hatte rundum ein tolles Leseerlebnis und habe mich mit diesem Buch auf niveauvolle Art und Weise unterhalten gefühlt. Von mir gibt es dazu eine klare Leseempfehlung
Wow,was ein Buch. Endlich mal kein Buch bei denen beide Protagonisten perfekt sind,beide haben ihr Päckchen zu tragen und das macht sie viel sympathischer.... Locker lustige Schreibweise, die die Zeit nur verfliegen lässt! Ich werde mir definitiv das neue Buch der Autorin besorgen, ich denke ich habe eine neue Lieblingsautorin gefunden!
Angenehm zu lesender Liebesroman in ansprechendem Setting. Ich mochte die Konstellation zwischen den beiden Charakteren sehr gerne, er, der unnahbare Schriftstellerin, sie der Kontrollfreak - aber gleichzeitig hatten beide Charaktere so viel mehr Schichten und es hat Spaß gemacht, sie gemeinsam mit den Charakteren auch zu entdecken.
Auch wenn das Ende recht vorhersehbar ist, war es doch so viel besser und schöner geschrieben als ich erwartet habe. Ich habe es sehr genossen, in die Geschichte von Bea einzutauchen und habe das Buch regelrecht verschlungen. Der Schreibstil sowie die einzelnen Charaktere gefallen mir sehr.
Bea Weidemann kann es nicht fassen: Schlimm genug, dass ihr kleiner Verlag in finanziellen Schwierigkeiten steckt. Aber dass sie nun als Tim Bergmanns persönliche Anstandsdame abgestellt wird und mit ihm den Verlag retten soll, ist einfach zu viel für die junge PR-Referentin. Denn der schwierige Bestseller-Autor lässt sich von nichts und niemandem etwas vorschreiben – und ist genau die Sorte Mann, um die Bea sonst einen weiten Bogen macht. Herzklopfen hin oder her. Doch während sie versucht, das Chaos von Tim – und sich – abzuwenden, merkt sie bald, dass auch die Liebe absolut nichts von ihren Plänen hält …
Über die Autorin:
Kristina Günak wurde 1977 in Norddeutschland geboren. Nachdem sie jahrelang als Maklerin arbeitete, ist sie heute als Mediatorin und systemischer Coach tätig. 2011 erschien ihr erster Roman, und seither hat sie sich mit ihren humorvollen Büchern unter Liebesromanleserinnen einen Namen gemacht. Sie schreibt auch unter dem Pseudonym Kristina Steffan.
Mein Fazit und meine Rezension:
Bea hat es wirklich nicht leicht: erst hat sie Stress im Job, kümmert sich auch noch um die Pflegekinder ihrer Mutter und dann ist da auch noch der Bestsellerautor Tim, mit dem sie auf Lesereise muss … was eigentlich noch? Doch das fleißige Bienchen Bea lässt sich davon nicht unterkriegen. Es wäre doch gelacht, wenn sie als Powerfrau das nicht stemmen könnte, wäre da nur nicht Tim, mit dem sie von Anfang an auf Kriegsfuß steht und der auch absolut keine Gelegenheit auslässt, sich bei ihr noch unbeliebter zu machen. Doch so gegensätzlich Tim und Bea auch zu Beginn sein mögen, umso mehr Parallelen finden sie, als sie auf der gemeinsamen Lesereise sind. Und auf einmal merken beide, dass sie doch gar nicht so unterschiedlich sind und eigentlich perfekt zueinander passen würden … wäre da nicht das Leben und andere Fettnäpfchen, die immer wieder dazwischen kommen würden …
Bea habe ich zu Beginn der Geschichte direkt in mein Herz geschlossen. Ja, sie ist vielleicht etwas stressig und stets unterwegs, immer auf Tour, steht niemals still und und und … aber im Grunde genommen ist sie eine herzensgute Seele, die immer parat steht, wenn Not am Mann (oder an der Frau) ist und stets gute Tipps und Ratschläge bereit hält. Mehr als einmal habe ich mich gefragt, wie sie das nur alles schafft, doch Bea ist tatsächlich das, was man eine Powerfrau nennt: energiegeladen und gut gelaunt! Was sie anpackt, das wird auch was! Kein Wunder also, dass sie mit dem Bestsellerautor Tim auf Lesereise geschickt wird.
Tim war nicht nur Bea unsympathisch, auch mit mir hat er es sich verscherzt. Egal, was Bea vorschlägt, für ihn ist einfach alles direkt falsch, nicht gut genug oder aber einfach nur Humbug! Ja, ihn hätte ich auch gern vor die Tür gesetzt. Man merkt also – bereits durch die Beschreibung der Charaktere schafft es die Autorin, den Leser direkt zu polarisieren und genau so soll es auch sein! Irgendwann merkt man aber, dass unter der rauen Schale doch ein liebenswerter und weicher Kern steckt und als die Beiden dann für sich entdecken, dass sie beide keine leichte Kindheit hatten, ist das Eis gebrochen. Die Entwicklung des Charakters Tim ist zwar für den Leser vorhersehbar, doch passt sie einfach sehr gut zur Geschichte und ist unterhaltsam. Ich habe mich zu keiner Zeit gelangweilt.
Für mich war es mein erster Roman von Kristina Günak, doch habe ich mittlerweile schon so viele weitere Rezensionen und gute Kritiken über ihre anderen Liebesromane gelesen, dass dieser hier nicht mein letzer gewesen sein wird! Die Autorin schafft es einfach mit ihrem lebendigen und flüssigen Schreibstil den Leser „bei der Stange zu halten“ und zu unterhalten. Mir ist es manche Male sehr schwer gefallen, meinen Kindle aus der Hand zu legen, die kurzen, aber prägnanten Kapitel tun ihr übriges.
Die Geschichte hat zwar nicht so viel Tiefgang, aber ist auf jeden Fall ein unterhaltsamer Zeitvertreib und gehört in jedes Bücherregal (oder auf jeden Ebookreader). Für mich eine klare Empfehlung!
Das Problem bei Liebesgeschichten ist ja oft, dass dort nichts außergewöhnlich Neues oder Innovatives geschieht. Es gibt zwei Menschen, die sich anfangs gar nicht so sehr leiden können (oder sich direkt auf den ersten Blick ineinander verlieben), dann schleichen sie eine Weile umeinander herum, man entwickelt ernsthafte Gefühle und schließlich kommen die beiden Hauptprotagonisten zusammen; entweder durch einen wirklichen dummen Zufall oder weil es sie es schließlich nicht mehr aushalten können. Deswegen ist es mir persönlich auch immer wichtig, wie sich die Zeitspanne zwischen Kennenlernen und Zusammenkommen gestaltet, was dort geschieht, wie diese Spanne gefüllt wird und wie interessant sie aufbereitet ist.
Bei "Wer weiß schon wie man Liebe schreibt" hatte ich gerade mit dieser Spanne ziemlich zu kämpfen. Im Grunde hat mir die Liebesgeschichte zwischen einem unnahbaren, mürrischen Autor und seiner sehr engagierten, engstirnigen Marketing-Referentin sehr gut gefallen. Es gibt einiges an Geheimnissen, die Tim Bergmann nicht immer freiwillig von sich preisgibt, es gibt auch einige private Dilemma, mit denen Bea zu kämpfen und insgesamt passiert auch wahnsinnig viel während der Kennenlern-Phase der beiden.
Da ich selbst im Marketing arbeite und mich ja auch durch meinen Blog sehr für die Buchbranche interessiere, waren die Einblicke in Beas Arbeit für mich sehr toll geschildert. Ich würde genau so eine Arbeit irgendwann auch mal gerne machen, weswegen ich mich natürlich sofort mit Bea identifizieren konnte. Ich habe auch weitere Gemeinsamkeiten entdeckt, zum Beispiel bin ich ebenso zielstrebig und engstirnig, ich kann sehr schwer Nein sagen, mache viel Arbeit für andere mit und bin teilweise (vielleicht deswegen) auch ein wirklicher Kontrollfreak. Und auch Tim Bergmann hat mir gut gefallen, weil er als Autor so authentisch wirkte. Er ist einfach ein Mann, der aus den verschiedensten, ganz persönlichen Gründen schreibt und dem es auf den Keks geht, wenn andere alles über ihn wissen wollen und ihn wegen seines Talents anhimmeln. Es waren also schließlich nicht die Charaktere, die mich nicht so hundertprozentig überzeugen konnten – es war die Chemie zwischen den beiden sich Liebenden.
Man merkt zwar im Laufe der Geschichte, dass die beiden Hauptprotagonisten einiges gemeinsam haben, vor allem im Bezug darauf, wie sie aufgewachsen sind und dass sie sich in ihren Leben hochkämpfen mussten, aber mir das für ein Zusammenkommen einfach nicht genug. Ebenso die Tatsache, wie sie zusammengekommen sind. Der unnahbare, kalte, abweisende Tim. Und Bea, die immer wieder aufs neue auf ihn zugeht und ihn zur Vernunft bringen will, er aber meist mit noch mehr Genervt- und Gereiztheit reagiert. Diese Geschichte dreht sich andauernd im Kreis, wiederholt sich ständig und hinterließ bei mir immer mehr und mehr das Gefühl: "Kommt doch endlich zusammen, damit endlich Ruhe ist und nicht nochmal alles von vorne beginnt!". Letztlich ist die Geschichte doch ganz schön zu lesen und auch am Ende konnte ich mich mit ihnen als Paar anfreunden, aber trotzdem hat mir das gewisse Extra gefehlt, das Etwas, das Besondere, dieser "Oh, wie schön"-Moment.
Vom Schreibstil der Autorin Kristina Günak her, könnte ich mir definitiv vorstellen, noch weitere Bücher von ihr zu lesen. Ich mochte ihre flapsige Art zu schreiben, teilweise mit Humor, teilweise mit Emotionen, aber durchweg doch unterhaltend. Ich hoffe, dass ich doch nochmal in den Genuss komme, ein Buch von ihr zu lesen – diesmal vielleicht mit einem, für mich persönlich, ansprechenderem Paar.
Auch das Cover gefällt mir gut, da ich absolut auf verspielte Gestaltung stehe. Es passt vielleicht nicht so hundertprozentig zum Buch, weil weder Bea, noch Tim sehr verspielt sind (auch nicht als Paar), aber es ist definitiv ein Eyecatcher, der den ein oder anderen sicher auch zum Kaufen gebracht hat.
Fazit "Wer weiß schon wie man Liebe schreibt" ist eine gute Liebesgeschichte, von der ich mir allerdings mehr versprochen hatte. Das ganz "nette" Paar, Tim und Bea, konnte mich leider nicht richtig mitnehmen, dafür mochte ich allerdings die Hintergründe der Geschichte und den Schreibstil der Autorin sehr gerne. [3,5 Sterne]
Also das Buch hätte auch den Titel haben können: "Das langweilige Leben der Bea Weidemann"
Das Buch konnte mich überhaupt nicht überzeugen. Das Einzig Gute an dem Buch ist das Cover, dessen Design und Schriftart wirklich super ist. Die goldenen Punkte erinnern mich an ein paar Kleidungsstücke aus meiner Abschlusskollektion.
Der Schreibstil hat mir überhaupt nicht gefallen. Irgendwie trocken und emotionslos. Manche Passagen animierten mich zum Augen rollen. Einfach...schlecht. Mit den Protagonisten konnte ich mich weder identifizieren noch anfreunden. Ich war einfach nicht in der Lage eine Beziehung zu ihnen aufzubauen, was sicherlich auch daran lag, dass die Autorin ihr Augenmerk auf das drumherum gelegt zu haben schien. Dabei sind gerade Charaktere, deren Persönlichkeit, Beziehung und Gedankengänge besonders wichtig. Es gab keinerlei Entwicklung dieser. Abgesehen davon kam es mir vor, als würde es in diesem Buch nur ums Essen und Auto fahren gehen. Alle paar Seiten wurde beschrieben, was und wie die Charaktere essen ( Kekse, Schokolade, Brötchen, Croissants, usw, Kaum etwas blieb aus) . Ständig gab es Szenen im Auto. Und am Ende wurde nur noch darüber geschrieben, dass Bea andauernd müde ist und einschläft.
Das Buch war, leider, langweilig. Alles war vorhersehbar. Es gab keine Überraschungen. Es ist nichts wirklich passiert. Ich habe einfach nur noch gehofft, dass das Buch endlich zu Ende geht... und wie war ich froh, als ich gemerkt habe, dass am Ende noch eine Leseprobe vorhanden ist und ich das Buch schneller fertig gelesen haben würde, als geglaubt (Leseproben lese ich nicht).
Wie ich schon geschrieben habe, mir fehlten die Emotionen. Die Charaktere waren nervig, und selbst, als es dann dazu ging, dass die sich ihren Gefühlen bewusst wurden, passierte nichts. Ein paar Küsschen, 2x (langweilig, einfach und kurz beschriebene) Sex Szenen und das war´s. Bis zum Ende haben die sich nicht einmal gesagt, dass sie sich lieben. Es gab kein Epilogue. Über die Beziehung der beiden erfährt man also nichts weiter.
Das Buch sehe ich definitiv nicht als Lovestory an. Das Buch, welches aus der Sicht von der weiblichen Protagonistin Bea Weidemann, geschrieben ist, erzählt halt von deren Leben und ihrem Versuch ihr Verlag zu retten.
Es gab einen Moment, bei dem ich schmunzeln musste. Und das ist einem Schreibfehler zu verdanken (Es gab hier einige wenige). Anstelle von Schreibtisch wurde nämlich Schreitisch geschrieben. Die Vorstellung eines Schreitisches hat mich dann doch etwas belustigt.
Die Szene am Ende mit dem Apfelkompott war niedlich. Aber auch nur für 2 Sek.
Also... Im Großen und Ganzen ist es ein Buch, dass ich als Zeitverschwendung ansehe und auch nicht aktiv empfehlen werde oder kann. Geschmäcker sind jedoch verschieden, also sollte jeder schlussendlich selber entscheiden.
Endlich wieder einmal ein netter Roman, der ohne die üblichen 08/15 Liebesromanzen Klischees auskommt. Endlich wieder einmal eine Geschichte, die neben einer guten Portion Humor und Situationskomik, auch ein ernsthaftes Thema anschneidet.
Bea Weidemann ist nicht nur PR-Referentin, sie ist auch keine Nein-Sagerin. Tritt jemand mit einer Bitte an sie heran oder fragt sie nach einem Gefallen, dann kann Bea einfach nicht Nein sagen. Egal wie stressig ihr eigenes Leben gerade ist, Bea hilft immer und überall. Ihre Familie und ihre Kollegen, denken sich vielleicht gar nichts böses dabei, irgendwann ist es wohl zur Selbstverständlichkeit für alle geworden und Bea kann auch nicht aus ihrer Haut. Erst Tim Bergmann, der ganz und gar nichts damit am Hut hat jedem alles Recht zu machen, begreift die junge Frau, dass man auch mal nur an sich denken soll und auch mal “nein” sagen darf.
Mir waren beide Protagonisten gleich sympathisch. Bea, die mit ihrem Perfektionismus und ihrem Hang jedem alles Recht machen zu wollen oder zu müssen, auf der einen Seite und Tim, der sein Herz auf der Zunge trägt und so manchen vor den Kopf stößt, könnten unterschiedlicher nicht sein. Aber gerade dieser Kontrast sorgt für den nötigen Wirbel und Witz in der Geschichte. So unterschiedlich die Beiden auch sind, so gut harmonierten diese Unterschiede auch. Es wäre doch langweilig, wenn gleich beim ersten Kennenlernen der Liebesblitz eingeschlagen hätte. Sozialkritische Situationen kommen auch in der Handlung vor, spielen aber leider nur eine untergeordnete Rolle. Diese sorgten zwar dafür, dass der Roman kein oberflächlicher Liebesroman wurde, hätten aber durchaus noch etwas ausführlicher und intensivere Betrachtung verdient.
Dies war mein erster Roman von Kristina Günak und er hat mich doch überrascht. Ihr Schreibstil ist sehr unterhaltsam. Sie kombiniert einen leichte lockere Situationen mit Ernsthaften. Witz, Humor und harte Realitäten wechseln sich geschickt ab. Mein Fazit:
Ein Anti-Falten-Training für das Gesicht ist dieser Roman. So oft gelacht und gegrinst habe ich schon lange nicht mehr beim Lesen. Einfach herrlich, einfach nur mal ohne groß über gelesenes nachdenken zu müssen, einfach nur zum Entspannen schön!
Das Cover ist wirklich ein Coverträumchen, wirklich süss gestaltet und erinnert etwas an die Geschichte, die dann folgt, also passt das Cover wunderbar zum Inhalt. Bea Weidemann hat es in ihrem Leben nicht leicht - ihr Lebenstraum - ihr eigener Verlag - droht zu platzen und dann dann soll sie mit Tim Bergmann - einem schwierigem Autor, der einfach macht, was er will - zusammen versucht, ihren Verlag zu retten. Dabei ist Tim so der Art Mann, um den Bea sonst einen weiten Bogen macht - doch Tim ist anders, als sie dachte... Die Lesereise, auf die beiden gehen, wir ein Abenteuer mit ungewissem Ausgang... Der Schreibstil von Kristina Günak ist wirklich witzig und sehr spritzig, immer wieder baut sie kleine Lacher ein, was das Lesen zum Vergnügen macht. Auch den Blick in die Verlagswelt zeigt sie nicht überspitzt und das Geheimnis (mehr wird nicht verraten) wird auch nicht wirklich unnötig dramatisiert. Zudem schafft sie es, die Liebesgeschichte ohne Hast zu erzählen, man fühlt sich als Leser wirklich mitgenommen. Der Einstieg in das Buch flieh leicht, auch Bea ist als Protagonistin wirklich eine Lesefreude, sie ist eine Frau, die Lösungen sucht und anpackt, wenn es nicht anders geht. Sie hilft gerne und das wird aber auch gerne mal ausgenutzt. Dem entgehen steht Tim, der meint, seine Bücher bedeuten die Welt und der lange für den Leser eher undurchschaubar bleibt und erst als die Schale etwas aufbricht, wird er als Charakter wirklich interessant. Kristina Günak schafft es mit beiden eine wirkliche Liebesgeschichte auf die Beine zu stellen, auch die Entwicklung der Charaktere im Buch sind wirklich gut gelungen. Allerdings fehlt etwas der Sog der Geschichte, der Plot ist gut, aber der Geschichte fehlt einfach etwas dieser Moment, wo man sich als Leser auf einem Spannungshöhepunkt fühlt, was echt schade ist.
Fazit: Die Geschichte zwischen Bea und Tim ist wirklich eine süsse Liebesgeschichte für Zwischendurch mit tollen Einblicken ins Verlagswesen, aber man darf dabei keine grosse Spannung erwarten, weil dann wird man schon etwas enttäuscht. Sonst kann man sich aber in einem tollen Buch verlieren.
„Wer weiß schon, wie man Liebe schreibt“ von Kristina Günak ist 2017 im Lyx Verlag erschienen.
Inhalt lt. Verlagshomepage: Wenn es darum geht, im Chaos den Überblick zu behalten, kann Pressereferentin Bea Weidemann gewöhnlich niemand das Wasser reichen. Doch jetzt steckt der Verlag in finanziellen Schwierigkeiten, und selbst Bea kommt an ihre Grenzen: Denn der einzige Ausweg aus der Krise ist Bestseller-Autor Tim Bergmann. Um den Verlag zu retten, muss Tim unbedingt einen wichtigen Leserpreis gewinnen – einziges Problem: Tim hält nichts von Plänen und tut eigentlich vor allem das, was er will. Bea wird für die kommende Lesereise als seine persönliche „Anstandsdame“ abgestellt. Doch während sie versucht, das Chaos von Tim – und sich – fernzuhalten, stellt sie fest, dass es vielleicht doch das Unvorhersehbare im Leben ist, das glücklich macht …
Ja – natürlich ahnt man ab der ersten Seite, wie dieses Buch ausgehen wird. Aber das ist nicht schlimm, da es die Autorin durch ihren wirklich famosen Schreibstil schafft, mir sowohl die Personen als auch die Geschichte ans Herz wachsen zu lassen. Da ist zum einen die gut organisierte Bea, die alles im Griff hat und doch schwer an ihrer Vergangenheit trägt. Und zum anderen der leicht kauzige Schriftsteller Tim, der ähnliches in seiner Kindheit durchleben musste.
Und so entwickelt sich hier nicht nur eine herzige Liebesgeschichte, die durch die Vergangenheit der Protagonisten einen ernsten Hintergrund bekommt, sondern man erhält einen minimal kleinen Einblick in das Verlags- und Schriftstellerleben (das natürlich äußerst klischeehaft geprägt ist).
Der Schreibstil von Günak ist locker-leicht und überaus humorvoll, so dass ich oft beim lesen schmunzeln musste, besonders natürlich dann, wenn Bea und Tim mal wieder aneinander rasseln und sich verbal atackieren. Große Spannung oder Höhepunkte in der Geschichte gibt es nicht, aber bei so einem Buch erwarte ich das auch nicht.
Hier habe ich eine leichte, romantische und vor allem humorvolle Geschichte gelesen, die zwischendurch durchaus ernste Zwischentöne aufweist. Eine Leseempfehlung für schöne Stunden.
Bea arbeitet in einem Verlag und ist eigentlich für die Liebesromane zuständig. Doch als schwierige Zeiten bevorstehen, muss sie mit dem Bestseller Autor auf eine Lesereise gehen.
Bea ist ein so großherziger Mensch, dass sie zu nichts und niemanden Nein sagen kann. Vor allem bei ihrer Familie setze sie alle Hebel in Bewegung um sie in jeder Lebenslage zu unterstützen. Aber auch alle anderen, die sie um Hilfe bitten, können sich auf sie verlassen. Ganz im Gegensatz dazu steht Tim Bergmann, der sehr menschenscheue Autor, der sich in der Öffentlichkeit kaum benehmen kann. In diesem Buch konnte ich mich richtig mit Tim identifizieren, denn er gibt sehr wenig von sich preis. Durch seine Vergangenheit ist er eher zurückgezogen und fasst nur schwer Vertrauen zu Menschen. Doch er hat so viele Facetten an sich, die man während der Lesereise von ihm kennen lernen darf. Die einen sind eher amüsant, die anderen sehr tiefgründig und erklären das ein oder andere Verhalten. Tim und Bea gaben zusammen schon ein sehr interessantes Team, was unglaublich viel Spaß gebracht hat. Bea mit der perfekt organisatorischen Art und Tim, der gerne mal Termine vergisst oder einfach ignoriert.
Die Vergangenheit der beiden fand ich besonders spannend zu lesen. Beide hatten ihre Schwierigkeiten, die im Laufe des Buches langsam aufgedeckt wurden. Ich fand, dass dieser Teil der Geschichte irgendwann im Vordergrund stand. Auch die Flirterei und Streiterei hätte ich gerne noch ausführlicher gelesen. Die vielen kleinen Szenen haben so viel Spaß gemacht, dass ich auf eine große Explosion gehofft hatte.
Sprachlich kann das Buch absolut überzeugen. Es liest sich so leicht, dass man kaum aufhören möchte. Ab und zu wäre es mir allerdings lieber gewesen, dass man ein wenig mehr auf die Gefühle der beiden eingegangen wäre. Schade war, dass das Buch so stark begonnen hat und das Ende dann etwas zu schnell abgearbeitet wurde.
Fazit: In diesem Buch prallen zwei Welten aufeinander, die doch viel gemeinsam haben.
Kristina Günak überzeugt erneut mit einem witzig-frechem Frauenroman. Wer bisher noch kein Fan war, wird es wohl nach diesem Buch werden, denn besser kann man kaum unterhalten werden. Wenn die Marketingexpertin des Buchverlages auf den zurückgezogen-lebenden, schlecht gelaunten und doch sexy Autor trifft, sind Probleme und lustige Situationen einfach vorprogrammiert. Dazu kommt bei beiden eine mehr als interessante Hintergrundgeschichte, die im schönen Kontrast zur doch eher lustig-frechen Geschichte steht und trotzdem nicht zu schwer daherkommt.
Bea ist ein Charakter, mit dem man sofort warm wird. Tim im Kontrast dazu ist doch eher speziell und man braucht etwas, bis man ihn versteht. Grundsätzlich kann man sich jedoch mit beiden gut identifizieren. Und die Chemie stimmt einfach von Anfang an zwischen den beiden, sodass das mitfiebern, wann es beide realisieren, einfach unglaublichen Spaß macht. Dazu ist das Setting in der Buchbranche natürlich ein großes Plus für jeden Bücherwurm, man fühlt sich sogleich wohl. Der angenehm zu lesende Schreibstil von Frau Günak verleiht der Geschichte die Lockerheit, die man sich bei solchen Geschichten wünscht, sodass man sich komplett in die Geschichte fallen lassen kann.
Ein wunderbarer Roman, der das Herz erwärmt und durch Witz und Charme überzeugt. Ernste Themen geben der Geschichte eine gewisse Tiefe, sie fügen sich jedoch gekonnt in den ansonsten unterhaltsamen Frauenroman ein. Beste Unterhaltung ist garantiert bei diesem amüsanten Roman.
Einfache Sprache, manchmal zwanghaft "auf witzig" getrimmt und die Geschichte von der kleinen (aber insgeheim taffen) hilflosen Frau, die beim Anblick des ach so tollen Kerls dahinschmilzt. Er ist dabei total ungehobelt und als er ihr dann bei einem kleinen Schwächeanfall hilft sich hinzusetzen anstatt sie im Hausflur liegen zu lassen, ist er der allerbeste und sie sieht ihn in ganz neuem licht und verliebt sich Hals über Kopf in ihn. Er ist ja so grob doch innerlich so verletzlich und einfühlsam. Dabei sieht er auch noch so sexy aus.
Habe ich irgend ein billiges Klischee vergessen?
Und dann liest er noch benachteiligten Kindern vor, ist er nicht einzigartig? Und er ist ja so groß und muskulös. Praktischerweise nimmt sich die einzig mögliche Romanze selbst aus dem Spiel so dass die holde Maid nicht in schlechtem licht dastehen muss wenn sie letztendlich mit dem Helden zusammenkommt. Er ist ja so eine unverstandene Seele. Dann fällt sie hin und tut sich weh und er tut das was ein normaler Mensch tun würde und fragt ob alles in Ordnung ist und dadurch ist er der Held und tollste Mann der Welt. Einfach nur zum Augen verdrehen.
Trotz der vielen Dinge die mich die ersten dreiviertel des Buches schon leicht genervt haben, hat das Buch im letzten Viertel eine gute Kurve bekommen, wurde ernster und hat mir schlussendlich doch soweit gefallen, dass ich keine 2 sondern 3 Sterne gebe.
This entire review has been hidden because of spoilers.
Bea hat ein Problem: Sie kann einfach nicht Nein sagen. Um ihren kleinen Verlag zu retten, überträgt ihre Chefin ihr die Aufgabe, mit dem störrischen Newcomer-Autor Tim Bergmann auf Lesereise zu gehen. Weil der große Hoffnungsträger auf den Roderich-Literaturpreis es mit dem guten Benehmen nicht so genau nimmt und seine Interviewpartner und Kritiker gerne beleidigt, muss Bea den Anstandswauwau spielen und soll die Lesungsbesucher nebenbei dazu animieren, für den verschrobenen Autor abzustimmen. Denn ohne den Roderich-Preis, das steht leider fest, geht der kleine Königstein-Verlag den Bach runter.
Als Multi-Organisationstalent kümmert sich Bea um die Organisation der Lesereise und bekommt nebenbei noch allerlei andere Aufgaben aufgebrummt. Als sie Tim Bergmann schließlich zum ersten Mal persönlich gegenübersteht, erkennt sie, wie schlimm ihre Lage wirklich ist. Schlecht gelaunt, ungekämmt und mitten in einer Schreibkrise schüchtert der gut aussehende Autor sie ein. Doch schlussendlich bleibt den beiden nichts anders übrig, als sich zusammenzuraufen und die nächsten vier Wochen hinter sich zu bringen. Was beide nicht ahnen: Sie verbindet mehr, als sie für möglich halten.
Dies ist mein erstes Buch von Kristin Günak. Eine humorvolle Lovestory, die in der Buchbranche angesiedelt ist, klang sofort verlockend, deshalb musste ich das Buch unbedingt haben. Die knapp 300 Seiten ließen sich auch wirklich schnell weglesen. Den Schreibstil der Autorin fand ich sehr angenehm. Auch der fein eingestreute Humor konnte mich überzeugen und wirkte keinesfalls überzogen, wie es manchmal der Fall bei Büchern dieses Genres ist. Die Vergangenheit der Protagonisten verleiht dem leichten Roman eine Tiefe, die ich nicht erwartet hätte.
Auch die Entwicklung der Liebesgeschichte geht langsam und glaubwürdig voran. Je mehr Tim seine harte Schale ablegt, umso leichter fällt es Bea, Vertrauen zu ihm zu fassen. Er ermutigt sie dazu, auch mal Nein zu sagen und für ihre Entscheidungen einzustehen. Genau so einen Mann hat die fleißige Arbeitsbiene, die noch nie zuvor verliebt war, gebraucht. Und auch, wenn er anfangs sehr klischeehaft rüberkommt, habe ich den ruppigen Autor schnell in mein Herz geschlossen.
Fazit:
„Wer weiß schon, wie man Liebe schreibt“ verbindet eine glaubwürdige Lovestory mit dem spannenden Hintergrund der Buchbranche. Dank des lockeren Schreibstils und des gut portionierten Humors habe ich das Buch sehr genossen. Wer sich eine Liebesgeschichte mit einem erwachsenen Badboy und einer überzeugenden Entwicklung wünscht, der sollte unbedingt einen Blick riskieren.
Inhalt: Bea ist nicht gerade begeistert, als sie die Aufgabe bekommt, ein wenig auf den Bestseller-Autoren Tim Bergmann aufzupassen. Doch sie ist schließlich ein Profi und möchte helfen, den Verlag zu retten, da wird sie es jawohl hinbekommen, Herrn Bergmann davon abzuhalten, in Talkshows auszurasten. Als sie dann aber auch noch eine Lesereise für den muffeligen Autor organisieren soll, ist das Chaos vorprogrammiert.
Meine Meinung: "Wer weiß schon, wie man Liebe schreibt" war mein erstes Buch von Kristina Günak und habe eine leichte und lustige Lektüre für zwischendurch erwartet, was ich auch bekommen habe. Doch die Autorin hat es auch geschafft, geschickt noch ziemlich tiefgründige Hintergrundstorys der beiden Protagonisten miteinzubauen, was trotzdem noch gut zu dem lockeren Schreibstil gepasst und mich positiv überrascht hat.
Erzählt wird die Geschichte aus der Ich-Perspektive von Bea, die in der Marketing Abteilung des kleinen Braunschweiger Königstein-Verlags arbeitet. Sie ist sehr hilfsbereit, liebt ihre Arbeit und schafft es daneben auch noch, sich um ihre Familie zu kümmern. Denn ihre Eltern haben mit ihren Pflegekinder alle Hände voll zu tun und bitten Bea nicht selten um Hilfe. Bea war mir sehr sympathisch, vor allem auch durch ihre Einstellung, dass es ihr wesentlich wichtiger ist, glücklich zu sein, als das große Geld zu machen.
Tim Bergmann, der Bestseller-Autor des Königstein Verlags, hat zwar nicht gleich meine Sympathie, dafür aber definitiv mein Interesse geweckt. Er ist ein ziemlich ehrlich und scheint seine Prinzipien zu haben und durch und durch hinter ihnen zu stehen, wodurch er manchmal ein wenig ruppig und streitlustig wirkt. Das hat mich ziemlich fasziniert.
Die Geschichte liest sich ziemlich schnell, denn einmal angefangen, kommt man kaum noch davon los. Man möchte unbedingt weiter verfolgen, wie Tim und Bea sich näher kommen, was sie verbergen und was in ihrer Vergangenheit so passiert ist. Denn dass sie beide keine leichte Kindheit hatten, wird immer mal wieder angedeutet. Insgesamt war die Geschichte zwar an manchen Stellen ein klein wenig vorhersehbar, aber ich fand es wunderbar erfrischend, dass sie mal, anders als bei anderen Liebesromanen, ohne das typische Liebesdrama auskommt und zeigt, dass Drama durchaus auch mal anders aussehen kann.
Fazit: "Wer weiß schon, wie man Liebe schreibt" von Kristina Günak erzählt eine locker-leichte, aber irgendwie auch tiefgründige Liebesgeschichte mit interessanten Charakteren, der unter anderen seines Genres heraussticht. Von mir gibt es alle 5 Muscheln.
Süße Romanze mit viel Charme, Humor und Gefühl Die Handlung hat mich von Anfang an neugierig gemacht und ich muss sagen, ich wurde nicht enttäuscht. Wie die super organisierte, strukturierte und stets nach Plan handelnde Bea sich plötzlich um den chaotischen und mürrischen Starautor ihres Verlages kümmern. Bea schließt man gleich ins Herz, auch wenn man sie gelegentlich nur schütteln will, weil sie so in ihrer Struktur festgefahren ist. Lernt man sie näher kennen, versteht man es wiederum und wünscht sich nur, dass sie aus ihrem Schneckenhaus schnell herausfindet...trotz mangelndem Orientierungssinnes. Vor allem wenn man so einen Leckerbissen wie Tim Bergmann vor der Nase hat und ihn betüdeln muss, um den Verlag zu retten. Tim ist wieder eine echte Nummer für sich, aber der olle Muffelkopf schlawienert sich schnell ins Herz des Lesers. Beide sind vollkommen gegensätzlich, ergänzen sich aber perfekt. Die beiden zusammen zu sehen ist einfach göttlich und war ein schönes Lesevergnügen. Der Schreibstil und die schnelllebige Handlung lassen einen problemlos in Beas und Tims Geschichte eintauchen, ohne das Gefühl zu haben, etwas zu vermissen. Ich kann das Buch nur empfehlen, es lohnt sich.
In Kristina Günaks neuem Roman "Wer weiß schon wie man Liebe schreibt" geht es um Bea, die bei einem Verlag arbeitet und Tim, einem Autor. Der Verlag steht kurz vor dem Aus und Tim Bergmann ist die letzte Chance den Verlag mit seinem neuen Buch zu retten. Die beiden fahren gemeinsam auf Lesereise, um das Buch zu promoten. Darüber ist Bea zunächst gar nicht begeistert, da Tim ein sehr mürrischer und distanzierter Typ ist. Das Buch eignet sich sehr gut für zwischendurch, da es eine kleine, süße Geschichte ist. Man muss beim Lesen nicht viel mitdenken und kann sich einfach berieseln lassen. Ich empfand den Roman etwas ruhig und hätte mir an manchen Stellen etwas mehr Handlung gewünscht. Dafür gab es auch tiefgründige Stellen, die mir gut gefallen haben. Vor allem überzeugt das Buch durch seinen Witz und Humor. Kristina Günaks Schreibstil ist sehr locker und schnell zu lesen. Wer gerne typische Frauenromane liest, dem kann ich das Buch als leichte Sommerlektüre empfehlen. Jedoch muss ich dazu sagen, dass die Geschichte eher kurzweilig ist und mir nicht lange im Gedächtnis bleiben wird.
Ein wundervolles Buch über die Liebe, die oft da entsteht, wo man sie nicht erwartet.
Bea Weidemann soll sich um den Bestseller Autor Tim Bergmann kümmern und ihn auf eine Leserunde begleiten. Da treffen scheinbar zwei gegensätzliche Charaktere aufeinander.
Bea ist mir von Anfang an sympathisch. Sie ist schon fast zu gut für diese Welt. Und Tim, obwohl etwas gewöhnungsbedürftig durch seine oft abweisende Art, ist trotzdem sehr interessant und mir gefällt auch er sofort.
Die Geschichte ist gut aufgebaut und ich habe die Handlung mit Interesse verfolgt. Natürlich lernen sich die beiden durch die gemeinsame Zeit näher kennen und öffnen sich im Laufe der Story. Ich fand es sehr schön beschrieben, wie sich die Liebesgeschichte langsam und dadurch glaubhaft aufbaut, man spürt es als Zuhörer und kann es richtig genießen.
Die Sprecherin gibt dem Hörbuch noch einen zusätzlichen Pluspunkt. Sie ist absolut passend.
Das Cover ist ebenfalls wunderschön und rundet das Hörbuch perfekt ab.
Als Leseratte einfach ein muss. Klare Lese- und Hörempfehlung von mir
Ich habe diesen Roman als Hörbuch gehört. Ich mochte die Sprecherin sehr.
Insgesamt hat es mir Spaß gemacht, dieses Buch zu hören. Ich habe oft leise über Aussagen oder Situationen gelacht.
Ich mochte die Interaktion zwischen Bea und Tim und fand es genial, dass sich beide während der Reise besser kennengelernt haben, und wir ihnen auch.
Es hat Spaß gemacht zu lesen, wie die beiden gewachsen sind und wie sie sich füreinander geöffnet haben.
Was mir aufgefallen ist, ist, dass, obwohl das Buch aus Beas Leben geschrieben ist, die Figur Tim besser ausgearbeitet ist.
Ihre lauwarme Reaktion auf ihre Erkenntnis, dass sie sich in Tim verliebt hat, fand ich zum Beispiel eine verpasste Gelegenheit, noch tiefer in Beas Psyche einzudringen.
Ein loses Ende fand ich die Situation mit Beas anderem älteren Geschwister, der bei dem Notfall mit Fritzi und Mama im Krankenhaus einfach nicht reagiert haben.
Sie ruft ihren Bruder Max zur Ordnung, aber was passiert dann? Lebt sie wieder nur als Stütze für alle um sie herum, auf Kosten ihrer selbst?
Alles in allem **** Sterne.
This entire review has been hidden because of spoilers.
Bea Weidemann ist da wo sie sein will. Nahe ihrer Familie arbeitet sie mit Herzblut in einem kleinen Verlag. Als dieser in finanzielle Schwierigkeiten gerät, wird sie als KIndermädchen für den Bestseller-Autor des Verlages abgestellt. Er ist die letzte Chance für die Zukunft des ganzen Verlags. Das wirft ihr ganzes Leben regelrecht auf den Kopf... Und auch ihr Herz...
Herzerfrischend witzig und tiefsinnig durch die Vergangenheit der beiden Protas. Die beiden verbindet mehr, als ihnen am Anfang selbst bewusst ist. Und das bringt der Geschichte den richtigen Touch an Spannung, Witz und tiefen Gefühlen...
Eine herrlich entspannte Geschichte, gespielt und Deutschland. Ich habe es als Hörbuch gehört und die Sprecherstimmen waren toll.
Inhaltlich geht es um eine Agentur die kurz vor dem Ruin steht. Bisher hatte die Agentur mit Liebesromanen am meisten eingefahren, aber immer mehr Autoren springen ab. Da wird Bea beauftragt den schwierigsten Besteller Autor aus der Sparte Fantasie zu bedienen und seine Anstandsdame zu spielen. Den Tim hat es nicht so mit regeln und gepflegter Höflichkeit zb bei Lesungen in denen er Leute beleidigt🤣
Ach was musste ich lachen bei der Geschichte. Ich fand sie einfach toll!
3.5 Sterne Eine kurze, süße, leichte Lektüre für zwischendurch die sich in meinen Augen aber etwas gezogen hat und ich das Buch paarmal ablegen musste weil es einfach langweilig war (in der Mitte). Am Anfang und am Ende des Buches konnte es mich wieder fesseln und habe das Buch in wenigen Stunden beendet. Von ihren ganzen anderen Büchern die ich gelesen und geliebt habe, war dieses hier für mich am schwächsten.
Eine interessante Geschichte, und vor allem von einer deutschen Autorin, was in meinem Bücherregal eher selten ist. Ich muss sagen, der englische oder amerikanische Schreibstil hat mir bisher besser getaugt, aber trotzdem habe ich dem Ende entgegen gefiebert und wollte wissen, wie es aus ging.
2,5 ⭐ Mir hat leider der Draht zu den Protagonisten total gefehlt und die Story hat sich ziemlich langatmig und belanglos angefühlt, obwohl ich den Plot eigentlich mochte. Die Liebesgeschichte kam für mich zu kurz und war nur schwer nachvollziehbar...