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Angesiedelt im viktorianischen England an der Schwelle zum 20. Jahrhundert präsentiert das Künstlergespann Ingo Römling und Peter Mennigen den Auftakt der Steampunk-Mystery- Serie als symbiotischen Entwurf, der mindestens zwei Genretraditionen vereint: die Selbstironie der »Buffy«-Erzählungen und den Manierismus der Schauerromane des 19. Jahrhunderts.

64 pages, Hardcover

First published January 1, 2016

4 people want to read

About the author

Peter Mennigen

81 books2 followers
Peter Mennigen wurde 1952 in Bonn geboren. Sein Kunststudium absolvierte er in Köln. Nach Abschluss seines Studiums ist er seit 1978 als Autor tätig. Aus seiner Feder stammen Geschichten zu ALF, Lucky Luke, Isnogud, Prinz Eisenherz, Graf Duckula, Sunny Sam, Bettlejuice, Fix und Foxi u. v. a., von denen einige die vorderen Plätze der deutschen Comic-Bestsellerlisten eroberten. Auch verdanken ihm viele Filmstoffe (“Und Tschüss”, “Abgeschminkt”, “Pretender”, “Felix, ein Freund fürs Leben”, “Strictly Ballroom” u. v. m.) ihren Einzug in die Literatur.
Parallel dazu schreibt Peter Mennigen Romane, Inhalte für Internet-Programme, CD-ROMs, Hörspiele und TV-Drehbücher. Unter anderem sorgt er dafür, dass der kultverdächtige “Käpt’n Blaubär” weiterhin spannende Abenteuer erlebt.

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Community Reviews

5 stars
13 (23%)
4 stars
23 (41%)
3 stars
13 (23%)
2 stars
5 (9%)
1 star
1 (1%)
Displaying 1 - 5 of 5 reviews
Profile Image for Barbara M..
143 reviews9 followers
February 24, 2022
In „Nightfall“ (2016), dem dritten Band der bei Splitter erschienenen Serie „Malcolm Max“ von Peter Mennigen und Ingo Römling, nimmt die Rasanz und Brisanz der Handlung noch einmal zu. Ich rate zur Lektüre am Stück, um voll in den Rhythmus einzutauchen. Aber es ist sowieso einer dieser Bände, die man mehrfach durchliest und anschaut. Und da ein Abenteuer nun in sich abgeschlossen scheint, greift man auch gerne noch einmal zu Band 1 und 2 zurück. Leser*innen der ersten Stunde sowieso, mussten sie doch seit 2014, dem Erscheinungsjahr von „Auferstehung“, auf die Fortsetzung warten um zu erfahren, ob und wie der Titelheld seine persönliche Geisterstunde überlebt haben würde. Da ich hier nicht spoilern will, werde ich etwas kryptisch bleiben müssen, man sehe es mir nach. Immer noch geht es um die Mordserie im Viktorianischen London, für die sich Peter Mennigen durch die Jack-The-Ripper-Fälle hat inspirieren lassen (mehr dazu in Band 1 der Serie, „Body Snatchers“, S. 64). Generell schätze ich an der Serie u.a. die Durchwebung mit und Anspielungen auf literarische Figuren wie etwa den Meisterdetektiv Sherlock Holmes und die Frauenrechtlerin und Journalistin Emmeline Pankhurst (ebd., S. 78), deren Name hier auf zwei Figuren aufgeteilt wird. In „Nightfall“ (nach „Body Snatchers“ nun abermals ein englischer Titel) gesellen sich hierzu nun der jugendliche Erfinder Guglielmo Giovanni Maria Marchese Marconi, die Journalistin Nellie Bly, sowie Queen Victoria herself, resolut und komplett mit Minikrönchen, wie man sie von dem berühmten Photo-Portait von 1882 von Alexander Balsano kennt, das auch im Anhang (S. 52) abgedruckt wurde. Und es handelt sich keinesfalls nur um einen Cameo-Auftritt, wie Hitchcock selbst sie in seinen Filmen als Markenzeichen pflegte. Ein Prise Hitchcock gibt es gleichwohl, nämlich bei einem Mord auf Seite 8, wo, ähnlich wie in der berühmten Duschszene in „Psycho“ (1960) der Mörder nicht gezeigt wird – sondern der Mord durch den entsetzen Blick und den (hier: stummen) Schrei des Opfers, einer Bordsteinschwalbe, und das aufblitzende Messer inszeniert wird. Wie schon in Band 2, „Auferstehung“, trennen sich die Wege des Teams Max & Myskina circa auf der Hälfte des Bandes, denn er gibt zwei Übeltäter, die es zu verfolgen gilt. Dieses Mal mischen die Nachwuchsdetektivinnen Emmeline und Miranda (tat-)kräftig mit und greifen entscheidend in den Handlungsverlauf ein. Hierdurch verhindern sie, dass im Uhrturm des Palace of Westminster der Bevölkerung von London das letzte Stündlein durch die Maschinenmenschen schlägt. Wie immer ist die Story mitreißend illustriert. Besonders reizvoll ist dies umgesetzt, wenn Ingo Römling einen zusammenhängenden Hintergrund auf mehrere Panels verteilt, in denen sich eine Handlungssequenz abspielt. So z.B., wenn Charisma durch das brennende London eilt (S. 18, Panel 4-7) oder Miranda und Emmeline sich im Uhrturm erfolgreich zur Wehr setzen (S. 28, Panel 6 und 7). Spannend ist es auch, wenn eine vertikale Fallbewegung in einem horizontalen Panel über die ganze Seitenbreite gezeigt wird – und dies funktioniert (S. 19, Panel 5). Ansonsten gibt es wieder ergötzliche Mimik (mein Favorit: Panel 1, S. 44) und ergötzliche Wendungen, wenn Max als „ramponierte Augeweide“ bezeichnet wird (ebd.).
Überraschende Wendungen gibt es natürlich vor allem auf der Ebene der Story, so z.B. wenn Peter Mennigen die Akteur*innen ungewöhnliche Allianzen eingehen lässt (hier fällt es sehr schwer, nicht zu spoilern). Man könnte vielleicht kryptisch sagen, dass Malcolm eine Geistesblitz zuteil wird, während Charismas Dankbarkeit einer weiteren Person gegenüber sie zur Designerin werden lässt. Nicht überzeugt bin ich von Charismas Balloutfit, auch wenn dessen Funktionalität letztlich besticht. Hier mag mir eine absichtlich anachronistische Anspielung entgangen sein – eventuell auf die Mode der zeitgenössischen Gothic- und Steampunk-Szene? Positiv sei abschließend noch ein weiterer Punkt hervorgehoben: Auch Teddys kommen übrigens in diesem Band voll auf ihre Kosten, denn Miranda nimmt ihren Stoffbären mit in die Schlacht. In keinem Panel, in dem er auftaucht, und das sind nicht wenige, wird er in derselben Position oder Ansicht präsentiert. Für sensible Bären und Personen mit Bärenempathie (ACHTUNG: SPOILER!) ist hier eine weiterer Spannungsbogen versteckt, denn im Handgemenge gerät der Teddy außer Sicht, und man muss sich von Panel 2 auf Seite 27 bis zum Panel 3 auf Seite 48 mit der Ungewissheit tragen, ob er das Handgemenge überstanden hat und noch exisitiert. (Panel 3 auf Seite 44 ist nämlich ambivalent, ob man nun Bär oder Mantelfalte sieht. Hier scheiden sich die Gemüter der Optimismus- und Pessimismusbären.) So auch so: Prädikat BÄRVOLL. Generell hängt die Latte für den Nachfolgeband nun natürlich sehr hoch... Ich bin gespannt, denn Band 4 ist bereits im Haus und Bad 5 absehbar.

Profile Image for Inge.
1,545 reviews1 follower
January 22, 2023
I liked the ending but it was a bit over the top...
Max and the vampire are both fighting but not really together. I liked to see them more together.
Profile Image for Bella (Bella's Wonderworld).
706 reviews37 followers
June 18, 2019
Meine Meinung

Mit “Nightfall” schließt Peter Mennigen den ersten Zyklus der Malcolm Max Reihe ab und lässt uns ganz tief in das Herz des britischen Empires vordringen. Mit den gewohnt ausführlichen Texten zu Ingo Römlings eindrucksvollen Bildern, beschwört Mennigen auf wenigen Seiten die einnehmende Atmosphäre des viktorianischen Londons herauf. Von der düsteren Seite des East Ends bis hin zu einem strahlenden Ball im Savoy und einer Rettungsaktion der Queen ist alles was man sich nur erdenken kann vertreten.

Einen erheblichen Anteil der guten Unterhaltung von »Malcolm Max« sind den spitzen und koketten Dialoge zwischen dem Titelhelden und seiner hübschen Begleiterin zuzuschreiben, die auch im dritten Band nicht an Unterhaltungswert verlieren. Die passende Mimik wird von Ingo Römling par excellence mitgeliefert.

Die Handlung wird mit unglaublich detaillreichen Bildern vorangetrieben und der Spannungsbogen spitzt sich in diesem Band zu einem regelrechten Showdown zu. Dabei fällt vor allen Dingen die Entwicklung des Sidekicks Charisma ins Auge des Betrachters. Ihr werden nun immer mehr actionreiche Kampfszenen zugeschrieben und sie wird mit einer weniger einschränkenden Gaderobe ausgestattet. Diese hosenähnliche Kleidungsstücke gab es tatsächlich, sie stachen bei der ansonst ausladendenen Frauenmode der viktorianischen Epoche heraus und wurden zuerst nur für die Gartenarbeit und das Fahrradfahren genuzt.

Nachdem der wahre Bösewicht hinter den Morden des »Poeten« entlarvt wurde, gilt es London allerdings nicht nur vor ihm, sondern gleich vor einer ganzen Armee Maschinenmenschen zu beschützten. Die Ironie daran lässt sich nicht unter den Teppich kehren, denn eigentlich wurden die Maschinenmenschen erschaffen um die Menschheit zu entlasten und nicht um diese von der Erdoberfläche zu tilgen.

Die in den ersten beiden Bänden geschaffene Handlungsstränge finden in diesem Band einen krönenden Abschluss und bringen die wesentliche Bestandteile, die Geister die ich rief (bzw. in diesem Falle Malcolm Max), Maschinenmenschen und verloren geglaubte Persönlichkeiten zusammen. Im anschließenden Extrateil des Comics darf in gewohnter Manier ein Blick hinter die Kulissen geworfen werden. Dort gibt es nicht nur informatives über den Buckingham Palace und den Elizabeth Tower zu erfahren, sondern auch Auskunft über Queen Victoria, der die Viktorianische Zeit ihren Namen verdankt, und es wird ein spannender Einblick auf Nelly Bly, eine der Pionierinnen des investigativen Journalismus geboten.

Fazit

Niveauvolle Comicunterhaltung die mit unglaublich detaillierten Bildern besticht und den Leser ins viktorianische London versetzt.
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