Gestatten, ich bin Evodie, ein weiblicher Liebesengel, und mein neuster Auftrag lautet: Den Witwer Jonas mit der allein-erziehenden Susan zusammenzubringen.
Das wäre total easy. Wenn Jonas nicht ein verdammt schnuckliges Zuckerstückchen wäre, Susan nicht zu meiner besten Freundin mutieren und der durchtriebenste Zwietracht-Engel der Legionen mir das Leben nicht zur Hölle machen würde.
Demian, dieser Player, versucht ständig meine Pläne zu durchkreuzen und Susan in seinen Bann zu ziehen. Leider scheint das auch noch zu funktionieren, bei ihr - und bei mir. Denn Demian ist die heißeste Versuchung in Person, die mir je begegnet ist.
Aber ich werde mich von seinem diabolischen Charme nicht einwickeln lassen. Nein, ganz sicher nicht. Ach, verflixt, wem mache ich hier eigentlich was vor?
(Wiederveröffentlichung von "Cupidas küssen nicht")
Cupidas küssen nicht ist jetzt das dritte Buch, das ich aus Ewas Feder lese, und ich kann guten Gewissens sagen, dass sie mittlerweile zu meinen Lieblingsautorinnen zählt. Ich gestehe, dass ich dieses Buch tatsächlich eher weniger wegen Cover oder Klappentext haben wollte, sondern eher wegen der Autorin. Und es hat sich auf jeden Fall gelohnt, es zu lesen.
Die Geschichte rund um die Cupida Evodie ist voller Humor und sehr erfrischend. Mir gefällt die Grundidee der Cupidas und Eristen sehr gut und ich muss sagen, aufgrund der ungewöhnlichen Konstellation der Personen, die man so ja nicht überall findet, hab ich manchmal an meiner Vermutung vom Ende gezweifelt. Auf eine gewisse Art und Weise sind manche Passagen im Buch ein wenig vorhersehbar, aber die Stellen, bei denen Evodie und Demian versuchen, sich gegenseitig zu sabotieren, sind wiederum so lustig, dass es das schon wieder wett macht.
Zwischendurch sind mir ein paar kleine Fehlerchen aufgefallen, die das Korrektorat übersehen hat (beispielsweise wird aus Susan mal kurz Susann), aber da diese den Lesefluss in kleinster Weise stören, fand ich das jetzt auch nicht sonderlich schlimm. Korrektoren sind eben auch nur Menschen und Fehler passieren eben mal.
Was ich auf jeden Fall richtig amüsant fand, war die Namensgebung. Ewa macht aus Jonas und Susan einfach mal kurzerhand Hinz und Kunz … äh, Verzeihung: Kinz und Hunz. Im ersten Moment hab ich mich ein bisschen wie beim „Tuten Gag“-Podcast von SWR3 gefühlt, aber genau die Art Humor und alles, was die aufgeweckte Evodie noch mit einfließen lässt hab ich so sehr genossen an diesem Buch.
Wenngleich es auch weder Unter den drei Monden noch 1001 Zauberhafter Wunsch toppen konnte. Dennoch war Cupidas küssen nicht einfach wunderbar und ich kann es nur jedem empfehlen, der gern eine humorvolle Engels-Romanze lesen möchte.
Evodie ist eine Cupida, ein Liebesengel wie er im Buche steht, denn es bringt ihr keine größere Freude, andere Menschen zusammen zu bringen. Selbst wenn man bedenkt, dass sie selber noch nie eine richtige Beziehung hatte. Doch ihr neuer Auftrag stellt sie vor neue ungeahnte Herausforderungen, denn sie soll den smarten Witwer und Vater Jonas mit der sympathischen alleinerziehenden Susan zusammenbringen. Dumm nur, dass Evodie’s Herz bei Jonas immer etwas ins Flattern gerät, obwohl dies strengstens untersagt ist. Als dann noch Evodie’s Kontrahent Demian, der Zwietracht-Engel alles versucht, um das Zusammenkommen von Susan und Jonas zu verhindern und dazu Evodie’s Gefühle für Jonas schamlos ausnutzt, wird es kompliziert. Denn der Engel versteht es, wir ihm alle Frauenherzen zufliegen, ob nun Susan oder Evodie und plötzlich weiß der Liebesengel gar nicht mehr, was er fühlen soll und die Achterbahnfahrt der Gefühle beginnt so richtig.
Ewa A. hat hier einen äußerst unterhaltsamen Roman geschrieben, die durch jede Menge Witz und eine wahre Achterbahnfahrt der Gefühle überzeugen kann. Der Roman startet etwas holprig, wenn man direkt in das ungewohnte Leben der Cupida hineingeworfen wird, man muss sich zudem etwas an den Schreibstil gewöhnen. Ist dies jedoch nach kurzer Eingewöhnungsphase geglückt, kann man sich ganz auf diese ungewöhnliche und doch himmlisch verrückte, komische und romantische Geschichte einlassen. Die Charaktere bekommen nach und nach Tiefe und Substanz und die Stimmung zwischen ihnen stimmt einfach. Besonders zwischen Evodie und Demian fliegen regelmäßig in Kontrahenten-Manier die Fetzen, aber auch unter Evodie und ihren Kollegen herrscht eine angenehm witzige Stimmung. Aber auch die Gefühle kommen nicht zu kurz und das Knistern zwischen den Zeilen kann man einfach nicht ignorieren. Das ist es nicht verwunderlich, wenn Evodie ab und an nicht mehr weiß, wo ihr der Kopf oder die Gefühle stehen. Die Geschichte kann zudem durch zahlreiche Wendungen und gute Einfälle überraschen.
Nach kleinen Eingewöhnungsschwierigkeiten konnte der Roman durch jede Menge Witz und eine rolle wendungsreiche Geschichte überzeugen. Ein engelsgleicher Ausflug, der zeigt, wie einfach Liebe sein sollte, aber wie kompliziert es doch manchmal einfach ist.