Zusammen mit seinen Kollegen erfährt der Autor in 23 wahren Geschichten am eigenen Leib, wozu der Mensch fähig ist, was alles überlebt, woran letztendlich gestorben wird und wie das bittere Ende tatsächlich ausschaut. Niemand wird geschont, weder Retter noch Patienten noch Angehörige. Jörg Nießen räumt auf mit wirklichkeitsverzerrenden TV-Serien à la Medicopter 117, die manch einen Mitmenschen dazu verleiten, schnell mal die Notrufnummer 112 zu wählen, wenn irgendwo der Schuh drückt. Im Alltag des Notfallretters konkurrieren bizarre Lappalien und haarsträubende Notfälle miteinander, weswegen der Retter sich vor allem die Fähigkeit bewahren muss, dem Schicksal auch mal ins Gesicht lachen zu können. Die Auslöser für die kleinen und großen Dramen klingen alltäglich: Mal ist frischer Kuhdung verantwortlich, mal eine PIN, Künstlerallüren oder auch Billardkugeln in mehr oder weniger geeigneten Körperöffnungen. Das Leben ist überraschend kreativ und schlägt uns immer wieder gern ein Schnippchen.
Es ist schnell zu lesen und die einzelnen Geschichten sind nicht schlecht. Auch nichts besonderes, sehr ähnlich Serien wie "auf Streife". An sich wären es drei Sterne gewesen, nicht großartig, nicht schrecklich. Schrecklich dagegen ist wie sexistisch, homophop und transfeindlich dieses Buch ist. Dafür gibt es einen Stern Abzug und ich würde niemandem empfehlen es zu lesen. Beispiel für die sexistischen Inhalte: 2 Krankenschwestern reanimiren einen Verletzten im Regen. Die beiden Sanitäter kommen an, verfrachten den Patienten in den Krankenwagen und unterhalten sich erstmal darüber, das sie die Krankenschwestern nicht von der Bettkante geschubst hätten und witzeln darüber, dass diese ja schon feucht sein. Es wird "der schwulste Pfleger überhaupt" erwähnt, obwohl es absolut nichts zur Sache tut, wir erfahren nichts weiter über diese Person, er ist komplett irrelevant... aber der Autor nutzt einen Absatz um uns zu erzählen, dass er lange über einen superlativ für schwul nachgedacht hat. ALLE LGBT+ Menschen die vorkommen sind 100% negativ belegt. ALLE. Und ein Crossdresser wird abwertend als "Transe" bezeichnet. 1. Ist das eine Beleidigung , 2 hat Crossdressen nichts, aber auch gar nichts mit Transsein zu tun. Auch sonst werden viele Wertvolle Worte genutzt... beispielsweise um über eine Seite das Toilettengespräch mit dem Kollegen übers Kacken von Formen in Hoch- und Tiefspülern zu diskutieren. Ich wünschte ich würde übertreiben. Ich tue es nicht. Jetzt wo ich über diese Szene nachdenke... dieses Buch hat 1 Stern verdient. Finger weg! Ich werde mein Exemplar weggeben.
Kurzweilige Geschichten für zwischendurch, die teilweise auch ziemlich amüsant sind. Im Laufe der Zeit wurde mir der Autor allerdings immer unsympathischer; ständige grenzwertige, sexistische Sprüche, abwertende Kommentare über alte oder schwule Patienten störten immer wieder die teils wirklich unterhaltsamen Kurzgeschichten.
Mh joar, also ganz nett für so zwischendurch. Nette Geschichten (also wirklich fast nur nette..), aber eher so Stammtischgeplänkel. Ich hab bereits andere Bücher dieser Art gelesen und fand die, die etwas technischer und medizinischer waren, schon interessanter. War nicht furchtbar, aber ein weiteres Buch von Jörg Niessen in der Art werde ich mir nicht kaufen.
Für mich persönlich war leider auch zu wenig medizinisches und technisches Wissen dabei. Zudem hatte ich mir eine intensivere Gefühlsschilderung erhofft.
Eine nette, amüsante Lektüre für die Zugfahrt oder Sommerurlaub. Hat sich gut und schnell weggelesen und ist auch für Phantomschmerzsensibelchen (wie mich) - trotz Ekel-Schmerz-Momente - erträglich.
Hat sogar 3,5 von 5 Sternen verdient - gut lesbar und meist amüsant beschreibt Nießen den Alltag von Rettungssanitätern, Hoch- und Tiefpunkte sowie wahnwitzige Patienten inklusive.