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Selkie

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Als Kate im Hafen ihrer kleinen Heimatinsel im Orkney-Archipel die drei Fremden das erste Mal sieht, weiß sie, dass es Ärger geben wird. Die Männer sind gekommen, um ihren älteren Bruder Gabe mitzunehmen. Doch wohin und warum, das verraten sie nicht. Und das ist völlig inakzeptabel, findet Kate. Heimlich schleicht sie sich auf den Kutter der Fremden, um Gabe zu retten. Doch dann taucht der geheimnisvolle Ian an Bord auf, ein Schuss fällt. Und plötzlich springt Kate an Ians Seite in die eiskalte Nordsee. Mitten hinein in ein Abenteuer, das alles, was sie bisher über ihre Familie und ihre Inselwelt wusste, ins Wanken bringt ...

526 pages, Paperback

First published April 10, 2017

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About the author

Antonia Neumayer

2 books3 followers

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Community Reviews

5 stars
12 (8%)
4 stars
41 (29%)
3 stars
59 (43%)
2 stars
20 (14%)
1 star
5 (3%)
Displaying 1 - 30 of 31 reviews
Profile Image for Meli  .
1,322 reviews244 followers
June 4, 2017
Inhalt
Auf Shapinsay, einer Insel Orkneys, ist es eigentlich immer sehr ruhig. Doch dann tauchen eines Tages drei Männer mit einem Boot auf und nehmen Kates Bruder Gabriel mit. Gabriel hat wohl schon länger davon gewusst, aber Kate nicht davon erzählt. Doch Kate kann nicht einfach zulassen, dass sie ihren Bruder mitnehmen - wohin auch immer. Heimlich schleicht sie sich in das Beiboot der Fremden, um ihnen zu folgen.
Aber Kate bleibt nicht unentdeckt - es ist nur keiner der Männer, der sie findet, sondern Ian, der auch nichts auf dem Boot zu suchen hat. Und plötzlich, als ein Schuss ertönt, muss Kate mit Ian ins Meer springen um nicht erwischt zu werden.
Bald erfährt sie dann, wer die fremden Männer sind und was sie mit ihrem Bruder vorhaben. Um ihren Bruder wieder nach Hause zu holen, begibt sie sich in ein magisches Abenteuer...

Cover und Titel

Der Titel sagt einem natürlich sofort, welche Wesen in diesem Buch eine Rolle spielen. Es war sehr leicht zu erahnen, was sich hinter den Geheimnissen verbirgt, aber das war wohl auch Absicht.
Das Cover ist jetzt nicht besonders originell, aber doch magisch. Man erkennt, dass es um Wasser geht und außerdem ist auf dieser Kette das Wappen der Seighdear - das Zeichen der fremden Männer - abgebildet. Ich glaube, dieses Wappen wurde einmal erwähnt und beschrieben und an eine Kette mit dem Bild erinnere ich mich auch nicht, aber gut.

Protagonisten
Kate
will unbedingt ihren Bruder beschützen und retten, denn es muss ihm ja so schlecht gehen. Na gut, seine Situation sieht wirklich nicht prickelnd aus, und vor allem, wenn man nicht weiß, wo er hingeht. Sich auf das Boot zu schleichen, war aber sehr gefährlich. Es klingt so, als hätte sie bisher ein ruhiges Leben gehabt, hat Motoren und andere Sachen repariert und sich um Schafe gekümmert. Da fand ich es schon mutig von ihr, dass sie das einfach tut, nur für ihren Bruder. Fast alle Dinge, die sie in diesem Buch tut, tut sie genau aus dieser Motivation.

Es gab auch einige Kapitel aus Ians Perspektive, was der Spannung gar nicht gut getan hat. Ich denke, es hätte auch komplett ohne seine Perspektive funktioniert, es wäre sogar besser gewesen, denn so hätte man noch einige Geheimnisse bewahrt.

Andere Charaktere
Gabriel
will einfach nur, dass Kate wieder verschwindet. Er ist aus einem bestimmten Grund bei den Seighdear und seine Schwester soll sich einfach von der Organisation fernhalten. Er will sich also ganz allein für diese Sache opfern, Kate soll sich da nicht einmischen. Dabei handelt er egoistisch, er hat seine Familie ohne eine Begründung verlassen und nicht im geringsten bedacht, wie es seiner Schwester dabei gehen könnte. Er will nicht, dass sie sich in Gefahr begibt, aber er will, dass Kate akzeptiert, dass er in ständiger Gefahr ist!

Alaric
gehört zu den Seighdear und ist ein junger, attraktiver Kerl, der meistens sehr steif ist, aber manchmal, mit Kate wird er ganz locker und nett. Ian hat seine Motive natürlich direkt durchschaut: Alaric will Kate einfach nur an die Wäsche.

Und dann gab es da noch Jack, aus dem ich bis zum Schluss nicht schlau wurde. Er ist ein bisschen älter als unsere Protagonisten und gehört ebenfalls zu den Seighdear. Am Anfang wirkte er wie ein unheimliches Ekelpaket, doch dann, als ich ihn besser kennengelernt habe fand ich ihn unterhaltsam und irgendwie auch liebenswert. Aber ich konnte halt seine Motive nicht erkennen, und darum bleibe ich misstrauisch.

Handlung und Schreibstil

Ich fand es sehr durchschnittlich. Es war nicht besonders spannend, da viele Geheimnisse sehr offensichtlich waren, dazu hat Ians Perspektive ja beigetragen! Also war auch vieles, beinahe alles sehr voraussehbar.
Ich fand die Handlung aber ganz in Ordnung. Die Charaktere konnten mich überzeugen und das Fort sowie die Ausbildung dort war interessant, wenn auch sehr knapp. Eigentlich war sie eher passiv: Man war nicht dabei, Kate hat nur davon berichtet oder sich daran erinnert. Da hätte ich eigentlich mehr von haben können. Die Kämpfe auf hoher See fand ich auch gelungen.
Der Schreibstil ist sehr flüssig; ich weiß gar nicht, wie ich die 500 Seiten so flott gelesen habe, schließlich fand ich es ja nicht übermäßig spannend.

Sonstiges

Ich habe jetzt keine Informationen gefunden, aber ich hoffe mal, es gibt eine Fortsetzung. Das Ende war nämlich sehr offen, auch wenn es keinen Cliffhanger gab. Es sind noch viele Fragen offen, daher hoffe ich auf Antworten in Form einer Fortsetzung ;)

Fazit

"Selkie" war nicht besonders spannend oder etwas überraschend Neues, sondern ziemlich normal und auch sehr vorhersehrbar. Der Schreibstil war sehr flüssig, aber ohne die zweite Erzählperspektive hätte ich es etwas besser gefunden.
Profile Image for Feyre.
1,448 reviews135 followers
April 17, 2019
"Sind gefühlte Kilometer eine neue Einheit? Wie berechnet man die? Tatsächliche Distanz mal zehn im Quadrat?"

2,5 Sterne
Ich weiß gar nicht, wo ich anfangen soll. Vielleicht mal beim Schreibstil, denn mit dem stehen und fallen Bücher meiner Meinung nach. Der hier war okay, aber nicht wirklich überragend, für mich stockte es an einigen Stellen. Was die Charaktere angeht, habe ich auch leichte Probleme gehabt. Ich hatte das Gefühl, dass Kate an einigen Stellen wirklich einiges Offensichtliche übersieht und mich zwischendurch echt genervt hat. An Ian und die anderen bin ich nicht wirklich herangekommen und kann dazu also nichts sagen. Dazu muss ich sagen, dass ich von der Geschichte etwas vollkommen anderes erwartet hatte (was aber nicht schlecht war) und dass ich auch irgendwo ein abgeschlossenes Buch erwartet hatte. Das Ende klang aber eher nach einem Cliffhanger...
Insgesamt gehe ich mit sehr gemischten Gefühlen aus diesem Leseerlebnis heraus. Wer aber etwas für schottische Mythen und ähnliches übrig hat, könnte sich mit diesem Buch durchaus wohlfühlen.
Profile Image for Tiana_Loreen.
368 reviews6 followers
December 24, 2017
Ich liebe die Idee, bin vom Cover absolut verzaubert...und von der Umsetzung maßlos enttäuscht! Langwierig und mit einer echt anstrengend Protagonistin. Schade, ich habe mir viel davon erhofft!

Inhalt:
Als Kate im Hafen ihrer kleinen Heimatinsel im Orkney-Archipel die drei Fremden das erste Mal sieht, weiß sie, dass es Ärger geben wird. Die Männer sind gekommen, um ihren älteren Bruder Gabe mitzunehmen. Doch wohin und warum, das verraten sie nicht. Und das ist völlig inakzeptabel, findet Kate. Heimlich schleicht sie sich auf den Kutter der Fremden, um Gabe zu retten. Doch dann taucht der geheimnisvolle Ian an Bord auf, ein Schuss fällt. Und plötzlich springt Kate an Ians Seite in die eiskalte Nordsee. Mitten hinein in ein Abenteuer, das alles, was sie bisher über ihre Familie und ihre Inselwelt wusste, ins Wanken bringt … (© Heyne)

Meine Meinung:
„Selkie“ war wohl eines DER Bücher des Jahres 2017 für mich. Ich sah es in der Vorschau und wusste, dass ich es UNBEDINGT lesen musste. Das Cover verzauberte und der Klappentext sprach sofort an. Leider kam es dann anders als erwartet und das Lesevergnügen blieb lange aus...

Die Handlung
Eine geheime Gruppierung, mystische Wesen aus der Sagenwelt und ein normales Mädchen mittendrinn, die das Abenteuer ihres Lebens erlebt.
Man sollte meinen, dass das genügt, um spannende Lesestunden zu bescheren und ja, irgendwie würde die Thematik und der Handlungsverlauf ausreichen, wenn das besagte Mädchen nicht so gekonnt das Blondchen von Nebenan spielen würde (bin nicht voreingenommen, aber leider ist Kate genauso *.*).

Der Beginn ist sofort spannend, der Prolog ist mysteriös und wirft viele Fragen auf, doch bereits das erste Kapitel zieht sich in die Länge.
Es wird viel geredet, erklärt und überlegt. Die eigentliche Handlung beginnt erst nach etlichen Seiten, sodass sich das Buch nach eine Weile ziemlich zieht.

Ich finde die Idee von Antonia Neumayer wirklich gut, aber mit der Umsetzung bin ich persönlich nicht warm geworden. Es gab Momente, da wollte ich nicht aufhören, aber leider war ich viel zu oft in der Versuchung es tatsächlich zur Seite zu legen. Es war interessant, aber nicht so spannend, wie gehofft. Schade. So schade!

Die Charaktere
Beschreibe die weibliche Protagonistin mit einem Wort:
Ufff...
Okay, das war jetzt eher ein Geräusch, aber etwas anderes fällt mir nicht ein, oder vielleicht doch:
Nervig.
Anstrengend.
Dumm.
Naiv.
Hab ich schon leichtgläubig gesagt?
Kate mag – laut der Beschreibung der anderen Charaktere – vieles sein, aber sie hat diese furchtbar anstrengende Art, dass sie denkt, dass sie etwas KLUGES tut und eigentlich blindlings in die nächste Gefahr läuft. Doch stattdessen, dass sie daraus lernt, macht sie es wieder und wieder.
Und das Beste dabei? Sie denkt, dass sie gar nicht in Gefahr ist.
Ich kann gar nicht mehr zählen, wie oft ich wegen einer ihrer echt dummen, naiven Gedanken die Augen verdrehen musste oder die Hände zusammengeschlagen habe und „Das darf doch jetzt wohl nicht wahr sein!“ gerufen habe. Sie weiß, dass die eine Gruppe gewalttätig ist und sagt dennoch, dass sie sie ja eh nicht umbringen würden. „Ähm...der tot ist nicht immer das schlimmste, Süße“, hätte ich dann am liebsten gebrüllt. Und da Kate fast 18 ist, kann ich ihre Gedanken/Aussagen nicht einmal auf ihr Alter schieben, denn etwas Lebenserfahrung darf man ihr – obwohl sie auf einer kleinen Insel aufgewachsen ist – ja wohl zumuten, oder?
Aber am schlimmsten war wohl ihre Wut, wenn jemand sie oder ihre Taten als Naiv oder dumm dargestellt hat. Sie regt sich darüber auf, dass jemand ihre Taten/Gedanken als das entlarven was sie sind und versteht nicht, warum die Person darüber so denkt. Argh...sie hat mir echt Nerven gekostet! Viele Nerven! Seufz...

Aber es gab auch Lichtblicke!
Jack war ein solcher und auch Ian!
Personen, die eine wichtige Stellung in ihrem Leben einnehmen werden und die ich persönlich wirklich mochte! Der äußere Schein kann manchmal täuschen, das wird hier bewiesen!

Am meisten finde ich es schade, dass ausgerechnet die Schlüsselfiguren, also Kate und Gabe mich so dermaßen nervten, dass ich manchmal gar nicht mehr lesen wollte.
Zudem war ich über ein paar Ausgänge der Handlungen nicht gerade glücklich. Das aus Alaric wurde...fand ich ehrlich gesagt weit hergeholt. Schade, aber außer ein paar Ausnahmen konnten mich die Charaktere nicht von sich überzeugen.

Schreibweise
Einfach, locker und teilweise fesselnd.
Das Buch wird in zwei Perspektiven verfasst, zum einen in Kates 3.-Person-EZ Sicht und für ein paar wenige Kapitel wird der Leser in die 3.-Person-EZ Sicht von Ian entführt. Ian war mein Lichtblick, sodass ich das Buch nicht einfach abbrechen konnte, sondern unbedingt zu Ende lesen wollte!

Das Ende
Ich habe es beendet, weil ich hoffte, dass Kate sich verändert, aus ihren Fehlern lernt, aber viel davon bemerkt habe ich nicht.
Das Ende ist jedoch eines:
Offen und darauf wartend, dass es eine Fortsetzung gibt. Eine Fortsetzung, die ich, wenn Kate nicht ein paar Gehirnzellen wachsen, definitiv nicht lesen werde.
*Frustabbau Ende*
Sorry, das war jetzt nicht nett, aber Kate war echt anstrengend und der Verlauf der Handlung war durch ihre naiven Gedanken mehr als hervorsehend!

Fazit:
Tolle Idee, aber die Umsetzung war mehr als Mangelhaft. Die Handlung plätschert großteils nur so dahin und von der mysteriösen Wasserwelt bekommt man kaum etwas mit. Dazu nervte Kate tierisch und ihre total naiven Handlungen machten das Buch nicht besser.
Ich habe mir um einiges mehr erwartet, als ich schlussendlich bekommen habe. Für ein Debüt ist es eine gute Leistung gleich ein 500+ Seiten Buch zu schreiben, aber wäre die weibliche Protagonistin weniger „Klischee“ gewesen, hätte ich mehr meine Freude gehabt!
Von mir bekommt „Selkie“ 2 von 5 Federn!
21 reviews
December 26, 2024
Cover und Beschreibung klangen vielversprechend, aber dann zog es sich einfach nur unglaublich. Die Plottwists hat man schon zwanzig Meilen gegen den Wind gerochen. Nette kleine Urlaubslektüre, aber keine Weiterempfehlung. Werde das Buch hier im Hotel-Bücherregal zurücklassen … 🤷‍♀️
Profile Image for cocoline_reads.
100 reviews5 followers
June 18, 2017
Zuerst möchte ich mich bei Frau Franziska Amann vom Bloggerportal dafür bedanken, dass das Buch so wahnsinnig schnell bei mir angekommen ist!
Als ich mit dem Lesen angefangen habe, bin ich nicht so gut in die Geschichte eingestiegen; die ersten 50 Seiten waren für mich nicht unbedingt einfach, was vielleicht an dem ungewohnten Setting des Buches liegt, schließlich spielen die wenigsten Geschichten bei Schottland.
Ungefähr nach 50 Seiten aber konnte ich voll und ganz in das Buch eintauchen und konnte plötzlich auch nicht mehr mit dem Lesen aufhören.
Schon recht am Anfang hat die Autorin mit den spannungsreichen Szenen angefangen, und obwohl die im Nachhinein recht harmlos wirken, war ich an den Stellen wirklich angespannt und gefesselt gewesen.

Und dann geht es wirklich los, nachdem die Spannung wieder etwas abgeebbt ist, kommt die Handlung in Fahrt und es kommen völlig neue Dinge auf den Leser zu.
Ich persönlich habe noch nie ein Buch gelesen, das sich an der schottischen Mythologie gelehnt hat; dennoch erwartet man schon fast die typischen Bausteine einer Fantasy-Erzählung, wie beispielweise eine Liebesgeschichte, die schon früh erkannt wird. Die hat hier komplett gefehlt, und wie die Autorin selbst sagt, war das genau ihre Absicht; sie wollte eine Geschichte schreiben, die für die Leser neu ist.

Der Schreibstil hat mir sehr gut gefallen, er war schön flüssig und leicht verständlich. Die Autorin hat die Umgebung beschrieben und auch in die Geschichte eingebaut, ohne dass diese Beschreibungen zu großen Raum einnehmen, was ich sehr geschickt finde.
Es wird aus der dritten Person erzählt, wobei der Fokus manchmal auf der Protagonistin Kate liegt, manchmal aber auch auf Ian, ihren Retter.
Kate ist eine Protagonistin, die mich etwas verwirrt hat. Einerseits ist sie sehr mutig, sie schleicht sich beispielweise auf ein Schiff, das von wirklich sehr gefährlichen Männern gefahren wird - was ich mich wahrscheinlich nicht getraut hätte, auch wenn ich mich nicht für einen Feigling halte.
Dann hatte Kate aber noch eine Eigenschaft an sich, die diesen grenzenlosen Mut, der teilweise auch als Dummheit interpretiert werden könnte, vollkommen in den Schatten stellt: sie ist manchmal unglaublich naiv. Kate fragt nicht, Kate stellt auch nichts infrage. Sie glaubt das, was man ihr sagt und sie will eine einzige Sache - teilweise kam es mir vor, als hätte sie Scheuklappen auf.

Man muss aber sagen, dass sie vom Charakter her wohl einfach so sein sollte, da es sonst nicht in die Geschichte gepasst hätte. Und diese beiden hervorstechenden Eingenschaften hatte Kate auch das ganze Buch über, die Autorin hat eine echte Persönlichkeit aus ihr geschaffen.
Auch alle anderen Charaktere waren extrem gut ausgearbeitet und kamen mir sehr authentisch vor. Fast alle hatten zudem auch mehrere Facetten, somit habe ich auch viele liebgewonnen - auch die "bösen" Menschen.

Das ganze Buch über gab es keine einzige Stelle, die langweilig war und ich konnte nicht aufhören zu lesen. Somit kann ich euch das Buch auf jeden Fall ans Herz legen und bin vollkommen überzeugt.
Ich vergebe 4,5 Sterne.
Profile Image for Sana.
422 reviews9 followers
June 3, 2018
Blog| Facebook| https://www.instagram.com/gewispertew...



Hatte er ihr das abgekauft? Wirklich? Das war gut, so kam sie nicht in Verlegenheit, sich eine noch größere Lüge einfallen lassen zu müssen. - S. 332



Seit sie denken kann, hat Kates Bruder Gabriel stets an ihrer Seite gestanden. Auf ihrer kleinen Insel Sharpinsay, ein Teil der Orkney-Inseln, leben sie mit ihrem alkoholabhängigen Vater und sind zufrieden mit dem bescheidenen Leben, das sie führen. Doch eines Tages taucht ein seltsames Schiff mit Männern auf, die Gabriel mitnehmen wollen. Doch seine liebende Schwester Kate kann dies nicht zulassen und schleicht sich deswegen auf das Schiff der sogenannten ,,Saighdear'', um ihn zu retten und zu erfahren, wer diese geheimnisvollen Männer eigentlich sind. Doch durch einen Zufall wird sie von einem zweiten blinden Passagier entdeckt, der sie zwingt, mit ihm vom Boot zu verschwinden. Sie erfährt, dass die Familie dieses Jungen namens Ian gegen die Saighdear kämpft, die sich in den Kopf gesetzt haben, sämtliche magische Wesen zu vernichten. Kate soll sich in die Gruppe einschleusen, um Insiderinformationen zu beschaffen, und im Gegenzug möchte ihr Ian dabei helfen, ihren Bruder zu retten. Doch schon bald weiß Kate nicht mehr, auf welcher Seite sie eigentlich steht ...



Die Unterwasserwelt kann wahnsinnig faszinierend sein, nicht nur, weil ihre Lebewesen vollkommen anders angelegt sind als diejenigen, die an Land leben, sondern auch, weil ein Großteil des Ozeans noch unerforscht ist. Folglich sind auch die magischen Legenden, die sich um Meerjungfrauen und die titelgebenden Selkies ranken, sehr interessant und können einen unglaublichen Sog auf einen haben. Dementsprechend hoch schlägt das Herz, wenn man sieht, dass sich endlich jemand mit diesem sehr unentdeckten Teil der Mythologie geschichtlich auseinandersetzen möchte und eine interessante Ausgangssituation schafft. Männer, die Selkies und andere magische Lebewesen vernichten wollen, und eine angebliche Rebellengruppe, die diese Wesen retten möchte. Alleine bei dieser Prämisse eröffnen sich viele Fragen: Mit welcher Absicht verfolgen die Saighdear diese Lebewesen? Gibt es bekannte Vorfälle, die die Gefährlichkeit dieser beweisen? Wie werden die Männer der Saighdear ausgebildet, wie wird die Propaganda betrieben, wie sieht das Trainingsprogramm und der Unterricht aus? Wie viel Wissen haben sie über diese Wesen gesammelt und wie viel davon basiert auf reiner Angst und Spekulation? Und wie passen Kate und ihr Bruder in das ganze Gewebe rein?
So viele Fragen, doch leider nahezu gar keine Antworten.
Antonia Neumayer beginnt die Geschichte mit einem sehr rasanten und spannenden Prolog, der den Großteil des Buches über keine Verbindung zu der aktuellen Handlung zu haben scheint. Er ist atmosphärisch und mitreißend geschrieben, lässt einen neugierig die Geschichte anfangen und lässt einen auf eine actionreiche und zugleich stimmungsvolle Story hoffen. Doch leider zeigt sich schon ganz am Anfang, dass die Autorin zwar einige nette Ideen hatte, sie aber gar nicht oder nur in ihren Ansätzen in ihre Geschichte einweben konnte. So dauert es alleine bis zur im inhaltlichen Teil beschriebenen Ausgangssituation nahezu 100 Seiten, in denen man weder die Figuren näher kennenlernt noch sonst etwas, das einen bei der Stange gehalten hätte. Allgemein passiert in Selkie nicht besonders viel; eher fokussiert sich die Autorin auf die Dialoge zwischen den Charakteren, die jedoch einfach nur unnötig in die Länge gezogen sind und fast immer erzwungen wirken. Vor allem die Beziehung zwischen Kate und ihrem Bruder wirkt sehr eigenartig, da sie nichts von Geschwistern ausstrahlen, sondern eher einem kleinen Mädchen, das einen Kerl anhimmelt und ständig überallhin verfolgt. Ebenso erzwungen wirkt die Handlung, die an Konstruiertheit nicht zu übertreffen ist. Man merkt deutlich, dass die Autorin zwar die Richtung im Kopf hatte, mit der sie in diesem Buch hinwill, wie sie jedoch dort hinkommt, ist nicht aufgebaut und wirkt spontan, was den Figuren alles andere als schmeichelt. Es beginnt schon damit, dass Kate Ian in seinem Plan einfach ohne Wenn und Aber zustimmt, sich in diese Organisation von Monsterjägern einzuschleusen, ohne auch nur zu hinterfragen, wer Ian und seine Gruppe eigentlich sind. Sie lassen sie vollkommen hirnlos ins Messer laufen und geben ihr keinerlei Informationen über die Saighdear, und das obwohl sie diese doch davon überzeugen muss, dass sie in ihrer Gruppe mitmachen möchte. Wäre es da nicht förderlich, wenn man ihr wenigstens einige wichtige Daten, Personen oder allgemein Wissen vermitteln würde, damit sie so etwas wie Argumente parat hat? Und überhaupt weiß, worauf sie sich dort einlässt? Nicht in diesem Buch.
Allerdings scheint sich Neumayer auch kaum Gedanken über ihr World-Building gemacht zu haben, denn bis auf einige schwammige Andeutungen, wie böse doch die jeweils andere Gruppe ist, wird nichts auch nur im Geringsten konkretisiert, weder durch Erzählung noch durch Handlung. Man sieht die Saighdear, obwohl man für eine Woche bei ihnen ist, nichts Relevantes tun, keinen Aufträgen nachgehen oder lernt sonst etwas über ihre Gruppendynamik. Mythologie, Trainingseinheiten, Waffenlehre etc. wird von der Autorin höchstens in einem Nebensatz erwähnt, ebenso wie beispielsweise die Gefangennahme einer Selkie. Statt die aktiven Dinge dieses Romans zu beschreiben, scheint die Autorin immer nur dann zu erzählen, wenn gerade eine Atempause eingetreten ist und die Leute in Ruhe in viel zu langen Gesprächen, die einem nichts näherbringen, miteinander reden können. Spannung, Action oder auch einfach nur Wissen erlangt man also keines, was vor allem für diejenigen, die noch nie etwas über Selkies gehört haben, sehr enttäuschend sein wird. Zumindest erlebt man es doch relativ selten, dass erst im Epilog mal ansatzweise etwas von der Lebensweise oder ihren Kräften erzählt wird und sie davor einfach nur als Monster mit scharfen Zähnen beschrieben werden.
Struktur oder Informationen kann man sich von diesem Buch also nicht erwarten, ebenso wie so etwas Cooles wie Schwertkämpfe oder allgemein die Ausbildung der Saighdear nur rückblickend angesprochen werden. Aus diesem Grund kann man weder zu Ians Rebellengruppe noch zu den Saighdear eine Bindung aufbauen oder sich eine Meinung zu ihnen bilden, da zwar Dinge behauptet, aber nie untermauert werden. Es ist fast so, als wolle die Autorin, dass man diese Ausgangssituation einfach akzeptiert ohne sie zu hinterfragen. Dies zeigt sich auch an dem ,,Plottwist'', den man von Ians erstem Auftauchen an nicht nur erahnt, sondern weiß. Selbst jemand, der nur diese Rezension liest, wird sich denken können, was hinter Ians Truppe steckt, wenn man erfährt, dass sie alle sehr gute Schwimmer sind, Selkies und andere magische Wesen retten wollen und der Titel des Buches auch noch ,,Selkie'' lautet. Kate allerdings kann erst nach etwa 70 Prozent des Buches eins und eins zusammenzählen, was wohl stellvertretend für den hoffentlich ausgeschalteten Kopf des Lesers steht.
Allgemein ist Kate ein sehr passiver Hauptcharakter, der einem eher vorkommt wie ein kleines Mädchen statt wie eine fast achtzehnjährige Frau. Sie akzeptiert Tatsachen einfach so und gibt sich damit zufrieden, sich einfach nur wie eine Schachfigur hin und her bewegen zu lassen, ohne sich zu fragen, mit welchen Leuten sie überhaupt zusammenarbeitet. Ebenso ihr ständiges Gejammer um Gabriel lässt eher das Bild einer sechsjährigen kleinen Schwester im Kopf des Lesers erscheinen, die einfach ihren coolen großen Bruder nicht in Ruhe lassen kann. Und um ihre Dummheit abzurunden, gibt es nicht einen einzigen Moment, in dem die Dame nicht von einem Mann gerettet werden muss. Wer also eine intelligente Protagonistin sucht, die für sich selbst einstehen kann und sich nicht einfach nur benutzen lässt, der wird hier absolut nicht fünding. Im Gegenteil, manchmal möchte man ins Buch springen und Kate anschreien, dass sie so simple Hinweise nicht verstehen kann, während man selbst als Leser mit Zaunpfählen verprügelt wird.
Auch allen anderen Figuren werden zwar ab und an Charaktereigenschaften zugeschrieben, jedoch bleibt es auch da nur bei Behauptungen. Sie bestehen höchstens aus Abstrichen von Stereotypen, ansonsten sind sie jedoch x-beliebig austauschbar und machen keinerlei Entwicklung durch. Selbst der stumme Fynn wirkt trotz seiner Behinderung wie ein Pappaufsteller, ebenso wie es der Autorin bei allen anderen Charakteren misslingt Leben einzuhauchen. Insbesondere Ian und Alaric als Gegenspieler beim Liebesdreieck sind einfach nur langweilig, obwohl die Autorin interessante Ausgangssituationen für sie schafft. Daher ist einem das doch recht spannend gestaltete Finale in gewisser Weise egal und auch die zarten Andeutungen auf einen zweiten Teil lassen einen das Buch unzufrieden zuklappen und sich enttäuscht fragen, wie man eine so schöne Idee so vermurksen kann.


Insgesamt leider ein belangloser und stereotypischer Fantasy-Roman, der maximal aus 20 Prozent Fantasy besteht. Der Rest sind ins Nichts führende Dialoge, die nur dank ihrer Langgezogenheit dem Buch seine Länge verleihen. Obwohl die Autorin Platz gehabt hätte, die Saighdear und Ians Gruppe zu beschreiben, tut sie dies höchstens retrospektiv und erwartet vom Leser, dass er oder sie sich genauso dumm anstellt wie ihre Protagonistin, die von ihrer Blauäugigkeit auf dem Niveau der Schafe sein dürfte, die sie zuhause hütet. Ohne Substanz oder Spannung leitet einen die Autorin müde durch die Geschichte, obwohl sich sehr viele vielversprechende Situationen angeboten hätten, fängt jedoch nur halbherzig etwas mit ihnen an, wenn sie mal auftauchen, ebenso wie mit den Wesen, um die es eigentlich gehen sollte, über die man allerdings erst in den letzten Seiten der Story wirklich etwas erfährt. Inhaltsleer, ohne jede Innovation und ungemein verschwendetes Potential. Nicht mal wirklich wert, sich darüber aufzuregen.


Gesamtwertung: 1.25/5.00 Sternen
Profile Image for Shanoe.
1,969 reviews16 followers
February 26, 2019
Leider konnte mich das Buch überhaupt nicht überzeugen. Das liegt einerseits daran, dass ich das Gefühl hatte, dass die Protagonistin schlicht und ergreifend nicht besonders klug ist - und sehr liebesnwert eigentlich auch nicht. Sie ist naiv, leichtgläubig und ist dabei sehr von sich überzeugt und hinterfragt sich nicht im geringsten. Andererseits bin ich mit dem Erzählstil nicht warm geworden, für mich war das Stellenweise viel mehr "tell" als "show" und hat mich an einen Schulaufsatz erinnert, aber nicht an einen Fantasyroman. Ich glaube, das Problem liegt auch darin, dass man durch den Titel schon relativ früh weiß, was Ian eigentlich ist und dass die Protagonistin so lange braucht, bis sie das erkennt, ist recht mühsam. Auch die Beziehung zwischen den einzelnen Charakteren sind für mich nicht gut ausgearbeitet, es wird oft auch einiges angedeutet, aber nicht aufgelöst. Mag sein, dass das mystisch wirken soll, aber für mich hatte das oft etwas von Effekthascherei. Schade, denn die Idee prinzipiell hätte ich echt gut gefunden.
Profile Image for Freakajules.
290 reviews2 followers
August 26, 2017
Zugegebenermaßen hatte ich "Selkie" lange auf meinem SuB liegen lassen, obwohl ich mich auf das Erscheinen des Buches doch sehr gefreut hatte. Allerdings habe ich hin und wieder ein paar weniger gute Rezensionen gelesen und dadurch ein wenig die Lust an dem Buch verloren. Weil ich aber nicht wollte, dass dies meine Meinung zum Debütwerk von Antonia Neumayer beeinflusst, hatte ich mich bewusst dazu entschieden, das Buch erst zu beginnen, wenn mich die "Selkie"-Lust wieder gepackt hatte. Letztlich bin ich sehr froh, dass ich gewartet hatte und mehr oder weniger unbeeinflusst an das 512-Seiten-starke Buch gehen konnte.

Denn die Geschichte hat mir wirklich sehr gut gefallen. Mit den Sagen der Selkie war ich im Vorhinein überhaupt nicht vertraut, weswegen das Buch auch einige Aspekte aufgewiesen hat, die mir vollkommen neu waren und die mich dementsprechend auch ziemlich überrascht hatten. Ich liebe nämlich Robben und die Verwandlung vom Mensch zum Tier fand ich wirklich sehr bewunderswert dargestellt. Insgesamt hat mich die ganze Geschichte sehr fasziniert, seien es die robbenähnlichen Wesen, die Saighdear, die mit allen möglichen Mitteln Jagd auf sie machen, dass sie Gabriel als Rekruten mit in ihren Fort nehmen und Kate ihm nachreist, um hinter ihre Geheimnisse zu kommen und ihn vor dem falschen Einfluss zu beschützen. Mich hat die Geschichte absolut mitgerissen und ich war mit jeder Seite mehr gespannt, was als nächstes passiert. Trotzdem fand ich es ziemlich schade, dass die Geschichte eigentlich erst ab etwa der 150. Seite wirklich richtig losging. Das Vorgeplänkel und die Vorgeschichte waren zwar wirklich dringend notwendig, aber ein bisschen mehr zusammengekürzt hätte mir persönlich besser gefallen und hätte die Geschichte gerade am Anfang auch wesentlich dynamischer erscheinen lassen.

Was mich allerdings mehr gestört hat, war die Charakterausarbeitung und die Gewichtung beim Auftreten der Figuren. Kate, als die Hauptprotagonistin, hat mir wahnsinnig gut gefallen. Sie hat alle Eigenschaften, die ich bei einer Heldin in einem Fantasy-Roman mag. Sie ist klug und clever, manchmal ein bisschen naiv und dazu noch tollpatschig, was sie allerdings mit Einfallsreichtum, Mut und Selbstaufopferung ausgleicht. Kate hat mich auf jeden Fall überzeugt. Allerdings bin ich kein Fan davon – war ich noch nie! – wenn man ein falsches Bild von Charakteren geliefert bekommt. Ich mag es eigentlich viel lieber, wenn ich von Anfang an weiß, wer die falsche Schlange ist, wer der Verräter ist und wer etwas böses im Schilde führt. An dieser Stelle will ich natürlich keinen Namen nenne, um euch die "Überraschung" nicht zu verderben. Ich mochte ihn allerdings sehr gerne, obwohl er immer ein bisschen komisch war. Und trotzdem war die negative Verwandlung für mich dann wiederum nicht überraschend genug ausgearbeitet; ich hatte keinen "WOW! Das hätte ich niemals gedacht"-Moment. Ich bin mir sicher, dass die Autorin das eigentlich besser kann. Dementsprechend hat mich dann auch gestört, dass Kates Love-Interest Ian circa zwei Drittel des Buches überhaupt nicht auftaucht. Ich hatte ja wirklich auf eine schöne, süße Jugend-Romanze gehofft, aber neben den ganzen Kämpfen, Verschwörungen und Rettungsmanöver war dafür leider einfach kein Platz.

Das Ende hat mich dann allerdings hundertprozentig überzeugt. Ich habe mich wirklich gefreut über die Abschlussszene zwischen Kate und Ian. Die Freude darüber, dass die beiden so wunderbar süß miteinander umgehen, gemischt mit Ians Sorge und seiner Unruhe haben sich absolut auf mich übertragen, so dass ich natürlich sofort nachschauen musste, ob es einen zweiten Teil gibt/geben wird. Diesbezüglich habe ich (noch) keine Informationen gefunden, aber das stimmt mich auch nicht unbedingt traurig, denn ich liebe solche Enden, die im Kopf des Lesers unendlich neue Möglichkeiten und Handlungsverläufe erzeugen. Zwar bleiben noch sehr viele Fragen offen (Was wird aus Alaric? Wo ist Jack auf einmal hin verschwunden? Was wird aus den Selkies? Was wird aus Kate? Hat ihr Vater ihr die Wahrheit erzählt? Was passiert mit Gabriel? Was hat es mit den Halbselkies auf sich?), aber mich persönlich stören solche Enden überhaupt nicht. Ich mache mir gerne Gedanken über alle möglichen Fragen, spinne mir gerne die Geschichte selbst zu Ende, vielleicht auch mit ganz unterschiedlichen Verläufen. Ich liebe es, wenn Autoren ihren Lesern diese Möglichkeiten bieten, ohne am Ende viel zu viel zu verraten oder vorwegzunehmen. Aber wer weiß, vielleicht kommt ja doch noch ein zweiter Teil? Freuen würde ich mich darüber natürlich auch.

Auch der Schreibstil hat definitiv überzeugt. Für einen Debütroman steckt da meiner Meinung nach schon sehr viel Können dahinter und auch wenn ich recht lange für das Beenden des Buches gebraucht habe, sind die Seiten, wenn ich mal zum Lesen gekommen bin, nur so dahingeflogen. Das ist aber natürlich auch der spannenden Geschichte zu verdanken. Auch das Cover finde ich sehr gelungen, da es viele Details aus der Geschichte enthält und sehr ansprechend gestaltet ist. Auch im Nachhinein würde ich auf jeden Fall wieder zu diesem Buch greifen. Ich bin gespannt, was die Autorin sonst noch auf den Markt bringen wird.

Fazit
"Selkie" ist ein schöner Fantasy-Roman, dessen Einführungsphase meiner Meinung nach ein bisschen zu lange gedauert hat, der aber mit der Gesamtgeschichte doch überzeugen konnte. Ian, als männlichen Hauptprotagonisten, hätte ich zwar gerne öfter gesehen, genauso wie eine Romanze zwischen ihm und Kate, allerdings war der Plot rund um die Selkies auch so spannend genug. Einen eventuellen zweiten Teil und/oder weitere Bücher der Autorin werde ich mir auf jeden Fall ansehen, sobald sie erscheinen.
Profile Image for Linda in Utopia.
315 reviews9 followers
January 19, 2018
Ich weiß nicht, warum mich dieses Buch nicht mehr begeistert hat...
Ich bin ein riesen Schottland-Fan, habe dort gelebt und habe viele Freunde dort. Ich musste nicht zweimal überlegen, als ich das Buch in der Buchhandlung gesehen habe: gekauft!
Aber nun, da ichs gelesen habe... puh. Ich glaube mein Problem ist der Schreibstil.

Der Plot an sich ist super! Etwas neues, etwas mystisches... Und auch die Story allein hat mich dann noch zum weiterlesen verführt, wobei der Auftakt mich schon fast vergrault hat.

Kate lebt auf einer der Orkney Inseln, schon ihr Leben lang. Eines Tages tauchen komische Typen mit ihrem Kutter auf, die nach ihrem Bruder Gabriel suchen, einen Tag später verabschiedet sich dieser und fährt mir nichts dir nichts bei diesen Typen mit.
Das allein ist eigentlich schon seltsam und schwer nachzuvollziehen, im Laufe der Geschichte akzeptiere ich das dann aber dieses Handlung, weil ich Gabriel auch besser kennen lerne. Die Geschichte nimmt Fahrt auf, als Kate sich auf das Schiff schleicht und sich in dem Beiboot versteckt. Sie will herausfinden, warum Gabriel abgehauen ist und will wissen was die komischen Typen auf dem Boot vorhaben.
Nach ein paar Stunden hört sie Geräusche auf Deck, anschließend nimmt jemand die Plane des Beiboots ab. Zwei Hände greifen nach den komischen Stahl Kisten, die dort versteckt sind und wirft sie über Bord. Natürlich entdeckt dieser Jemand Kate nur eine Minute später. Der Junge heißt Ian und nimmt sie mit, sagt, das sie hier nichts sicher sein. Als blinder Passagier würde sie möglicherweise einfach niedergeschossen werden. Sie springen ins Wasser, gerade als jemand tatsächlich auf sie schießt und TAUCHEN dann ein paar hundert Meter unter Wasser bis zu einem sicheren Motorboot mit Komplizen von Ian.
Das ist wirklich eine große Stelle in dem Buch, die ich einfach nicht glauben kann, Fantasy Roman hin oder her. Schon allein, weil Kate unvorbereitet ins Wasser gezerrt/geschoben wird, AUF HOHER SEE, müsste sie erstmal unkontrolliert nach Wasser schnappen und an die Oberfläche wollen. Aber nein, Ian zieht sie hinter sich her und schafft die ersten 100 Meter gesittet, wenn auch kurz vor der Atemnot. Das ist einfach irgendwie.... nicht nachvollziehbar.
Selbst wenn sie ihr Leben lang auf Orkney gelebt hat, der durchschnitts-Schotte ist nicht gerade dafür bekannt, ständig im Meer rum zu plantschen. Dafür ist das Klima zu rau und das Meer zu kalt.
Gut, ich werde mich jetzt an dieser einen Szene nicht aufhängen.
Danach findet die Geschichte endlich ihre richtige Passform und alles wird viel stimmiger. Die Figuren und ihre Motivationen, ihre Handlungen, all das ist total nachvollziehbar. Auch, wie Kate's Meinung ständig schwankt. Einmal ist sie stark auf Ian's Seite und dann auf der Seite der "Entführer" ihres Bruders. Aber, sie hat gute Gründe für diese Unstetigkeit, weil ihr einfach viel verschwiegen wird und sie von dem einen oder anderen angelogen wird.

Mein Hauptproblem ist der Stil an sich. Viele Szenen ziehen sich eeewig und es wird auch mehrmals etwas wiederholt, was nicht sein müsste. Die Autoren erklärt dem Leser unheimlich viel, auch Dinge die sich selbst erklären. Das nervt!
z.B. "Noch nicht", sagte er. "Ich bin neunzehn. Aber nicht mehr lange."
Also ungefähr ein halbes Jahr älter als Gabriel, dachte Kate. Und damit zwei Jahre Älter als sie.

Das ist total unnötig weil das Alter schon auf den ersten Seiten geklärt wurde und der normale, aufmerksame Leser merkt sich das eigentlich.

Was mich auch sehr stört: Das Buch spielt in Schottland, damit im englisch-sprachigen Raum. Dennoch klingt das Buch einfach vorne bis hinten sehr... deutsch... Die Dialoge, die Wortwahl: Das ist alles so, wie sich die durchschnitts-Jugendlichen in einem deutschen Jugendbuch unterhalten. In meinem Kopf sind das einfach Figuren, die eigentlich englisch reden, deswegen funktioniert so ein Satz wie Nett ist die kleine Schwester von scheiße eigentlich nicht.

Für mich ist das einfach nicht stimmig. Aber das mag nur meine Meinung sein.
Leider habe ich das Buch dann auch an vielen Stellen einfach nur quer gelesen, weil mir entweder viel zu viel unnötiges Erklären im Weg war und lang gezogene Dialoge, die mich aufgrund ihrer Wortwahl einfach nicht überzeugen konnten.

Was mich auch irritiert hat: Das Buch stand in der Buchhandlung bei der Erwachsenen-Fantasy. Warum? Wegen der Waffen? Für mich ist das eher ein Jugendbuch.

An sich wirklich eine tolle Geschichte und nach dem offenen Ende gibt es möglicherweise auch eine Fortsetzung. Ich weiß nur nicht, ob ich die lesen will.

Profile Image for Moon.
403 reviews17 followers
May 15, 2017
Cover
Eigentlich finde ich das Cover sehr hübsch, die Stimmung ist toll eingefangen und passt auch sehr gut zum Buch. Allerdings verstehe ich nicht ganz, warum ein Mädchen im Kleid im Wasser zu sehen ist, vor allem mit einem Medaillon. Da hätte ich es wesentlich schöner gefunden, wenn ein Selkie abgebildet worden wäre.

Meine Meinung
Endlich mal andere Fabelwesen, nicht nur Vampire oder Dämonen! Ich hab mich sehr gefreut, etwas über Selkie zu lesen. Für mich sind das absolut faszinierende Wesen, denen in der Literatur viel zu wenig Beachtung geschenkt wird!

Kate ist unsere Protagonistin. Ihr Bruder wird mehr oder weniger von einer "Geheimorganisation" verschleppt, deren Namen ich nicht aussprechen kann. Das Ziel dieser Organisation ist es, Menschen vor Fabelwesen aller Art zu schützen. Dabei werden die Mitglieder beinahe militärisch ausgebildet.
Kate versucht ihm zu folgen, was ihr nur bedingt gelingt. Nachdem Ian sie gerettet hat, hilft er Kate, ihren Bruder wieder zu finden. Im Gegenzug spioniert sie für ihn.
Ian gehört zu einer weiteren Geheimorganisation, die gegen die erste kämpft. Einfacher wäre das jetzt, wenn ich die Namen schreiben könnte, da diese aber in Gälisch (was ich sehr schön finde) geschrieben sind, muss ich leider passen.

Am Anfang war ich aus persönlichen Gründen etwas sekptisch und sehr kritisch, doch recht schnell hatte mich die Autorin völlig in den Bann ihrer Geschichte gezogen. Mit über fünfhundert Seiten ist das Buch verhältnismäßig dick und ich möchte keine Seite missen! Die Geschichte um Kate ist vielleicht nicht immer rasant, doch sie lässt Raum für das Umfeld und die Stimmung. Mir hat es sehr viel Spaß gemacht, durch die Nordsee zu tauchen, zwischen den schottischen Inseln hindurch, deren rause Leben man sich kaum vorstellen kann. Die Verbindung zwischen Gabe (ihrem Bruder) und Kate hat mir sehr gut gefallen. Dieses bedingungslose Vertrauen zeugt von einem starken Band, das sie zusammenhält.

Mir haben nicht nur die Figuren gefallen, sondern auch das Setting. Die Autorin hat neben einer extrem spannenden Mythologie auch noch die passende Umgebung dazu gewählt. Obwohl ich noch nie dort war, bin ich ein großer Schottland-Fan. Die Kultur und das Land faszinieren mich sehr. Mit ihrem sehr bildhaften und blumigen Schreibstil ist es der Autorin hervorragend gelungen mich in diese ferne Welt hineinzuwerfen. Ich konnte völlig losgelöst in die Geschichte abtauchen und habe dies auch sehr gerne getan.
Was ich auch noch besonders hervorheben möchte und was etwas gespoilert ist: Die fehlende, große Romanze. Das scheint beinahe ein Muss für Fantasyromane zu sein. Hier wurde darauf verzichtet und ich muss sagen, dass es mir sehr zusagt. Kate handelt nur aus reiner Geschwisterliebe und nicht, weil sie den Mann ihrer Träume vor fünf Minuten getroffen hat und gleich ihr Leben für ihn aufs Spiel setzt. Dafür gibt es von mir ein großes Plus!

Die doch etwas düstere Atmosphäre des Buches ist großartig und kann nur jedem Empfehlen diesem Buch eine Chance zu geben. Mir selbst hat es sehr gut gefallen. Man fiebert mit und ist wirklich an das Buch gefesselt.
Von mir erhält die Autorin für Selkie volle fünf Monster! Das Buch hat mir ein paar sehr spannende Stunden geschenkt und eine tolle Geschichte, die ich definitiv immer wieder gerne lesen werde. Ich hoffe sehr, dass es noch einen zweiten Band gibt, denn es bleibt noch sehr vieles ungeklärt!

Vielen Dank an Heyne für das Rezensionsexemplar!

Mehr Rezensionen auf meinem Blog Valaraucos-Buchstabenmeer
860 reviews15 followers
May 5, 2017
Inhalt:

Kate spürt sofort, dass ihr Bruder Gabe in große Schwierigkeiten steckt, als sie auf drei mysteriöse Männer am Hafen von Orkney -Archipel trifft. Ärger liegt in der Luft, doch was hat ausgerechnet ihr Bruder damit zu tun und was sind mit seinen Zukunftsplänen passiert, die er plötzlich von der ein auf die andere Minute über Bord wirft!?

Spontan beschließt Kate heimlich der Sache auf den Grund zu gehen und schleicht sich in einer Nacht und Nebel Aktion auf den Kutter der drei unheimlichen Männer, nichtsahnend in welch unheimliches und durchaus gefährliches Abenteuer sie sich stürzt. Als dann auch noch der geheimnisvolle Ian auf dem Kutter erscheint und sie vor dem sicheren Tod rettet, nimmt die Geschichte eine Wendung an, die ihre Ansichten über ihre Familie und der Insel auf der sie lebt, in ein neues Licht wirft….

Meine Meinung:

Angelockt von dem mysteriösen und geheimnisvollen Cover, und neugierig gestimmt durch den sehr verlockenden Klapptext, wollte ich unbedingt herausfinden, was sich hinter dieser Geschichte verbirgt. Die Meerwelt hat etwas sehr anziehendes auf mich und dies in Kombination mit einer fantasievollen Geschichte wollte ich mir absolut nicht entgehen lassen.

Der Einstieg begann sehr vielversprechend und man wird sehr langsam, aber auf angenehme Weise in die Geschehnisse eingeführt. Man lernt direkt Hauptprotagonistin Kate kennen um die sich die Handlung unter anderem wie ein Puzzle aufbaut und gegen Ende das Gesamtbild umfasst. Sie war mir direkt sympathisch und ich wurde förmlich von ihrer Abenteuerlust und furchtlosen Art angesteckt.

Ian ist wie im Klapptext beschrieben sehr geheimnisvoll. Nur langsam kommt man hinter seine wahre Bestimmung und auch seine zuvor harte Schale offenbart allmählich den weichen Kern, der sich in ihm verbirgt. Ich mochte ihn zwar nicht von der ersten Begegnung an, aber danach hat er mein Herz in langsamen Schritten immer mehr erobert.

Der Schreibstil von Antonia Neumayer ist sehr angenehm und malerisch. Sie bringt den Lesern, die Welt in der Kate und Ian leben sehr lebendig und anschaulich näher, lässt einen die Meerluft wahrlich riechen und auf der Haut spüren, aber bringt auch im richtigen Moment durch ein richtiges Maß an Spannung, die Gänsehaut über den Rücken gleiten. Ein aufregendes Erlebnis, welches die Handlung sehr authentisch erscheinen lässt.

Gut inszeniert sind die Charaktere auf die Kate im Laufe der Handlung so trifft. Man weiß nie wer Freund oder Feind ist, wer der wirkliche Verursacher des „Krieges“ ist, der gerade vorherrscht und wem man sich anschließen oder eher um wen man einen riesen Bogen machen soll. So hält die Handlung eine konstante Spannung aufrecht, die zwar an manchen Stellen, nur sehr schwächlich zu erahnen ist, aber immer wieder auf ein hohes Maß zurück findet.

Das Ende der Handlung ließ die Hoffnung in mir aufkeimen, dass es eine Fortsetzung geben könnte. Es wäre wirklich toll, denn es ging viel zu schnell zu Ende und ließ auch noch ein paar offene Fragen zurück. Der einzige Nachteil an dem Buch war, dass das Ende zu vollgepackt und rasant an Tempo und Inhalt abgearbeitet wurde. Dennoch war es passend gewählt.

Fazit:

Nach beendet dieses Buches keimte in mir die Hoffnung auf, dass es eine Fortsetzung geben könnte, denn durch unzählige Wendungen und unbeantwortete Fragen, hinterließ es den Anschein, dass da noch was kommen könnte. Dennoch wurde ich super unterhalten und kann „Selkie“ von Antonia Neumayer mit gutem Gewissen weiterempfehlen!
Profile Image for Sinah.
74 reviews1 follower
September 11, 2018
Inhalt:
Als drei Fremde mit ihrem Bruder im Schlepptau verschwinden, entscheidet Kate dass sie dem nachgehen will. In Sorge um ihren Bruder schleicht sie sich auf das Boot der drei Unbekannten und trifft dort unerwartet auf Ian. Als ihre Gegenwart auffällt, findet sie sich zusammen mit ihm auf einmal auf der Flucht wieder. Wer sind die Männer? Was hat ihr Bruder mit ihnen zu schaffen? Kate hat viele Fragen, deren Antworten sie finden muss.

Rezension:
Das Cover konnte mich damals sofort in den Bann ziehen. Dazu kam der Aspekt, dass es sich scheinbar um eine Geschichte um Selkies handelt – juhu! Doch leider hat mich das Buch nicht ganz überzeugen können, denn das Cover und der Klappentext sind hier irreführend.

Die Selkie-Geschichte fand ich zu wenig ausgearbeitet und hier hätte ich mir einfach eine intensivere Ausarbeitung der Hanldung gewünscht. Ich habe eine Unterwassergeschichte – oder zumindest teilweise – erwartet aber das ist es so gar nicht. Für ein Buch, welches dem Genre Fantasy entspringt habe ich mir einfach eine „umfassendere“ Welt gewünscht – insbesondere bei den Selkies. Dies hat wohl auch damit zu tun, dass mich die Charaktere einfach nicht überzeugen konnten. Kate empfand ich als äußerst naiv und und unnahbar. Ich habe weder mit ihr mitgefiebert noch habe ich sie wirklich verstanden. Insbesondere als Protagonistin, sollte dies nicht der Fall sein. Generell gesehen hatte sie das Potenzial dazu eine starke Hauptcharakterin zu werden, doch bedauerlicherweise wurde dieses nicht ausgenutzt.

Die anderen Charakte wirkten auf mich oftsmals gleich und ich empfand sie als nicht vielseitig genug. Auch die Beziehungen waren mir oftmals unverständlich und konnte ich nicht nachvollziehen.

Die Geschwindigkeit des Buches wechselt zwischen action und recht langatmig. Stellenweise wurde es kurz spannend und ich habe schnell viele Seiten verschlungen, doch dann wurde ich gleich wieder von einer sich endlos ziehenden Szene abgebremst. Bei knapp 500 Seiten empfinde ich dies doch sehr anstrengend. Hier hätten dem Buch vielleicht weniger Seiten gut getan. Die Atmosphäre konnte mich leider nicht erreichen.

Nun aber mal etwas positives! Dies ist defintiv der Schreibstil der Autorin. Ich empfand ihn als sehr detailreich, flüssig und angenehm. Insbesondere für ein Jugendbuch ist er absolut geeignet. Da dies das Debüt der Autorin ist, möchte ich diesen besonders loben!

Auch die Grundidee fand ich interessant und war mit Sicherheit nicht verkehrt – nur leider einfach nicht ausgereift. Der Aspekt, dass Kates Bruder der Grund für ihr Tun ist fand ich erfrischend angeneh. Keine Romanze die sie antreibt, sondern die Liebe und die Sorge um ihren Bruder.

Fazit:
Selkie hat mich nicht überzeugen können. Die Charaktere haben zu wenig Facetten und ihre Bewehgründe sind mir nicht immer klar. Auch die Handlung weißt diese Schwachstellen auf und ist meiner Meinung nach einfach ausbaubar. Die 500 Seiten haben sich oftmals gezogen und hier wäre weniger defintiv mehr gewesen. Der Schreibstil aber ist wirklich angenehm zu lesen und die Idee der Geschwisterliebe als Antrieb für Kates Tun fand ich wirklich klasse!

Lest auf jeden Fall auch noch die anderen Rezensionen, denn die Meinungen gehen hier absolut auseinander.
Profile Image for Nicky Mohini.
367 reviews4 followers
June 26, 2017
"Selkie" ist der übersinnliche, empfehlenswerte Debütroman von "Antonia Neumayer".

Die Geschwister Kate und Gabe leben auf einer kleinen Insel, auf der sie ein friedliches, geordnetes Leben führen. Als eines Tages 3 fremde Männer im Hafen auftauchen und ihren Bruder Gabe mitnehmen wollen, weiß Kate nicht mehr, wo oben und unten ist. Diese Männer bedeuten Ärger und die junge Frau sieht gar nicht ein, dass die Männer ihr Gabe wegnehmen. Um ihren Bruder zu retten, schleicht Kate sich heimlich auf das Boot der Fremden. Dort wird sie von dem geheimnisvollen Ian entdeckt, dann fällt ein Schuss und Ian und Kate flüchten ins Meer. Wie hätte Kate ahnen können, dass mit der Ankunft der fremden Männer ein Abenteuer für sie beginnt, welches alles, was sie bisher über ihre Insel und die Familie wusste, durcheinanderwirbelt.

Das Cover zeigt ein Mädchen unter Wasser. Sie wirkt zum einen, als würde sie sich wohlfühlen, doch sie streckt auch einen Arm nach oben, um wieder an die Wasseroberfläche zu kommen. Im Hintergrund ist eine kleine Insel mit einem Leuchtturm zu sehen und weit und breit nichts anderes als das offene Meer.

Kate liebt ihren Bruder über alles und sie würde auch alles für ihn tun. Daher begibt sie sich in große Gefahr, um Gabe zu retten. Mit ihren Aktionen, die oftmals sehr spontan, und damit leider mehr als gewagt sind, beweist sie Mut und Stärke. Kate wächst mit jeder weiteren Aufgabe und lässt sich selten aus der Ruhe bringen. Es fällt ihr jedoch schwer, ihren Platz zu finden und sich zu entscheiden, auf wessen Seite sie steht. Und die Geheimnisse, die sie lüftet, machen die Entscheidung nicht gerade einfacher.

Ian ist sehr rätselhaft. Wie aus dem Nichts rettet er Kate das Leben, doch wie war das möglich? Er scheint besondere Fähigkeiten zu haben, die er gut zu verstecken weiß und gerade das macht ihn auch so mysteriös. Ian weiß genau, was er sagen muss, um andere Menschen zu überzeugen und schreckt dabei vor einer Lüge auch nicht zurück. Ich muss zugeben, dass er mir manchmal ein wenig Angst macht, weil ich ihn schwer einschätzen kann.

Gabe und seine Schwester waren bisher immer unzertrennlich und haben sich blind verstanden. Seit er bei den Saighdear angeheuert hat, ist er wie ausgewechselt. Kate erkennt ihren Bruder kaum wieder, und es scheint Gabe nicht einmal annähernd zu interessieren. Ich verstehe, wieso er zu den Saighdear gegangen ist, aber wirklich sympathisch ist er mir nicht.

Eine besondere, einzigartige und mitreißende Geschichte, die mich gefesselt hat.
Profile Image for Eva Hechenberger.
1,337 reviews18 followers
May 18, 2017
„Selkie“ ist der Debütroman der Autorin, der wirklich eine sehr interessante Grundidee hat und deren Umsetzung mir auch recht gut gefallen hat, allerdings mit ein paar kleinen Schwächen.
Das Buch erzählt uns die Geschichte von Kate, die mit ihrer Familie auf einer Insel wohnt. Als dann eines Tages drei seltsame Männer kommen und ihren Bruder mitnehmen, will sie diese verfolgen, denn sie möchte ihren Bruder retten. So schlecht sie dann aufs Schiff ….
Die Grundidee der Geschichte fand ich sehr interessant, denn obwohl gerade der Beginn etwas zäh war, wird es deutlich besser, wenn die mystischen Wesen erwähnt werden. Für mich persönlich hat hier die Handlung erst richtig begonnen. Sehr interessant. Mehr wird nicht verraten, denn ich will ja nicht spoilern.
Mir hat die Handlung im Großen und Ganzen sehr gut gefallen, denn ich fand es sehr unterhaltsam. Persönlich fand ich allerdings manche Ereignisse in dem Buch einfach zu genau beschrieben und so wurden Kleinigkeiten, einfach ewig. Vielleicht wäre es fesselnder gewesen, wenn man manche Abschnitte etwas kürzer beschrieben hätte und ich denke es hätte auch der Handlung gut getan, weil man teilweise einfach auf der Stelle getreten ist.
Kate fand ich einen sehr gelungenen Hauptcharakter, denn ich fand sie sehr sympathisch und ich fand es toll, wie familienbewusst sie ist. Allerdings hat sie doch schon so manches Mal etwas naiv gewirkt und zwar gerade im Zwischenspiel mit ihrem Bruder.
Ian fand ich interessant, denn er wirkte sehr geheimnisvoll und man konnte recht schnell ahnen, dass er ein Geheimnis zu verbergen versucht. Ich möchte, aber noch erwähnen, dass ich doch zu Beginn nicht gleich warm geworden bin mit ihm.
Eine Person möchte ich noch erwähnen und zwar Alaric. Ich fand den ebenfalls sehr interessant und sympathisch.
Der Schreibstil war klasse. Die Autorin hat eine Liebe zum Detail, denn es wird alles sehr genau beschrieben und man konnte sich so wirklich sehr gut in die jeweiligen Episoden der Geschichte einfühlen. Gerade bei den Schiffen, war es, als wäre ich mit dabei. Hat mir wirklich gut gefallen.
Das Cover gefällt mir sehr gut. Ich finde Gestaltung in blau und mit dem einzelnen gelben Fisch wirklich toll.
Fazit:
4 von 5 Sterne. Gelungen Debütroman, der definitiv lesenswert ist. Bin ja mal gespannt, ob es hier eine Fortsetzung geben wird, denn so einige Dinge hätte ich gerne noch geklärt gehabt.
 
Profile Image for Missi.
199 reviews14 followers
July 31, 2017
Erst scheint Ewigkeiten so gar nichts zu passieren, es kommt leider nur wenig Spannung auf. Insgesamt scheint Kate mit einem Brett vor dem Kopf herumzulaufen, da sie erst sehr spät erkennt, auf welcher Seite ihr mysteriöser Retter Ian und seine Freunde stehen. Manchmal wirkt sie dadurch wie ein trotziges Kind, das unbedingt seinen Kopf durchsetzen will.

Die anderen Charaktere dagegen wirken glaubwürdig, vor allem Ian ist mir sehr ans Herz gewachsen, genauso wie die Nebencharaktere Colin und Fynn. Ab der Buchmitte nimmt die Story dann doch noch an Fahrt auf und es wird spannender und schließlich kommen doch noch einige Wendungen, die ich nicht vorhergesehen habe ;)

Insgesamt ist es eine nette Unterhaltung, jedoch darf man nicht zu viel erwarten. Etwas irreführend ist zudem das Cover, da man hier davon ausgehen könnte, dass ein Großteil der Geschichte unter Wasser spielt. Das ist jedoch so nicht der Fall. Wer jedoch gern Urban Fantasy liest und mal etwas anderes möchte als Vampire und Werwölfe, ist mit Selkie gut beraten.
Profile Image for Hannah.
261 reviews2 followers
November 5, 2018
First of all: the cover picture of this book might look nice, yet it doesn't really fits to the story... maybe later, maybe there will be a second part? The book does end on some kind of loose ending, so it could be that there will be more?
The story itself was totally fine, I give it 3,5 stars. Some elements do remind me of Meggie Stiefvaters 'Scorpio Races'. For example the choice of names is very similar. Kate for our main Character, Gabe or Gabriel for the brother that went away, Fynn and Finn... might be because both books take place on some kind of island near to Scotland or the Orcneys and both play with the old folktales of that area.
Anyways- it was fun to read about Selkies, a kind of mythical creature that very rarely finds its way into the books and stories that we read today.
Profile Image for Lena-Sophie.
83 reviews2 followers
November 28, 2022
Die ersten 200 Seiten waren so langsam. Das hätte man deutlich kürzen können und ich war kurz davor das Buch abzubrechen. Danach hat sich endlich das Tempo erhöht und die Geschichte wurde deutlich spannender. Kate ist sehr naiv finde ich. Es wird ständig von irgendwelchen Fabelwesen geredet, aber man sieht sie leider kaum in Aktion. Gabriel fand ich sehr schwach vom Charakter. Das Ende des Buches ist außerdem sehr offen und ich frage mich, ob noch etwas hinterherkommt.
Profile Image for Anita.
564 reviews9 followers
January 13, 2021
Das Cover sieht so toll aus, leider kann der Inhalt da nicht mithalten.
Die Handlung war flach und in Teilen wirklich vorhersehbar, die Charaktere sprunghaft, seltsam, manchmal wirklich dämlich und überhaupt war mir die ganze Geschichte zu unausgegoren und hatte Logiklöcher durch die man ganze Todessterne durchfliegen könnte.
Mein Fazit: 2 von 5⭐.
Profile Image for Lisa.
238 reviews2 followers
September 15, 2017
Trotz einiger Kleinigkeiten, die mich an der Geschichte gestört haben, habe ich nach dem Fertiglesen ein gutes Gefühl.
Die Fortsetzung hat großes Potential, finde ich, und am liebsten würde ich sofort rausfinden, wie es denn nun weitergeht.
Profile Image for L'existence Et le Silence.
71 reviews
November 18, 2021
Dieses Buch fühlt sich irgendwie unvollständig an... als würde was fehlen.
Nicht, dass es sich nicht gut lesen würde, aber ich hatte zwei Drittel gelesen und mich immer wieder gefragt, wann was passieren würde..
Profile Image for Debora.
91 reviews12 followers
January 2, 2024
Schade wurde die Vortsetzung nicht veröffentlicht. Unterhaltsames Buch mit liebevoll gestalteten Charakteren und einem Hauch Meeresmagie.
Profile Image for Letanna.
1,955 reviews61 followers
April 9, 2017
Kate und ihr Bruder Gabriele leben auf einer kleinen Insel im Orkney-Archipel. Ihre Mutter hat sie vor vielen Jahren verlassen und ihr Vater hat seit dem seinen Lebenswillen verloren. Er vegetiert nur so vor sich hin, aber Kate und Gabe versuchen, das beste aus ihrem Leben zu machen. Dann tauchen plötzlich Fremde auf ihrer Insel auf, die Gabe mitnehmen. Kate hat keine Ahnung was los ist, denn Gabe hat ihr nicht gesagt wo er hingeht. Kate schleicht sich auf das Schiff der Unbekannten, denn sie will ihn retten. Auf dem Schiff trifft sie auf den geheimnisvollen Ian, der sie vor den Männer rettet und mitnimmt. Plötzlich befindet sich Kate in einer Auseinandersetzung die so alt ist wie die Menschheit und muss sich entscheiden auf welcher Seite sie steht.

Dieses Buch ist mir natürlich durch das tolle Cover aufgefallen, ich mag das Meer, und Geschichten mit Selkies oder Meerjungfrauen haben mich schon immer fasziniert. Hier wird die Geschichte der 17-jährigen Kate erzählt. Sie führt ein normales Leben bis ihr Bruder eines Tages von den Saighdear abgeholt wird. Von da an verändert sich das Leben von Kate völlig.
Kate würde alles für ihren Bruder tun und will von retten. Dafür geht sie so ziemlich jedes Risiko ein. Ich fand Kate sehr mutig, aber auch manchmal etwas naiv in ihren Handlungen. Sich auf ein Schiff zu schleichen, auf dem es nur Männer gibt, von denen sie keine Ahnung hat wer sie sind und was sie machen, fand ich extrem unvernünftig. Was mich auch sehr gestört hat, war, dass niemand Kate sagt, worum es eigentlich geht. So etwas mag ich grundsätzlich nicht bei Geschichte. Sie wird von Ian als Spionin eingesetzt ohne zu wissen was genau sie erwarten wird. Wem kann sie überhaupt trauen. Auf einmal spricht jeder von Selkies und Meerjungfrauen, was mir zu plötzlich kam. Glücklicherweise bekommt Kate selbst hinter all die Geheimnisse, aber ich hätte mir insgesamt mehr Informationen zu allem gewünscht. Eine Liebesgeschichte gibt es übrigens nur im Ansatz, wobei ich mir vorstellen kann, dass sich bei einer eventuellen Fortsetzung da noch etwas entwickeln wird.
Insgesamt fand ich die Geschichte sehr unterhaltsam. Die Autorin schreibt sehr ausführlich und bildhaft, was mir sehr gut gefallen hat. Zwischendurch fand ich die Geschichte etwas zu langatmig, aber zum Ende hin wird es noch einmal richtig spannend. Das Ende ist für meinen Geschmack zu offen, fast kommt es mir so vor, als wenn hier eine Fortsetzung geplant ist. Ich vergebe 7 von 10 Punkte.
Profile Image for Bücherfarben.
524 reviews6 followers
April 26, 2017
Meine Meinung:

Als ich den Debütroman ›Selkie‹ von Antonia Neumayer gesehen habe, sprang mir sofort das Cover in die Augen und machte mich neugierig auf den Klappentext, welcher echt spannend geklungen hat und genau dies habe ich dann auch erwartet.

Dem Stil in dem die Autorin schreibt kann man keinen negativen Aspekt zusprechen, denn der Schreibstil ist durchaus flüssig und emotionsreich. Was den Stil angeht, hat die Autorin Gefühl bewiesen und auf die richtige Art und Weise angesetzt, was mir sehr gefallen hat.

Von den Charakteren her merkte ich eigentlich relativ spät, dass diese mehr Macken haben als mir lieb war. Vor allem Kate kam mir nicht sehr nahe und ihr konnte ich echt wenig abgewinnen, was ich eigentlich sehr schade fand, da sie sehr viel Potential hat um eine starke Protagonistin zu werden. Auch Jack war ein Charakter, den ich am liebsten geschüttelt hätte. Es war für mich nicht schön zu lesen, wie er mit Kate geredet hat und da tat sie mir schon leid.

Die Story und das ganze drum herum hatten für mich großes Potential was leider nur zur Hälfte ausgeschöpft wurde. Den Handlungsstrang hätte die Autorin, meines empfinden nach, etwas deteailreicher machen können und uninteressante Szenen aus dem Buch streichen.

Mein Fazit:

Letztendlich ist "Selkie" für mich ein Debüt, welches von der Grundidee her ein wunderbares Buch ist aber die Umsetzung der Idee wurde für mich nicht zu 100% getroffen. Stellenweise waren Szenen dabei, die ich zu langweilig gefunden habe und gewünscht hätte ich mir, dass diese Stellen gestrichen werden und der Handlungsstrang detailreicher gestaltet wird. Im Großen und Ganzen ist das Buch für mich nur gutes Mittelmaß und deshalb gibt es 3 von 5 Diamanten.
Profile Image for Chantal.
247 reviews4 followers
April 26, 2017
Als ich das Cover gesehen habe, wurde mir sofort klar, dass ich das Buch lesen und auch die Geschichte klang einfach unglaublich interessant.
Kate lebt mit ihrem Bruder Gabriel und ihrem Vater auf einer kleinen Insel im Orkney-Archipel, die zu Schottland gehören. Sie verbringt die Tage damit die Schafe zu hüten, eines der Schafe zu suchen oder an dem Motor des alten Autos herumzuwerkeln. Dann tauschen drei Männer auf, die ihren Bruder mitnehmen wollen und dieser entschließt sich mitzugehen. Kate will ihm helfen, landet dadurch aber in Gefahr und trifft auf Ian, der mehr zu verheimlichen hat, als sie es ahnt. Sie landet mitten in einem Kampf, der ihr ganzes Weltbild zum Wanken bringt.
Kate war mir viel zu naiv und ich fand ihre Entscheidung ziemlich dämlich. Ihr Bruder wurde nicht verschleppt, sondern ist freiwillig mitgegangen. Warum sie sich dann auf das Boot schleicht, ohne einen richtigen Plan zu haben, habe ich nicht verstanden. Für eine 12 Jährige, die ihren kleinen Bruder retten würde, fände ich es akzeptabel. Aber für eine 17-Jährige, die ihre zwei Jahre älteren Bruder retten will, war das ein hohes Level an Naivität, das ich nicht nachvollziehen konnte. Sie hat überhaupt nicht nachgedacht und das für sie schlimmste Szenario war, dass die drei Männer sie entdecken und irgendwo auf einer anderen Insel absetzen. Was sollen wildfremde Männer in unbekannten Uniformen auch schlimmes tun? Zu Beginn war ich noch der Meinung es wäre purer Optmismus, aber dann war mir klar, dass es reine Naivität war.
Aber auch die anderen Charaktere konnten mich nicht wirklich von sich überzeugen. Gabriel war irgendwie undurchsichtig und das nicht auf eine interessante Art. Ich hätte ihn lieber geschüttelt und habe mich wirklich noch gefragt, warum Kate so eine gute Meinung von ihrem Bruder hat. Ian war mir zu blass, obwohl ein paar Kapitel aus seiner Sicht geschildert wurden. Irgendwie hatten die Charaktere viel zu viele Schwächen und weniger Stärken und vielleicht konnte ich mich deshalb nicht wirklich mit ihnen anfreunden.
Ich habe irgendwie etwas ganz anderes erwartet und insgesamt auch mehr Fantasy und mehr Spannung. Die Geschichte dümpelte so vor sich hin, obwohl der Prolog unglaublich spannend anfing. Aber ich habe mich teilweise schon sehr durch die Geschichte quälen müssen. Es waren wirklich einige Szenen, die sich gezogen haben und die Geschichte in keinster Weise voran gebracht haben.
Dabei war die Story an sich eigentlich ganz interessant und sie war auch zwischendurch packend, aber leider nicht komplett überzeugend. Ich habe aber das Gefühl, dass das erst der Beginn einer Reihe wird, für mich ist die Geschichte abgeschlossen.
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