Un portrait des peuples barbares permettant de déconstruire certaines idées reçues et de mettre en évidence leur rôle dans la construction de l'Europe.
Dieses Werk unter der Ägide von Bruno Dumézil ist eine fundamentale Entwirrung unseres Denkens, die das zivilisatorische Gestell unserer Barbarenangst mit wissenschaftlicher Präzision zerlegt. Während der „Alte aus Rhöndorf“ bei jeder Erwähnung der „Großen Invasionen“ vermutlich reflexhaft die rheinische Grenzpolizei in Alarmbereitschaft versetzt hätte, eröffnet dieser Band eine phänomenale Lichtung im Nebel historischer Mythen. Er wirkt als maßgeblicher Schild gegen jene intellektuelle Frustration, die den vermeintlichen „Oberschurken“ der Geschichte — den Barbaren — stets als äußere Bedrohung imaginiert, obwohl er meist nichts anderes ist als eine höchstrangige Projektion derer, die ihre eigene Potentialentfaltung nur durch die Abwertung des Anderen zu denken vermögen, während sie selbst in einem starren mentalen Gestell verharren. Die fünf Beiträge skizzieren die Evolution eines Phantoms. Charlotte Lerouge-Cohen analysiert das griechische Gestell, in dem der Barbar primär über Sprache definiert wurde; Liza Méry zeigt, wie Rom den Barbaren als notwendiges Reibungsfeld für den eigenen Aufstieg funktionalisierte. Bruno Dumézil selbst liefert in zwei Kapiteln einen höchst spannenden logischen Befreiungsschlag, indem er zunächst die Schauermärchen der „Großen Invasionen“ dekonstruiert und anschließend den mittelalterlichen Weg zur Zivilisierung nachzeichnet. Den entscheidenden Abschluss bildet Sylvie Joye, deren Analyse der modernen Barbarisierung deutlich macht, dass Zivilisation das Bild des Wilden immer wieder neu erfinden muss, um ihr eigenes Gestell der Überlegenheit zu legitimieren — eine unübertreffliche Warnung vor der zeitgenössischen Instrumentalisierung alter Ängste.
"Les habitants ne détestent donc pas avoir des Barbares chez eux, parce que ceux-ci les protègent plus efficacement que les légions romaines. Ensuite, les fédérés ne sont pas très bons comptables et ils ont bien du mal à calculer les impôts qui devraient leur revenir. Les contribuables sont ravis." 💅