Dies ist ein Buch von und mit Sebastian 23, der im Jahr 2000 erstmals bei einem Poetry Slam auftrat. Das ist lange her, damals war Poetry Slam ein subkulturelles Phänomen und in wilden, kleinen Bars und Kneipen beheimatet. Auf der Bühne waren noch Holzkeulen und Säbelzahntiger erlaubt. Heutzutage gibt es Poetry Slams immer noch in schummerigen Nischen, aber mittlerweile ebenso auf großen und gut ausgeleuchteten Theaterbühnen, im Fernsehen oder gar Open Air vor tausenden Zuschauern. Und mittendrin findet man noch immer Sebastian 23. Dieses Buch versammelt seine besten Texte der letzten Jahre, bunt gemischt, wie ein Poetry mal lustig, mal ernst, mal wild, mal albern, mal nachdenklich. Geschichten, Gedichte, Dialoge und Dinge, die sich jeglicher Einordnung verweigern. Aber was weiß ich schon – Ich bin ja nur ein Klappentext.
Eine muntere Sammlung von Texten des bekannten Poetry Slammers Sebastian 23. Am besten Gefallen haben mir seine Sprach- und Lyrikexperiemente, wie Vokalgedichte oder die Aufdeckung merkwürdiger deutscher Wortkonstrukte. Herbst als Superlativ von herb wird mir lange im Gedächtnis bleiben. Nicht wirklich interessant waren seine wiederkehrenden Begegnungen von drei dummen Nazis mit diversen Personen, wobei die drei sich immer untereinander streiten und die Unsinnigkeit vieler rechter Parolen karikieren. Die drei sind mir einfach zu dumm geschrieben, um interessant zu sein. Bei vielen seiner Gedichte lohnt es sich, sie laut zu lesen, da der Sprachrythmus viel ihres Charmes ausmacht. Alles in allem ein Buch, das an am besten immer mal wieder zwischendurch zur Hand nimmt, anstatt es in einem durch zu lesen.