Kathy findet in ihrem Posteingang eine Kettenmail. Eine Todesdrohung. Die Studentin hält die Nachricht für einen üblen Scherz und postet sie im Gruppen-Chat ihres Anthropologie-Seminars. Es ist ihr letztes Lebenszeichen. Am nächsten Morgen wird Kathys Leiche in einem Moor gefunden. Noch während ihre Freunde rätseln, wer sie ermordet haben könnte, hackt sich ein unbekannter User in den Gruppen-Chat der Studenten ein. Und plötzlich lautet die Wer stirbt als nächstes?
Du wurdest zur Gruppe "Charlie's Eight" hinzugefügt ... Besser, es wäre nie passiert!
Ein packender Werden Sie zum Leser eines tödlichen Chat-Verlaufs unter jungen Studenten!
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"Die Geschichte ist von Anfang bis Ende wahnsinnig spannend und hat mir eine schlaflose Nacht bereitet, weil ich das eBook einfach nicht weglegen konnte!" (Pan Tau Books)
Tibor Rode, 1974 geboren, arbeitet als Rechtsanwalt, Autor, Mediator und Lehrbeauftragter in Hamburg. Mit zwölf Jahren wurde er als jüngster Teilnehmer in das vom Bundesbildungsministerium initiierte Programm „Kreatives Schreiben" aufgenommen.
Neben Studium und Beruf war Tibor Rode lange Jahre für verschiedene Medien als Journalist tätig. Tibor Rode lebt mit Familie und Hund in Schleswig-Holstein bei Hamburg.
2013 erschien sein erfolgreiches Roman-Debüt "Das Rad der Ewigkeit". Der Thriller "Das Los" ist sein zweites Buch. Das "Mona Lisa Virus" wurde am 2016 zur Leipziger Buchmesse vorgestellt.
Mit ihm gelang Tibor Rode ein internationaler Bestseller. Im August 2018 legte er dann mit "Das Morpheus Gen" nach.
The Message handelt von einer Gruppe StudentInnen, die gemeinsam ein Seminar besuchen und sich auch fernab dieses Seminars mit ihrem Professor in einer Chatgruppe austauschen. Eine Studentin erhält einen kryptischen Kettenbrief und ist daraufhin tot. Hier zeigt sich auch gleich die Besonderheit der Geschichte, denn sie ist komplett als Chatverlauf dargestellt. Für mich das erste Buch, das ich in so einer Form gelesen habe und ich fand es erstaunlich erfrischend. Durch die Chatform konnte man das Buch sehr schnell durchlesen. Nachteil ist hier, dass man kaum einen Charakter tiefgehend kennen lernt. Spannend an der Geschichte ist vor allem, dass man durch die Chatverlaufform immer darauf angewiesen ist, was die Figuren erzählen und preisgeben. Alles andere bleibt für uns im Verborgenen und man muss sich seinen Teil denken, was wohl auch einen Teil der Spannung ausmacht. Ich kann mir vorstellen, dass die Erzählform nicht jedem gefällt. Mir hat die Geschichte gefallen, sie war rasant, spannend und mal etwas ganz anderes, als ich bisher kannte. Ich kann übrigens nur empfehlen The Message auf der Kindle App auf dem iPad zu lesen statt auf dem Kindle selbst. Dadurch kam die Chatform viel realistischer rüber.
Das Buch wurde mir von Netgalley zur Verfügung gestellt.
"be" ist ein neues Label aus dem Hause Bastei für E-Books aus verschiedenen Genres. Auf eines davon aus der Thriller-Reihe wurde ich erst vor kurzem aufmerksam: "The Message" von Tibor Rode, der sich auch durch Bücher wie "Das Mona-Lisa-Virus" oder "Das Los" einen Namen gemacht hat.
Zum Inhalt:
"The Message" erzählt die Geschichte einer Gruppe von Studierenden, die sich in einer Chatgruppe über ihr Anthropologie-Seminar mit ihrem Professor austauschen wollen. Kathy erhält einen mysteriösen Kettenbrief, den sie in die Gruppe postet - kurz darauf ist sie tot. Während die übrigen noch versuchen, ihrer Trauer Herr zu werden, hackt sich jemand Unbekanntes in die Gruppe und beginnt, weitere mysteriöse Nachrichten und Drohungenzu schreiben ...
Meine Meinung:
Die Thriller-Elemente, die Tibor Rode in diese Geschichte verarbeitet, sind nicht gerade neu. Auch wenn ich kein Fan von Horror-Geschichten bin, fallen sogar mir die Ähnlichkeiten zu Filmen wie "The Ring" oder "In drei Tagen bist du tot" auf. Trotzdem hat mich die ungewöhnliche Art, wie das Buch geschrieben ist, die ersten Kapitel sehr, sehr rasch lesen lassen ... Denn die Geschichte wird ausschließlich in Textnachrichten erzählt, die die Studierenden und ihr Professor in ihre Chatgruppe schreiben.
Bedingt durch die Erzählweise erfährt der Leser viele Dinge nur indirekt, einzelne Situationen, in die die verschiedenen Figuren geraten, werden entweder nur nacherzählt oder nur angerissen. Aus demselben Grund erfährt man auch nicht viel über die einzelnen Figuren, da die Dialoge hauptsächlich die Nachrichten und die Reaktionen darauf beinhalten. Einzelne Figuren erhalten ein wenig Tiefe, wenn die Frage auftaucht, wo die Angehörigen leben - aber mehr darf man sich nicht erwarten.
Die Spannung entsteht hauptsächlich aus dem, was man nicht erfährt. Das, was man sich vorstellt, was passiert sein könnte, wenn beispielsweise auf einmal keine Nachricht von einer bestimmten Person mehr im Chat auftaucht, wenn man kurz vorher noch gelesen hat, dass sie Angst hat (Ins Detail will ich jetzt absichtlich nicht gehen, weil Spoilergefahr). Da fängt man unweigerlich an, sich Fragen zu stellen - und die Neugier wächst, ob man Antworten bekommt. Hat die Geschichte wirklich einen übersinnlichen Hintergrund? Wer wird als nächstes sterben? Auf diese Weise entwickelt die Geschichte einen Sog, dem man sich nur schwer entziehen kann.
Abstriche muss ich allerdings beim Ende machen. Das kam für meinen Geschmack nämlich ein bisschen zu abrupt. Die Dialogform lässt hier den Leser mehr oder weniger ohne zufriedenstellende Antworten im Regen stehen ... Von einem Cliffhanger im klassischen Sinn würde ich aber nicht sprechen. Es ist eher so, dass sehr viel offenbleibt, was man in einer Fortsetzung aufgreifen könnte.
Mein Fazit:
"The Message" ist ein Thriller, der seine Spannung hauptsächlich aus dem zieht, was nicht erzählt wird. Wer sich auf die ungewöhnliche Erzählweise einlassen kann, wird mit einer Geschichte belohnt, die man nur schwer aus der Hand legen kann. Lediglich das Ende führte bei mir zu einem Abzug bei der Bewertung.
Diesen kurzen Thriller habe ich gestern noch zu Dreiviertel gelesen. Das ging so schnell, da der komplette Roman in Messenger-Nachrichten (vergleichbar mit WhatsApp) verfasst ist. Allerdings entwickeln die mitwirkenden Charaktere dadurch keine Tiefe, man erfährt nichts von ihrem Hintergrund, was wohl aber auch nicht beabsichtigt wurde. Auch der eigentliche Aspekt, auf den die Geschichte letztendlich hinausläuft, konnte mich nicht packen oder begeistern. Für mich war das Buch leider nichts. Es gibt 2 Sterne fürs Nicht-Abbrechen und den wie ich finde ansprechenden Aufbau in Form von Textnachrichten.
Wer kennt diese unseligen Kettenbriefe nicht, in denen man aufgefordert wird, irgend etwas zu tun, damit einem selbst oder seinen Lieben kein Unglück widerfährt? Die Studentin Kathy bekommt so eine Mail und postet sie im Chat ihres Anthropologie-Seminars. Als sie sich am nächsten Tag nicht mehr meldet, fangen die Freunde an, sich Sorgen zu machen. Kurz Zeit später wird ihre Leiche gefunden und der nächste aus der Gruppe erhält diese Kettenmail.
So fand ich’s:
Dieser Thriller ist in einer sehr ungewöhnlichen Form verfasst, nämlich ausschließlich als Nachrichten-Chat. Dafür habe ich extra meinen Kindle Fire mit Farbdisplay hervor geholt, denn da kommt das Layout mit verschiedenfarbigen Umrandungen für die einzelnen Chat-Teilnehmer noch besser zur Geltung.
Die kurzen Dialoge der Studentengruppe und ihres Anthropologie-Professors sind knackig auf den Punkt, in moderner Sprache verfasst und abgesehen von den spannenden und zugleich mysteriösen Ereignissen verleitet einen schon diese Form der Erzählung dazu, immer weiter zu lesen und weiter und weiter. Man erfährt nur das, was sie sich gegenseitig mitteilen, aber das reicht absolut, um einen zu packen, denn das, was ihnen passiert, steigert sich kontinuierlich in seiner Dramatik.
Für lange Charakterstudien oder Nebenhandlungen bleibt kein Raum, aber das stört einen bei dieser Art von Erzählung gar nicht. Die Gefühle und Stimmungen der Studienfreunde kommen auch so deutlich rüber, die Angst und die Anspannung, offen gezeigt oder durch den Versuch, cool zu wirken, übertüncht, ist klar zu spüren.
Der Schluss passt perfekt, denn er ist das Ende des Chats, was aber naturgemäß ein kleines bisschen Unklarheit zurück lässt, denn es fehlt der allmächtige Erzähler, der den letzten Rest auflöst. Das habe ich aber gerne in Kauf genommen, weil es folgerichtig die Art des Erzählens bis zum Ende fortgeführt hat und die Geschichte trotzdem abgeschlossen wurde.
Das Experiment mit der Erzählform ist gelungen, die Handlung packt einen mit spannendem Horror-Thrill und ich würde jedem raten, sich ein bisschen Lesezeit einzuplanen, denn sobald man das Buch angefangen hat, kann man es nicht mehr weglegen, bevor die letzte Nachricht gelesen ist.
„The Message“ ist in Form eines Chatverlaufs aufgebaut. Acht Studenten und ihr Professor sind Mitglied in diesem Chat und diskutieren über ihr neuestes Projekt, das Sezieren von Charlie, der jahrhundertealten Moorleiche. Ihre Sprache und Ausdrucksweise ist der Form des Mediums angepasst: Kurz formulierte, umgangssprachliche Sätze machen die Dialoge des Chats realistisch.
"Josh: 7:05 Uhr Daniel, mach dich mal locker! Das ist ja kein normaler Kettenbrief, den Kathy bekommen hat. Gerade wo wir an Charlie herumbasteln… welcher Witzbold hat das geschrieben? Du, Greg?" (S. 8)
Da ich bisher nur Bücher gelesen habe, die aus Briefen oder Emails bestanden, hat mir die Idee, die Geschichte über einen Chatverlauf zu transportieren, richtig gut gefallen. Trotzdem ist das Buch in Kapiteln unterteilt, die jeweils mit einem packenden Cliffhanger enden, sodass man einfach weiterlesen muss! Natürlich kann bei einer Geschichte in reiner Dialogform nicht viel über Charaktere, noch weniger über das Setting gesagt werden. Trotzdem haben mir Rodes verschiedene Figuren sehr gut gefallen, denn jede stellt über die Art des Schreibens ihre jeweilige Eigenheit heraus.
Um den Spannungsbogen der Handlung zu beschreiben, reichen drei Buchstaben: Wow! Mit jedem Kapitel steigert sich die Dramatik, denn so viel kann verraten werden: Es bleibt nicht nur bei einer Person, die im Chat auf einmal keine Antworten mehr gibt. Dafür kommentiert plötzlich ein Fremder, der sich eingehackt hat und alle mit dem Tod bedroht, die der Aufforderung der Kettenmail nicht Folge geleistet haben. Die Geschichte ist von Anfang bis Ende wahnsinnig spannend und hat mir eine schlaflose Nacht bereitet, weil ich das eBook einfach nicht weglegen konnte!
Fazit & Bewertung
„The Message“ von Tibor Rode kann ich allen empfehlen, die psychischen Nervenkitzel lieben! Die mitreißende, spannungsgeladene Geschichte hat mich vollkommen überzeugt. Obwohl meiner Meinung nach die Geschichte noch viel länger hätte sein können, hat Rode es auf wenigen Seiten geschafft, aufregende und gut gelungene Höhepunkte aneinanderzureihen und eine hochdramatische Geschichte zu entwerfen.