Eine Flucht ohne Entkommen und das Spiel mit dem Feuer Untersuchungshäftling Eric kann sein Glück nicht fassen. Kaum aus dem Knast getürmt, läuft er an einer Tankstelle Jen über den Weg - Mitten in der Nacht, irgendwo im Nirgendwo, offensichtlich gut bei Kasse und in einer für sie ziemlich blöden Lage. Er beschließt, ihr zu helfen; hält er den hübschen Goldesel doch für die perfekte Möglichkeit, Texas so schnell wie möglich hinter sich zu lassen. Mit ihrer Kohle und ihrem Auto. Aber Eric unterschätzt Jen. Ein Fehler! Für ihre Freiheit kämpft sie nämlich auch mit unfairen Mitteln und scheint dafür einen guten Grund zu haben ... Das explosive und gefährlich heiße Katz-und-Maus-Spiel beginnt. Und nur einer kann es gewinnen.
Die Story über ein nettes Mädchen, das auf der Flucht vor ihren Eltern ist und dabei einen Ganoven aufgabelt und sich von ihm entführen lässt, hat mich total gereizt.
Und an und für sich ist die Geschichte auch ganz nett. Man lernt die Figuren nach und nach kennen und erfährt ganz langsam ihre Geheimnisse.
Jen ist etwas naiv, was es Eric leicht macht, sie für seine Zwecke einzuspannen. Das fand ich gar nicht so dumm, weil man es Jen schon abnimmt, eine reiche Tochter zu sein, die nicht viel Ahnung vom Leben hat.
Was aber gar nicht zur verwöhnten Südstaatentochter passen wollte war das Bauarbeiter Mundwerk. Sie hatte eine Ausdrucksweise, die unter aller Kanone war und die Stimmung beim Lesen richtig kaputt gemacht hat.
Zu Eric passte dies. Ich wünschte, die Autorin hätte den Ton ihren Charakteren etwas besser angepasst, dann wäre alles stimmiger gewesen.
Die Geschichte selbst bietet kaum Überraschungen, weiß aber trotzdem zu unterhalten. Dass aus dem Roadtrip zum Ende hin ein hin und her wurde und es eher rückwärts ging, fand ich zwar nicht so gut gelöst, war aber okay.
Was noch verbesserungswürdig wäre, ist die Rechtschreibung. Klar, als Selfpublisher kann man sich kein Lektorat leisten, aber dass Ikonen wie Stephen King richtig geschrieben werden und man weiß, dass es Walmart und nicht Wallmart heißt, dürfte nicht zu viel verlangt sein.