Die Story über ein nettes Mädchen, das auf der Flucht vor ihren Eltern ist und dabei einen Ganoven aufgabelt und sich von ihm entführen lässt, hat mich total gereizt.
Und an und für sich ist die Geschichte auch ganz nett. Man lernt die Figuren nach und nach kennen und erfährt ganz langsam ihre Geheimnisse.
Jen ist etwas naiv, was es Eric leicht macht, sie für seine Zwecke einzuspannen. Das fand ich gar nicht so dumm, weil man es Jen schon abnimmt, eine reiche Tochter zu sein, die nicht viel Ahnung vom Leben hat.
Was aber gar nicht zur verwöhnten Südstaatentochter passen wollte war das Bauarbeiter Mundwerk. Sie hatte eine Ausdrucksweise, die unter aller Kanone war und die Stimmung beim Lesen richtig kaputt gemacht hat.
Zu Eric passte dies. Ich wünschte, die Autorin hätte den Ton ihren Charakteren etwas besser angepasst, dann wäre alles stimmiger gewesen.
Die Geschichte selbst bietet kaum Überraschungen, weiß aber trotzdem zu unterhalten. Dass aus dem Roadtrip zum Ende hin ein hin und her wurde und es eher rückwärts ging, fand ich zwar nicht so gut gelöst, war aber okay.
Was noch verbesserungswürdig wäre, ist die Rechtschreibung. Klar, als Selfpublisher kann man sich kein Lektorat leisten, aber dass Ikonen wie Stephen King richtig geschrieben werden und man weiß, dass es Walmart und nicht Wallmart heißt, dürfte nicht zu viel verlangt sein.