Eine tragische Liebe vor sinnlich-magischer Kulisse von Spiegel-Bestseller-Autorin Nicole C. Vosseler
London, 1843: Sie nannten es das Grüne Gold - Tee. Und Robert Fortune, der englische Botaniker, soll ihn für die Horticultural Society aus China in die westliche Welt bringen. Während Zuhause Frau und Sohn auf ihn warten, begibt sich der verschlossene Wissenschaftler auf eine gefährliche Reise ins Reich der Mitte. Doch durch die Bekanntschaft mit dem Schwertmädchen Lian nimmt die Expedition eine verstörend sinnliche Wendung. Die in Kampfkunst geschulte ebenso mutige wie fragile Rebellin lehrt ihn nicht nur Pflanzen und Tee zu kategorisieren. Sie öffnet auch den Weg zu seinem Herzen.
"Nicole Vosseler überzeugt mit ihren literarischen Talenten."
Am Rand des Schwarzwalds geboren und aufgewachsen, finanzierte sich Nicole C. Vosseler ihr Studium der Literaturwissenschaften und der Psychologie mit einer Reihe von Nebenjobs. Bereits früh für ihre Kurzprosa, für Essays und Lyrik ausgezeichnet, wandte sie sich später dem Schreiben von Romanen zu. Ihr Debüt "Südwinde" wurde hochgelobt; 2007 wurde ihr der Förderpreis der Stadt Konstanz für junge Künstler in der Sparte Literatur verliehen. "Der Himmel über Darjeeling" und "Unter dem Safranmond" standen jeweils mehrere Wochen auf der SPIEGEL-Bestsellerliste. Ihre Bücher wurden bisher in neun Sprachen übersetzt.
Nicole C. Vosseler lebt in Konstanz, in einem Stadtteil, der ganz offiziell "Paradies" heißt. Wenn sie nicht in ihrem Schreibstudio am Seerhein an einem ihrer Romane arbeitet, reist sie mit der Kamera um die Welt, wo sie sich als selbsternannte Food-Ethnologin betätigt, trotz ihrer Höhenangst auch mal einen Vulkan besteigt und auch sonst das Abenteuer sucht.
Mich hat das Cover vom ersten Moment an für sich eingenommen. Eigentlich ist es ja recht unscheinbar und trotzdem - die Farben find ich irgendwie toll und hab mir dann auch einige Rezensionen dazu durchgelesen; was soll ich sagen: meine Neugier war geweckt!
Der Klappentext hat mich etwas in die Irre geführt, ich ging davon aus, dass man erstmal in London auf die Charaktere und Hintergründe eingeführt wird. Doch die Autorin macht das viel geschickter! Robert Fortune ist schon auf dem Weg nach China und aus seiner Sichtweise erfährt man alles über ihn - erst sehr verhalten, aber dann immer tiefgehender. Dabei wechselt sich die Erzählung mit Lian ab, dem Schwertmädchen, das zufällig seinen Weg kreuzt und aus der Ich-Perspektive einen ganz anderen Blickwinkel zeigt. Besonders gekonnt sind die Gedanken von Roberts Frau Jane, die immer wieder zwischendurch einfließen und die Veränderung zum Tragen bringt, die sich durch die lange Trennung nicht vermeiden lässt.
Am Kapitelanfang erfährt man, wo sich Robert Fortune gerade aufhält, auch die Pflanzen die er findet werden sehr akribisch geschrieben und mit lateinischen Namen untermalt - aber ich fand es noch im zumutbaren Bereich, auch wenn auch weniger gereicht hätte. Ansonsten bin ich in dem Schreibstil regelrecht versunken! So unglaublich bildhaft, sanft und doch eindringlich, dass ich das Buch wirklich kaum aus der Hand legen konnte. Die Handlung an sich, wie er auf der Suche nach Pflanzen ist, gibt an sich nicht viel her: wenn nicht diese großartige Charakterstudie von diesen drei Figuren wäre!
Robert ist an sich ein glücklich verheirateter Mann, der seine Frau und seine beiden Kinder über alles liebt. Er ist zielstrebig, hält sich an Regeln und seine Verlässlichkeit ist ihm in Fleisch und Blut übergegangen. Die Reise aber verändert ihn und mit seiner ruhigen, bedächtigen Art wandelt er sich immer mehr in einen Entdecker, der auch vor Risiken und Abenteuer nicht zurückschreckt. Das alles aber immer in einer ganz besonders intensiven Atmosphäre, in einer gemessenen Weise, die mich total in den Bann gezogen hat.
"Wenn ich das hier sehe ... dann bin ich einfach zufrieden. Zufrieden, dies zu erleben. Etwas dazuzulernen, jeden einzelnen Tag. Einfach ... zu sein." S. 246
Auch Lian ist eine ganz besondere Persönlichkeit, die mich total fasziniert hat. Die historischen Zusammenhänge sind hier von großer Bedeutung, gerade wenn es um die weibliche Rolle in Asien geht und zeigt sehr behutsam wie eindringlich, wie stark sie innerlich ist. Wie sehr sie dagegen kämpfen musste und es immer noch tut, um ihren eigenen Weg zu finden.
"Begegnete ich anderen Menschen auf meinem Weg, überfiel mich Scheu, umso mehr, je verlassener die Gegend war. Die Scheu eines Menschen, der das Alleinsein liebt. Dessen Zuhause die Einsamkeit ist." S. 46
Und natürlich Jane, Roberts Frau, die in weiter Ferne ebenfalls versucht, sich den neuen Umständen anzupassen. Ihr Part ist hier eher gering und dennoch nicht unbedeutend und gerade diese kurzen Abschnitte haben ein gelungenes Bild gezeichnet.
Eingehüllt in die Vergangenheit Chinas geht es um die Freiheit, um den Mut sich einer völlig neuen Welt zu öffnen, Veränderungen zu wagen und sich selbst neu zu entdecken. Dabei ist es auch noch gespickt mit kleinen Weisheiten, die großes Aussagen und viel bewirken können - wenn man sich einen Moment Zeit nimmt, um sich damit auseinander zu setzen. Ein farbenprächtiges Sinnbild der damaligen Zeit, eine Hommage an die Natur und die Tiefe der Gefühle, die man in sich trägt. Momente zum Innehalten und sich treiben lassen in einer ausladenden Kulisse und zwei Weggefährten, deren Schicksal zu einer tiefgreifenden Entscheidung führen wird.
Unerwähnt lassen möchte ich nicht Wang, den Führer von Robert, der mich mit seiner hochtrabenden, ereifernden Art köstlich amüsiert hat!
Sollte mich jemand als schrullig bezeichnen, könnte ich das demjenigen nicht verübeln, habe ich doch die Angewohnheit Bücher von gewissen Autoren aufzusparen. Ich mag es, wenn im Bücherregal noch ein besonderes Exemplar steht, worauf ich mich ganz speziell freue. So geht es mir auch immer wieder mit den Büchern von Nicole C. Vosseler. Und ich wurde auch diesmal nicht enttäuscht und das Buch hat mich so sehr berührt, dass ich meine Marotte ernsthaft in Zweifel ziehe und mich frage, warum ich so lange gewartet habe, um dieses Buch zu lesen. Zugegebenermassen waren es auch äussere Umstände, die mich in einen Leserückstand geführt haben. Aber gerade auch in schwierigen Zeiten können mich Bücher wie „Der englische Botaniker“ aus dem belastenden Alltag entführen und mich alles um mich herum vergessen lassen.
Nicole C. Vosseler erzählt uns in diesem Buch von Robert Fortune, der tatsächlich im 19. Jahrhundert nach China reiste, um dort die Pflanzenwelt zu erforschen. Die Autorin schafft es in ihrer unnachahmlichen Erzählweise historische Tatsachen mit Fiktion zu vermischen, so dass die Grenzen verschwimmen und so den Leser diese Zeit der Entdeckungen hautnah miterleben lässt. Die drei verschiedenen Perspektiven (die Geschichte wird aus der Sicht Roberts, der Kämpferin Lian und Roberts Ehefrau Jane erzählt) erlauben einen tiefen Einblick in die damalige Zeit und zeigen eindrücklich, wie so eine Reise die Menschen und sein Umfeld verändern können.
Die Autorin ist nicht nur eine talentierte Geschichtenerzählerin. Ihre Schilderungen sind farbenfroh, leidenschaftlich, manchmal verspielt und man hat das Gefühl, man müsse nur die Hand ausstrecken, um die beschriebene Blume zu pflücken. Die Düfte kitzeln in der Nase und die Sonne küsst die Haut – genauso habe ich mich beim Lesen gefühlt. Zwischen den Zeilen erkennt man die Liebe der Autorin zum Detail und vor allem zu ihren Figuren und so liessen mich die Gefühle der Protagonisten alles andere als kalt.
Wer historische Geschichten verwoben mit Romantik und intensiven Beschreibungen mag ist hier genau richtig. Und macht es bitte nicht wie ich und wartet nicht zu lange darauf, euch mit Robert auf die Reise nach China zu machen. Ich beneide jedenfalls jeden, der dieses schöne Buch noch vor sich hat.
Robert is sent to China by the Horticultural Society in 1843 to discover and report about plants. While going on his mission, he discovers more than just some plants and tea leaves but a strange mysterious Chinese girl, Lian, who changes his life and vice versa.
It was such a shame because I really tried to like this story. I loved the general idea, the whole setup and writing style (there are letters from the Society, Jane and Robert's own reports inbetween) and I was ready to dive into the story. It was unfortunately not only the missing of a climax but also the missing of any kind of excitement or suspense. The short description describes a dangerous voyage through China but this didn't feel like it. If the short description would have chosen to describe this more as a "slice-of-life story" of an English man in China, I would have a different mindset and I would have probably liked the story much better.
Unfortunately, the relationship between Robert and Lian was not believable and I couldn't feel the connection between them. Furthermore, the story was too flat-lined, meaning that the story meandered along until the end. There are a lot of botanical technicals terms which were fine and just showed how much work and love the author put into the story. But this made the story very slow and did not really help in building a connection to the story or characters.
Un libro dove la realtà si mescola alla finzione. Dove ci sono due paesi e due popoli così diversi tra loro. Dove c’è l’amore per le piante, la natura, la sete (buona) per la scoperta. Dove ci sono donne indipendenti fin da piccole e donne che lo diventano quando si trovano costrette a tirar fuori la loro forza. Dove c’è l’amore, trattato e scritto, in incredibile tenerezza e delicatezza. Ma, soprattutto, c’è la Natura della Cina.
In diesem Buch begleiten wir Robert Fortune ins China des Jahres 1843. Er lässt seine Frau Jane und seine beiden Kinder in England zurück, um in China neue Pflanzen zu entdecken und diese nach England zu schicken. Anfangs erweist sich diese Reise sehr mühselig, spricht Fortune doch kein chinesisch und sein Führer Wang hat meistens ganz andere Ansichten von der Gestaltung des Tages als er selbst. Eines Tages wird Fortune überfallen und dabei von der Kämpferin Lian gerettet. Kurz darauf trifft er sie andernorts wieder und sie schliesst sich ihm und Wang an, bringt ihm die Sprache bei und lehrt ihn die Grundzüge des Kämpfens. Bei einem Besuch eines Klosters erhält Fortune von den Mönchen Teepflanzen als Geschenk. Dieser Besuch weckt ihn ihm das Verlangen, das Geheimnis des Tees genauer zu erforschen und so werden aus dem geplanten Jahr zwei Jahre in China.
Das Buch ist aus drei unterschiedlichen Perspektiven geschrieben. Einmal aus Fortunes, dann aus Lians in der Ich-form und zusätzlich noch Janes Sicht in England. Dazwischen werden immer wieder Briefe an Jane und die Aufzeichnungen Robert Fortunes zitiert.
Überall ist immer wieder ungläubiges Staunen sichtbar. Fortune staunt über das ihm unbekannte und manchmal auch geheimnisvolle China. Lian staunt wiederum, dass Fortune so anders als die anderen westlichen Barbaren ist. Und Jane wiederum lernt in England durch die Beschäftigung bei Fortunes Mentor die Geheimnisse der Botanik kennen. Schön war auch die Veränderungen an allen zu beobachten. Fortune und Lian kommen sich näher und Jane wird zu einer selbständigen Frau, die unabhängig von ihrem Mann ein erfülltes Leben lebt.
Nicole C. Vosseler bringt dieses Staunen ganz wunderbar in ihrem Buch unter. Wir dürfen hier ein China erleben, dass es so heute nicht mehr gibt. Toll beschrieben sind die unterschiedlichen Pflanzen, denen wir hier begegnen. Einige davon sind uns aus unseren eigenen Gärten bekannt, bei vielen, wie z.B. der Weigelien, ist es uns gar nicht bewusst, dass ihr Ursprung im fernen China liegt.
Am Ende hätte ich gerne noch mehr über die Fortunes erfahren, wie sich Robert und Jane wieder zusammengerauft haben , nach dieser Reise, die beide so verändert hat. Leider wird das am Ende nur kurz angedeutet.
Alles in allem war es aber ein ganz wunderbares Buch, das auch mich hat Staunen lassen. Von daher eine volle Leseempfehlung von mir.
Angesprochen zum Kauf hat mich damals zu allererst das Cover, Botanik an sich interessiert mich auch immer. China jedoch eher weniger, dennoch damals sogar beim Buchhändler um die Ecke extra bestellt. Und es hat sich absolut gelohnt. 🌿🌱🌿🌱🌿 5 Sterne Wert, absolut. Allein schon die Satzung, die unterschiedlichen Schriftarten und die drei Perspektiven aus denen geschrieben wird. Man kann in alle genau hineinfühlen und wird dabei in unterschiedliche Welten mitgenommen. Ob das England Mitte des 19. Jahrhunderts oder eben das andere Ende der Welt in China, man wird einfach mit hineingezogen. Auch China wirkt für mich plötzlich interessant und man erfährt vieles über die Lebensweise dort. Die Hauptrolle neben der Flora dort spielt die Liebesgeschichte, die sich zwischen dem Englischen Botaniker und einem Schwertmädchen aufbaut. Er, der seine Familie in England zurücklässt um in den Diensten der Royal Horticultural Society das grüne Gold - den Tee - nach England zu bringen. Sie, die in ihrem Leben nichts so sehr braucht wie ihre Freiheit. Wie wird er sich am Ende entscheiden?
Es hat mich überrascht wie gut Vosseler das China des 19.Jhd. mit ein paar Zeilen aufleben lässt. Es fühlt sich an, als wäre man live dabei. Die Eindrücke; Sehen, Hören, Riechen werden alle reichlich bedient und mit einer einzigartigen Lyrik zu Papier gebracht. Man sollte meinen, dass der Plot recht langweilig ist, geht es doch nur um einen englischen Botaniker der im Auftrag der Krone besondere, chinesische Pflanzen finden und nach GB verschiffen soll. Doch nicht nur die Liebe des Botanikers zu seinen Blumen begeisterte mich, genauso hat mich die zarte Liebesgeschichte mit einer Chinesin sehr berührt. Das Ende gefiel mir leider nicht. Dennoch ist es für diese Geschichte das richtige.
Der aus Schottland stammende Botaniker Robert Fortune wird im Jahre 1843 von der englischen Horticultural Society mit minimaler Ausstattung aber klarem Auftrag nach China geschickt! Er soll in Europa noch nicht heimische Pflanzen suchen, beschreiben und nach England schicken. Besonderen Wert legt die Society dabei auf die Päonie - und die Teepflanze, die nach Fortunes Expedition ihren Siegeszug in die ganze Welt antreten wird. Die Reise gestaltet sich nicht nur abenteuerlich sondern auch sehr gefährlich - denn es ist streng verboten, die Teepflanze aus China zu exportieren. Dass es ihm dennoch gelingt, verdankt der Botaniker, der übrigens den realen Robert Fortune zum Vorbild hat, nicht zuletzt den Menschen, die ihm in dem unbekannten, exotischen Land zur Seite stehen und die ihn darüberhinaus viel lehren über das Land, seine Bewohner und in nicht geringem Maße auch über das Leben und über sich selbst. Als veränderter Mensch wird er nach England zurückkehren....
Dieser wunderschöne Roman voller Zartheit und Poesie mit seinen unvergesslichen Charakteren hat mich, je weiter ich las, immer stärker in seinen Bann gezogen. Er hat mich auf eine Weise berührt, wie kaum ein Buch vorher. Und wenn ich mich frage, warum das so ist, komme ich zu dem Schluss, dass dies vor allem der Sprache zu verdanken ist, mit der sich Nicole Vosseler direkt in mein Herz schreibt, mit der sie ein Land malt, das von geradezu märchenhafter Schönheit ist, Personen erschafft, die man nicht mehr loslassen möchte, die nachklingen und die mich noch lange begleiten werden! Die Sprache mutet an wie die Seide Chinas - zart, transparent, alle Sinne umschmeichelnd, die Seele streichelnd!
Demgegenüber steht die harte Realität Chinas als auch Englands Mitte des 19. Jahrhunderts, die die Autorin kenntnisreich und klar umreißt, stehen unbarmherzige Konventionen hier wie dort, die gerade den Frauen einen Platz zuweisen, die keinerlei selbstständiges Denken und Handeln gestatten und die kaum jemand zu durchbrechen wagte. Die beiden weiblichen Protagonistinnen des Romans aber tun genau das!
Da ist einmal Roberts Frau Jane in England, die während der Abwesenheit ihres Mannes, mit ihren beiden kleinen Kindern allein auf sich gestellt, zu einem selbstbestimmten Leben findet, ohne jedoch jemals von ihrer Loyalität dem fernen Ehemann gegenüber abzuweichen. Und in China ist es das freiheitsliebende Schwertmädchen Lian, das sich einem grausamen, von den Traditionen vorherbestimmten Schicksal widersetzt hat und geflüchtet ist, und das nun ganz alleine durch die Lande zieht und die so gewonnene Unabhängigkeit trotz aller Einsamkeit nie mehr aufgeben wird.
Mit den Augen der beiden mutigen, dem Leser Respekt und Bewunderung einflößenden Frauen, aus ihrem jeweiligen Blickwinkel, genauso wie aus dem des Botanikers, der zwischen beiden Frauen steht, lässt die Autorin die Handlung ihres Romans sich entwickeln und voranschreiten, wodurch sie ihre Leser tief in die drei Hauptfiguren, ihre Gedanken, Erwartungen, Hoffnungen, inneren Konflikte und Zwiespälte hineinblicken und dadurch besser verstehen lässt.
So ist ein unvergleichliches, tiefgründiges Buch von hoher Qualität entstanden, an dem anspruchsvolle Leser und Liebhaber historischer Romane nicht vorübergehen sollten!
Nicole C. Vosseler - Der englische Botaniker - HarperCollins
England/China, Mitte des 19. Jahrhunderts Der englische Botaniker Robert Fortune bricht im Auftrag der "Horticultural Society" nach China auf, um eine "grüne" Wunsch-Liste zu erfüllen, sprich bestimmte Pflanzen zu finden, zu sammeln, sie zu klassifizieren und in die Heimat zu verschiffen. Für Robert Fortune ein Glücksfall, doch seine junge Ehefrau sieht darin eher eine zweifelhafte Ehre, denn es wird eine sehr lange Zeit dauern, bis er sie und seine kleinen Kinder wieder in die Arme schließen wird. Allein ein Briefwechsel dauert 8 Monate und so harrt Jane Fortune der Jahreszeiten. Aus einem Auftrag, wird eine Mission. Es ist, als hätte Chinas Flora nur auf Fortune gewartet, um den leidenschaftlichen Botaniker in Erstaunen zu versetzen.
Wie ein stolzer Pfau zeigt China ihre exotische Natur, schlägt über blühende Felder sein Rad, um mit seinem Farbenspiel Roberts Sinne zu berauschen. Chinas Pflanzenpracht ist wie ein Moloch, der Robert Fortune verschluckt. So auch die vielen Gefahren, die in einem fremden Land auf einen naiven Engländers lauern. Das "British Empire" welches als Feind angesehen wird, verallgemeinert die seichte Sympathie des chinesischen Volkes für die europäischen Barbaren, durch ihre abscheulichen Taten, zu recht. Die Reise in das Reich der Mitte, ist für Robert Fortune eine Reise ins Ungewisse, er ist der Sprache nicht mächtig und weiß sich nicht zu orientieren. Dafür hat er den pfiffigen Wang angeheuert, er navigiert und fühlt sich beflissen, Robert auf seine schelmische Art zu unterhalten, doch als sie in einen Hinterhalt geraten, hat Robert sein Leben nur der Kampfeskunst der Schwertkämpferin Lian zu verdanken. Lian steht in ihrer Eigenschaft als Jianghu im Dienste der Gerechtigkeit. Lian ist wie das Zitat eines Unbekannten:
"Der Wind gibt mir Raum, denn ohne Freiheit kann ich nicht lieben"
Eine verstörende Einsicht für den Barbaren und die Schwertkämpferin. Wegzugehen bedarf nicht viel des Mutes, zu bleiben und sich seinen Gefühlen zu stellen, wird für Robert und Lian zur Herausforderung. Robert Fortune befindet sich auf einer gefährlichen Mission.
Die Leidenschaft und die Liebe zu Blumen sitzt tief und aus dem Mann mit dem zarten Gemüt, wird ein beinahe verwegener Abenteurer. Das magische Trio hat ein Ziel: Der Ort in den Wolken, der Chinas beste Teepflanzen beherbergt.
Englands Kulturgut Nr 1, der Tee, wurde hart umkämpft, gesüßt mit Blut und Tränen. Lian, Wang, Robert Fortune und auch Jane Fortune sind ein Teil davon geworden.
Nicole C. Vosseler schickt ihre Leser mal wieder auf seelische Entdeckungsreise: Abenteuer, Ruhe und Frieden, Gegensätze, spannende Historie, Drama und Liebe und ein tiefer Seufzer nach der letzten Seite. "Hach" Unweigerlich verliebt man sich in die liebevoll gezeichneten Charaktere. Der englische Botaniker ist ein Lieblingsbuch mit Rückgrat! Ich bin begeistert! Ein Buch, das gibt.
La trama è interessante. Ogni capitolo è raccontato in prima persona dal personaggio. Ci sono parti scorrevoli e parti molto lente, un alternarsi di si mi piace, no sta diventando noioso. Il libro comunque mi ha dato una buona impressione, scritto in modo semplice e poetico, interessante la storia del viaggio da parte del protagonista alla scoperta di nuove piante. I protagonisti però non mi hanno catturata, i loro sentimenti non li ho percepiti, restano in sospeso in attesa di una risposta.
Schon nach wenigen Seiten war klar – das ist ein Buch für mich! Dicht und sehr atmosphärisch erzählt, hat mich die Autorin direkt in eine andere Welt entführt, in die ich gerne versunken bin und aus der ich nur schwer wieder auftauchen konnte.
Es ist eine ruhige Geschichte und man sollte nicht erwarten, dass die Geschichte durch Action und Spannung trumpft. Es ist vielmehr eine eindringliche und sehr intensive Geschichte, in der vor allem drei ganz unterschiedliche Charaktere den Reiz ausmachen. Im Mittelpunkt der Mitte des 19. Jahrhunderts spielenden Geschichte steht der Botaniker Robert Fortune, der nach China reist, um das Geheimnis des Tees zu lüften. Während er anfangs noch viel an seine Frau Jane denkt, die er in England zurückgelassen hat, ändert sich das im Lauf seiner Reise, auf der er das Schwertmädchen Lian kennenlernt, die sich der kleinen Expedition anschließt.
Alle drei Charaktere mochte ich sehr gerne – so unterschiedlich sie auch waren, richtig in Herz geschlossen habe ich aber Jane, die zwar die kleinste Rolle spielt, dafür aber eine tolle Entwicklung durchmacht und große Stärke und Kraft beweist, in dem sie sich von einer braven Hausfrau zu einer eigenständigen, reflektierenden und selbstbewussten Dame entwickelt. Ich mochte ihr Beharrlichkeit und ihren Mut – und das zu einer Zeit, in der genau das bei Frauen nicht gewünscht war. Ihr Mann Robert wirkt dagegen die ganz Zeit etwas sperrig und unbeholfen – so liebevoll und zärtlich er zu den Pflanzen ist, so ungelenk scheint er im Umgang mit den Menschen. Im Laufe der Geschichte aber lernt man ihn auch von einer anderen Seite kennen – und er muss eine „chinesische Haut“ in sich entdecken. Wirkt er auch etwas tollpatschig, hat er doch das Herz am rechten Fleck und ich habe ihn auf seiner Reise gerne begleitet. Das Schwertmädchen Lian hat mich ebenfalls sehr beeindruckt – anfangs konnte ich nicht so recht einordnen, was es mit ihr auf sich hat, aber auch ihre Geschichte erfährt man im Laufe der Reise und es gibt interessante Einblicke nicht nur in Lians Leben, sondern auch in die Geschichte Chinas.
Es war vor allem der Schreibstil, der mich sofort eingefangen hat – poetisch und voller Wärme, atmosphärisch dicht und mit vielen wunderschönen Beschreibungen und Gedanken bin ich regelrecht in ihm versunken. Interessant ist auch die Form der Erzählung – mal gibt es Briefe, mal Tagebucheinträge, dann wieder Kapitel, die aus Sicht Roberts erzählt werden und Kapitel, in denen Lian als Ich-Erzählerin zu Wort kommt. Dieser Wechsel der Erzählweisen ist sehr gelungen und hat so viele verschiedene Facetten der unterschiedlichen Charaktere aufgezeigt.
Letztlich ist das Buch eine Hommage – es geht um die Liebe zu den Pflanzen und um die Liebe zwischen den Menschen. Eine leise, aber sehr emotionale Liebesgeschichte voller Gefühl und Poesie, zauberhaft und berührend. Lediglich an einigen Stellen waren mir die Beschreibungen der Pflanzen mit all ihren verschiedenen Namen zu ausführlich, dafür ziehe ich einen halben Stern ab. Insgesamt aber hat mich die Geschichte wirklich überzeugen können und hallt immer noch nach – 4,5 von 5 Sternen für dieses wundervolle und bezaubernde Buch voller Leidenschaft und Liebe.
Mein Fazit Schon nach wenigen Seiten hat mich die Autorin mit ihrem wundervollen Schreibstil in eine andere Welt entführt, die nicht nur von Pflanzen, sondern vor allem auch von den exzellent ausgearbeiteten Figuren lebt – eine leise Geschichte, die berührt und die bei mir immer noch nachhallt. Ich gebe 4,5 von 5 Sternen.
Robert Fortune reist nach China um im Auftrag der Horticultural Society of London Samen und Pflanzen zu sammeln die noch nicht in Großbritannien kultiviert sind. Zurück in der Heimat bleibt seine Frau Jane und zwei kleine Kinder. Auf seiner Reise durch das ihm unbekannte Land entdeckt er nicht nur Schätze der Flora sondern lernt Lian kennen, eine Kriegerin und Einzelgängerin die ihn auf seinen weiteren Weg begleitet , er schließt neue Freundschaften und lernt auch sich selbst besser kennen.
Ich mag die Bücher von N.C.Vosseler sehr gerne z.B. der Himmel über Darjeeling gehört zu einem meiner Lieblingsbüchern der Autorin. Dieses Buch ist wundervoll geschrieben. Die Autorin schafft es mit ihren Worten den Leser in eine fremde Welt zu entführen und auf eine Reise mitzunehmen in das England und China Mitte des 19. Jahrhunderts.
Das Buch ist unterteilt in einzelne Kapitel mit der Handlung aus Fortunes und Lians Sicht und einzelnen Abschnitten mit Gedankenfetzen aus Janes Sicht. Zwischendurch kommen immer wieder von der Autor übersetzte Passagen aus den Tagebüchern und Reisberichten von Fortune was dem Leser das Gefühl vermittelt das es nicht gänzlich Fiktion ist was er liesst.
Robert Fortune war eine reelle Person und die Autorin schafft es ganz geschickt Fakten und Fiktion miteinander zu verknüpfen.
Am Anfang fand ich die vielen lateinischen Begriffe der Botanik sehr anstrengend und hatte das Gefühl Fachliteratur zu lesen und keinen Roman. Mit der Zeit jedoch fand ich das sehr schlüssig. Ein leidenschaftlicher Botaniker wie Fortune es war, würde nie an eine einfache Rose denken sondern immer in der exakten botanischen Bezeichnung.
Lian und ihr Schicksal fand ich ungaublich interessant . Sie hat dem Buch das nötige Leben und die Spannung gegeben. Die Beziehung zwischen ihr und Fortune ist ein zartes Pflänzchen das ganz langsam erblüht.
Die Entwicklung Janes fand ich auch super beschrieben auch im vergleich zu dem Leben was Lian in China führt. Jedoch fand ich ihre Passagen für den weiteren Verlauf der Handlung nicht wirklich nützlich.
Inwieweit der Roman gut recherchiert ist und wo sich die Autorin künstlerische Freiheiten rausgenommen hat kann ich nicht beurteilen aber die Geschichte wirkt für mich rund.
Im großen und Ganzen würde ich diesem Roman knappe 4 Sterne geben. Es ist wundervoll geschrieben, die Schicksale der einzelnen Protagonisten gut verwoben. Jedoch bleibt vieles im ungewissen. Mir fehlt das gewisse Drama, ein größerer Spannungsbogen der einen ans Buch fesselt und zum weiter blättern zwingt, vieles erscheint mir zu langatmig geschrieben. Die Geschichte an sich gefällt mir jedoch sehr gut , sie ist schön und bittersüß.
Robert Fortune stammt aus einfachen Verhältnissen, doch dank seiner Liebe zu Pflanzen und seiner Beharrlichkeit hat er sich eine gute Position erarbeitet und wird schließlich sogar von der Horticultural Society of London nach China geschickt, dass kürzlich seine Grenzen geöffnet hat. Dort soll er die Pflanzenvielfalt Chinas für, vor allem schöne Blumen, finden und nach England bringen. Für diese Aufgabe lässt er sogar seine Frau und seine beiden kleinen Kinder in England zurück. Begleitet wird Robert auf seinem Weg von dem schrulligen Chinesen Wang, der ihm als Übersetzter dient. Und schließlich trifft er auch auf das Schwertmädchen Lian, die als freie Kriegerin durch China zieht und der Gerechtigkeit Zusammen entdecken sie die botanische Vielfalt Chinas.
Die Struktur des Buches hat mir sehr gut gefallen. Es gab immer wieder kleine Briefwechsel zwischen Robert und seiner Frau oder der Horticultural Society, sowie Auszüge aus Robert Fortunes Aufzeichnungen. Die Geschichte wird abwechselnd aus der Perspektive von Robert und Lian erzählt, doch gelegentlich gibt es auch Szenen, die bei Roberts Frau Jane spielen. Obwohl diese sehr selten waren, so muss ich doch sagen, dass sich Jane den Platz als mein Lieblingscharakter verdient hat. Sie ist eine praktisch denkende Frau, die mir mit ihrer selbständigen Art und ihrer Unabhängigkeit einfach sehr gut gefallen hat.
Neben Jane mochte ich auch die anderen Charaktere. Robert Fortune ist ein beständiger und gutmütiger Riese. Seine Leidenschaft für Pflanzen war einnehmend. Und die mutige und unabhängige Lian mochte ich natürlich sowieso. Aber auch der wirklich schrullige Wang mit seinem Faible für Essen und seinem witzigen Dialekt war einfach klasse. Vor allem ein paar wirklich witzige Wortspiele konnten mich sehr gut amüsieren.
Die Geschichte war schön und konnte mich berühren. Die Charaktere haben sie schön getragen und ich mochte die Beschreibungen der Botanik, die Details über den Tee und die chinesische Kultur, die uns hier so unglaublich anders und fremd erscheint. Außerdem ist der Schreibstil von Nicole C. Vosseler einfach zauberhaft und sie schafft es immer wieder, die schönsten Bilder vor meinem inneren Auge entstehen zu lassen.
Fazit
“Der englische Botaniker“ ist ein schöner Roman der mich mit tollen Charakteren und einer schönen Story überzeugen konnte. Vor allem die Sprache machen ihn dabei zu einem wahren Lesegenuss.
Die Autorin Nicole C. Vossler entführt uns in ihrem Roman "Der englische Botaniker" in das Jahr 1843 zum Botaniker Robert Fortune, einem gebürtigen Schotten, der im Auftrag der Horticultural Society of London eine Reise nach China unternimmt, um die schönsten und kostbarsten Pflanzen zu finden und nach Hause zu bringen.
Fortune läßt in England seine Frau Jane mit zwei kleinen Kindern zurück.
In China begleitet ihn Wang als Fremdenführer und Dolmetscher, denn Fortune ist der chinesischen Sprache nicht mächtig.
Bei dieser gefährlichen Reise durch das Land treffen sie auf die Schwertkämpferin Lian, die sich für die Schwachen einsetzt.
Beim Lesen dieser Geschichte taucht man in eine faszinierende Welt ab. Es handelt sich zwar um einen Roman, aber gleichzeitig ist es eine Beschreibung einer Reise. Nicht nur einer äußerlichen Reise, eine abenteuerliche und aufregende Reise durch ein für uns fremdes, großes Land, mit großartigen und eigenwilligen Landschaften, mit einer überwältigenden Pflanzenwelt in einer prächtigen Vielfalt. Es ist auch eine innerliche Reise, bei der wir unterschiedlichsten Personen begegnen und deren Entwicklung miterleben dürfen.
Der Autorin ist es gelungen, uns durch den Botaniker Robert Fortune, durch seine Liebe zu den Pflanzen, einen Blick auf die Botanik, auf die Pflanzenwelt zu werfen, der uns erstaunen läßt.
Fortune befaßt sich anfangs sehr intensiv mit dem Sammeln von Pflanzen. In seiner Art ist er eher zurückhaltend und mit sich selbst beschäftigt. Lian, die Schwertkämpferin, die Fortune genau beobachtet, hat die Freiheit gewählt und ist doch in ihren Gedanken noch sehr mit ihrer Vergangenheit beschäftigt. Jane, Fortunes Frau, meistert das Leben in England mit den Kindern.
Die Autorin hat ihre Geschichte sehr lebendig geschrieben, so daß man sich gut in die Protagonisten hineinversetzen kann. Fortune öffnet sich durch die Begegnung mit Lian immer mehr. Jane, die doch länger als das geplante eine Jahr auf die Rückkehr ihres Mannes warten muß, beschäftigt sich intensiver mit Fragen des Lebens. Die Welt der Frauen befindet sich im Wandel.
Dieser Roman ist eine intensive Geschichte, in der man auch Beendigung des Buches noch eine Weile verweilen möchte, um sie nachwirken zu lassen.
Mich hat die Geschichte sehr berührt, zeigt sie uns doch, daß wir alle in unserer kleinen Welt viel voneinander lernen können.
1843: Der Schotte Robert Fortune, leitender Gärtner in Chiswick, reist im Auftrag der Horticultural Society of London nach China, wo er Pflanzen, Samen und Informationen über ihre Kultivierung sammeln und nach England senden soll. Zurück in England bleibt seine Frau Jane mit den zwei kleinen Kindern. In China wird Fortune von Wong begleitet, der ihn als Übersetzer auf seiner Reise durch das Land begleitet. Bei einem Überall durch Straßenräuber wird Fortune von einer schwerttragenden jungen Frau aus der Not befreit. Später auf seiner Reise begegnet er ihr wieder und schließt langsam Bekanntschaft mit Lian. Seine Frau derweil wartet auf die spärlichen Briefe von ihrem Mann, sie hatte sich die Ehe anders vorgestellt als alleine zu sein.
Die drei Jahre der historisch verbürgten China-Reise von Fortune bilden den zeitlichen Rahmen für diesen enttäuschend langweiligen Roman. Das liegt nicht so sehr am Thema, das mich sehr fasziniert, oder den vielen botanischen Namen, sondern an der beschreibenden Erzählweise, die, vielfach mit unvollständigend Sätzen, an der Oberfläche bleibt. Das Poetische kommt bei mir abgedroschen an und trotz drei Erzählperspektiven (Jane, Fortune und Lian - Letztere in Ich-Form) blieben die Figuren fad. Für einen Buch mit diesem Umfang hätte ich deutlich mehr gebraucht.
Appassionati di storia della botanica questo è un libro per voi: uno scozzese dall'animo nobile in missione nel Paese di mezzo per conto della Horticultural Society di Londra. Senza un lamento, sacrificherà un anno della propria vita (anzi due, anzi tre) per l'imperitura gloria della patria e della regina Vittoria. In Cina Robert Fortune inizia con l'estasiarsi alla vista di peonie, azalee e crisantemi e finisce per prendere a fucilate i pirati che minacciano il suo prezioso carico di tè. Come dire: da giardiniere timido e marito fedele a emulo di Indiana Jones con tanto di codino e travestito in abiti cinesi. E i cinesi lo scambierebbero pure per un compatriota originario del lontano nord, mah! Non mancano la storia d'amore con la bella e determinata Lian, fanciulla sensibile ma esperta d'arti marziali, né il punto di vista della moglie rimasta a casa coi due figli, in perenne attesa delle scarse notizie del marito. Oltremodo ironico che la plain Jane cerchi e trovi il proprio riscatto di casalinga appassionandosi proprio di botanica. In sintesi: vari spunti interessanti per lo più legati alla storia degli interscambi commerciali tra Oriente e Occidente ma la storia del viaggio del protagonista resta poco più di una favoletta.
Robert Fortune, giardiniere dell'Orto Botanico della corona inglese, accetta l'incarico di viaggiare in oriente per cercare nuove specie di piante da riportare in patria. Di umili origini, completamente impreparato al clima e alla cultura cinese, ha come unico aiuto la sua guida cinese che si rivela però essere piuttosto inaffidabile ( almeno all'inizio). Durante una delle 'distrazioni' della sua guida, viene salvato da un pestaggio da una misteriosa guerriera che poi diventerà una specie di bodyguard, scortandolo durante tutto il viaggio. Ammetto che come al solito avevo alte aspettative, ma questo libro è stato abbastanza deludente. E' una storia scontata, si capisce chiaramente cosa succederà fin dalle prime pagine. Nel tentativo di confondere un po' le acque, l'autrice infarcisce il racconto con descrizioni e altri fatti relativi alla vita dei personaggi che però si percepisce chiaramente hanno solo lo scopo di allungare il brodo. Quando finalmente le fila del racconto principale riprendono, si esaurisce in poche pagine. I dialoghi sono quasi inesistenti e questo non aiuta ne la scorrevolezza ne ad entrare nella storia. Ho faticato a finirlo.
wer pflanzen faszinierend findet und immer gerne wieder über jemand liest der für seine leidenschaften die welt bereist um neues zu entdecken und zu lernen der wird auf jeden fall in diesem buch gefallen finden!
ich fand dass das buch ein bisschen weniger aufbau phase gebraucht hatte, da besonders die weiblichen charakter erst in der zweiten hälfte des buches so richtigen ihre eigenen stimmen finden und starke eigenständige charakter werden.
aber im ganzen war es ein sehr leserliches und schönes vergnügen!
Una narrazione fluidissima ed elegante, descrizioni meravigliose di una natura prodigiosa e di un paese ricco di fascino, mistico, esotico e misterioso; una storia di scoperte, di incontri, di conoscenza di se stessi e degli altri, di crescita interiore, di profonda saggezza e di grande bellezza...
Romanzo di formazione a sfondo storico sentimentale con qualche inaspettata incursione nel mondo del wuxia. Gradevole e ben scritto, ma alla fine non mi ha lasciato molto, motivo per cui non approssimo a 4 stelle.
Un romanzo che ha la botanica fra i suoi protagonisti, botanica che aiuta i protagonisti umani -principali e comprimari - a prendere coscienza di sé e degli altri. Lettura piacevole.
La Cina come la descrisse Marco Polo, sempre affascinante, sempre dai mille volti. Un romanzo molto riflessivo, forse un po’ lento per una conclusione così pratica.
Oggi finalmente vi parlo di un libro che mi attendeva da anni nella libreria: “Il botanico inglese” di Nicole Vosseler, edizione Neri Pozza. Bisogna essere tenaci per cogliere la bellezza di questo libro, perché l’inizio è molto lento, così come il dipanarsi della storia.
Nel 1853 il botanico Robert Fortune viene incaricato dalla Horticultural Society di Londra di raggiungere la Cina per raccogliere semi e piante vive di tipo decorativo o utile, non ancora coltivate in Gran Bretagna. Quello che ancora non sa è che si tratta di un viaggio che lo trasformerà interamente, petalo dopo petalo, foglia dopo foglia. Conoscerà nuove specie arboree, apprenderà i segreti del tè, esplorerà il suo io più intimo e nascosto e incontrerà Lian.
“Flessibile come un salice. Orgogliosa e forte come il sole. Quella figlia del vento che sollevava la spada per la giustizia e per i deboli e seguiva la via dei e dei laghi.”
La Vosseler mescola fatti realmente accaduti ad elementi appartenenti alla finzione letteraria perché nel passato è esistito davvero un botanico di nome Robert Fortune, nato e cresciuto in Scozia, attivo in Inghilterra, che nel XIX secolo viaggiò in Cina, dove recuperò tesori di glicine, peonie e gigli, riportò con sé kumquat e kiwi e contrabbandò piantine di tè. È proprio sulla pianta del tè che si concentrerò il nostro protagonista e sarà questa ricerca che lo porterà verso fatti inaspettati e sconcertanti.
“Cosa rende questo tè così speciale?” Chiese Fortune. Wang padre scosse pensieroso la testa: “Nessuno lo sa esattamente. Il terreno lassù. L’aria. La pioggia. La vicinanza al cielo. La sapienza dei monaci. Tutto insieme. Alcuni dicono che sono le piante stesse: piante di tè del cielo, che gli Dei hanno affidato ai monaci perché le conservassero”
Leggere questo libro è stato come affrontare il viaggio accanto a Fortune, ma anche mettersi nei panni di sua moglie rimasta a casa ad aspettarlo: agrodolce e imprevedibile. Consiglio questa lettura a chi ha bisogno di qualcosa di lento, delicato ma anche intenso e sorprendente.
Libro a più voci che racconta il viaggio di un botanico inglese, Robert Fortune, personaggio realmente esistito, in Cina al soldo dell'impero britannico per cercare nuove specie botaniche da importare nella madre patria. In certe parti noiosissimo, specie quando si dilunga su fiori e piante, niente di poetico. Altra voce è la moglie rimasta in Inghilterra ad aspettarlo, una specie di Penelope, che però riceve qualche lettera ogni tanto e piuttosto freddina. Voce più interessante è quella di Lian, guerriera cinese, sorta di guardia del corpo di Fortune, che finisce per innamorarsi. Anche qui però niente di eccezionale. Direi piuttosto piatto.