Στην πραγματεία του για την εγκόσμια εξουσία ο Λούθηρος βρίσκει την ευκαιρία να διατυπώσει τη θεωρία του για τα δύο βασίλεια, δανειζόμενος την υπάρχουσα ήδη από τη διδασκαλία του Αυγουστίνου διάκριση σε Civitas Dei και Civitas Terenna και συγκροτεί μια βιβλική - θεολογική νομιμοποίηση της ύπαρξης της εξουσίας - «ρομφαίας».
Η νομιμοποίηση της κρατικής εξουσίας και η θεμελίωση της υποχρέωσης του χριστιανού να την υπηρετεί και να τη χρησιμοποιεί επιχειρείται με εντυπωσιακό και μερικές φορές ωμό ρεαλισμό. Συνιστά έτσι ανεπιφύλακτα στον χριστιανό να διεκδικήσει ακόμη και τη θέση του δήμιου, διότι, όπως λέει, πρέπει να υπάρχει κάποιος που θα στραγγαλίζει και θα θανατώνει τους άδικους. Όταν πάλι πραγματεύεται το θέμα του πολέμου και του κατά πόσον ο χριστιανός πρέπει να συμμετέχει σ' αυτόν, δεν διστάζει να πει ότι είναι «χριστιανικό και έργο αγάπης» να σφάξεις αδίστακτα τους εχθρούς, να λεηλατήσεις, να κάψεις και να κάνεις ό,τι είναι το πλέον κατάλληλο για να πλήξεις τον εχθρό.
Παράλληλα όμως, ο Λούθηρος, έστω και κινούμενος από τη σκοπιμότητα που υπηρετούσε το έργο του, οριοθετεί έναν εσώτατο πυρήνα της ανθρώπινης ύπαρξης, στον οποίο η εξουσία δεν νομιμοποιείται να υπεισέρχεται. Πρόκειται για την πίστη, η οποία είναι υπόθεση της καρδιάς και του εσωτερικού ανθρώπου, όπως τον ονομάζει, σε αντιδιαστολή προς τον εξωτερικό, ο οποίος και μόνο αυτός είναι υποκείμενο εξουσίας. Στον πυρήνα αυτόν, ο νόμος της «ρομφαίας» δεν έχει καμία εξουσία και δικαιοδοσία. Η σκέψη του Λούθηρου κινείται εδώ σε μια καθαρά αντιολοκληρωτική συλλογιστική, αναδεικνύοντας τη συνείδηση ως ένα πεδίο απόλυτης αυτονομίας.
Martin Luther (1483-1546) was a German monk, theologian, university professor and church reformer whose ideas inspired the Protestant Reformation and changed the course of Western civilization.
Luther's theology challenged the authority of the papacy by holding that the Bible is the only infallible source of religious authority and that all baptized Christians under Jesus are a spiritual priesthood. According to Luther, salvation was a free gift of God, received only by true repentance and faith in Jesus as the Messiah, a faith given by God and unmediated by the church.
Luther's confrontation with Charles V at the Diet of Worms over freedom of conscience in 1521 and his refusal to submit to the authority of the Emperor resulted in his being declared an outlaw of the state as he had been excommunicated from the Roman Catholic Church. Because of the perceived unity of the medieval Church with the secular rulers of western Europe, the widespread acceptance of Luther's doctrines and popular vindication of his thinking on individual liberties were both phenomenal and unprecedented.
His translation of the Bible into the vernacular, making it more accessible to ordinary people, had a tremendous political impact on the church and on German culture. It furthered the development of a standard version of the German language, added several principles to the art of translation, and influenced the translation of the English King James Bible. His hymns inspired the development of congregational singing within Christianity. His marriage to Katharina von Bora set a model for the practice of clerical marriage within Protestantism.
Much scholarly debate has concentrated on Luther's writings about the Jews. His statements that Jews' homes should be destroyed, their synagogues burned, money confiscated and liberty curtailed were revived and used in propaganda by the Nazis in 1933–45. As a result of this and his revolutionary theological views, his legacy remains controversial.
Martin Luther legt, auf Bitte eines christlichen Fürsten hin, dar, wie sich die Obrigkeit in der Welt gestalten soll. Das Buch beinhaltet die für Luther typische Lehre von zwei Regimenten und etabliert das Konzept der Trennung von Staat und Kirche. Luthers Gedanken sind offensichtlich vom Feudal- und Fürstenwesen seiner Zeit durchdrungen, was in dem Versuch, einen Ertrag für die heutige Zeit zu gewinnen, unbedingt bedacht werden sollte. Zwei Motive sind mir besonders aufgefallen, an die ich theologische Anfragen habe und eine Entdeckung, die die Lesart Luthers von Gustaf Aulen plausibilisiert. Zuerst findet sich auch in "Von weltlicher Obrigkeit" das Problem, das für Luthers Theologie typisch ist: die Aufhebung der Akt-Seins Dialektik. Für Luther bringt ein guter Baum gute Früchte; zugespitzter formuliert bringt ein guter Baum bei Luther keine schlechten Früchte. In Luthers Theologie konstituiert das Sein den Akt. Davon, dass aber auch das mehrmahlige Ausführen eines Aktes das Sein verändern und konstituieren kann, wie beispielsweise für die Tugendethik typisch, fehlt in diesem Werk Luthers (und ich lehne mich zwar aus dem Fenster, vermute aber auch im Rest seiner Theologie) jede Spur. Zweitens findet sich in diesem Werk das Axiom, dass es Recht und ein Akt der Liebe wäre dem Bösen zu währen. Für Luther ist klar, Böses muss in der Welt zurückgedrängt werden. Zwar fordert Luther den einzelnen Christen dazu auf das Böse zu erleiden, sobald es aber um den Nächsten geht, ist der Christ aber aufgefordert zum Schwert zu greifen. Gewalt mit Gewalt bekämpfen ist für Luther eine plausible Option. Auch hier habe ich theologische Anfragen. Kann man den Gewaltverzicht der in der Bergpredigt gefordert ist wirklich auf diese Weise aufheben? Eine Ähnliche Spannung lässt sich später auch bei (dem Lutheraner) Dietrich Bonhoeffer finden, der in seinem Werk "Nachfolge" noch davon spricht, dass das Böse "nur imdem man es erleidet überwunden werde", später aber einer Verschwörung gegen Hitler beitritt um dem Rad in die Speichen zu fallen, um seines Nächsten Willen, der Juden. Besonders Spannend in Bezug auf Gustaf Aulens Lesart von Luther, die er in "Christus Victor" darlegt, fand ich Luthers Perspektive, dass geistlicher Sünde nicht mit dem Schwert/Gewalt gewährt werden kann. Diese Überzeugung Luthers reiht sich in Aulens Interpretation des Kreuzestodes ein, in dem Christus (nach Aulen) den Menschen dadurch besiegt/entmachtet, (dass er einmal den Satan überwindet und zum anderen) dass er die Feindschaft zwsichen Mensch und Gott beendet durch seinen Tod... man könnte sagen durch entmachtende Schwäche... Hier wird gerade Christi Schwäche zur Allmacht, die den Hass des menschlichen Herzens bricht. Christi Opfer bedeutet Frieden mit Gott, egal was der Mensch tut... eben das ist seine Entmachtung. Gott tritt der Sünde im Herzen des Menschen nicht mit Gewalt an ihm gegenüber sondern mit einem Opfer, dass Frieden stiftet, ob der Mensche will oder nicht, und besiegt den Menschen somit.
Nennenswerteste Erkenntnis: Um Theologen des 20 Jhd. zu verstehen lohnt sich Luther zu lesen allemal!
Mich beeindruckt Luther's Mut in klarer Weise gegen viele Fehlleitungen sowohl der Kirche, als auch der Obrigkeit entgegenzutreten und in kurzen Passagen seinem Anhänger Herzog Johann von Sachsen, der die Aussicht hatte selber Fürst zu werden, die Grenzen und die Härte seines eigenen Amtes aufzuzeigen. Luther hatte auf jeden Fall nicht das Ziel sich mit dieser Schrift beim Herzog einzuschleimen, wenn er über Fürsten schreibt, dass diese "im allgemeinen die größten Narren oder die schlimmsten Bösewichte auf Erden" seien. Er gebietet dem Herzog, dass er als christlicher Fürst ein Diener und Knecht seiner Untertanen werden solle und sein Leben nach dem Vorbild Christi selbst, in Liebe für sein Volk hingeben solle. So fragt ein christlicher Fürst nicht was ihm selbst nützt, sondern immer was dem Volk nützt. Ich glaube diese Gedanken waren neu zur Zeit Luthers und sie mussten dringend mal gesagt werden. Natürlich wirft Luthers 'Entwurf' Fragen auf, wie sich die Tugendethik mit Luthers Anthropologie verträgt (@Ruben) und wie Christen überhaupt zu einer Urteilsfähigkeit über die Legitimität der Entscheidungen der Fürsten gelangen, aber im Großen und Ganzen kann ich da Luther schon viel abgewinnen. Ich habe das Gefühl, dass Luthers Schrift sehr viel (guten) Einfluss auf die staatliche Entwicklung in Deutschland und Europa hatte und vielleicht auch immer noch unterbewusst hat.
This is one of the few topics on which I have difficulty with Luther's teaching. Nevertheless it is well worth reading, not least to gain a greater understanding of the man and the theologian.