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Heidi Kamemba #1

Das Ende aller Geheimnisse

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Erschossen. Verbrannt. Versteckt.

Heidi Kamemba ist neu bei der Kripo Düsseldorf, und sie fällt auf: Sie ist die erste schwarze Kriminalkommissarin in Deutschland. Ginge es nach ihr, wäre ihre Hautfarbe kein Thema, doch leider sehen die meisten das anders. Als an ihrem ersten Arbeitstag in einem Waldstück eine verkohlte Leiche gefunden wird, nimmt sie die Ermittlungen auf, aber nicht alle im Team unterstützen sie. Während der Mörder noch gesucht wird, geben Kamembas Kollegen ihr zunehmend Rätsel auf. Es heißt, ihr Vorgänger habe sich mit seiner Dienstwaffe erschossen. Doch war es wirklich Suizid?

329 pages, Kindle Edition

Published January 23, 2017

17 people want to read

About the author

Stefan Keller

52 books
Stefan Keller is a German author and educator, best known for his crime and mystery novels.

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Community Reviews

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Displaying 1 - 6 of 6 reviews
Profile Image for Berengaria.
967 reviews195 followers
May 30, 2021
5 Sterne
Ausgezeichneter Krimi, und noch dazu ein Erstling! Heidi Kamemba ist Deutschlands erste schwarze Kriminalkommisarin und landet bei ihrer ersten Stelle in Düsseldorf in eine problembelastete Polizeitruppe, die keinen "Medienstar" gebrauchen kann. Aber Heidi ist nicht nur wegen ihres Aussehens aufällig, sie ist auch hartnäckig und führt weit aus mehr als erwünscht zu Tage...

Sehr gute Figuren (alle mit etwas zu verbergen), interessante und spannende Doppelermittlung, die sich nie in Nebensächlichkeiten verennt, und die Liebesgeschichte ist nicht allzu süß. Der Roman ist flüßig geschreiben, schnell zu lesen und hat nicht über-oder-untermaßig Lokalkolorit.

Sehr empfehlendswert!
Profile Image for Havers.
901 reviews21 followers
February 7, 2017
„Das Ende aller Geheimnisse“, Kriminalroman aus der Feder Stefan Kellers, ist der Reihenauftakt mit Heidi Kamemba, die nach ihrem Einsatz bei der Einsatzhundertschaft Duisburg nun ins KK 12 der Kripo Düsseldorf wechselt. Das wäre nicht weiter erwähnenswert, wenn sie nicht schwarz und die erste deutsche Kriminalkommissarin mit afrikanischen Wurzeln wäre. Sie wirkt so auffällig wie ein rosa Elefant, aber es ist nicht nur diese Sonderstellung und das damit verbundenen Medieninteresse, das ihr den Einstieg erschwert. Nein, sie hat auch ein Talent dafür, unangenehme Fragen zu stellen, die bereits am ersten Tag ihre zukünftigen Kollegen gegen sie aufbringen. Wie die nach den Todesumständen ihres Vorgängers. Aber es ist genau diese Eigenschaft, nachzubohren, wenn sie das Gefühl hat, dass etwas nicht stimmt, lässt sie auch ausgetretene Pfade der Ermittlungsarbeit verlassen und im Zweifel ihrem Instinkt zu folgen. Wie im Fall der verkohlten Leiche, die in einem Waldstück gefunden wird.

Im vergangenen Jahr ging eine Meldung durch die Medien, dass die Sicherheitslücke eines Internetproviders kriminellen Aktivitäten Tür und Tor öffnete. Dadurch wurde es mit dem Einsatz einer bestimmten Software möglich, Privat-Accounts zu hacken, diese auszuspionieren und die damit erlangten Informationen zum Schaden des Kontoinhabers zu nutzen. Und es ist genau diese Ausgangssituation, die Stefan Keller seinem Kriminalroman zugrunde legt.

Die technologischen Hintergründe, aber auch deren politische Relevanz, werden angerissen, aber leider bleibt Stefan Keller hier doch sehr an der Oberfläche, und ich hätte mir gewünscht, dass er etwas tiefer in die Materie eintaucht. Gleiches gilt für den mysteriösen Todesfall von Kamembas Vorgänger. Keller bietet zwar eine Auflösung an, handelt diese aber relativ kurz und knapp ab, die eine oder andere überraschende Wendung wäre wünschenswert gewesen. Hier ist definitiv noch Luft nach oben.

„Das Ende aller Geheimisse“ ist im Wesentlichen ein Polizei-Roman, der die Ermittlungsarbeit in den Vordergrund stellt. Und glücklicherweise spielt der regionale Aspekt keine große Rolle. Die Ereignisse könnten sich überall so zugetragen haben, und das KK 12 könnte an jedem beliebigen Ort in Deutschland beheimatet sein.

Der Autor verwendet viel Zeit dafür, das Team rund um Kamemba vorzustellen und Hinweise darauf zu geben, welche Leichen sie im Keller haben könnten: Spielsucht, ein (eventuelles) Alkoholproblem, Beziehungsprobleme. Das bietet noch genügend Material für die Zukunft. Sein Hauptaugenmerk gilt allerdings der Gruppendynamik hinsichtlich der Integration seiner Kommissarin mit den kongolesischen Wurzeln. Und dieser Aspekt ist ihm durchaus gelungen. Wir dürfen gespannt sein, wie es mit Heidi Kamemba und dem KK 12 weitergeht.
Profile Image for Nisnis Bücherliebe.
192 reviews8 followers
February 6, 2017
Gelungener Reihenauftakt - Der 1. Fall für Kommissarin Heidi Kamemba

Einen guten Start hat die junge Kriminalkommissarin Heidi Kamemba nicht, als sie ihren Dienst im Düsseldorfer Kriminaloberkommissariat antritt. Ihre neuen Kollegen sind zurückhaltend bis garstig und schüren eine unangenehme Stimmung im Team. Alle scheinen etwas zu verbergen und geben sich äußerst wortkarg. Niemand von ihnen will über Heidi Kamembas Vorgänger sprechen, der sich Gerüchten zufolge mit seiner Dienstwaffe erschossen haben soll.

Unfreiwillig gerät Heidi Kamemba in einen Medienrummel um ihre Person, da sie die erste schwarze Kommissarin in Deutschland ist und das ist ein weiterer Punkt, den ihr die Kollegen verübeln.

An ihrem ersten Tag nimmt die Kommissarin die Ermittlungen zu einer in einem Waldstück aufgefundenen, verkohlten Leiche auf, doch Unterstützung findet sie im neuen Team kaum. Während man Heidi Kamemba genauestens auf die Finger schaut, lässt sie sich in ihren Ermittlungen nicht beirren und stößt bald auf hoch brisante Spuren.

Der Autor:

Stefan Keller, geb. 1967 in Aachen, ist Schriftsteller und Dozent. Nach seinem Studium der Germanistik und Betriebswirtschaft arbeitete er als freier Mitarbeiter für die Wirtschaftsredaktion der Deutschen Welle, als Dramaturg und als Autor und Lektor – vornehmlich für Filmproduktionen und TV-Sender. Daneben lehrt er an der Universität zu Köln kreatives Schreiben. Stefan Keller lebt in Düsseldorf. (Quelle: Rowohlt Verlag)

Reflektionen:

Der Kriminalroman Das Ende aller Geheimnisse wird, kaum auf dem Markt, schon als Geheimtipp gehandelt und ich kann dies nur bestätigen. In sehr angenehmer Sprache und mit einem klaren Ausdruck lässt Stefan Keller den Leser flüssig durch die Seiten gleiten. Sein Blick nach rechts und links rundet ein Kapitel nach dem anderen harmonisch ab und damit zaubert er ein interessantes Gesamtpaket und schreibt sich in mein Leserherz. Blumige Sprache oder Detailverliebtheit sucht man vergebens und dennoch ist das Geschriebene des Drumherums besonders ansehnlich.

Die Geschichte der dunkelhäutigen Heidi Kamemba berührt maßvoll das Thema ethnische Minderheit, Ausländerfeindlichkeit und Diskriminierung am Arbeitsplatz. Heidi besitzt kongolesische Wurzeln. Sie leidet zwar etwas unter diesen teils rassistischen Anfeindungen, doch glücklicherweise ist sie eine starke Persönlichkeit, die taff ihren Weg geht und dem Thema emotional nicht viel Beachtung schenkt.

Sie knuspert mehr daran, dass ihre neuen Kollegen nicht offen mit ihr über die Umstände des Todes ihres verstorbenen Vorgängers reden. Also beginnt Heidi auf eigene Faust zu ermitteln und das tut sie kompetent, obwohl sie noch eine blutige, wenn auch schon mit Auszeichnungen geehrte, Anfängerin ist.

Die Konflikte die hinsichtlich Heidis Hautfarbe in diesem Kriminalroman ausgetragen werden, hat Stefan Keller gut gezeichnet, ohne sie zum Aufhänger des Buchs zu machen. Als Leser wäre ich hier gern noch tiefer in die brennend aktuelle Thematik eingetaucht, doch Stefan Keller stellt die kriminalistische Handlung in den Vordergrund, dessen Spannung und Tempo sich immer mehr steigert. Des Weiteren widmet er sich deutlich der Entwicklung des Teams und der Integration von Heidi Kamemba. Überraschende Wendungen runden diesen facettenreichen Kriminalroman ab, doch nicht alle offenen Fragen werden aufgelöst.

Die Charaktere der Polizisten, die Heidi scheinbar nicht in ihrem Team akzeptieren wollen sind fein ausgearbeitet. Es präsentieren sich interessante, glaubhafte Lebensläufe, aber die Figuren geben zunächst viele geheimnisvolle Rätsel auf. Erst mit der Entwicklung der Handlung, erfährt der Leser, wer harmlos ist oder wer ein gefährliches Spiel spielt.

Ganz ohne Zwischenmenschliches kommt dieser Kriminalroman nicht aus, denn Heidi ist leiert, vorübergehend Strohwitwe und doch ergibt sich eine unerwartete Liaison.

Fazit und Bewertung:

Das Ende aller Geheimnisse ist ein gelungener Krimi-Reihenauftakt. Stefan Kellers schriftstellerisches Talent hat einiges an Potenzial zu bieten und lässt auf einen spannenden zweiten Teil um die Kommissarin Heidi Kamemba hoffen.
Profile Image for dubh.
361 reviews
March 5, 2017
Heidi Kamemba ist die neue Kollegin bei der Kripo Düsseldorf. Und nicht nur das, denn sie ist auch Deutschlands erste schwarze Kriminalkommissarin, was für einigen Rummel sorgt. Besonders ihr Vorgesetzter mag die Aufmerksamkeit für seine neue Mitarbeiterin nicht und übersieht dabei gerne, dass es der Betroffenen selbst nicht anders geht.

Man könnte also fast von glücklicher Fügung sprechen, als gleich an ihrem ersten Arbeitstag eine Leiche gefunden wird. Heidi möchte sich direkt auf ihre Arbeit stürzen und darf auch prompt mit einem Kollegen an den Tatort. Doch nicht nur die verkohlte männliche Leiche nahe eines Prostituiertentreffs an einem abgelegenen Parkplatz im Wald gibt der engagierten Polizistin Rätsel auf - auch ihr Team verwirrt sie zunehmend. Was ist mit ihrem Vorgänger geschehen? Hat er tatsächlich mit seiner Dienstwaffe Selbstmord begangen? Und was meint eine Kollegin Heidis, als sie "Wir haben ihn umgebracht" vor sich hin murmelt?

Heidi Kamemba ist eine tolle Ermittlerin: klug, überlegt und darauf bedacht, ein Teamplayer zu sein. Doch ihr neues Team macht es ihr beileibe nicht leicht - Westphalen, ihrem Vorgesetzter scheint nicht nur Eigeninitiative zuwider zu sein, sondern auch im Rampenlicht stehende Mitarbeiter. Dabei interessiert es ihn nicht weiter, ob dies ungewollt oder gewollt vonstatten geht. Zudem ist das angespannte Schweigen zu Heidis Vorgänger Becker fast mit den Händen zu greifen... Wahrlich keine leichte Situation für eine neue Kollegin.
Zum Glück gibt es aber auch Menschen bei der Kripo, die Heidis Talent als Ermittlerin erkennen und zu schätzen wissen. Diesen Rückhalt kann sie gut gebrauchen, vor allem da ihr Freund für einen beruflichen Auftrag für einige Zeit ins Ausland musste.

Nicht nur der Fall an sich ist sehr spannend. Mir haben auch die vielschichtigen zwischenmenschlichen Beziehungen gefallen, die realistisch und ehrlich daherkamen. Zu den gesellschaftlichen Aspekten, die der Autor hier gekonnt verwoben hat und damit zum Beispiel zeigt, mit welchen Widerständen Heidi zu kämpfen hat, hat mir gerade die Ausgewogenheit zwischen gut beleuchteter Ermittlungsarbeit und Problemen zwischen den einzelnen Charakteren gefallen.

Für mich ein vielversprechendes Debüt, das in meinen Augen viel Potential für weitere Fälle hat. Ich würde mich jedenfalls sehr freuen!

4,5 von 5 Sternen
Profile Image for Stefanie.
329 reviews4 followers
October 9, 2023
I read this within a few days over a lazy weekend. I really enjoyed the story of a new inspector in the murder squad, lots of secrets, a little romance and the city of Düsseldorf as a background.
Profile Image for Mordsbuch.
38 reviews
January 31, 2017
Buchinfo
Das Ende aller Geheimnisse - Stefan Keller
Taschenbuch - 336 Seiten - ISBN-13: 978-3499272493
Verlag: Rowohlt Taschenbuch Verlag - Veröffentlichung: 20. Januar 2017
EUR 9,99
Kurzbeschreibung
Erschossen. Verbrannt. Versteckt.
Heidi Kamemba ist neu bei der Kripo Düsseldorf, und sie fällt auf: Sie ist die erste schwarze Kriminalkommissarin in Deutschland. Ginge es nach ihr, wäre ihre Hautfarbe kein Thema, doch leider sehen die meisten das anders. Als an ihrem ersten Arbeitstag in einem Waldstück eine verkohlte Leiche gefunden wird, nimmt sie die Ermittlungen auf, aber nicht alle im Team unterstützen sie. Während der Mörder noch gesucht wird, geben Kamembas Kollegen ihr zunehmend Rätsel auf. Es heißt, ihr Vorgänger habe sich mit seiner Dienstwaffe erschossen. Doch war es wirklich Suizid?
Packend und politisch - ein Krimi mit Tiefgang!
Bewertung
"Das Ende aller Geheimnisse" von Stefan Keller ist der erste Fall für Kriminalkommissarin Heidi Kamemba.
Stefan Keller ist ein toller Start einer neuen Reihe gelungen. Die Hauptprotagonistin Heidi war mir sofort sympathisch. Sie ist ehrgeizig und verfolgt ihre Ziele. Man erfährt auch einiges aus ihrem Privatleben, welches sie aber strickt vom beruflichen Leben trennt. Auch die anderen Charaktere sind toll dargestellt . Jeder von ihnen versteckt hier und da ein kleines Geheimnis, wodurch Heidi sich nicht nur Freunde macht, da sie ziemlich neugierig ist.
Durch den wunderbaren Schreibstil des Autoren fand ich schnell in die Geschichte rein. Alles liest sich angenehm flüssig und auch an Spannung fehlt es zu keiner Zeit.
Ich freue mich jetzt schon auf weitere Fälle mit der sympathischen Heidi.
Fazit: Rundum gelungener Start! Spannend, abwechslungsreich und fesselnd bis zur letzten Seite! Volle Punktzahl!
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