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Überleben ist ein guter Anfang
Anja Möller ist Ende 40 und hat Brustkrebs. Auf Drängen ihrer Familie besucht sie eine Selbsthilfegruppe.
Was sie sich zunächst deprimierend vorstellt, wird schnell zu ihrem Highlight der Woche.
Die unterschiedlichen Frauen pflegen einen erfrischend unverkrampften Umgang miteinander und sind alle interessante Persönlichkeiten. Was sie außer der Krankheit miteinander verbindet, ist das Gefühl, schon sehr lange nichts mehr für sich selbst getan zu haben, sondern immer zugunsten der Familie auf die Umsetzung ihrer Träume verzichtet zu haben.
Besonders Sieglinde, das älteste Mitglied der Gruppe, bereut das und plant deshalb eine Weltreise. Sie stirbt jedoch, noch bevor sie dieses Vorhaben in die Realität umsetzen kann. Und die anderen Frauen beschließen, die Reise an Sieglindes Stelle anzutreten. Sie machen sich auf nach Südfrankreich, in den Grand Canyon und die Anden, bereisen Australien und Indien und beenden ihren ganz besonderen Selbsterfahrungstrip vor den Pyramiden in Ägypten.
Dabei lernen sie viel über sich und ihre zurückgelassenen Familienmitglieder und nehmen ihr jeweiliges Schicksal ganz anders wahr, als sie das vor der Reise getan haben. Andrea Ulmer hat einen großen, berührenden Roman mit Tiefgang geschrieben, nach dessen Lektüre man das Leben mit anderen Augen sieht.
Was sie sich zunächst deprimierend vorstellt, wird schnell zu ihrem Highlight der Woche.
Die unterschiedlichen Frauen pflegen einen erfrischend unverkrampften Umgang miteinander und sind alle interessante Persönlichkeiten. Was sie außer der Krankheit miteinander verbindet, ist das Gefühl, schon sehr lange nichts mehr für sich selbst getan zu haben, sondern immer zugunsten der Familie auf die Umsetzung ihrer Träume verzichtet zu haben.
Besonders Sieglinde, das älteste Mitglied der Gruppe, bereut das und plant deshalb eine Weltreise. Sie stirbt jedoch, noch bevor sie dieses Vorhaben in die Realität umsetzen kann. Und die anderen Frauen beschließen, die Reise an Sieglindes Stelle anzutreten. Sie machen sich auf nach Südfrankreich, in den Grand Canyon und die Anden, bereisen Australien und Indien und beenden ihren ganz besonderen Selbsterfahrungstrip vor den Pyramiden in Ägypten.
Dabei lernen sie viel über sich und ihre zurückgelassenen Familienmitglieder und nehmen ihr jeweiliges Schicksal ganz anders wahr, als sie das vor der Reise getan haben. Andrea Ulmer hat einen großen, berührenden Roman mit Tiefgang geschrieben, nach dessen Lektüre man das Leben mit anderen Augen sieht.
304 pages, Paperback
Published February 10, 2017
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Community Reviews
Displaying 1 - 8 of 8 reviews
February 9, 2017
Anja hat Krebs. Das ist weder schön, noch ein Fakt an den man sich so schnell gewöhnen kann. Nebenbei hat sie noch einen sehr besorgten Mann, der sie in seiner Fürsorge ständig an die Krankheit erinnert. Während er nach Ernährungstipps googelt, sucht sie sich eine Selbsthilfegruppe. Sie erwartet: weinende Patienten, tiefsinnige Gespräche und die ständige Thematisierung Krebs. Sie kriegt: viel mehr als das! Neue Freunde, eine Weltreise und wenn gar nichts hilft.... Schokokekse.
Es ist ein schwieriges Thema, das Andrea Ulmer sich ausgesucht hat. Viele Bücher thematisieren es und sehr oft geschieht folgendes: 1) wir haben einen sehr traurigen Roman, der alle Schattenseiten beleuchtet 2) wir haben einen dieser stimmungsvollen Romane, die zeigen wollen, dass alles gut wird.
Andrea Ulmer zeigt Beides: Denn es wird nicht alles gut, aber man muss versuchen das Gute zu sehen. Außerdem darf man lachen und Spaß haben, auch wenn gerade die Situation dafür unpassend erscheint.
Die Protagonistin wächst einem direkt ans Herz, versteht man ihre Gedanken und Sorgen doch auch ohne die Krankheit selbst zuhaben. Den Ladys aus der Selbsthilfegruppe hat für mich ganz am Anfang noch etwas die Tiefe gefehlt, das wurde aber mit der geplanten Weltreise - spätestens ab Australien - wesentlich besser.
Ein bisschen erinnert das Buch an die Dienstagsfrauen. Wer das schon gerne gelesen hat, der darf beherzt zu Ulmers Werk greifen. Es lässt sich leicht lesen, man ist sehr schnell in der Gruppe und wird sicherlich auch schnell ein Fan von Gret! ♥ An manchen Stellen hätte ich mir längere Ausführungen gewünscht, da einige Stationen der Weltreise wirklich sehr, sehr schnell abgehakt wurden. Nichtsdestotrotz kommt ein schöner Lesefluss auf, die Story ist rund und schön sieht das Buch auch noch aus!
*Danke an Vorablesen.de für das Vorabexemplar!
Es ist ein schwieriges Thema, das Andrea Ulmer sich ausgesucht hat. Viele Bücher thematisieren es und sehr oft geschieht folgendes: 1) wir haben einen sehr traurigen Roman, der alle Schattenseiten beleuchtet 2) wir haben einen dieser stimmungsvollen Romane, die zeigen wollen, dass alles gut wird.
Andrea Ulmer zeigt Beides: Denn es wird nicht alles gut, aber man muss versuchen das Gute zu sehen. Außerdem darf man lachen und Spaß haben, auch wenn gerade die Situation dafür unpassend erscheint.
Die Protagonistin wächst einem direkt ans Herz, versteht man ihre Gedanken und Sorgen doch auch ohne die Krankheit selbst zuhaben. Den Ladys aus der Selbsthilfegruppe hat für mich ganz am Anfang noch etwas die Tiefe gefehlt, das wurde aber mit der geplanten Weltreise - spätestens ab Australien - wesentlich besser.
Ein bisschen erinnert das Buch an die Dienstagsfrauen. Wer das schon gerne gelesen hat, der darf beherzt zu Ulmers Werk greifen. Es lässt sich leicht lesen, man ist sehr schnell in der Gruppe und wird sicherlich auch schnell ein Fan von Gret! ♥ An manchen Stellen hätte ich mir längere Ausführungen gewünscht, da einige Stationen der Weltreise wirklich sehr, sehr schnell abgehakt wurden. Nichtsdestotrotz kommt ein schöner Lesefluss auf, die Story ist rund und schön sieht das Buch auch noch aus!
*Danke an Vorablesen.de für das Vorabexemplar!
February 27, 2017
In einer Selbsthilfegruppe für an Krebs erkrankte Frauen trifft Anja auf die 83jährige Sieglinde, deren letzter großer Traum es ist, eine Weltreise zu machen. Doch bevor sie diese antreten kann, stirbt Sieglinde und hinterlässt den Frauen der Gruppe eine große Summe Geld. Nun wollen die Frauen anstelle der Verstorbenen die Reise unternehmen und tatsächlich steigen sie gemeinsam ins Flugzeug. Schließlich haben sie nichts mehr zu verlieren und alles zu gewinnen.
Auch wenn mich das Cover von „Überleben ist ein guter Anfang“ nicht wirklich angesprochen hat und „Krebsbücher“ eigentlich so gar nicht meine Sache sind, so hat mich dieses Buch von Andrea Ulmer positiv überrascht. Zwar gibt es durchaus ein paar typische Verhaltensweisen, wie zum Beispiel den Ehemann, der seine kranke Frau am liebsten in Watte packen würde, doch im großen und ganzen geht es vor allem um die fünf Frauen, die verschiedener nicht sein könnten, durch ihre Krankheit jedoch eines gemeinsam haben. Sie auf ihre Reise zu begleiten, war sehr kurzweilig und viele Situationen wurden lustig beschrieben, sodass die Geschichte trotz des ernsten Hintergrundes nie Gefahr lief, den moralischen Zeigefinger zu bemühen. Auch dann nicht, wenn eine der Frauen an ihrer Entscheidung für die Reise zu zweifeln begann oder es einer von ihnen mal nicht so gut ging.
Gut gefiel mir auch, dass jede der Frauen ihre eigene Stimme bekam: Sei es durch den Dialekt, den sie gesprochen hat oder durch eine Gestik/Mimik, wodurch ich beim Lesen jeweils eine eigenständige Figur vor Augen hatte, ohne dass explizit hätte erwähnt werden müssen, von wem gerade die Rede ist.
Besonders beeindruckt hat mich jedoch, dass die Autorin mit dieser Geschichte ihrer an Krebs gestorbenen Mutter quasi ein Denkmal gesetzt hat, denn sie war es wohl, die sie zu der Figur der lebensfrohen Sieglinde inspiriert hat.
Auch wenn mich das Cover von „Überleben ist ein guter Anfang“ nicht wirklich angesprochen hat und „Krebsbücher“ eigentlich so gar nicht meine Sache sind, so hat mich dieses Buch von Andrea Ulmer positiv überrascht. Zwar gibt es durchaus ein paar typische Verhaltensweisen, wie zum Beispiel den Ehemann, der seine kranke Frau am liebsten in Watte packen würde, doch im großen und ganzen geht es vor allem um die fünf Frauen, die verschiedener nicht sein könnten, durch ihre Krankheit jedoch eines gemeinsam haben. Sie auf ihre Reise zu begleiten, war sehr kurzweilig und viele Situationen wurden lustig beschrieben, sodass die Geschichte trotz des ernsten Hintergrundes nie Gefahr lief, den moralischen Zeigefinger zu bemühen. Auch dann nicht, wenn eine der Frauen an ihrer Entscheidung für die Reise zu zweifeln begann oder es einer von ihnen mal nicht so gut ging.
Gut gefiel mir auch, dass jede der Frauen ihre eigene Stimme bekam: Sei es durch den Dialekt, den sie gesprochen hat oder durch eine Gestik/Mimik, wodurch ich beim Lesen jeweils eine eigenständige Figur vor Augen hatte, ohne dass explizit hätte erwähnt werden müssen, von wem gerade die Rede ist.
Besonders beeindruckt hat mich jedoch, dass die Autorin mit dieser Geschichte ihrer an Krebs gestorbenen Mutter quasi ein Denkmal gesetzt hat, denn sie war es wohl, die sie zu der Figur der lebensfrohen Sieglinde inspiriert hat.
This entire review has been hidden because of spoilers.
March 11, 2017
Zum Inhalt:
Anja hat Brustkrebs und ihr Mann Robert hat im Krankenhaus einen Flyer für eine Selbsthilfegruppe entdeckt. Zu der geht Anja nur um Robert einen Gefallen zu tun und um seiner Fürsorge zu entkommen. Aber in der Gruppe lernt sie fünf wunderbare Frauen kennen. Eine davon ist die 83jährige Sieglinde. Sieglinde möchte nach der Chemo eine Weltreise machen, stirbt aber leider.
Also machen sich Anja und die übrigen Mitglieder der Gruppe auf den Weg, um an Sieglindes Stelle die Reise anzutreten.
Meine Meinung:
Ein Selbsthilfegruppe war in Anjas Augen genau so ein Widerspruch wie eine Eremiten-WG. So fängt das Buch an und ich musste schon das erste mal lachen. Das Buch erzählt eine traurige Geschichte in einer wunderbaren Art und Weise.
Die Autorin, Andrea Ulmer, hat ihre Mutter an den Krebs verloren und hat noch während der Krankheit begonnen dieses Buch zu schreiben. Und es ist ihr sehr gut Gelungen. Mich hat die Geschichte berührt und trotzdem wunderbar unterhalten. Ein Roman, der einfach gut tut.
Fazit:
Eine wundervolle Geschichte, die sehr gut unterhält und trotz des ernsten Themas zum schmunzeln einlädt. Von mit bekommt dieses Buch 5 Sterne und eine volle Leseempfehlung.
Anja hat Brustkrebs und ihr Mann Robert hat im Krankenhaus einen Flyer für eine Selbsthilfegruppe entdeckt. Zu der geht Anja nur um Robert einen Gefallen zu tun und um seiner Fürsorge zu entkommen. Aber in der Gruppe lernt sie fünf wunderbare Frauen kennen. Eine davon ist die 83jährige Sieglinde. Sieglinde möchte nach der Chemo eine Weltreise machen, stirbt aber leider.
Also machen sich Anja und die übrigen Mitglieder der Gruppe auf den Weg, um an Sieglindes Stelle die Reise anzutreten.
Meine Meinung:
Ein Selbsthilfegruppe war in Anjas Augen genau so ein Widerspruch wie eine Eremiten-WG. So fängt das Buch an und ich musste schon das erste mal lachen. Das Buch erzählt eine traurige Geschichte in einer wunderbaren Art und Weise.
Die Autorin, Andrea Ulmer, hat ihre Mutter an den Krebs verloren und hat noch während der Krankheit begonnen dieses Buch zu schreiben. Und es ist ihr sehr gut Gelungen. Mich hat die Geschichte berührt und trotzdem wunderbar unterhalten. Ein Roman, der einfach gut tut.
Fazit:
Eine wundervolle Geschichte, die sehr gut unterhält und trotz des ernsten Themas zum schmunzeln einlädt. Von mit bekommt dieses Buch 5 Sterne und eine volle Leseempfehlung.
February 10, 2017
Vom herzhaften Lachen bis zum kräftigen Schlucken war alles dabei!
Anja hat Krebs und ihre Familie möchte, dass sie eine Selbsthilfegruppe besucht. Das erscheint Anja wenig sinnvoll, denn sie befürchtet, dass dort schlechte Stimmung allgegenwärtig ist – doch weit gefehlt. Sie lernt fünf Frauen mit ähnlichem Schicksal kennen und durch den Tod der einen, werden die anderen gemeinsam deren Lebenstraum erfüllen. Die Weltreise kann beginnen…
Irgendwie hatte ich ein doch etwas schwierigeres Buch erwartet. Das Thema ist an sich traurig und sehr ernst, aber ich wurde positiv überrascht. Statt eines „Krebsbuches“ ist der Autorin ein lebensbejahendes Buch gelungen, welches an sich das Thema Freundschaft in den Fokus stellt, wenn auch der (Brust-)Krebs der Grund für ihre Zusammenkunft und ihr gemeinsames Bindeglied ist. Dass die fünf so unterschiedlichen Frauen ohne ihre Erkrankung zusammen gefunden hätten, ist nahezu ausgeschlossen. Da ist einerseits die etwas hochnäsige Firmenbesitzerin, andererseits die bäuerliche mit rauer Schale und weichem Kern, die Lehrerin usw. Trotzdem ist es ein Gewinn, dass die Frauen einander gefunden haben, sich verstehen, sich stützen und das trotz, oder wegen(?) all ihrer Unterschiede. Nicht alles ist immer Friede, Freude, Eierkuchen und das verleiht der Geschichte weitere Authentizität. Auch der verschiedene Umgang der Angehörigen mit der Erkrankung ist lesenswert und hat mich an mancher Stelle – gelinde gesagt- überrascht.
Der Schreibstil ist angenehm flüssig und leicht zu lesen. Die Charaktere sind wunderbar gestaltet, sehr individuell und vor allem Gret ist mir als Pfälzerin natürlich direkt ans Herz gewachsen. Ihr Dialekt ist gelungen, aber auch für jeden Nicht-Pfälzer gut verständlich. Man könnte nun einwerfen, dass alle ein wenig stereotyp angelegt sind, aber mich hat das beim Lesen überhaupt nicht gestört eine typische Lehrerin/Pfälzerin/Unternehmerin dabei zuhaben. Denn seien wir mal ehrlich – auch im echten Leben bedienen viele diese Klischees und daher ist das auch hier in Ordnung. Emotional hat mich das Buch mitgenommen, einige Mal musste ich herzlich lachen, andere mal kräftig schlucken… Die Unternehmungen in den verschiedenen Ländern haben mir sehr gut gefallen und ihre anschaulichen Beschreibungen haben mich überzeugt.
Die Nachricht des Buches hat mich überzeugt. Krebs ist ein Schlag – ja, aber man ist noch nicht tot, kann noch was erleben, solange man noch fit genug ist, sich nicht aufgibt.
Anja hat Krebs und ihre Familie möchte, dass sie eine Selbsthilfegruppe besucht. Das erscheint Anja wenig sinnvoll, denn sie befürchtet, dass dort schlechte Stimmung allgegenwärtig ist – doch weit gefehlt. Sie lernt fünf Frauen mit ähnlichem Schicksal kennen und durch den Tod der einen, werden die anderen gemeinsam deren Lebenstraum erfüllen. Die Weltreise kann beginnen…
Irgendwie hatte ich ein doch etwas schwierigeres Buch erwartet. Das Thema ist an sich traurig und sehr ernst, aber ich wurde positiv überrascht. Statt eines „Krebsbuches“ ist der Autorin ein lebensbejahendes Buch gelungen, welches an sich das Thema Freundschaft in den Fokus stellt, wenn auch der (Brust-)Krebs der Grund für ihre Zusammenkunft und ihr gemeinsames Bindeglied ist. Dass die fünf so unterschiedlichen Frauen ohne ihre Erkrankung zusammen gefunden hätten, ist nahezu ausgeschlossen. Da ist einerseits die etwas hochnäsige Firmenbesitzerin, andererseits die bäuerliche mit rauer Schale und weichem Kern, die Lehrerin usw. Trotzdem ist es ein Gewinn, dass die Frauen einander gefunden haben, sich verstehen, sich stützen und das trotz, oder wegen(?) all ihrer Unterschiede. Nicht alles ist immer Friede, Freude, Eierkuchen und das verleiht der Geschichte weitere Authentizität. Auch der verschiedene Umgang der Angehörigen mit der Erkrankung ist lesenswert und hat mich an mancher Stelle – gelinde gesagt- überrascht.
Der Schreibstil ist angenehm flüssig und leicht zu lesen. Die Charaktere sind wunderbar gestaltet, sehr individuell und vor allem Gret ist mir als Pfälzerin natürlich direkt ans Herz gewachsen. Ihr Dialekt ist gelungen, aber auch für jeden Nicht-Pfälzer gut verständlich. Man könnte nun einwerfen, dass alle ein wenig stereotyp angelegt sind, aber mich hat das beim Lesen überhaupt nicht gestört eine typische Lehrerin/Pfälzerin/Unternehmerin dabei zuhaben. Denn seien wir mal ehrlich – auch im echten Leben bedienen viele diese Klischees und daher ist das auch hier in Ordnung. Emotional hat mich das Buch mitgenommen, einige Mal musste ich herzlich lachen, andere mal kräftig schlucken… Die Unternehmungen in den verschiedenen Ländern haben mir sehr gut gefallen und ihre anschaulichen Beschreibungen haben mich überzeugt.
Die Nachricht des Buches hat mich überzeugt. Krebs ist ein Schlag – ja, aber man ist noch nicht tot, kann noch was erleben, solange man noch fit genug ist, sich nicht aufgibt.
February 19, 2017
Reisen bildet und ist immer gut!
Ein weiteres "Krebsbuch", allerdings ein bisschen anders. Beruhend auf dem Erleben ihrer Mutter, versucht die Autorin einen authentischen Roman über das Leben mit der heimtückischen Krankheit. Mir hat der Tonfall des Romans gefallen; anderes ist nicht so gelungen.
Eine Selbsthilfegruppe krebskranker Frauen machen zusammen eine Art Weltreise. Am Ende ist nicht alles gut, aber es war besser als sich nur zu bemitleiden und aufs Sterben zu warten.
Die Idee und auch teilweise die Umsetzung haben mir gut gefallen. Die Protagonisten/innen kommen allerdings manchmal ein wenig dumb oder naiv oder weltfremd daher, mir fehlen ein bisschen die Worte dafür, denn selbst eine Bäuerin kennt sehr wohl den Unterschied zwischen Indien und Indianer und es ist schwer zu vermitteln, dass jemand, der an Krebs erkrankt ist, sich Sorgen darüber macht, ob sich seine Familie in dessen Abwesenheit gesund ernährt.
Dennoch! Die Stippvisite durch fünf Länder hat durchaus was und selbst, wenn die Figuren sehr einfach gestrickt sind, ist da immer wieder sehr viel Charme in diese Reise geschrieben.
Die Protagonisten/innen hätten natürlich mehr Niveau haben können und reiseführerhafte Belehrungen sind langweilig, doch die Idee einer gemeinsamen Reise finde ich nach wie vor gut.
Fazit: Durchaus unterhaltsam, weder beschönigend noch larmoyant.
Kategorie: Leichte Muse,
Verlag: List in der Verlagsgruppe Ullstein, 2017
Ein weiteres "Krebsbuch", allerdings ein bisschen anders. Beruhend auf dem Erleben ihrer Mutter, versucht die Autorin einen authentischen Roman über das Leben mit der heimtückischen Krankheit. Mir hat der Tonfall des Romans gefallen; anderes ist nicht so gelungen.
Eine Selbsthilfegruppe krebskranker Frauen machen zusammen eine Art Weltreise. Am Ende ist nicht alles gut, aber es war besser als sich nur zu bemitleiden und aufs Sterben zu warten.
Die Idee und auch teilweise die Umsetzung haben mir gut gefallen. Die Protagonisten/innen kommen allerdings manchmal ein wenig dumb oder naiv oder weltfremd daher, mir fehlen ein bisschen die Worte dafür, denn selbst eine Bäuerin kennt sehr wohl den Unterschied zwischen Indien und Indianer und es ist schwer zu vermitteln, dass jemand, der an Krebs erkrankt ist, sich Sorgen darüber macht, ob sich seine Familie in dessen Abwesenheit gesund ernährt.
Dennoch! Die Stippvisite durch fünf Länder hat durchaus was und selbst, wenn die Figuren sehr einfach gestrickt sind, ist da immer wieder sehr viel Charme in diese Reise geschrieben.
Die Protagonisten/innen hätten natürlich mehr Niveau haben können und reiseführerhafte Belehrungen sind langweilig, doch die Idee einer gemeinsamen Reise finde ich nach wie vor gut.
Fazit: Durchaus unterhaltsam, weder beschönigend noch larmoyant.
Kategorie: Leichte Muse,
Verlag: List in der Verlagsgruppe Ullstein, 2017
June 28, 2022
4,5/5
Dieses Buch ist das perfekte Buch für zwischendurch.Die Charaktere sind super und mir ist jede einzelne Person ans Herz gewachsen(außer eine Person natürlich:)
Der Schreibstil ist sehr flüssig zu lesen,obwohl es aus der dritten Person geschrieben ist.
Alle Frauen haben das gleiche Schicksal,dennoch unterschiedliche Probleme.
Ich habe dieses Buch an einem Tag durchgelesen,weil es einfach perfekt für zwischendurch war.Zudem werden wichtige Themen behandelt,aber dennoch mit Humor<3
Dieses Buch ist das perfekte Buch für zwischendurch.Die Charaktere sind super und mir ist jede einzelne Person ans Herz gewachsen(außer eine Person natürlich:)
Der Schreibstil ist sehr flüssig zu lesen,obwohl es aus der dritten Person geschrieben ist.
Alle Frauen haben das gleiche Schicksal,dennoch unterschiedliche Probleme.
Ich habe dieses Buch an einem Tag durchgelesen,weil es einfach perfekt für zwischendurch war.Zudem werden wichtige Themen behandelt,aber dennoch mit Humor<3
March 31, 2017
Inhalt
Anja Möller erkrankt schwer an Brustkrebs. Ihrem fürsorglichen Mann zuliebe, besucht sie eine Selbsthilfegruppe. Nach anfänglicher Skepsis wird sie positiv überrascht von der kunterbunten Frauengruppe. Als Sieglinde, ältestes Mitglied und der stetige,optimistische Fels in der Brandung, verstirbt, beschließen die verbliebenen Fünf anstelle von Sieglinde auf eine große Weltreise zu gehen. Zusammen erleben sie viele Abenteuer und stellen sich gemeinsam den Herausforderungen, die sich ihnen stellen...
Meinung
Im Mittelpunkt stehen fünf Frauen, die unterschiedlicher nicht sein könnten.
Jede Einzelne von Ihnen besitzt einen außergewöhnlichen und einzigartigen Charakter.
Sie geben zusammen eine tolle, verrückte Gruppe ab und ihre schrulligen Eigenarten haben sie so liebenswert für mich gemacht.
Der gemeinsame Nenner, der sie alle erst vereint hat, ist ihre Diagnose: Krebs.
"Überleben ist ein guter Anfang" ist nicht das erste Buch, dass sich mit der Krankheit und Krebspatienten beschäftigt.
Und trotzdem war ich sehr gespannt, was mich dahinter erwartet.
Die Idee der gemeinsamen Weltreise hat mich besonders angesprochen und ich hatte auf ein lebendiges Abenteuer voller Hochs und Tiefs gehofft.
Leider traf dies nur teilweise zu.
Während des Lesens sind bei mir keine wirklichen Gefühle aufgekommen und ich fühlte mich eher distanziert von dem Geschehen und den Charakteren.
Natürlich wurde es mit diesem durchgemischte Haufen von Power-Frauen nicht langweilig aber auch gerade deshalb hat es mich so verwundert, dass ich keine wirkliche Beziehung zu ihnen aufbauen konnte.
Vielleicht lag es am Schreibstil, der mehr einem Bericht ähnelte.
Denn das war es, was mich am meisten gestört hat.
Innerhalb weniger Wochen machen die Fünf eine Weltreise. Kein unmögliches Vorhaben - schließlich basiert dies auf wahren Ereignissen - aber dadurch wirkte alles so klar strukturiert, wie eine To-Do-Liste, bei der man eins nach dem anderen abhakt.
Im Gegenzug habe ich sehr viele Orte, Kulturen und Menschen kennenlernen dürfen.
Es war bunt und abenteuerlich, abwechslungsreich und erstaunlich schön.
Aber auf der anderen Seite hat mir auch einfach etwas gefehlt.
Zwischendurch wurde einfach aufgezählt, was die Charaktere in dem jeweiligen Land erlebt haben.
Und ich finde, dass die Autorin etwas ausschweifender hätte sein können. Mit Freuden würde ich auch kleinere Details über die Reise lesen, die dem ganzen erst das Lebhafte geben können.
Und ich hätte mich auch gefreut, wenn Andrea Ulmer genauer auf unsere fünf Frauen eingegangen wäre.
Ich habe nur einen kleinen Einblick in ihre Gefühle bekommen und habe eindeutig mehr in dieser Hinsicht erwartet.
Nachdem ich das Buch beendet hatte, kam es mir so vor, als hätte die entscheidende Erkenntnis oder Pointe gefehlt, da es so offen aufgehört hat und ich normalerweise einen guten Abschluss für die gelesene Geschichte brauche.
Fazit
Das Buch war schnell durchgelesen und mir hat es ehrlich Spaß gemacht, den Dialogen der Protagonistinnen zu folgen und sie auf ihrer Reise zu begleiten.
Total unterschiedliche Aspekte der Weltkulturen waren zu sehen und sie haben so viele Dinge erlebt, wodurch ich gar keine andere Wahl hatte, als weiterzulesen ;)
Insgesamt wurden meine Erwartungen nicht so erfüllt, wie ich es mir gewünscht hätte.
Dafür war mir die Geschichte etwas zu oberflächlich und hat mir das Gefühl vermittelt, dass die Handlung Punkt für Punkt abgehakt wurde.
"Überleben ist ein guter Anfang" war eine schöne Lektüre für zwischendurch, die mich gut unterhalten hat, mich jedoch nicht vollkommen überzeugen konnte.
Anja Möller erkrankt schwer an Brustkrebs. Ihrem fürsorglichen Mann zuliebe, besucht sie eine Selbsthilfegruppe. Nach anfänglicher Skepsis wird sie positiv überrascht von der kunterbunten Frauengruppe. Als Sieglinde, ältestes Mitglied und der stetige,optimistische Fels in der Brandung, verstirbt, beschließen die verbliebenen Fünf anstelle von Sieglinde auf eine große Weltreise zu gehen. Zusammen erleben sie viele Abenteuer und stellen sich gemeinsam den Herausforderungen, die sich ihnen stellen...
Meinung
Im Mittelpunkt stehen fünf Frauen, die unterschiedlicher nicht sein könnten.
Jede Einzelne von Ihnen besitzt einen außergewöhnlichen und einzigartigen Charakter.
Sie geben zusammen eine tolle, verrückte Gruppe ab und ihre schrulligen Eigenarten haben sie so liebenswert für mich gemacht.
Der gemeinsame Nenner, der sie alle erst vereint hat, ist ihre Diagnose: Krebs.
"Überleben ist ein guter Anfang" ist nicht das erste Buch, dass sich mit der Krankheit und Krebspatienten beschäftigt.
Und trotzdem war ich sehr gespannt, was mich dahinter erwartet.
Die Idee der gemeinsamen Weltreise hat mich besonders angesprochen und ich hatte auf ein lebendiges Abenteuer voller Hochs und Tiefs gehofft.
Leider traf dies nur teilweise zu.
Während des Lesens sind bei mir keine wirklichen Gefühle aufgekommen und ich fühlte mich eher distanziert von dem Geschehen und den Charakteren.
Natürlich wurde es mit diesem durchgemischte Haufen von Power-Frauen nicht langweilig aber auch gerade deshalb hat es mich so verwundert, dass ich keine wirkliche Beziehung zu ihnen aufbauen konnte.
Vielleicht lag es am Schreibstil, der mehr einem Bericht ähnelte.
Denn das war es, was mich am meisten gestört hat.
Innerhalb weniger Wochen machen die Fünf eine Weltreise. Kein unmögliches Vorhaben - schließlich basiert dies auf wahren Ereignissen - aber dadurch wirkte alles so klar strukturiert, wie eine To-Do-Liste, bei der man eins nach dem anderen abhakt.
Im Gegenzug habe ich sehr viele Orte, Kulturen und Menschen kennenlernen dürfen.
Es war bunt und abenteuerlich, abwechslungsreich und erstaunlich schön.
Aber auf der anderen Seite hat mir auch einfach etwas gefehlt.
Zwischendurch wurde einfach aufgezählt, was die Charaktere in dem jeweiligen Land erlebt haben.
Und ich finde, dass die Autorin etwas ausschweifender hätte sein können. Mit Freuden würde ich auch kleinere Details über die Reise lesen, die dem ganzen erst das Lebhafte geben können.
Und ich hätte mich auch gefreut, wenn Andrea Ulmer genauer auf unsere fünf Frauen eingegangen wäre.
Ich habe nur einen kleinen Einblick in ihre Gefühle bekommen und habe eindeutig mehr in dieser Hinsicht erwartet.
Nachdem ich das Buch beendet hatte, kam es mir so vor, als hätte die entscheidende Erkenntnis oder Pointe gefehlt, da es so offen aufgehört hat und ich normalerweise einen guten Abschluss für die gelesene Geschichte brauche.
Fazit
Das Buch war schnell durchgelesen und mir hat es ehrlich Spaß gemacht, den Dialogen der Protagonistinnen zu folgen und sie auf ihrer Reise zu begleiten.
Total unterschiedliche Aspekte der Weltkulturen waren zu sehen und sie haben so viele Dinge erlebt, wodurch ich gar keine andere Wahl hatte, als weiterzulesen ;)
Insgesamt wurden meine Erwartungen nicht so erfüllt, wie ich es mir gewünscht hätte.
Dafür war mir die Geschichte etwas zu oberflächlich und hat mir das Gefühl vermittelt, dass die Handlung Punkt für Punkt abgehakt wurde.
"Überleben ist ein guter Anfang" war eine schöne Lektüre für zwischendurch, die mich gut unterhalten hat, mich jedoch nicht vollkommen überzeugen konnte.
April 9, 2017
Ein tolles Buch!
In „Überleben ist ein guter Anfang“ macht sich eine Krebsselbsthilfegruppe voller grundverschiedener Charaktere auf zu einer Weltreise und nimmt damit den Leser mit auf ein bewegendes, interessantes und manchmal einfach total lustiges Leseabenteuer.
Krebsbücher sind ja im Moment voll im Trend und auch die Weltreise Idee ist jetzt nichts komplett Neues. Ich kann aber jedem, der sich für diese Art von Büchern begeistert, dieses Buch nur wärmstens weiterempfehlen. Ich hatte schon lange nicht mehr so gutes Buch zu diesem Thema in der Hand und musste es in einem Zug durchlesen. Andrea Ulmer schafft es, die Balance zwischen lustigen und ernsten Momenten perfekt zu treffen. Es gab Stellen, an denen ich wirklich herzhaft gelacht habe und im nächsten Moment kam eine richtig bewegende Stelle, an der ich richtig schlucken musste.
Der Krebs spielt in diesem Buch keine Hauptrolle, obwohl er immer präsent ist. Vielmehr wird vermittelt, dass das Leben weitergeht – das der Krebs nicht das Leben dominieren sollte. Man realisiert (auch als Leser) das man Chancen nutzten sollte, solange man noch die Möglichkeit dazu hat, weil man nie weiß was passiert. Die umwerfend positive Einstellung der Charaktere kann wirklich ein Vorbild sein und macht dieses Buch zu etwas Besonderem. Was ich außerdem toll fand, war das Happy End in so gut wie jeder Hinsicht, dass sich das Leben für alle zum Guten wendet und sogar eine kleine Liebesgeschichte mit drin ist.
Ich muss zugeben, ich habe dieses Buch in einem Rutsch durchgelesen und konnte es kaum aus der Hand legen. Ulmer hat einen sehr flüssigen, fesselnden und angenehmen Schreibstil, der das Lesen wirklich zu einem Erlebnis macht. Ich muss zugeben, dass ich die Selbsthilfegruppe sofort ins Herz geschlossen habe. Alle Charaktere sind gleich sympathisch und sorgen mit ihren komplett unterschiedlichen Hintergründen für den einen oder andere lustigen Moment. Sei es die daheimgebliebene Familie, die mit Kochen, Waschen und Bügeln komplett überfordert ist oder ein falsch gebuchter Bootsausflug, der zu einem Wildwasserabenteuer wird.
Die Weltreise ist toll – ich habe richtiges Fernweh bekommen und mir selbst gewünscht diese Reise machen zu können. Interessant ist dabei, dass auch durch Einschränkungen wie einen Rollstuhl und regelmäßige Arztbesuche zum Blutbild machen der Spaß nicht verloren geht. Dabei sorgt natürlich die Meinung der Bäuerin, die noch nie ihre Heimat verlassen hat, für reichlich Spaß. Wer könnte denn auch ahnen, dass es mit Wasser und Obstmesser am Flughafen Schwierigkeiten geben könnte?
Mein Fazit:
Ein tolles und absolut positives Buch mit genau dem richtigen Gleichgewicht zwischen ernsten Momenten und lustigen Stellen. Ich konnte das Buch kaum aus der Hand legen und kann es nur weiterempfehlen. Es ist keines dieser melodramatischen Bucher ohne Happy End – es vermittelt Lebensfreude. Nichtsdestotrotz hat es mich an manchen Stellen wirklich zum Nachdenken gebracht.
Ich habe ein kostenloses Exemplar dieses Buches im Austausch für eine ehrliche Bewertung erhalten.
In „Überleben ist ein guter Anfang“ macht sich eine Krebsselbsthilfegruppe voller grundverschiedener Charaktere auf zu einer Weltreise und nimmt damit den Leser mit auf ein bewegendes, interessantes und manchmal einfach total lustiges Leseabenteuer.
Krebsbücher sind ja im Moment voll im Trend und auch die Weltreise Idee ist jetzt nichts komplett Neues. Ich kann aber jedem, der sich für diese Art von Büchern begeistert, dieses Buch nur wärmstens weiterempfehlen. Ich hatte schon lange nicht mehr so gutes Buch zu diesem Thema in der Hand und musste es in einem Zug durchlesen. Andrea Ulmer schafft es, die Balance zwischen lustigen und ernsten Momenten perfekt zu treffen. Es gab Stellen, an denen ich wirklich herzhaft gelacht habe und im nächsten Moment kam eine richtig bewegende Stelle, an der ich richtig schlucken musste.
Der Krebs spielt in diesem Buch keine Hauptrolle, obwohl er immer präsent ist. Vielmehr wird vermittelt, dass das Leben weitergeht – das der Krebs nicht das Leben dominieren sollte. Man realisiert (auch als Leser) das man Chancen nutzten sollte, solange man noch die Möglichkeit dazu hat, weil man nie weiß was passiert. Die umwerfend positive Einstellung der Charaktere kann wirklich ein Vorbild sein und macht dieses Buch zu etwas Besonderem. Was ich außerdem toll fand, war das Happy End in so gut wie jeder Hinsicht, dass sich das Leben für alle zum Guten wendet und sogar eine kleine Liebesgeschichte mit drin ist.
Ich muss zugeben, ich habe dieses Buch in einem Rutsch durchgelesen und konnte es kaum aus der Hand legen. Ulmer hat einen sehr flüssigen, fesselnden und angenehmen Schreibstil, der das Lesen wirklich zu einem Erlebnis macht. Ich muss zugeben, dass ich die Selbsthilfegruppe sofort ins Herz geschlossen habe. Alle Charaktere sind gleich sympathisch und sorgen mit ihren komplett unterschiedlichen Hintergründen für den einen oder andere lustigen Moment. Sei es die daheimgebliebene Familie, die mit Kochen, Waschen und Bügeln komplett überfordert ist oder ein falsch gebuchter Bootsausflug, der zu einem Wildwasserabenteuer wird.
Die Weltreise ist toll – ich habe richtiges Fernweh bekommen und mir selbst gewünscht diese Reise machen zu können. Interessant ist dabei, dass auch durch Einschränkungen wie einen Rollstuhl und regelmäßige Arztbesuche zum Blutbild machen der Spaß nicht verloren geht. Dabei sorgt natürlich die Meinung der Bäuerin, die noch nie ihre Heimat verlassen hat, für reichlich Spaß. Wer könnte denn auch ahnen, dass es mit Wasser und Obstmesser am Flughafen Schwierigkeiten geben könnte?
Mein Fazit:
Ein tolles und absolut positives Buch mit genau dem richtigen Gleichgewicht zwischen ernsten Momenten und lustigen Stellen. Ich konnte das Buch kaum aus der Hand legen und kann es nur weiterempfehlen. Es ist keines dieser melodramatischen Bucher ohne Happy End – es vermittelt Lebensfreude. Nichtsdestotrotz hat es mich an manchen Stellen wirklich zum Nachdenken gebracht.
Ich habe ein kostenloses Exemplar dieses Buches im Austausch für eine ehrliche Bewertung erhalten.
Displaying 1 - 8 of 8 reviews







