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Dark Web

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Eine Cyber-Ermittlerin, ein Online-Broker und eine neue, gigantische Suchmaschine agieren im Zentrum dieses hochrealistischen Thrillers über Cyber-Terrorismus.

Die Suchmaschine. Mit Holos hat Europa endlich sein eigenes Google. Was niemand weiß: Die Datenkrake, die von Politikern, Promis und Presse bejubelt wird, verfügt über gefährlich viel Geld und hochsensible Daten – und ihre Ursprünge liegen in einem geheimen Forschungskomplex.

Oliver Winter. Als dem Daytrader wegen mies laufender Börsengeschäfte das Wasser bis zum Hals steht, stürzt er sich ins DARK WEB. Hier dealt er mit illegalen Waren. Sein Problem: Bald schon soll Oliver für ein russisches Mafia-Kartell nicht nur Drogen und Waffen verkaufen, sondern auch Menschen. Darunter sogenannte Dolls, Frauen, die durch Amputationen und Gehirnwäsche zu reinen Objekten wurden.

Jasmin Walters. Sie leitet die Cyberterrorismus-Einheit Nemesis, angesiedelt zwischen BND und BKA. Nach und nach begreift Jasmin, dass der vermeintlich segensreiche Internetriese Holos nicht nur im Internet, sondern auch im DARK WEB operiert.

592 pages, Paperback

First published January 25, 2017

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About the author

Veit Etzold

57 books52 followers
Prof. Dr. Veit Etzold, geboren 1973 in Bremen, ist Autor mehreren Spiegel Bestsellern. Er arbeitete für Medienkonzerne, Banken, in der Unternehmensberatung und in der Führungskräfteentwicklung sowie als Hochschullehrer. Er ist zudem einer von Europas bekanntesten Rednern und Beratern zur Methodik des Corporate Storytelling. Sein erstes Buch schrieb er mit Prof. Michael Tsokos, dem Chef der Berliner Rechtsmedizin, über mysteriöse Todesfälle in der Forensik. Er ist mit der Rechtsmedizinerin Saskia Etzold, geb. Guddat, verheiratet. Veit Etzold lebt mit seiner Frau in Berlin

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Prof. Dr. Veit Etzold, born 1973 in Bremen, is the author of several Spiegel bestsellers. He has worked for media groups, banks, in management consulting and executive development, and as a university lecturer. He is also one of Europe's best-known speakers and consultants on the methodology of corporate storytelling. He wrote his first book with Prof. Michael Tsokos, the head of forensic medicine in Berlin, about mysterious deaths in forensics. He is married to the forensic pathologist Saskia Etzold, née Guddat. Veit Etzold lives with his wife in Berlin

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Community Reviews

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Displaying 1 - 20 of 20 reviews
Profile Image for Kerstin.
746 reviews24 followers
September 22, 2017
In seinem neuesten Thriller beleuchtet Veit Etzold das sog. "Dark Web" mit all seinen Grausamkeiten und Perversitäten. Dies stellt er so authentisch dar, dass einem wirklich in manchen Szenen ganz anders wird und man an Grenzen stößt, vor allem was das Stichwort "Dolls" angeht. Man mag sich nicht vorstellen, dass es so etwas wirklich geben könnte! Am Ende wurde es allerdings für meinen Geschmack etwas zu actionreich. Zahlreiche Charaktere kommen hier vor, die aber anhand einer zu Beginn gelisteten Dramatis Personae gut auseinanderzuhalten sind. Ein teuflischer Thriller, der von seiner Aktualität lebt und bei dem man sich wirklich Sorgen macht, ob dies evtl. so mal eintreffen könnte oder bereits grausame Wirklichkeit in den dunklen Tiefen des Internets ist.
Profile Image for Sana.
418 reviews7 followers
June 3, 2018
Blog| Facebook| https://www.instagram.com/gewispertew...


Was zur Hölle passierte hier eigentlich gerade? - S. 450


Oliver Winter ist ein Daytrader, dessen Berufswahl ein ziemlich großer Fehler war. Denn er verliert eine ganze Menge Geld und hat Angst, seine teure Penthouse-Wohnung nicht mehr bezahlen zu können. Doch statt seinen Kopf anzuschalten und es beim nächsten Mal einfach besser zu machen, lässt er sich von seinem ewig im Bademantel gekleideten Freund Marc verführen, ins illegale Drogengeschäft einzusteigen. Gemeinsam gründen sie die Drogenplattform Narcobay, die im teuflischen Dark Web innerhalb eines Monats so an Popularität gewinnt, dass die russische Mafia auf sie aufmerksam wird. Nebenher arbeitet Jasmin Walters nonstop als BKA-Angestellte, ohne jemals etwas Aktives zu tun. Doch dieser Passivität möchte sie ein Ende setzen, als ihr das neue Google Europas - ,,Holos'' - zwielichtig erscheint.


Betrachtet man die Biographie des Autors, so stellt man fest, dass er viel in seinem Leben erreicht hat. Nicht nur ist er Dozent für Geopolitik, auch arbeitet er als Berater beim Auswärtigen Amt und hat sich sonstwie international engagiert. Ein Mann also, der ein Thema wie das Dark Web und welche Konsequenzen das Internet allgemein für die Menschen hat gut und intelligent umsetzen könnte. Es schaffen könnte zu zeigen, wie spannend und vielschichtig Transparenz, Politik und Vernetzung sein können, insbesondere in einem Raum des WWW, der nicht für alle zugänglich ist und sich durch seine Anonymität auszeichnet. Wie könnte man dies bezweifeln, wenn Veit Etzold sogar recht erfolgreich in der Thriller- und Krimisparte ist?
Dark Web ist aber ein gigantischer Misserfolg und von vorne bis hinten eine literarische Katastrophe. Und da Herr Etzold in dieser Aneinanderreihung von belanglosen Szenen wahnsinnig gerne doppelt und dreifach selbst das Offensichtlichste erklärt, möchte man ihm als Leser natürlich diesen Gefallen erwidern. Auch wenn dies genauso überfordernd ist wie der Autor es mit Sicherheit von seiner Grundidee gewesen ist.
Das sieht man insbesondere am Aufbau und der Struktur des Buches, die einfach inexistent ist. Statt echter Kapitel bekommt der Leser nur halbherzig ausgearbeitete Szenen vorgeworfen, die so zerstückelt sind, dass man ihre Relevanz überhaupt nicht einordnen kann. Man blickt in diesen 1-10-seitigen Kapiteln sehr vielen Figuren über die Schulter, die anfangs überhaupt nicht miteinander verbunden sind. Verschiedene Standorte und auch Zeitangaben verstärken nur den Eindruck, als hätte Etzold ein Drehbuch geschrieben statt eines waschechten Romans. In diesen Kapiteln zeigt er auch, wie gut er darin ist, alles nach dem Schema F ablaufen zu lassen: Das Setting wird ausführlich mit innerhalb von zwei Minuten ergoogelten Wikipedia-Informationen, das später nie wieder notwendig ist, beschrieben. Sobald Etzold all seine Notizen zu Gebäude X und Platz Y eingefügt hat, haben die handelnden Figuren zwei Möglichkeiten:
a) Sie denken über irgendeine Belanglosigkeit nach, die weiteres Wikipedia-Wissen des Autors bereithält und starren aus einem Fenster.
b) Sie unterhalten sich miteinander auf Reisen oder im Büro über weiteres Wikipedia-Wissen des Autors, während sie wahlweise Kaffee oder Wodka trinken, je nachdem, ob man es gerade mit Russen oder Deutschen und/oder Männern oder Frauen zu tun hat. Dabei fallen häufig Filmzitate oder Binsenweisheiten aus dem Jahreskalender, den man seiner Großmutter zu Weihnachten schenkt.
Gemeinsam haben diese beiden Optionen allerdings, dass sie dem Leser dieselbe Frage eröffnen: Wozu war das jetzt gut?
Höchstwahrscheinlich nur dazu, dass Etzold sein unendliches Expertenwissen darstellen und all seine Recherche einbringen konnte. Egal ob es die Handlung weiterbringt oder nicht, egal ob es Figuren zu Strichmännchen macht, die statt Dialogen nur Fakten wie aus einem Unnützes-Wissen-Buch runterrasseln können, all die zeitintensiven Mühen müssen ja eingebracht werden. Dies wäre auch prinzipiell nicht schlecht gewesen, da historisches oder politisches Wissen bei einem komplexen Thema durchaus Tiefe geben können, allerdings unter der Voraussetzung des literarischen Feingefühls, damit es sich wie in einem Puzzle natürlich zusammenfügt. Etzold hingegen bedient sich dazu eher eines Klopfholzes. Ein Werkzeug, das im Tischler- und Zimmerhandwerk zusammen mit dem Stemmeisen verwendet wird, falls euer Vokabular nicht so ausgeprägt sein sollte.
Dies ist ein weiterer Faktor, der Dark Web unerträglich zu lesen macht. Nicht nur, dass sich Rechtschreib- und insbesondere Grammatikfehler häufen, auch schreibt der Autor wahnsinnig unsympathisch. Wie bereits angedeutet, kann er keinerlei Varianz in seiner Art zu erzählen schaffen, was immer anstrengender wird je mehr man merkt, dass er eigentlich auch keine Geschichte erzählt. Diese ist bestenfalls sekundär. Wichtiger ist ihm zu zeigen, wie intelligent er und wie dumm der Leser ist. Es ist ein komplexes Thema, ja, jedoch erklärt er wirklich alles, selbst das, was selbsterklärend sein sollte. Oder ist es nicht etwa übertrieben anzunehmen, dass der Durchschnittsleser sich nicht erschließen kann, was Assasination Network bedeutet? Braucht man dazu eine konkrete Übersetzung? Und benötigt man wirklich einen Erzähler, der einem vorrechnet, dass ein Megabyte tausend Kilobyte sind, und tausend Megabyte ein Gigabyte? Ebenso traut er es einem nicht zu, Symboliken oder Anspielungen zu erkennen, handle es sich dabei um Zitate von Filmen wie Matrix oder eine Finanzfirma mit dem Namen Leviathan, die natürlich nur böse sein kann. Ein kleines bisschen weniger Selbstlob für diese ,,Genialität'' und etwas mehr Vertrauen gegenüber dem Leser hätten da gutgetan, immerhin ist weniger häufig mehr. Das gilt ganz besonders für Wissen, das für das Verstehen der Handlung überhaupt nicht notwendig ist.
Diese Vorliebe fürs Erklären findet sich auch darin wieder, dass die erste Hälfte des Buches eigentlich komplett hätte gestrichen werden können. Darin geschehen nämlich Dinge, die gegen Ende von Intelligenzbestie Jasmin Walters und ihrem zynischen Kollegen Veit Et-, ich meine natürlich Roland Ressler aufgedeckt und dem Leser als ganz große Entdeckungen verkauft werden, obwohl man zuvor hautnah bei diesen relevanten Gesprächen, Entscheidungen, Handlungen etc. dabei war. Überraschungsfaktor also gleich null, was nur als Schuss ins eigene Knie bezeichnet werden kann bei all der Langeweile, die in diesem Buch herrscht. Denn ja, obwohl die Russenmafia hier als brandgefährlich und grausam dargestellt wird, auch von den verschiedenen Foltermethoden erzählt wird - sehen tut man davon nichts. Selbst das Haustier des Anführers der Mafia, ein Tiefseeanglerfisch, hat innerhalb der Handlung mehr Lebewesen getötet als Vlad, der plakative ,,Pfähler''.
Die anderen Figuren, wenn man sie als solche bezeichnen will, sind nicht besser. Selbst mit dem Dramatis Personae zu Beginn von Dark Web findet man sich in den Köpfen der Personen nicht zurecht, denn sie denken alle gleich und haben durch ihre Rolle als Expositionsmaschine nicht eine einzige Charaktereigenschaft. Symbolisch dafür steht die Auflistung der Figuren selbst, in der sie nur durch ihren Beruf definiert werden. In einem anderen Rahmen lernt man diese nämlich nicht kennen. Ressler besitzt zwar einen ganz netten Ansatz, jedoch wird dieser nicht einmal angerissen, erklärt weder seine Handlungen noch seine Aussagen. Auch alle anderen Figuren sind flacher als eine Flunder, zu rund achtzig Prozent des Buches über nur passiv und höchstens dazu da, sich in miesen Dialogen Bälle zuzuspielen, damit Etzold wieder den Erklärbären machen kann, was zwar schon erwähnt wurde, jedoch gibt es nie genug Wiederholungen. Diese Spielbälle bestehen meistens aus den dümmsten Nachfragen überhaupt. Diese Aufgabe, diese zu stellen, fällt vermeintlichem Protagonisten Oliver Winter zu, der sich einzig durch seine Dummheit auszeichnet. Auch alle anderen Charaktere sind trotz ihres fordernden Jobs keine Ausgeburten von Intelligenz oder gesundem Menschenverstand, jedoch setzt Oliver alldem die Krone auf. Man möchte ihm dauerhaft den Mund zuhalten bei alldem Blödsinn, der daraus hervorgeht, ebenso wie er nur bestimmte Handlungen ausführt, weil der Autor das so möchte. Denn Eigenmotivation oder -initiative, Raum zur Entfaltung besitzt diese Figur wohl am wenigsten.
Insgesamt also eine Ansammlung an Strichmännchen, die sich maximal zu Stereotypen entwickeln, wie zum Beispiel dem stetig im Bademantel gekleidete Nerd oder der weiblichen Auftragskillerin ohne jegliche Emotionen.
Doch ist euch etwas an diesem Gebrabbel aufgefallen? Nirgends ist auch nur die Rede vom Dark Web, obwohl es titelgebend für die Story ist. Das liegt daran, dass der Plot um das Deep Web, nämlich Olivers und Marks Drogengeschäfte, bei den zwanzig anderen Perspektiven und Subplots vollkommen untergeht. Rechercheprofi Etzold redet zwar sehr viel um den heißen Brei, was geschichtliche, finanzielle, wirtschaftliche oder politische Informationen betrifft, doch bei dem kontroversesten Thema zieht er den Schwanz ein. Das, was man darüber erfährt, haben schon YouTuber in zehnminütigen Videos besser gemacht. Wer eine krasse und brutale Geschichte erwartet, die mit den Tücken und Vorteilen des schwerer erreichbaren Internets spielt, wird bitter enttäuscht werden. Für mehr als eine Kulisse hält es nicht her, denn auch wenn er einen kleinen Nebenstrang einführt, in dem es um ein menschliches Kaufobjekt geht, er traut sich nie mehr zu tun als nur zu erzählen. Ehe es dazu kommen kann, tatsächlich etwas Grausames zu zeigen, wird abgeblendet, denn nichts wäre ja schlimmer als das zu zeigen, wofür dieser Teil des Internets weitreichend bekannt ist und weswegen der Leser das Buch hauptsächlich zur Hand nehmen wird.


Es hätte ein rasanter, spannender Thriller voller menschlicher Abgründe und neuen Seiten des Internets werden können. Denn Talent zum Informieren hat der Autor sich definitiv. Die Liste der Dinge, die er nicht kann, ist jedoch viel größer, bestehend aus Erzählen, Szenenaufbau, Character-Buildung und vor allem die Devise Show, don't tell zu befolgen. Eine stinklangweilige, biedere Geschichte, die keinerlei Stimmung oder sonst etwas hat, das zum Weiterlesen antreibt. Es gibt keinerlei Entwicklungen, der Plot ist unnötig langgezogen, dünn und unter viel zu vielen Nebensträngen versteckt, die durchsetzt sind von unnützem Wissen, das dem dummen Leser trotzdem für die Erhaltung des eigenen Selbstwerts aufgedrängt werden muss. Definitiv ein Jahresflop. Doch wie sagte einst ein kluger Mensch, Veit Etzold? Übung macht den Meister! Auch wenn man meinen müsste, dass Sie nach zehn Bücher langsam den Dreh raushätten.

Gesamtwertung: 0.95/5.00 Sternen ... dafür, dass es so schlecht war, dass man darüber lachen konnte XD
Profile Image for Denise.
618 reviews9 followers
February 7, 2017
Eine neue Suchmaschine soll das Netz revolutionieren. Holos ist das Google Europas. Und genau so gefährlich. Das müssen auch BND-Agentin Jasmin Walters und Oliver Winter, ein Nutzer des Dark Web, erkennen. Kommt ihre Erkenntnis zu spät?
"Dark Web" ist der neuste Thriller aus der Feder von Veit Etzold und hat mich auf ganzer Linie enttäuscht. Dabei ist es nicht mal die Thematik, welche mich wirklich interessiert hätte, sondern der Erzählstil, der mich zum Aufgeben zwang.

Die Geschichte wird von einem auktorialen Erzähler berichtet. Dabei jettet man als Beobachter um die ganze Welt, schließt Deals mit der russischen Mafia, bekommt Einblicke in das Finanzwesen, ermittelt mit dem BND oder sieht das Leben von Oliver Winter, einem Daytrader, den Bach runtergehen. Die Zutaten des Thrillers sind also genau richtig und bieten eine explosive Mischung.

Warum kann ich dem Werk dennoch nichts abgewinnen?

Es liegt an dem Erzählstil Veit Etzolds. Ich bin durch die Fälle von Clara Vidalis, die er ebenfalls geschrieben hat, nur so durchgeflogen. Er konnte mich damit fesseln. Doch in "Dark Web" hatte ich alle 5 Sätze das Gefühl, dass der Autor mich für zu blöd hält, Zusammenhänge herzustellen. Es wurden Offensichtlichkeiten nicht nur einmal, sondern mehrmals erklärt. Zudem verfällt Veit Etzold immer wieder in eine so einfache Sprache und einen rudimentären Satzbau aus "Subjekt, Prädikat, Objekt", dass ich mich gefragt habe, ob hier mehrere Autoren am Werk waren. Das ist nicht mehr der rasante und atemraubende Stil, den ich von ihm kenne.

Wenn sich Top-Manager oder hochrangige BND-Beamte in einer Sprache und einer Wortwahl unterhalten, die einem Kindergartenkind die Schamesröte ins Gesicht treiben würde, dann ist für mich ein entspanntes Lesen unmöglich. Dass dann weder Veit Etzold noch seinem Lektorat die korrekte Verwendung des Genitivs geläufig ist, ließ mich dann nur noch müde lächeln.

Und so konnte ich nicht weiter vordringen in die Welt des Dark Nets. Die Story mag spannend und mitreißend sein, der für mich unmögliche Stil hat mich immer wieder aus dem Tritt gebracht. Und so blieb es nur bei einem kurzen Ausflug. Sehr sehr schade!
Profile Image for Reinhold.
551 reviews33 followers
March 7, 2018
Manches glänzt in diesem Buch, doch das meiste schimmert nicht mal.

Konzeptionell ist es eine interessante Sache, die uns der Autor näher bringen will. Ein Politthriller der sich im dunklen Teil des Internets abspielt. Aber die Art der Darstellung hat leider viele Schwächen.

* Da ist einerseits die Sache, dass in der Zeit gesprungen wird. Wirklich wild - und gerade beim Audiobook ist das besonders mühsam.
* Die Szenen sind lange Zeit überhaupt nicht miteinander verbunden. Jetzt kann man argumentieren, dass in vielen Büchern erst sehr spät der Zusammenhang klar wird, aber hier ist das irgendwie anders. Es ist ein Zusammenschnitt aus unterschiedlichen Handlungssträngen, die lange Zeit überhaupt kein Bild ergeben.
* Es wird alles erklärt. Ja, es mag schon sein, dass manche Leser überhaupt keine Ahnung davon haben, was das Netz alles kann und hergibt. Aber es ist einfach eine recht mühsame Leseerfahrung, wenn der Autor voraussetzt, dass man ungebildete Leser hat.

Und so bleibt kaum etwas Gutes zu sagen. Zwei Sterne gebe ich auch nur, weil ich es doch irgendwie zu Ende gebracht habe und es noch wirklich Schlimmeres gibt. Naja, aber nicht fertig gelesen gibt null, und Schlimmeres ja, aber auch andere Bücher in dieser Preisklasse habe ich mit 1/5 bewertet, also was soll's. Leider überhaupt nicht packend, obwohl es einige Abschnitte gab, die ein wenig ansprechend waren.

Insgesamt zu langsam, zu mühsam, zu fad und vor allem für zu dumme Leser geschrieben.
Profile Image for Max.
70 reviews
July 30, 2020
Die Geschichte hat mich absolut gefesselt und so auch durch ihre seltenen langweiligeren Passagen geführt.

Generell wechselt man immer wieder zwischen den verschiedenen Personen und bekommt so die Geschichte immer wieder aus einer anderen Sicht mit. Dadurch wird das ganze sehr Abwechslungsreich, besonders da die Abschnitte meistens nicht länger als 5 Seiten sind.

Manchmal wurden aber auch sehr kranke, perverse Dinge beschrieben. Wer sowas also nicht so einfach ab kann, sollte da ein bisschen mit Vorsicht rangehen.

Das Ende wirkte irgendwie etwas abgebrochen und unvollständig. Man muss ja ein buch nicht unbedingt am Ende abrunden, aber hier war das schon recht abrupt.

Insgesamt kann ich das Buch sehr empfehlen, mich hat es absolut gefesselt und gut mein Genre getroffen!
Profile Image for Sarah (Pergamentfalter).
81 reviews2 followers
October 11, 2018
Die Geschichte von „Dark Web“ wird aus mehreren Perspektiven erzählt, die anfangs nahezu nichts miteinander zu tun haben. Die einzelnen Kapitel springen zwischen den Perspektiven und zwischen den Jahren 2010 und 2015, was mir das Verständnis erheblich erschwerte. Viel zu lange wusste ich trotz Lesen des Klappentextes kaum, worum es geht, geschweige denn wohin diese Geschichte führt und warum es so viele verschiedene Charaktere geben muss. Spannung konnte so definitiv nicht entstehen.
Darüber hinaus fühlte sich die Geschichte stellenweise wie Kaugummi an. Der Autor hat eine Fülle von Informationen einfließen lassen. Teilweise waren sie hilfreich und notwendig für das Verständnis. Größtenteils erschwerten sie mir aber das Lesen, wirkten unnötig und schlichtweg zu viel.
Auch mit den Figuren konnte ich kaum etwas anfangen. Oliver Winter, einer der wichtigsten Charaktere, verliert binnen kurzer Zeit sein Reuegefühl und sein Moralempfinden – und damit für mich auch seine Glaubwürdigkeit. Die kehrte erst gegen Ende des Buches zurück. Weit besser gefallen haben mir da z.B. Jasmin Walters, ein Künstler oder Olivers Freundin. Auf russischer Seite begegnete mir zu oft das Klischee vom „bösen Russen“. Keine Ahnung, ob das der echten Führungsriege Russlands entspricht, mir war es jedoch zu eindimensional.
Besser wurde die Handlung erst in der zweiten Hälfte, als endlich etwas Spannung aufkam. Thrillertypische Hochspannung vermisste ich weiterhin, aber wenigstens war die Geschichte nicht länger nervig zäh.
Mit der Spannung kam dann auch die Grausamkeit, die sich im Darknet verbirgt, mehr und mehr ans Licht. In „Dark Web“ geht es u.a. um eine wirklich widerliche Mischung aus Kindesmissbrauch, Folter und Verstümmelung. Keine Frage, diese Machenschaften unterstrichen nochmal sehr deutlich, wofür das Darknet (auch) einen Raum bietet. Das macht später auch das Nachwort deutlich. Allerdings waren mir die Beschreibungen teilweise zu detailreich. Weniger hätte hier gereicht.
Das Ende kam dann abrupter als gedacht. Gerade wurde es spannender, die Perspektiven verwoben sich und plötzlich war Schluss, als wäre „Dark Web“ nur eine Vorgeschichte. Schade. Hier hatte ich mir deutlich mehr erwartet.

FAZIT
Zu viele Informationen, wenig überzeugende Charaktere, kaum Spannung und ein Finale, das die Geschichte eher abhackte als abschloss. Letztlich bleiben ein paar Denkanstöße und Bilder im Kopf, die mir noch immer das kalte Gruseln bescheren. Ich hatte mir mehr erhofft.
Profile Image for Thomas.
168 reviews1 follower
May 28, 2020
Ein Totalausfall, und das auf so vielen Ebenen, dass es fast schon faszinierend ist. Wenn es nicht so übel wäre. Ich weiß gar nicht, wo ich anfangen soll:

Beim zusammengeschusterten Plot, die ersten 100 Seiten gibt es nämlich unzusammenhängende Handlungsfetzen über verschiedene Personen, Zeiten und Orte hinweg. Die nächsten 20 Seiten werden diese Puzzleteile dann fast schon gewaltsam zusammengesteckt. Ab da geht es vorhersehbar weiter. Die Kernannahme, auf welche die Geschichte hinausläuft, ist dazu noch total unlogisch.

Oder beim komplett blassen Personal. Niemand sticht wirklich hervor, nicht einmal die Bösen hinterlassen Eindruck. Da hilft auch nicht, dass supersprechende Namen wie "der Pfähler", "'Herr' Becker" und "der Puppenmacher" bei jeder Gelegenheit benutzt werden müssen zur Charakterisierung.

Fast brechen musste ich bei der Beschreibung der Transformation der Dolls. Einmal wegen der Sache an sich, aber auch weil es sich das einzige Mal so anfühlte, als ob der Autor in Wallung kommt. Im Nachwort beschreibt er, wie ihn selbst so ein Originalbericht aus den Socken gehauen hat, nehmen wir mal an der Leser darf so seine Bestürzung spüren. Nun ja.

Das Hauptproblem des Buches ist nämlich, dass Etzold eine Botschaft hat und viel zu viel will. Und anscheinend seine Leser alle für ein bisschen blöd hält. Deswegen heißt dann auch der Gründer der neuen Suchmaschine mit Vornamen Sergey und ein deutschstämmiger Investor im Silicon Valley Peter. Nervig wird es, wenn das Zusammengegoogelte falsch verwurstet wird, aus den Five Eyes werden dann mal schnell Five Stars, und Cum-Ex ist zwar wunderbar skandalös, aber leider nicht das, was er beschreibt. Und über allem trieft so eine leicht Prise Abfälligkeit über eigentlich fast alle Institutionen: EU, EZB, BRD, BND, alle leicht minderbemittelt und hilflos.

Über einen seiner Charaktere schreibt er "so als wollte er zeigen: seht her, ich weiß auch etwas". Ich musste lachen, als ich das las. Und war froh, als das Buch zu Ende war. Es hat wirklich ein leicht ekliges Gefühl bei mir hinterlassen. Nicht lesen, bitte!
Profile Image for Vadim.
33 reviews1 follower
August 24, 2020
Der Autor war mir bislang namentlich ein Begriff, jedoch hatte ich noch nicht wirklich viel Kontakt mit seinen Werken. Als promovierter Medienwissenschaftler hat Veit Etzold jedoch in den letzten zehn Jahren so einige interessante Kriminalromane publiziert und sich auch tiefergehend mit Cyberkriminalität und Wirtschafts-Spionage auseinander gesetzt. Dies spricht natürlich für eine Menge Erfahrung in diesen Themengebieten.

Die Handlungsorte selbst sind in unterschiedlichen Metropolregionen dieser Welt angesiedelt, wobei Berlin und Prag im Vordergrund stehen. Es wird eine durch zufällige Gegebenheiten zusammenhängende Storyline in den Vordergrund gestellt, was sehr trickreich dargelegt wird. Ein Berliner Aktionär ist gefrustet, dass die Geschäfte nicht gut laufen und lässt sich auf einen Deal im Online-Drogenhandel mit einem alten Hacker-Freund ein. Zusammen geraten sie allerdings recht schnell in noch kriminellere Angelegenheiten, die mit durch Untergrund-Organisationen angesetzten Menschenhandel und weiteren Perversionen zu tun haben. Zudem mischen sich noch sämtliche Geheimdienste der Welt ein und die Geschichte nimmt seinen Lauf.

Der Autor schreibt sehr klar und flüssig und ein roter Faden ist schnell erkennbar. Es wird auch relativ wenig geschwafelt, so dass die Dialoge spannend und auf den Punkt gebracht wirken. Zudem sind die zusammenhängenden Handlungsverläufe sehr intelligent aneinander gereit, so dass nur wenig Logik-Lücken auftauchen. Darüber hinaus gibt es einen ziemlich drastischen Höhepunkt der Geschichte, welcher sogar Gore- & Mad Scientist-Geschmäcker beflügeln könnte. Die größten Schwächen stellen jedoch leider das unausgegorene Ende sowie die unglaubwürdig heroischen Einlagen einiger Hauptprotagonisten dar. Alles in allem war es jedoch ein sehr schöner und angenehm zu lesender Kriminalroman!
Profile Image for Alexander Gurris.
39 reviews
March 20, 2021
Der Autor hat einen gut recherchierten Tech-Thriller geschrieben, der den Vergleich mit den großen Vorbildern von Frank Schätzing nicht scheuen muss. Das Dark Web dient metaphorisch als die Hölle Dantes, in die sich einer der Protagonisten begibt. Die Kapitel sind kurzweilig und bieten genügend Horror auf der "Heldenreise" des Protagonisten, Stichwort Chirurg. Leider bedient der Autor viele Klischees, die in dieser Art von Romanen wohl notwendig sind. Russen sind immer böse, alle Künstler in Berlin sind liebenswerte Versager und ITler mit großem Verantwortungsbereich haben einen Fetisch, den sie ausleben müssen. Im Ergebnis ist es ein gutes Buch für auf die Couch.
Profile Image for Nina .
125 reviews7 followers
June 19, 2018
"wir überschätzen,was in einem Jahr passieren kann und unterschätzen, was in 10 Jahren geschehen kann" -Bill Gates.
das Buch ist ein Meisterwerk. Es ist unheimlich spannend und erschreckend zugleich und ich habe selten ein Buch gelesen,dass fiktiv und gleichzeitig so real ist.
Jeder sollte es gelesen haben.
Profile Image for Tamara.
512 reviews12 followers
October 11, 2022
I basically have to process everything I’ve read in this book first before I am able to write a proper review. But I am still disgusted and fascinated. The style of writing is great, I was hooked from the beginning, I’ve learned some stuff about bitcoins. All in all a great book that had me hooked from the beginning
38 reviews1 follower
May 30, 2019
Krank, verstörend, das härteste, das ich bislang gelesen habe. Aber eine spannende, gute Story, die leider an mancher Stelle zu übertrieben ist
10 reviews
June 30, 2020
One of the most amazing books I have read
158 reviews
January 25, 2021
Interessantes Konzept, schlecht umgesetzt mit für meinen Geschmack viel zu vielen drastischen und ekeligen Details.
Profile Image for Ingo.
1,248 reviews17 followers
May 31, 2021
etwas zu langatmig,sehr grausame szenen
Profile Image for Manfred Götz.
82 reviews3 followers
March 5, 2017
Ein Buch, dass ich in Rekordzeit verschlungen habe. Wie die meisten dieser Art von Thriller ist die Geschichte ziemlich konstruiert - dafür aber von der ersten bis zur letzten Seite extrem spannend. Darüber hinaus enthält das Buch schon eine ganze Reihe von interessanten Gedanken und Fakten zu den neuen Bedrohungen im Rahmen der Informationstechnologiegesellschaft. Die Geschäftsmodelle rund um die Nutzung von persönlichen Daten sind ja hinlänglich bekannt, wird es bald auch Geschäftsmodelle geben, bei denen gegen Einwurf von Münzen (oder Bitcoins) diese nicht genutzt werden? Genug Stoff für weitere spannnede Thriller dieser Art!
Profile Image for Circlestones Books Blog.
1,146 reviews33 followers
April 14, 2017
Ein sehr ernstes Thema, topaktuell, hervorragend recherchiert, ein spannender Thriller mit einem Aktualitätsbezug, der nachdenklich macht! Dazu sehr gut geschrieben.
Displaying 1 - 20 of 20 reviews

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