Karen Duve, 1961 in Hamburg geboren, lebt in der Märkischen Schweiz. Sie wurde mit zahlreichen Preisen ausgezeichnet. Ihre Romane »Regenroman« (1999), »Dies ist kein Liebeslied« (2005), »Die entführte Prinzessin« (2005), »Taxi« (2008) und »Macht« (2016) waren Bestseller und wurden in zahlreiche Sprachen übersetzt. 2011 erschien ihr Selbstversuch »Anständig essen«, 2014 die Streitschrift »Warum die Sache schiefgeht«. Die Verfilmung ihres Romans »Taxi« kam im Sommer 2015 ins Kino.
Das erste gute Buch in 2025, hier ein paar unsortierte Gedanken: - Charles Bukowski nur anders misogyn - extrem unsympathische Hauptfigur, nicht sehr ambitioniert, entscheidungsunfreudig, opportunistisch, eigenbrödlerisch, unmoralisch und daher für mich ansprechend - nice wegen episodenhaftem Erzählen
Hamburg 80er und 90er Jahre, Geschichten über die schöne und unangepasste Taxifahrerin Alex. Wurde auch verfilmt mit Peter Dinklage in einer Hauptrolle. Der Film ist so lala, das Buch zwar anekdotisch, stellenweise ein wenig beliebig. Aber für mich herrlich nostalgisch. Denn ich kannte da eine blonde, langbeinige Taxifahrerin aus der Schanze....
Unterhaltsamer Episodenroman der spannende Einblicke in das Leben der Taxifahrer gibt. Die junge Fahrerin befindet sich auf einer Reise zu sich selbst und nimmt den Leser mit in ihre Gedanken. Unterhaltsam bis kurz vor Schluss, allein das Ende gefiel mir so gar nicht.
Ich dachte eigentlich, das sei ein lustiges Buch. Dem war dann aber doch nicht der Fall, stellte ich nach ein paar Kapiteln fest. Aber ich fand es trotzdem gut, auch wenn es mich ziemlich deprimiert hat, dieses Buch zu lesen.
Es geht um Alex, die nach dem Abitur eine Ausbildung zur Versicherungskauffrau angefangen hatte, da ihre Eltern der Meinung waren, sie müsse sich einen vernünftigen Job suchen. Die Ausbildung schmiss sie allerdings hin und fährt nun Taxi, wovon ihre Eltern natürlich nicht allzu sehr begeistert sind.
Beim Lesen dieses Buches erfährt man schonungslos den Alltag einer Taxifahrerin und auch in Alex' Liebesleben sieht es nicht eben rosig aus. Es hat mich nachdenklich gestimmt, zu lesen, für was für einen Hungerlohn sich Taxifahrer diesen Job antun müssen.
Mit diesem Buch konnte ich gar nichts anfangen. Auf jeder Seite wollte ich aufhören, das Gute am Buch, die Kapitel sind wirklich kurz. Aber was wird eigentlich erzählt? Das Leben einer Taxifahrerin unter lauter unsympathischen Kollegen. Dabei empfand ich die Kapitel zum großen Teil zusammenhangslos und de beschriebenen Episoden substanzlos. Außerdem konnte ich mich immer nur über die Verhalten der Personen aufregen. Vielleicht sollte das lustig sein, mich hat es nur genervt. Wie gesagt, das Buch liest sich leicht und schnell, aber es ist auch eins, dass ich nicht weiterempfehlen kann. Karen Duve soll ja gute Sachen geschrieben haben (Liebeslied?), aber mit dieser biografischen (?) Beschreibung ihres Taxilebens hat sie mich eher zu einem Niewiederduve-Leser gemacht.
I found the first half of the book quite entertaining to read. The narrator becomes a taxi driver after just a few pages and we immediately follow her through a number of interesting situations that are probably based on the author’s own experiences working the same job. The fact that she is surrounded by and herself quite a deadbeat makes it all the more fun - at least if one isn’t normally surrounded by these type of people in real life. Eventually, however, after the novelty of these taxi tales wears off, it all becomes kind of stale fast. Beyond the very slight character development of the narrator herself, everyone and everything stays pretty much the same throughout. Perhaps that is the point of the book, but it doesn’t make it entertaining to read. The fact that nearly half the characters are outrageously sexist or a**holes doesn’t help. Even the narrator’s “development” seems to be mostly accidental. I think others have noted the lack of an ending as well.
In the end I give three stars because the first half let me imagine a life I wouldn’t live myself and a time I’ll never experience, even if it wasn’t bundled up with a good plot or interesting characters.
Anna: »Aufschlussreicher Blick in das Leben einer jungen Hamburgerin in einer Zeit vor Uber und Internet.«
Finn: »Packender Bericht einer jungen Hamburger Taxifahrerin aus einer Zeit, die viele nur noch aus Film und Fernsehen kennen.«
Elin: »Nie langweilige Taxireise durch das Hamburg der Achtzigerjahre, angereichert mit den lakonischen Sprüchen einer Fahrerin, die selbst nicht genau weiß, wohin sie eigentlich will.«
Maja: »Gut geschriebener, authentischer Roman, der tiefe Einblicke in das Leben einer Hamburger Taxifahrerin in den Achtzigerjahren gewährt.«
Unkonventionell, deprimierend, aber auch irgendwie erfrischend trocken und abgebrüht. Ich mags, wie Karen Duve schreibt. Die kurzen Kapitel mit verschiedene Szenen aus dem Leben der Protagonistin passen gut zu dem Thema Taxi, die sind wie einzelne Fahrten mit Taxi-Fahrgästen, die immer komplett verschieden sind.
Ein Buch für Melankoliker - wie ich. Ich fand Alex's Stimme faszinierend und zugleich traurig. Sie führt ein Leben von Anderen bestimmt und geregelt, und versucht auf ihre Art und Weise damit fertig zu werden. Einfach schön geschrieben.
Ein Buch, das dich lehren soll, dass das Schicksal nicht für die (richtige) Gestaltung deines Lebens zuständig ist. Alex ist ein junges, schönes Mädchen, das nicht weiß wohin. Sie mag Menschenaffen und weiß, dass sie keine Büroausbildung machen will, was ihre Eltern eigentlich von ihr wollen. Doch da hört ihr Bild von einer Zukunft auch schon auf. Sie lässt sich treiben und folgt den Zufällen, die ihr einen Job 'zuspielen' oder eben eine Wohnung bei dem Kerl (und Kollegen), den sie eigentlich nicht leiden kann, der aber nunmal Anstalten macht mit ihr zusammen zu sein. Dazu bekommt sie eine Gruppe "Freunde", eine Schicksalsgemeinschaft, die alle skurril, asozial und mit ihrem Leben festgefahren sind. Eine Szenerie reiht sich an die andere, die mich immer wieder zur Verzweiflung gebracht haben, ob es nun die Taxigäste sind, die ihr Verachtung oder Ignoranz entgegen bringen oder die Taxi-Fahrer-Clique, mit narzistischen, sexistischen und teils rechten Typen (ua eben ihrem Freund). Der einzige Lichtblick ist Marco, der aber auch seine dunklen Stunden durchlebt.
Das Buch ist episodisch aufgebaut und man kann, bis auf einen Sprung von 3 Jahren, nur eine grobe Chronologie in die Kapitel bringen. Mir haben Teile sehr gut gefallen, vor allem Alex' Gedanken über ihre Umwelt und auch über ihre eigene Situation, da sie sehr reflektiert ist.. Allerdings fand ich es dadurch auch so deprimierend, dass sie zwar häufig zum richtigen Schluss kam, jedoch nicht danach handeln konnte. Teilweise konnte einen das schon fuchsteufelswild machen; vor allem auf die Typen bezogen, die somit keinen Widerspruch bzgl ihrer Taten bzw Aussagen erlebten.
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Am Buch gefiel mir, dass es eher eine Stimmung aufzeigt, als eine wirkliche Handlung. Gleichzeitig möchte man als Leser der Protagonistin ab einer Weile einfach nur in den Hintern treten, damit sie ihre Situation verbessert. Es bleibt unschlüssig, wie sie es so lange mit den Nebencharakteren aushielt, ich hätte das nicht gekonnt.
Mein größtes Problem ist jedoch der Zeitsprung von etwa 3 Jahren, bei dem sich die Umstände zwar minimal ändern, jedoch eine richtige Charakterentwicklung ausbleibt, und das ist für einen derartigen Zeitrahmen (für mich zumindest) recht unrealistisch, auch wenn man außer Taxifahren rein gar nichts mit seinem Leben macht.
Trotzdem ein guter und schneller Roman, bei dem man vor allem ins Grübeln kommt, wie man wohl selbst auf Taxifahrer (und andere Dienstleister) wirken könnte.
Ich denke, die Idee des Autors war es ein lustiges Buch zu schreiben, aber es war zu stark fragmentiert und ehrlich gesagt ziemlich traurig, vielleicht bin ich falsch und sie wollte nur ein Bich schreiben.
Credo che l'idea dell'autrice fosse di scrivere un libro divertente, ma era troppo frammentato e francamente parecchio triste, quindi magari mi sbaglio.
I was surprised by how much I enjoyed this. A very good book about a young woman who, when she doesn't know what to do with her life, ends up as a taxi driver. It's a bit depressing at times, but also full of poignant observations about people and altogether a great read. Recommended.
Wie alles von der Duve: Großartig geschrieben. Düster, zynisch, komisch, deprimierend. Eine der besten dt. Schriftstellerinnen, die dennoch durch und durch unterhaltsame Bücher schreibt. Wenn man halt auf kaputte Typen steht.
Eine witzige Zeitreise zurück in die Achtziger. Ein déjà-vu reiht sich an das andere. Damals nannte man es (noch) nicht Prekariat, man wäre gar nicht auf die Idee gekommen ... aber keine Sorge: alles wird gut. Oder?!
Der anfang ist recht vielversprechend und auch gut zu lesen. Allerdings musste ich nach der Hälfte des Buches aufhören, da mich die lahmarschigkeit der Protagonistin und der mäandernde *Plot* nur noch aufgeregt haben
Great book. But if your not familiar with the streets of Hamburg, the book is not as thrilling as it could be. Personally I’ve never been to Hamburg and know very little of the city, so I found my self googling a lot of the streets mentioned😅