Ich fühlte mich bei diesem Buch gut unterhalten. Ich fand es nicht so spannend dass ich jetzt Nervenflattern davon bekommen hätte, aber es war unterhaltsam. Mehr aber auch nicht. Man will natürlich am Ende des ersten Buches wissen, wie es weitergeht. Denn natürlich, wie kann es auch anders sein, endet das Buch mit einem Cliffhanger.
Streckenweise fühlte ich mich wie in einem eher zweitklassigen Rosamunde Pilcher – Film, ohne grosse Überraschungen und Nervenkitzel. Es plätscherte einfach ziemlich häufig so vor sich hin. Meiner Meinung nach wurde teilweise etwas zu krampfhaft versucht, sämtliche Personen im Buch sympathisch erscheinen zu lassen. Der Geschäftspartner von Ben, Peter, ist so ein Beispiel. Eigentlich verhält er sich ziemlich daneben, aber trotzdem wird versucht, ihn sympathisch erscheinen zu lassen.
Am Schluss des Buches, wird dann noch einmal krampfhaft versucht Spannung aufzubauen. Mit einem Reitunfall, einem verstauchten Knöchel und einer nächtlichen Suchaktion. Das war aber für mich eher durchschaubar.
Trotzdem, das Buch ist gut geschrieben, die Protagonisten sind sympathisch und nett, wenn auch vielleicht ein bisschen zu “clean”. Alles in Allem eine solide Familiengeschichte, welche übrigens nur in der Gegenwart spielt. Wer etwas in der Art von Downton Abbey oder auch den Büchern von Lucinda Riley sucht, ist vielleicht bei dieser Reihe nicht an der richtigen Stelle. Wer Liebesromane ohne richtig viel Tiefgang mit einem Anwesen, einer adligen Familie und Herzschmerz mag, könnte dieses Buch lieben.