Die öffentliche Verwaltung gehört zu den wichtigsten und zugleich am wenigsten verstandenen Institutionen der Gegenwart. Warum handelt Verwaltung einerseits pedantisch und übergenau, eben bürokratisch, andererseits aber auch bemerkenswert flexibel und pragmatisch? Warum arbeitet sie meistens reibungslos und effektiv, bringt jedoch mitunter auch dramatische Fehlleistungen hervor? Wolfgang Seibel führt in Verwaltung verstehen in grundlegende Probleme öffentlicher Verwaltung ein und zeigt, wie sie in Theorie und Praxis bearbeitet werden. Sein flüssig geschriebenes und informatives Buch richtet sich nicht nur an Fachwissenschaftler, sondern an alle, die sich für das »Innenleben« dieser so wichtigen Institution interessieren.
Wolfgang Seibel entwickelt in 12 Kapiteln einen leichtfüßigen, stets mit Beispielen illustrierten Überblick zu Theorien mittlerer Reichweite der Verwaltung und des Verwaltungshandelns. Dabei skizziert er nicht nur verschiedene theoretische Ansätze, die im Laufe des Buches immer wieder eingeordnet und verglichen werden, sondern beschreibt im 13. Kapitel auch den Prozess der Entwicklung der öffentlichen Verwaltung in Deutschland und vermittelt zumindest ein Gefühl für den theoretischen wie empirischen Status quo.
Sehr gute Einführung in das Funktionieren von Verwaltungen, deren Beziehung zu Bürger und Legislative, den Kräften die auf einzelne Bürokraten wirken und den Interessen, die Entscheidungsprozesse formen. Auch ein interessantes Kapitel zu Verwaltungsversagen.