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Kann man es -- so fangen wir schon selbst an, uns zu fragen -- mit dem Kündigungsschutz denn noch gründlicher übertreiben als bei uns?! Ist doch klar, dass man niemanden mehr einstellen mag, wenn man Angst haben muss, ihn dann nicht mehr loszuwerden. Und zeugt es nicht vielleicht wirklich von ökonomischer Naivität, sich über das Millionengehalt manches Vorstandschefs zu beschweren, der trotz sprudelnder Gewinne nicht nur niemanden mehr einstellt, sondern Tausende auf die Straße setzt?
"Die Zerstörung der sozialen Gerechtigkeit", hat Heribert Prantl seine pointierte Streitschrift im Untertitel genannt, in der er die gängigsten der im Umlauf befindlichen sozio-ökonomischen Phrasen-Blasen, eine nach der anderen platzen lässt. Die Dinge unmissverständlich und treffend bei ihrem oft schlichten, die Sache aber treffenden Namen zu nennen, ist leider nicht jedem gegeben. Und so ragt Kein schöner Land wie eine rettende Insel aus dem weiten, öden Phrasenmeer der journalistischen Krisenliteratur unserer Tage. Lesenswert! -- Hasso Greb
207 pages, Paperback
First published March 7, 2005