جنایت، معما، هیجان، آدمهای سفید و سیاه و خاکستری و ظرافت در حل معما عناصر اصلی داستانی پلیسی هستند که کلود راگون به همهی اینها در ساخت و پرداخت رمان جنایی خود چشم داشته است. داستان او از همان ابتدا با معما آغاز و گرهی این معما هرچه پیشتر میرود، کورتر میشود. صحنهپردازی و شخصیتپردازی راگون بسیار استادانه است. رمز و راز حاکم بر داستان خواننده را چنان مجذوب میکند که گویی در حال تماشای فیلمی است معمایی از کارآگاه پوآرو با آن سلولهای خاکستری مغزش یا از شرلوک هولمز با آن دقت اعجابانگیزش در دیدن جزییات. به دلیل چنین ویژگیهایی است که الوار برای تابوتها، در سال ۲۰۱۰، عنوان بهترین رمان پلیسی در کشور فرانسه را از آن خود کرد و راگون موفق شد جایزهی Quai des Orfever را به دست آورد؛
I found this at the hotel library at the ski resort, and was attracted by the setting, as I live in the Jura region myself. It's the story of young investigator Quentin Bruchet who is conducting his first murder investigation at a timber factory in the Jura mountains, while is boss, Commissaire Gradenne is lying ill with flu. Far too much explanation of wood processing and factory intrigues, the characters were not fully developed, the discussions sometimes felt forced and wooden, simply to move the plot forward. But I did like the description of winter in the Jura forests.
Une intrigue très simple pour ne pas dire simpliste mais la lecture est agréable. Les policiers et les gendarmes sont tous sympathiques et, franchement, une telle fraîcheur fait du bien de nos jours. Je recommande.
Der Direktor einer Holzverarbeitungsfabrik wird tot aufgefunden. Zunächst deutet alles auf einen Arbeitsunfall hin, doch ein anonymer Brief an die Polizei weckt Zweifel. Komissar Gradenne und sein junger Kollege Quentin Bruchet begeben sich in die winterlichen Berge des Jura um zu ermitteln.
"36, Quai des Orfèvres" ist die Adresse des Hauptsitzes der Pariser Kriminalpolizei. Der gleichnamige Buchpreis wird seit 1946 jährlich an französische Kriminalromane vergeben. Die Jury kommt aus dem Polizeinahem Umfeld. Ihr vorstehend ist kein geringerer als der Polizeipräsident höchstpersönlich. Grund genug für mich mir den diesjährigen Preisträger einmal genauer anzuschauen.
Die Geschichte beginnt sehr gemächlich. Nachdem der Hauptkommissar direkt zu Beginn der Ermittlungen krank wird, rückt der frischgebackene Kriminalpolizist Bruchet in die erste Reihe auf. Schnell wird klar, dass das vermeintliche Unfallopfer mehr Feinde als Freunde in der Fabrik hatte, so dass es nicht an Verdächtigen mangelt. Ein klassisches "Whodunit" - Spiel beginnt.
Fazit - Hölzern
Ab der ersten Seite fällt einem der einfache geradezu amateurhafte Schreibstil auf. Wahrscheinlich hängt es damit zusammen, dass der Autor selbst aus dem Holzverarbeitungsgewerbe stammt. Die Geschichte ist zwar nicht uninteressant, bietet aber leider zu wenig vielschichtige Charaktere. Von Anfang an laufen die Ermittlungen reibungslos, alles fügt sich nahtlos zusammen und die verdächtigen Personen kooperieren. Spannung - Fehlanzeige. Der Titel "Das Holz für die Särge" klang für mich nach Western, nach Aufregung, nach rauhbeinigen Protagonisten und viel Dramatik. Leider wird das Thema Särge in einem Absatz abgefertigt und spielt fortan keine Rolle mehr. Dabei hätte die Geschichte durchaus Potential gehabt den Titel besser umzusetzen. Das Konzept des Preises hat mir gut gefallen und war für mich der Auslöser für den Kauf dieses Krimis. Mit der Krönung von "Du bois pour les cerceuils" haben sich die preisverleihenden Polizisten allerdings ins eigene Bein geschossen. Als Amateurroman eines Krimi-begeisterten Holzingenieurs ist das Ergebnis sicherlich befriedigend. Als preisverdächtiges Lesevergnügen leider nicht.
Wertung 2/5
Qualitativ besser und mehrfach ausgezeichnet ist der Film "36, Quai des Orfèvres" von Olivier Marchal mit Daniel Auteuil und Gérard Depardieu. Deutscher Titel "36 - Tödliche Rivalen":