Er hat vergessen, wer er ist. Er weiß nicht, wie er in das Auto kam, das mit ihm im Fluss versinkt. Mit knapper Not befreit er sich aus dem Wagen und rettet sich ans Ufer. Da vibriert das Handy in seiner Tasche. Eine SMS. Drei Worte: "Lauf, Ben, lauf!" Plötzlich Rufe, Schüsse, Kugeln schlagen neben ihm ein. Ben rennt los, flieht vor seinen Verfolgern. Wer will ihn töten? Warum? Bens Flucht führt ihn quer durch Europa. Doch seine Verfolger sind ihm stets einen Schritt voraus. Ihm ist bald klar: Er muss sich erinnern, um zu überleben. Was er nicht weiß: Das Schicksal der Menschheit liegt in seinen Händen.
Ein rasanter Action-Thriller, der seinen Lesern den Atem nimmt.
Noah Alexander ist ein Pseudonym hinter dem fünf deutsche Autoren stehen - Martin Conrath, Sabine Klewe, Ralf Pingel, Anette Strohmeyer und Markus Stromiedel. Bevor die Geschichte startet, bekommt man einen sehr interessanten Einblick in die Entstehung des Buches. Das war wirklich sehr informativ und man hat erfahren wie ein Buch überhaupt entsteht und vor allem wie alles abläuft, wenn eben ganze fünf Autoren die Story schreiben, woraus nochmal ganz andere Herausforderungen enstehen.
Hätte man eben dieses Vorwort nicht gehabt, hätte ich persönlich nicht gemerkt, dass die Geschichte nicht aus der Feder eines Autoren stammt. Die Kapitel waren sehr stimmig, der Lesefluss war nie gestört und die Sprache deutete auch niemals darauf hin, dass hier mehrere Leute geschrieben haben.
Als Leser wird man unmittelbar in die Geschichte geschmissen und man ist genauso ahnungslos wie der Protagonist selbst. Wir decken also nach und nach die Geschichte mit ihm zusammen auf. Hin und wieder versucht man eine falsche Fährte zu streuen, allerdings ist irgendwann zum Ende dann doch ziemlich klar wie alles enden wird. Einige Aspekte fand ich sehr unrealistisch, allerdings fehlt mir auch vielfach das besondere Fachwissen, um das genau beurteilen zu können. Für mich als Laie war es einfach stellenweise abstrus.
Nichtsdestotrotz hat mich die Geschichte wirklich von Anfang bis Ende in seinen Bann gezogen. Die Autoren haben hier wirklich ein sehr spannendes und packendes Werk abgeliefert.
Am Anfang hat es mich ein wenig an Jason Bourn erinnert, aber es ist nicht ganz so. Ben hat zwar sein Gedächnis verloren, aber er ist hat kein Jason. :) Das Buch war spannend. Die relativ kurzen Kapitel haben den Lesefluss nicht gestört und die Spannung aufgebaut. Es war Aktion drin, und auch eine kleine Liebesgeschichte. Aber, hmm, tja das war es auch schon. So richtig beeindruckt hat es mich nicht, aber für einen Thrillerfan ist es eine gute Unterhaltung.
So schnell das Buch geschrieben wurde, so schnell wurde es von mir auch gelesen :-D
Cold Reset: Erinneren ist tödlich ist eine sehr leichte Lektüre ohne Tiefgang, wirkt insgesamt mehr wie ein leicht ausgebautes Drehbuch, da die einzelnen Kapitel meistens in gerade mal 3,4 Seiten einen neuen (kleineren) Abschnitt der Handlung beschreiben. Die Idee des Buches scheint etwas an Jason Bourne angelehnt zu sein, da die Hauptfigur ihre Erinnerung verloren hat und verfolgt wird ohne zu wissen weshalb dies der Fall ist. Das Ende lässt viele Fragen offen und deutet eher auf weitere Folgen - entsprechender Erfolg von Erinnern ist tödlich vorausgesetzt- hin.
Insgesamt fehlte mir irgendwie die Persönlichkeit der verschiedenen Akteure - aber insbesondere der Hauptfigur - um richtig mitfiebern zu können.