Korpergebet ist Beten in, mit und durch den Korper. Korpergebet verzichtet auf Worte und setzt stattdessen Gebarden und Bewegungen ein. Aber was geschieht in der Ubung einer Gebarde oder einer Verneigung, wenn das Denken still wird? Funf im christlichen Kontext verbreitete Praktiken werden auf ihre Erfahrungsraume und Traditionslinien hin untersucht. Dies geschieht auf der Grundlage des leibphanomenologischen Ansatzes von Hermann Schmitz, der von Korrespondenzen zwischen korperlichen Vollzugen, atmospharischem Erleben und religioser Konnotation ausgeht. Das leibliche Spuren erscheint dabei als eigenstandige Weise, mit der Wirklichkeit, auch der Gottes, in Kontakt zu treten. So offnet sich ein neuer Blick auf das Verhaltnis von Korpererfahrung und Religiositat.