Habe wirklich gedacht, dass ich die Geschichte super spannend und herzzerreißend finden würde, aber dem war irgendwie nicht so. Das Historische war zeitweise ganz interessant, aber der Roman erzählt nicht das, was der Titel verspricht, meiner Meinung nach.
Eigentlich eine banale Geschichte, aber schrecklich. Wegen väterlicher Freundschaft muss ein Mann sterben, weil er auch Jude ist. Wenn man das Buch zu lesen beginnt weiss man ja schon, dass L. Katzenberger sterben wird. Über all die Seiten zieht das Netz sich zu…. Man mag es aus heutiger Sicht nicht glauben. Schon sehr berührend .
Ein Schicksal von Millionen Opern der Nazis. Aber wenn man das Buch liest muss man auch sagen , Katzenberger war ein Opfer der Deutschen. Weil ohne den Klatsch und das Denuziantentum wäre es wohl nicht so weit gekommen. OK der Mann hätte den Holocaust wahrscheinlich nicht überlebt aber trotzdem. Das ist keine Entschuldigung. Wie sagte ein anderer Massenmörder des 20. Jahrhunderts „Ein einzelner Todesfall ist eine Tragödie, eine Million Todesfälle sind eine Statistik.“
Fast schlimmer noch finde ich die Aufarbeitung nach dem Krieg. Bis weit in die 70er Jahre war die deutsche Justiz braun durchseucht. Man glaubt es kaum, dass auch 30 Jahre nach dem Krieg wegen feigen unbewiesenen Ausagen von 1942 und früher Richter & Staatsanwälte immer noch Sex zwischen Leo & Irene für wahrscheinlich hielten und mit allen Mitteln Wiedergutmachung verweigerten.
Ach wie gut, dass ich kein Deutscher bin, dann brauche ich mich nicht zu schämen. Denunziation & bösen Klatsch gibt es in allen Ländern , aber diese Justiz ist wohl eine deutsche Tugend
Se scrivono sotto il titolo romanzo , io non mi aspetto la ricostruzione di una relazione umana con tanto di documenti e atti processuali. Pregiattissima ricostruzione, non discuto. Ma non era quello che cercavo, in questo momento.