Gesellschaftskritik der Superlativen. In diesem Buch wird erstmal unser Streben nach „Anerkennung“ bei der Arbeit richtig unter die Lupe genommen. Warum leisten manche Menschen unbezahlte Mehrarbeit, in der Hoffnung dafür entlohnt zu werden? Warum werden Menschen komisch begutäugt, wenn sie pünktlich Feierabend machen und Menschen, die länger arbeiten mit Respekt begegnet? Wenn doch der Letztere Freizeit gegen nichts eintauscht.
Must read! Great short manifesto on the illusion that work should aways be fun and passion for everyone. Volker Kitz draws a more realistic picture, which is a premise for a healthier work-life-balance in our society.
Viele Thesen die zum Nachdenken anregen und den eigenen Realitätssinn schärfen was Arbeit betrifft.
„Wir sind nicht bei dem stehengeblieben, was realistisch ist und womit wir zufrieden sein könnten. Wir haben den »Sinn« überhöht. Vielen reicht es heute nicht einmal mehr, absolute Grundbedürfnisse wie atmen, essen, trinken zu befriedigen, also zum Beispiel in Pharmaunternehmen, Bäckerei oder städtischem Wasserbetrieb zu arbeiten. »Sinnvoll« erscheinen nur noch Tätigkeiten, mit denen wir die Welt im großen Stil verändern, und zwar möglichst unkommerziell“
„Eure Arbeit hat einen Sinn für die Gesellschaft. Es ist nicht Aufgabe der Arbeit, eurem Leben einen Sinn einzuhauchen, den es ohne die Arbeit nicht hat. Für den Sinn eures Lebens seid ihr verantwortlich.Es ist nicht nötig, dass ihr vor Leidenschaft vibriert.“
Ein nettes „Buch“ (...wenn auch eher Heft) für Zwischendurch. Teilweise hätte ich es mir deutlich ausführlich gewünscht, aber schlussendlich hat es meine Ansichten auch gefestigt. Die Literaturhinweise seien an der Stelle lobend hervorgehoben.
Dieses Buch hat mein Denken verändert und war der letzte Stein, der mir noch gefehlt hat. Ich wurde von Seite zu Seite gelassener und habe endlich gesehen, in welcher Mühle ich mich jahrelang befand. Unbedingt lesen und darüber ein wenig reflektieren! Große Herzensempfehlung