"Ein Buch über die Hoffnung, die Liebe und den Kampf, den wir in unserem Inneren ausfechten, mit einem unsichtbaren Feind, der Tag für Tag in uns lauert...." "Ich beendete das Buch mit Tränen in den Augen, da mich die Geschichte einfach so berührt hat." Wenn ich mich an einen speziellen Moment erinnern soll, in dem mein bisheriges Leben einen Riss bekam und die ersten Splitter meine Wahrnehmung streiften, dann war es wohl der Abend, an dem ich nieste und hoffte, es wäre nichts Schlimmes. Doch irgendetwas in mir wusste es dass nichts mehr so sein würde wie zuvor. Die Welt der siebzehnjährigen Mia scheint zu zersplittern, als sie kurz nach einem Sportwettkampf erfährt, dass sie unter einer unheilbaren Krankheit leidet. Von einem Moment auf den anderen scheinen ihre jungen Träume unerreichbar; die so hart erkämpfte Sportlerkarriere, das Wunschstudium und auch ihre erste große Liebe rücken in weite Ferne. Doch während sie sich Tag für Tag erneut dem Kampf gegen ihren eigenen Körper stellt, erkennt sie, was wirklich zählt im jeden schönen Moment zu genießen und aus den vorhandenen Splittern etwas neues zusammenzusetzen.
Das Cover sticht gleich ins Auge, ein Grund warum ich dieses Buch unbedingt lesen wollte, aber auch hat mich der Klappentext überzeugt. Hier nun mein Leseeindruck.
Der Schreibstil ist abwechslungsreich gestaltet auch ist das Buch wundervoll beschrieben. Man versteht auch als nicht Mediziner worum es geht. Der Leser wird in die Geschichte der 17 jährigen Mia verwickelt. Diese leidet unter einer unheilbaren Krankheit. Der Autorin ist es gelungen, sehr emotional und einfühlsam über diese Krankheit zu berichten und den Leser zum Nachdenken anzuregen.
Wer leicht am Wasser gebaut ist sollte sich Taschentücher bereit halten, denn es fließen sicherlich einige Tränen, so ist es auch mir ergangen. Ich musste zum Ende hin mehrere Pausen einlegen, da mir das Buch sehr ans Herz gegangen ist. Auch beim Schreiben dieser Zeilen würden am liebsten schon wieder die Tränen fließen.
Ich konnte mich super in die Protagonistin einfühlen, da ich tagtäglich mit Patienten, die unheilbar krank sind zu tun habe.
Zusammenfasend ein klasse Buch, das den Leser zum Nachdenken anregt und man bis zum Ende hofft das alles wieder gut wird.
Fazit Das Buch erhält volle 5 Sterne mit Auszeichnung. Dies ist eins meiner Jahreshighlights 2017 und auch jedes Mal wenn ich das Buch erneut lebe. Emotional und einfühlsam, dieses Buch geht unter die Haut.
Meine Meinung: Das Cover dieses Buches passt ziemlich gut zum Inhalt. Es wurde sehr gut gestaltet und sieht dementsprechen sehr schön aus. Der Titel des Buches passt super gut dazu, da es praktisch das ganze Buch wieder gibt, was man natürlich erst merkt, wenn man dieses Buch gelesen hat. Der Einstieg in das Geschehen des Buches hat mir ziemlich gut gefallen, da ich sofort in der Geschichte drinnen war, da es zum einen auch durch diesen sehr leichten und trotzdem super spannenden Schreibstyle vereinfacht wurde. Der Prolog sorgte für eine sehr gute Vorbereitung aber natürlich auch Einleitung in das Buch. Man wurde erstmal mit einem der Hauptthemen konfrontiert, was eigentlich ziemlich gut war. danach hatte man direkt eine große Begeisterung der Hauptfigur Mia kennengelernt, wodurch man sie besser kennengelernt hatte und sie einschätzen konnte. Man hat ziemlich viel über sie Erfahren und das Buch hat echt ziemlich gut begonnen, da es interessant zu lesen war und man überhaupt nicht gelangweilt wurde. Als dann die ersten Probleme aufgetaucht sind, wurde es noch spannender aber man bekam auch Angst, da man natürlich nicht wusste was passieren würde.Es wurde immer schlimmer und man bekam immer mehr Angst und wurde auch traurig, denn mich hatte all das was dort passiert ist ziemlich mitgenommen, erst recht wenn man sich vorstellen würde, das dies einem selbst passieren würde. Und als dann auch noch diese Verständnislosen Menschen dazu gekommen sind wurde ich ziemlich sauer und es hat mich echt traurig gemacht zu sehen, das es doch tatsächlich in solchen Situationen so grausame Menschen gibt. Doch zum Glück kamen bald Leute dazu, die wesentlich angenehmer waren und über die man auch lachen konnte. Es hat mich absolut hin und her gerissen etwas in diesem Buch zu lesen, da es einfach ein so trauriges Buch ist, wo man von Anfang an mit bekommen kann, wie schnell das Leben doch den Bach abgehen kann und wie schnell sich sogar die größten Träume auflösen können. Es wird hier klar und deutlich vermittelt, das ganz egal was mit dir passiert ist, ob du eine Krankheit hast die vielleicht sogar dein ganzen Leben auf den Kopf stellen kann, es sichtrotzdem lohnt zu leben, denn da draußen extstieren mindestens hundert Gründe warum es sich lohnt und auch viele Menschen die dich trotzdem noch mögen und lieben. Genau diese Botschaft war echt Herrzerreißend schön, denn der Weg von Mia und auch den Nebencharakteren war oft nicht leicht, sodass man vielleicht sogar weinen musste. Es ist einfach eine wahnsinnig Emotionale und natürlich trotzdem schöne Geschichte. Die Hauptfigur Mia wurde sehr gut dargestellt. Man hat alles über ihr Leben erfahren und konnte sie deswegen super einschätzen. Oft war sie leider nicht ganz so stark wie sie es wahrscheinlich hätte sein sollen, dafür hatte sie aber tolle Unterstützung von super Nebencharakteren bekommen, die einem oft sogar bis zum Herzen gegangen sind. Alles in allem kann ich sagen, das dieses Buch echt eine unvergessliche Geschichte ist, die man nicht so leicht vergessen kann, da sie einem ziemlich mitnehmen tut. Trotzdem war es schön diese Geschichte zu lesen und etwas über die im Buch stehende Krankheit zu erfahren, da ich mich selbst damit noch nicht so richtig beschäftigt habe. Vielleicht kann dieses Buch dem einen oder auch anderen Tipps fürs Leben geben, ob es nur den Kranken selbst betrifft oder die Personen die im Umkreis des Kranken istt. Das Ende des Buches war dann aber nochmal ziemlich traurig, dafür brachte mich der Epilog aber noch einmal zum lächeln und alles wurde gut abgerundet.
Bewertung: Da dieses Buch echt wunderschön war und einem oftmals dazu die Worte fehlen, bekommt es 4,5/5 Punkten.
Bemerkung: Ein großer Dank geht an Jenna Strack, denn aufgrund ihrem Gewinnspiel auf LovleyBooks, habe ich dieses wunderbare Buch zugeschickt bekommen.
Ergreifend und berührend aber ehrlich und direkt. Tiefgreifendes Thema in einer sehr einfühlsamen Geschichte.
David Tondl zeichnet sich für das Cover verantwortlich und präsentiert ein märchenhaftes Bild in einem sattem Blau. Ein wie im Wind tanzendes Mädchen schwebt vor einem blauen Himmel und Sterne glitzern am Firmament. Der Titel ist mittig in einer Bandzug-Schrift gehalten. Der Clou sind die Splitter, die vor allem von der rechten oberen Ecke sich über das Cover erstrecken und an einem gesprungenen Spiegel erinnern. Die ganze Kombination ist harmonisch und für mich sehr schön. Hat eher etwas aus dem Bereich Fantasy, das könnte einige Leser, die nach Covern ihre Bücher aussuchen vielleicht etwas verwirrend sein.
Handlung Die 17 jährige Mia lebt für ihren Sport, zu dem sie ihre erste große Schwärmerei Tobi gebracht hat. Sie ist die große Hoffnung und trainiert hart für ihren großen Traum, von ihrem Schwarm endlich ernst genommen und geliebt zu werden. Nach der gewonnen Qualifikation zu Deutschen Meisterschafft beginnt Tobi sich endlich für sie zu interessieren, doch bei einer Party bricht Mia quasi in seinen Armen zusammen. Durch die Diagnose einer seltenen und unheilbaren Krankheit, zerspringt ihr Leben im wahrsten Sinne des Wortes in viele kleine Splitter. Alles, wofür sie gekämpft und geträumt hat liegt wie ein Scherbenhaufen vor ihr.
Buchlayout (eBook) Die inhaltliche Gestaltung ist für ein eBook sehr ansprechend und hochwertig. Jedes Kapitel wird mit einem Song aus Mias Playlist im Untertitel begleitet. Die Kapitel selber tragen keine Ordnungsnummer sondern die Anzahl der Tage von Mias „zersplitterten Lebens“. Daneben rundet die Illustration eines indianischen Traumfänger die Kapiteleinleitung ab.
Idee / Plot Was ist, wenn jemand unheilbar Krank ist, und unter qualvollen Schmerzen leidet, aber Du siehst es der Person nicht an? Sie ist nicht abgemagert wie zum Beispiel Krebspatienten kurz vor dem Tode, und hat sonst keinen körperlichen Makel wie zum Beispiel ein amputiertes Bein? Und doch lungert diese Person Tag ein Tag aus nur zu Hause rum und jammert bei jedem Schrittchen die sie schon alleine auf dem täglichen Gang zur Toilette macht?
Hier wird ein ganz schwieriges und wichtiges Thema behandelt, welches Jenna Strack auf eine sehr feinfühlige und sanfte Art in einem Roman gepackt hat. Es gibt sie, die Patienten, die an einer schweren Krankheit leiden. Die vielleicht mit sich und ihrer Krankheit inzwischen im Reinen sind, aber der eigentliche Kampf vor der Haustüre stattfindet: Das Unverständnis und die Intoleranz der Umwelt, Freunde und Nachbarn. So lange man eine Krankheit nicht sieht, existiert sie nicht.
So langsam beschleicht mich das Gefühl, dass das Anstrengendste am Lupus nicht der Kampf des eigenen Körpers gegen sich selbst ist, sondern der Kampf gegen das fehlende Verständnis der anderen. Jenna Strack: „Splitterleben“, Pos. 1299 eBook (kindle Edition, 2017)
Dieses Buch war für die Autorin Jenna Strack ein Herzensprojekt, erzählt anhand eines jungen Mädchens, das auf dem Weg war ihre Träume zu verwirklichen und ihre Anerkennung über sportliche Erfolge definiert hat. Und dabei verlernt hat, wahre Freunde und wahre Bedürfnisse zu erkennen. Eine wunderbare Geschichte, die mir unter die Haut gegangen ist. Sie ist ein wichtiger Beitrag zu mehr Toleranz und Öffnung des eigenen Horizonts.
Emotionen / Protagonisten Mia ist ein sehr ehrgeiziges 17 jähriges Mädchen, das aber im Grunde schüchtern und unsicher ist. Sie trainiert hart und fiebert jedem Erfolg entgegen mit der Illusion damit näher an ihren Schwarm Tobi heranzukommen. Einerseits kann ich mich sehr gut in Mia hineinversetzen, ihre Verbissenheit ist aber manchmal schon sehr stoisch. Es ist ein langer Prozess, in dem sie begreifen muss, was wirklich mit ihr passiert. Ich fand sie einen tollen Charakter, der sehr willensstark war, aber auch manchmal etwas verbohrt. Sie erkennt erst spät, was wirklich wichtig im Leben ist:
Ich hätte laufen sollen, um zu leben, und nicht leben, um zu laufen. Jenna Strack: „Splitterleben“, Pos. 49 eBook (kindle Edition, 2017)
Tobi, Nele und Tessa sind Mias Laufkameraden und ihre enge Freundschaft verbindet das harte Training und die Erfolge bei den Wettkämpfen. Tobi ist älter und studiert schon, ist aber extrem ehrgeizig auf seine Erfolge fokussiert. Er findet Mia auch erst wirklich interessant, als sie die Qualifikation zur Deutschen Meisterschaft schafft. Aber Mia ist so sehr in Tobi verliebt, dass sie seine Selbstverliebtheit akzeptiert. Er bleibt sehr arrogant und überheblich, vor allem nachdem Mia ihre Diagnose erhalten hat. Nele und Tessa versuchen zumindest Mia zu verstehen, begreifen aber nicht, was die Krankheit wirklich bedeutet:
Meinst du nicht, dass du dir deine ›Krankheit‹ mittlerweile nur noch einbildest? Schon klar, es ist toll, so viel Aufmerksamkeit zu bekommen. Jenna Strack: „Splitterleben“, Pos. 103 eBook (kindle Edition, 2017)
In der Reha lernt Mia die resolute und toughe Anh kennen, die ich gleich in mein Herz geschlossen habe. Da sie schon lange mit der gleichen Krankheit kämpfen musste, findet Mia in Anh endlich die Freundin, die sie ohne große Erklärungen versteht. Mia ist herrlich frisch und kann auch recht sarkastisch sein und hat in dem Buch und in Mias Leben doch noch eine humorvolle Seite hineingebracht:
»Nein, ich wohne nur hier, weil meine Eltern sich die Studiengebühren für Hogwarts nicht leisten können« Jenna Strack, „Splitterleben“, Pos. 2125 eBook (kindle Edition, 2017)
Die Mutter und der Bruder werden wenig erwähnt, obwohl das kindliche Unverständnis eines 10 Jährigen, warum die große Schwester nicht zur Schule muss, gut hervor kommt. Der Vater wird nur ganz am Anfang angedeutet, auch das angespannte Verhältnis zwischen Mia und ihm. Aber ich vermisse da das Familiengeflecht, und die Wandlung der Beziehungen innerhalb der Familie. Das kommt mir tatsächlich leider zu kurz und macht die Geschichte um die Person Mia nicht ganz rund.
Handlungsaufbau / Spannungsbogen Dieses tiefgründige Thema bedarf keine große Spannungsbogen und Showdowns. Es ist eine sanft erzählte Geschichte, die in sehr einfühlsame Art und Weise den Werdegang von Mia und ihrer Krankheit zeigt. Auch wenn im Grunde die Handlung vorhersehbar ist, ist man von Mias verzweifelten Kampf um Anerkennung gefesselt. Anerkennung zunächst im Sport und in der Liebe, aber dann um die eigene Akzpetanz ihrer Krankheit und bei ihren Freunden. In der Mitte zieht es sich für mich ein bisschen und wir lesen sehr viele Wiederholungen über ihren Selbstmitleid und ihrer Wut über das Nichterkennen ihrer Krankheit. Zum Ende hin hat es mich doch noch mal sehr ergriffen und zeigt vor allem, dass es in diesem Buch nicht um die Lovestory, oder um den Krankheitsverlauf geht, sondern um die Intoleranz der Mitmenschen. Und dass man manchmal von seinem angestrebten Weg abkommen muss um sein Ziel zu erreichen.
Szenerie / Setting Die Umgebung beschreibt Jenna Strack unglaublich bildhaft und ausschmückend, aber genau passend ohne überschwänglich zu werden. Ich konnte mir die einzelnen Szenen sehr gut vorstellen und mich in Mia prima einfühlen. Es passt auch gut, dass Mia vor ihrer Diagnose Leistungssport betreibt, so wird die innere Dramatik klar und deutlich hervorgehoben. Es ist ein harter Lernprozess für Mia, nicht mehr an der Deutschen Meisterschaft teilnehmen zu können und sogar nie wieder auf den Leistungsstand zu kommen, den sie noch die Wochen vorher hatte:
»Weil das die Vergangenheitsform ist. Ich mache Leistungssport. Wenn das hier vorbei ist, dann gehe ich wieder auf die Bahn. Dann mache ich da weiter, wo ich aufgehört habe.« Jenna Strack: „Splitterleben“, Pos. 131, eBook (kindle Edition, 2017)
Sprache / Schreibstil Jenna Strack erzählt uns die Geschichte in der Ich-Perspektive aus Mias Sicht im Stil eines Tagebuches. Das gewählte Tempi des Präsens lässt uns direkt die Gefühle und Gedanken miterleben und hervorragend mitfühlen. Das ganze Buch ist flott gelesen, und zieht einen schnell in den Bann.
Die Sprache ist unglaublich bildhaft, metaphernreich und die Autorin flechtet gekonnt sehr eingehende Weisheiten ein, die aber nicht belehrend wirken, sondern noch lange nachhängen.
So beschreibt sie sehr schön bildhaft, wie der Physiotherapeut in der Reha ihr im Gespräch erklärt, dass es sinnlos ist sein Ziele und Träume unbarmherzig zu erzwingen. Damit spielt er auf Mias eigene Nicht-Akzeptanz ihrer Krankheit an.
„Es kommt vor, dass man zielstrebig auf eine Tür zu rennt und einem erst klar wird, dass es die falsche ist, wenn man den Türknauf herunterdrückt und sie verschlossen ist. Man darf eine Tür nicht gewaltsam aufbrechen, nur weil man ursprünglich geplant hatte, hindurch zu gehen.“ Jenna Strack: „Splitterleben“ Pos. 127 eBook (kindle Edition, 2017)
FAZIT: Ohne erhobenen Zeigefinger aber ergreifend, ehrlich und direkt. Ein paar kleinere Schwächen, habe es aber gerne gelesen und kann es uneingeschränkt empfehlen kann.
Schreibstil Dies war der erste Roman, in dem ich Bekanntschaft mit Jenna Stracks Schreibstil machen durfte und er hat mir sehr gut gefallen. Er wirkt natürlich und mit viel Gefühl geschrieben, sodass man gerne in dem Wörtermeer abtaucht.
Daran könnte man arbeiten Das einzige Makel das dieses wundervolle Buch hat, war für mich das Familienleben, dass mir etwas zu kurz kam. Um den Roman noch rundum perfekt zu machen, hätte ich gerne noch ein paar Momente zwischen Mia und ihren Eltern erlebt.
Das ist gelungen Die Message die hinter diesem Buch steckt ist sehr stark. Es hilft einem, sich auf interessante Art und Weise mit einer Krankheit auseinanderzusetzen, von der die wenigstens viel wissen. Man wird so gut in Mias Denken hineingelassen, dass man lernt sie und die Krankheit zu verstehen.
Mir gefallen die Charaktere, die alle ihre ganz eigene Art haben. Da sind die Starken, die Schwachen, die Verständnisvollen, aber eben vor allem die, die kein Verständnis aufbringen und das ist das tolle an dem Buch, welches jedem dabei hilft mehr Verständnis zu zeigen. Vor allem was diese, aber auch sicher viele andere Krankheiten angeht.
Und diese wunderbare Message wurde in eine sehr einfühlsame und frische Story gepackt, ohne zu weit hergeholt zu wirken. Zudem finde ich die Metaphern, die vor allem im Zusammenhang mit dem Wolf und auch den Splittern ihres Lebens vorkommen, sehr schön.
Ich habe den Roman nach einer Zeit kaum noch weglesen wollen, weil mich das Schicksal und die Charaktere immer mehr interessiert hat und ich kann das Buch deshalb auch nur weiterempfehlen. 4,5 Sterne von mir.
Ein tolles Buch über die Hoffnung, Vertrauen und den Kampf mit sich selbst.
Fazit „Splitterleben“, übrigens ein grandioser Titel, kann von so gut wie jeder Altersgruppe ab 12 gelesen werden. Für jeden Menschen, der jemanden in seinem Umfeld mit Lupus hat, ist dieser Roman meiner Meinung mach sogar ein Muss. Aber selbst wenn nicht, gibt das Buch einfach wunderbare Einsichten.
Ich habe Splitterleben von der lieben Jenna Strack als Vorablese-Exemplar erhalten und habe mich sehr darüber gefreut. Vielen Dank nochmal, liebe Jenna, an dieser Stelle
Eine ergreifende, emotionale und aufklärende Geschichte!
"Splitterleben" befasst sich mit einem Thema, mit dem ich bis jetzt noch nicht konfrontiert wurde: wie soll ein junger Mensch damit umgehen, wenn ihm eine unheilbare Krankheit diagnostiziert wird? Wie soll man weiterleben, wenn der große Lebenstraum "zersplittert"?
Trotz dieser ernsten Thematik hat mir das Lesen Spaß gemacht. Dies liegt vor allem an den liebenswerten Charakteren (Anh habe ich sofort ins Herz geschlossen), aber auch die unterhaltsamen Dialogen haben die Geschichte sehr aufgelockert und ein bisschen "Normalität" reingebracht. Eins der Vorhaben dieses Buches war es, das Verständnis für Personen mit rheumatischen Erkrankungen zu stärken. Mias innere Kämpfe sind so gut dargelegt, dass es bei mir auf jeden Fall gewirkt hat.
Ich hätte mir allerdings gewünscht, noch etwas mehr aus Mia's alltäglichem Leben nach der Diagnose zu erfahren, da für mich dieses Thema absolutes Neuland ist.
Insgesamt lässt mich das Buch mit einem weinenden und einem lachenden Auge zurück. Weinend, weil Mia's Verluste den Leser emotional sehr berühren. Und lachend, da dieses Buch trotz aller Widrigkeiten und Rückschläge doch ein sehr positives Licht auf das Leben und den Lebenswillen wirft.
Die optische Gestaltung fand ich sehr gelungen. Das Cover ist eher unbunt, aber trotzdem nicht wirklich schlicht. Es wirkte durch das Mädchen und dessen Pose träumerisch schön, durch die Splitter aber auch unruhig, zerstörerisch. Jetzt, wo ich die Geschichte kenne, kann ich sagen, dass es hervorragend passt. Denn sie ist, ähnlich wie das Cover, traurig schön, zerbrechlich, voller Splitter. Auch die Kapitelgestaltung mit Liedzeilen aus der zu Beginn dargestellten Playlist und der kleinen Traumfängergrafik fand ich wirklich schön.
Die Protagonistin Mia war mir im Verlauf sehr sympathisch. Zu Beginn hätte ich sie gerne geschüttelt. Sie war so verbissen, so unreflektiert. Aber auch stark und einsam. Mia nahm nicht nur aufgrund der Tatsache, dass sie der Hauptcharakter in der Geschichte war, eine wahnsinnig große Rolle ein. Ihr Verhalten, ihre Monologe sorgten dafür, dass ich auch außerhalb des Lesens über sie nachgedacht habe. Über sie, ihr Leben, ihre Entwicklung. Auch jetzt, nachdem ich das Buch beendet habe, ist ihre Geschichte weiterhin sehr präsent. Zwischendurch tat sie mir ob ihrer Einsamkeit und ihrer inneren Wut sehr leid.
„Plötzlich habe ich das Gefühl, dass ich nirgends mehr sicher bin. Nicht mal in meinem eigenen Körper.“
Jenna Strack hat eine hervorragende Recherchearbeit geleistet. Ich erfuhr auf eine verständliche Art und Weise viele Details über Mias Krankheit, selbst dann, wo gar nicht klar war, dass sie dazugehörten. Auch sorgten die Thematik und Stracks sehr gelungener und spannender Schreibstil dafür, dass ich mich selber über die beschriebene Krankheit informierte.
Die anderen Charaktere fand ich größtenteils unsympathisch. Ihre „Freunde“ waren unfassbar engstirnig und unempathisch. Wer solche Freunde hat braucht definitiv keine Feinde mehr. Auch ihre Familie zeigte sich eher distanziert, die Beziehung wirkte sehr kühl, nahezu nicht vorhanden. Die emotionale Ebene fehlte gänzlich. Auch war die Familie wenig präsent, es gab insgesamt 3-4 knappe Auftritte innerhalb der ganzen Geschichte, was ich sehr traurig und bezeichnend fand. Für mich wirkte es besonders in der ersten Hälfte wie ein konstruiertes Horrorumfeld mit zahlreichen Negativklischees. Punktuell empfand ich dies als zu überladen. Umso schöner fand ich dann den Moment, als Samu und Anh in Mias Leben traten, wenn auch durch eher negative Umstände. Ich atmete regelrecht auf. Anh war meine Heldin in der Geschichte. Trotz Krankheit war sie wahnsinnig lebensfroh und positiv, aber auch ironisch und sarkastisch. Schön fand ich, dass sie Mia den Kopf waschen und sie langfristig beeinflussen und prägen konnte. Samu fand ich toll. Er ist natürlich kein Badboy, aber auch kein Wischiwaschi-Weichling. Er ist einfach freundlich, hilfsbereit und ehrlich. Und das ist auch gut so.
„Ach, dann bist du auch krank?“, fragte Nele unnötigerweise. „Nein, ich wohne nur hier, weil meine Eltern sich die Studiengebühren für Hogwarts nicht leisten können“
Ob es ein Happy End gab möchte ich an dieser Stelle nicht sagen. Eigentlich kann ich es sogar gar nicht sagen, ich denke es liegt im Auge des Betrachters. Für mich war es traurig schön, aber vor allem passend. Beim Epilog habe ich ein paar Tränchen verdrückt.
Die Geschichte gefiel mir mit seiner besonderen Thematik insgesamt ziemlich gut. Der gelungene und spannende Schreibstil sorgte dafür, dass ich das Buch das erste Mal in die Hand nahm, mit dem Gedanken nur mal kurz rein zu lesen und es erst nach 60% wieder zur Seite legte, um eine kleine Pause zu machen. Die Protagonistin punktete durch jugendliche Authentizität. Teilweise war die Handlung jedoch recht vorhersehbar. Besonders schön fand ich den emotionalen Epilog, der reflektierende und poetische Thesen des Lebens beinhaltete.
Dies war mein erstes Buch von der Autorin und definitiv auch nicht mein Letztes. Bevor die Geschichte beginnt, bekommt man Mias Playlist. Da jedes Lied zu einem Kapitel gehört, habe ich immer erst das Lied gehört und dann das Kapitel gelesen. So hat man oft schon durch das Lied eine Ahnung bekommen, was im Kapitel passiert. Das hat mir echt gut gefallen. Mia ist ein Charakter, der einem schnell ans Herz wächst. Man fiebert und leidet mit ihr. Besonders aufgrund ihrer Krankheit, welche gut beschrieben ist. Ich kannte die Krankheit zwar von ihrem Namen her schon (eine meiner Lieblingssängerinnen leidet auch darunter), aber man erfährt erst so richtig, was es heißt mit ihr zu leben. Jeden Tag zu kämpfen, stelle ich mir hart vor. Besonders wenn man dann noch so positiv sein kann wie Anh. Für mich ist Anh eine echte Kämpferin, sodass ich auch wegen ihr ein paar Tränen vergissen musste. Generell waren die letzten Kapitel sehr schwer zu lesen. Zum Schluss kann ich sagen, dass das Buch ein sehr schönes Design hat und dass die Geschichte zum Nachdenken anregt.