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Illegal

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Ein Krimi, ein politisches Buch, ein Gesellschaftsroman.

Kodjo lebt in Berlin, seit Jahren schon. Doch Spuren hinterlassen hat er nirgends. Seine Adresse wechselt so oft wie seine Gewohnheiten, Kodjos Tagesablauf wird von zwei Dingen bestimmt: Überleben. Nicht auffallen. Denn Kodjo ist illegal im Land.
Der junge Mann aus Ghana kennt sämtliche dunklen Ecken der Großstadt. Weiß genau, wie er der Polizei entgeht. Tut alles, um unsichtbar zu sein - und um unsichtbar zu bleiben.

Dann kommt der Tag, der alles verändert: Von einem Abrisshaus aus beobachtet Kodjo einen Mord. Sieht den Täter davonfahren. Kodjo reagiert wie gewohnt: Verstecken, sich in Luft auflösen. Warten, dass der Mörder gefasst wird.
Doch der hat ihn gesehen. Und schickt dem unbequemen Zeugen seine Männer hinterher. Kodjo wird gejagt. Und die Polizei sucht den Mordverdächtigen: Einen jungen schwarzen Mann.

240 pages, Hardcover

First published March 10, 2017

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About the author

Max Annas

23 books2 followers

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Community Reviews

5 stars
9 (11%)
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14 (17%)
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2 stars
15 (18%)
1 star
7 (8%)
Displaying 1 - 8 of 8 reviews
Profile Image for Nadja [BücherRausch].
55 reviews2 followers
August 30, 2021
Interessantes Thema, aber leider war das auch schon alles. Die 'Liebesgeschichten' von unserem Protagonisten waren nicht glaubhaft. Die Verfolgungsjagd/en fand ich teilweise aus der Luft gegriffen mit den ganzen Zufällen die sich hier aneinander reihen. Außerdem ist die Sicht des Busfahrers komplett irrelevant für die Geschichte. Und zu guter Letzt wurden viele offene Fragen nicht beantwortet in dem man ein unzufriedenstellendes Ende bevorzugte anstatt alles aufzulösen. Hier wurde meiner Meinung nach die einfachste Variable genommen um sich damit nicht befassen zu müssen wie man es ansonsten auflösen könnte.
Profile Image for WortGestalt.
255 reviews20 followers
May 16, 2017
Wenn ich am Ende eines Romans das Gefühl habe, dass er für mich nicht funktioniert hat, sitze ich meist relativ lange gedanklich über diesen Umstand. Gerade bei Titeln, die relevante Themen behandeln, eine Aussage haben, etwas mitteilen wollen, da hinterfrage ich diesen Eindruck eine ganze Weile.

»Illegal« von Max Annas ist so ein Titel. Er ist politisch, er ist gesellschaftskritisch, er hat eine Botschaft. Und er hat für mich nicht funktioniert. Während ich das zunächst sehr lange und intensiv mit mir selbst diskutiert habe, bin ich schlussendlich zu der einfachen Lösung gekommen: Es ist eben einfach manchmal so. Manche Romane zünden bei mir eben einfach nicht. Trotz starkem Thema, trotz wichtiger Botschaft. Die Motive des Autors habe ich hier deutlicher gespürt habe als die seiner Hauptfigur. Das mag seinen Reiz haben, hat für mich hier aber nicht funktioniert.

Auch wenn es im Zuge der Verfolgungsjagden im Roman einige wirklich großartige Momente gibt, die tragisch und dramaturgisch gekonnt inszeniert sind – da ist diese eine Szene, die einen ans Herz greift und daran zieht und zerrt, die erzählerisch eine ganz eigene Klasse ist – waren mir die langen Verfolgungssequenzen zu nah dran an dem, was ich bereits in »Die Mauer« gelesen habe, und so gut es beim ersten Mal funktioniert hat, so wenig begeistert mich dies in leicht variierter Form ein zweites Mal.
118 reviews4 followers
January 7, 2019
Während ich das Buch im ersten Teil nicht aus der Hand legen konnte, hat mich der zweite Teil ziemlich enttäuscht. Starker Einstieg mit spannendem Konflikt, aktuellem Thema und interessanten Charakteren. Leider wird der Konflikt Aufenthaltsstatus/persöhnliches Wohl vs. Mordaufklärung/Gemeinwohl nicht mal ansatzweise gelöst. Die inhaltlich eher sinnlose Verfolgungsjagd zieht sich ewig hin, ist zwar gut geschrieben, aber wird immer irrer und endet in einem absolut unzufrieden stellenden Ereignis.
Profile Image for L'atelier de Litote.
651 reviews42 followers
October 12, 2020
Un roman coup de poing qui fait une analyse fine de ce que peut être la vie d’un « sans papiers » en Allemagne. On se doutait bien que la vie d’un immigrant ghanéen n’était facile mais jamais je n’aurais imaginé tout ce à quoi il doit échapper et on ne parle pas seulement à la police. Un roman noir avec un personnage central terriblement attachant. Kodjo vit illégalement à Berlin depuis déjà dix ans. Son quotidien malgré un travail reste incertain. Au moment où il est témoin du meurtre d’une prostituée dans l’immeuble d’en face, qui n’est pas sans rappeler « Fenêtre sur cour » tout va basculer pour lui. Un scénario sombre et hautement crédible, pour ne pas être inquiété, il se lance lui-même sur la piste du coupable. L’action se situe en Allemagne mais elle pourrait tout aussi bien se situer dans un autre pays européen. Les descriptions des fouilles de la police pour le trouver font inévitablement penser aux rafles d’un autre temps. Le racisme ambiant est effrayant, les moyens mis à la disposition des policiers sont importants et ils peuvent compter sur le soutien de la population. Bref il ne fait pas bon être noir sans papiers là-bas. Mais finalement n’est-ce-pas partout pareil ? Une véritable étude sociale qui fait le point sur le statut des « invisibles » aujourd’hui. La narration est souvent celle de Kodjo qui s’encourage intérieurement dans les moments de grande tension. On comprend petit à petit sa façon de percevoir sa réalité qui n’est forcément pas la notre, surtout si vous êtes blancs. Le délit de faciès, les arrestations arbitraires, la peur au ventre tout le temps, compter uniquement sur soi et sa capacité à courir vite. Les scènes de poursuites sont particulièrement bien écrite, il y a là un côté tragique et dramatique qui donnera aux lecteurs des palpitations. J’ai du poser mon livre et respirer plusieurs fois tant j’étais moi-même à bout de souffle. L’auteur à clairement quelque chose à dire à propos de cette situation sordide et inextricable. Qu’on la regarde du point de vue politique, social ou humain c’est juste terrible. Je ne vous parle pas du final qui m’a bouleversée, un roman noir édifiant qui met le doigt là où cela fait mal. Bonne lecture.
http://latelierdelitote.canalblog.com...
Profile Image for Wal.li.
2,563 reviews70 followers
January 3, 2022
Der Unsichtbare

Schon seit ungefähr zehn Jahren lebt der Ghanaer Kodjo in Berlin. Solange er verheiratet war einigermaßen legal, doch seit der Scheidung ist er ein Illegaler. Sein erstes Bestreben ist es daher, unsichtbar zu sein. Er will in Berlin bleiben. Als er sich mal wieder in der Übergangsbehausung aufhält, beobachtet er im Haus gegenüber einen Mord. Und weil er diesmal doch gesehen wird, ist er selbst es, der in Verdacht gerät. Kodjo bleibt keine andere Möglichkeit, als den wahren Täter zu entlarven. Die Polizei geht schließlich der Einfachheit halber dem einzigen Hinweis nach, den sie hat.

Bei Kodjo handelt es sich um einen intelligenten jungen Mann. Nach seinen Erzählungen kommt er aus einer wohl situierten Familie in Ghana und sein Auftreten bestätigt das. Dennoch lebt er illegal in Berlin. So ganz klar ist nicht, weshalb er nicht zurückgeht, um legal wieder einzureisen. Nachdem er den Mord beobachtet hat, kann er logischerweise nicht einfach zur Polizei. Mit den wenigen Informationen, die er hat, versucht er selbst zusammen mit ein paar Freunden und Freundinnen, den Täter zu finden. Die Gruppe arbeitet geschickt und trägt gewitzt einige Informationen zusammen. Doch was, wenn der Mörder merkt, dass er enttarnt wurde?

Der Beginn dieses Kriminalromans ist klasse gemacht. Der illegale, aber unschuldige Kodjo, der , um sich von dem Verdacht zu befreien, versucht, den Täter selbst ausfindig zu machen. Und wie klug und gewieft er sich dabei anstellt. Man ist ganz bei ihm und hofft vielleicht etwas naiv, dass er Erfolg hat. Schließlich soll der wahre Täter gestellt werden. Toll, wie seine Freunde und Freundinnen ihm helfen. Hobbydetektive zwar, aber durchaus ernst zu nehmen. Doch im weiteren Verlauf gerät die Geschichte wie schon im Klappentext angedeutet zur Jagt auf Kodjo. Während der Lektüre dieses Teil beginnt man, sich zu fragen, ob die Polizei wirklich so schlecht ist, dass man ihr überhaupt nicht vertrauen kann. Und vielleicht ist man etwas treu doof, aber da verliert einen die Handlung. Und der Schluss wirkt gerecht, aber nicht richtig. In Teilen wartet dieser Roman mit einer sehr spannenden und gut konstruierten Geschichte auf.
3,5 Sterne
Profile Image for Miriam.
310 reviews4 followers
July 18, 2017
Wow! Ein fast atemloses Buch. Kodjo, der Protagonist, wird Zeuge eines Mordes und muss als illegal in Deutschland lebender Ghanaer entscheiden, wie er mit diesem Wissen umgeht. Zusätzlich zu der sich immer rasanter entwickelnden eigentlichen Storyline erhält man in irgendwie unaufgeregter Weise einen Einblick in das Leben von Afrikanern in Deutschland.
Sätze wie die folgenden stellen genau diesen Einblick in das Erleben der deutschen Realität dar. "Es gab einen Grund, warum er ins Studio ging, um zu laufen, und es nicht draußen tat. Ein laufender Schwarzer war für jeden Polizisten immer ein davonlaufender Schwarzer." (S. 39)
"Unter den vielen verbotenen Dingen, die ein Illegaler nicht tun darf, ist das allerverbotenste die hastige Bewegung. Schreck oder Panik in körperliche Aktion umzusetzen, ist fast gleichbedeutend mit Abschiebung." (S. 66)
Ein lesenswerter Kriminalroman, eine Milieustudie, ein aktueller Roman.
62 reviews
October 8, 2019
Ich bin ein Krimifan und fand die Kombination mit der politischen Relevanz sehr vielversprechend. Leider wird weder die Mordgeschichte, noch das politische Thema oder das Dilemma der Hauptfigur (illegal, aber Zeuge eines Mordes) gelöst. Das Ende lies mich sprachlos. Es hat ein bisschen den Anschein, als ob der Autor nach 230 Seiten spannender Verfolgung und Gewissensbisse einfach keine Lust (keine Ideen?) auf ein gut geschriebenes Ende hatte. Am Ende eine Enttäuschung.
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