DIE VIELEN GESICHTER DER AMAZONENPRINZESSIN Schön wie Aphrodite, klug wie Athene, stärker als Herkules und schneller als Merkur – das ist Diana, von den Göttern aus Ton geformt und mit erstaunlichen Kräften ausgestattet. Sie verteidigt die Schwachen und Unterdrückten als Wonder Woman und verbreitet dabei die Botschaft des Friedens als Vertreterin der Amazoneninsel Themyscira.
Dieser Band zeichnet Werdegang und Entwicklung der Superheldin von ihren Anfängen in den 40er-Jahren, während der Wirrungen des Zweiten Weltkriegs bis modernen Interpretationen nach und enthüllt alle Facetten der Amazonenprinzessin. Vertreten sind die prägendsten Autoren und Zeichner wie Schöpfer William Moulton Marston, Harry G. Peter, George Pérez, Gene Colan, Ross Andru, John Byrne, Mike Deodato Jr., Yanick Paquette, Phil Jimenez, Greg Rucka und viele andere.
Dr. William Moulton Marston (May 9, 1893 – May 2, 1947), also known by the pen names Charles Moulton and William Marston, was an American psychologist, feminist theorist, inventor, and comic book writer who created the character Wonder Woman. Two women, his wife Elizabeth Holloway Marston and Olive Byrne (who lived with the couple in a polyamorous relationship), served as exemplars for the character and greatly influenced her creation.
He was inducted into the Comic Book Hall of Fame in 2006.
I like Wonder Woman up until the eighties, after that, it gets quite confusing and less interesting with all the "Wonder Women" and the alternative storylines, and I am also not a huge fan of the drawings after that.
Die Wonder-Woman-Anthologie präsentiert sich als umfangreiche Sammlung ikonischer und historisch bedeutsamer Geschichten der bekannten Heldin aus dem Hause DC Comics. Doch gerade diese zeitliche Spannbreite legt auch die größten Stärken und Schwächen der Figur offen. Was als Überblick über eine legendäre Superheldin gedacht ist, offenbart letztlich auch, warum Wonder Woman oft als widersprüchlich oder sogar langweilig wahrgenommen wird – und warum das weniger an ihr selbst liegt als an der Art, wie sie über Jahrzehnte geschrieben wurde.
Stärken der Anthologie
1. Ein Blick auf die Entwicklung einer Ikone
Die Anthologie macht deutlich, wie sehr Wonder Woman im Laufe der Jahrzehnte immer wieder neu interpretiert wurde. Von der mythologisch motivierten Botschafterin des Friedens über die romantisierte Heldin der 50er bis zur kämpferischen Amazone der Moderne – die Sammlung gibt einen ehrlichen Überblick über diese Wandlungen.
2. Thematischer Kern: Liebe, Wahrheit, Mitgefühl
In vielen Geschichten wird spürbar, dass Wonder Womans stärkste Kraft nicht ihre physische Stärke ist, sondern ihr moralischer Kompass. Selbst wenn sie übermenschlich wirkt, kämpfen ihre Geschichten (zumindest in ihrer Intention) für Empathie, Wahrhaftigkeit und ein friedlicheres Miteinander. Diese Grundidee bleibt auch in schwächeren Episoden erkennbar.
Schwächen der Anthologie
1. Wonder Woman wirkt oft übermächtig und unterkomplex
Viele Episoden vermitteln den Eindruck einer Heldin ohne wirkliche Schwächen: sie gewinnt fast immer, scheint nahezu alles zu können und bleibt emotional kaum angreifbar. Das lässt sie bisweilen glatt und steril erscheinen. Besonders in kurzen, in sich abgeschlossenen Storys fehlt Raum für innere Konflikte oder Verletzlichkeit – obwohl diese Facetten in moderneren Interpretationen durchaus existieren.
2. Veraltete Rollenbilder und fragwürdige Love Interests
Ein zentrales Problem der Anthologie ist die Darstellung romantischer Beziehungen. Männer wollen Wonder Woman heiraten, besitzen oder dominieren, andere „erwachen durch ihre Liebe zu neuem Leben“. Das wirkt aus heutiger Sicht kitschig, stereotyp und teilweise geradezu regressiv. Diese Dynamik sagt jedoch weniger über Wonder Woman aus als über die Autorenschaft hinter den jeweiligen Jahrzehnten: männlich geprägt, konservativ, mit einem eingeschränkten Blick darauf, wie starke Frauenfiguren funktionieren können.
3. Sexualisierte Darstellung im Widerspruch zum Charakter
Die freizügigen Kostüme, insbesondere in älteren Comics, konfligieren oft mit der eigentlichen Bedeutung der Figur. Was ursprünglich ein feministisches Symbol der Unabhängigkeit sein sollte, wird im Laufe der Jahrzehnte mehrfach zu einem sexualisierten Blickfang reduziert. Die Anthologie zeigt diesen Wandel schonungslos – manchmal ernüchternd, manchmal frustrierend.
Was man aus der Anthologie mitnimmt
Die Sammlung eignet sich hervorragend, um Wonder Woman als Produkt ihrer Zeit zu verstehen. Sie zeigt, warum die Figur heute oft widersprüchlich wahrgenommen wird: starke, progressive Ursprungsvision trifft auf Jahrzehnte konservativer oder simplifizierender Interpretationen.
Gleichzeitig erkennt man, welches Potenzial Wonder Woman tatsächlich besitzt – besonders dort, wo moderne Erzählerinnen und Erzähler ihr Raum geben, Schwächen zu haben, zu zweifeln und für ihre Überzeugungen zu kämpfen, statt bloß als Symbol oder Projektionsfläche zu dienen.
Fazit
Die Anthologie ist weniger eine Sammlung „der besten“ Wonder-Woman-Geschichten als ein historischer Querschnitt. Sie dokumentiert die Höhen und Tiefen ihrer Entwicklung:
inspirierende Botschaften stehen neben
kitschigen Liebesklischees,
mythische Tiefe neben
oberflächlicher Power-Fantasy,
feministische Ideale neben
männlich geprägten Projektionen.
Als Lektüre regt sie an; nicht nur, um die Figur besser zu verstehen, sondern auch, um kritisch darüber nachzudenken, wer Heldinnen schreibt, wie sie geschrieben werden dürfen, und was eine starke Frauenfigur wirklich ausmacht.
Un comics particulièrement féministe. J’ai a-do-ré les nombreuses références aux Dieux et Déesses comme Zeus et plein d’autres. On voit également une très belle évolution du personnage au fil de la lecture, que ce soit à travers le scénario ou les planches. Une Anthologie que je conseille à tous celles et ceux qui adorent le personnage de Diana/Wonder Woman.
C’était fascinant de découvrir le personnage de Wonder Woman à travers les époques et la façon dont l’histoire a influencé ses aventures : la seconde guerre mondiale à ses débuts dans les années 40, suivie de l’influence de la guerre froide, les événements du 11 septembre et bien d’autres choses. Le comics s’ancre encore aujourd’hui dans des réalités actuelles en s’appuyant sur la toile des conflits au Moyen-Orient et c'est intéressant de voir comment le personnage de justicière qu’est cette super héroïne évolue et remet en question sa place dans le monde, ses valeurs et son combat pour la paix. Au-delà de tous ces aspects passionnants, cette anthologie nous permet d'observer les transformations qu'a connu le monde de la BD au fil des décennies, pour s’enrichir de détails, de couleurs, et donner une part plus importante à l’introspection des personnages qui gagnent en épaisseur. Pour ne pas changer, j’ai tiqué à quelques reprises sur de gros clichés sexistes courants à la fin du XXe siècle mais il ne faut évidemment pas s’arrêter à ça. Ce qui est frustrant dans les anthologies, c’est qu’on ne voit qu'une sélection d'épisodes. On loupe donc des pans entiers de l’histoire de Wonder Woman. Certaines séquences choisies s’achèvent sur des cliffhangers insoutenables, heureusement compensés par les introductions présentes au début de chaque nouveau chapitre. Le revers de la médaille, c’est qu’on est souvent spoilé aussi. Mais si, comme moi, vous souhaitez simplement avoir une compréhension globale du personnage sans remonter le fil de tous les comics où elle apparaît, cette anthologie est largement satisfaisante.