Es ist die einzige Chance, die sie je haben wird: Als der Kaiser zur "Blüte" aufruft, weiß Juri, was sie zu tun hat. Aber das Auswahlverfahren, bei dem am Ende nur die Vollkommenen einen Platz an der Oberfläche erhalten, ist hart und unbarmherzig ‒ und Juri nicht makellos genug, um daran teilzunehmen. Trotzdem kann sie nichts davon abhalten. Die dunkle Höhle, in der sie ihr ganzes Leben verbringen musste, will sie um jeden Preis verlassen. Verkleidet als Junge, schmuggelt sie sich unter die Probanden. Doch ausgerechnet der Sohn des Kaisers wird auf sie aufmerksam. Hat er Juris Tarnung durchschaut? Oder spielt auch der Prinz ein doppeltes Spiel?
- geb. im Mai 1975 in Gifhorn - lebt mit ihrer Familie in der Nordheide, nahe Hamburg - mag lange Dackelnasen, Natto, Super-Last-Minute-Urlaub und das Gurren von Tauben - liebt ihre Familie und das Schreiben
Okay, dieses ultra weichgespülte Ende hätte meiner Meinung nach echt nicht sein müssen, und hat das letzte Viertel des Buches gleichermaßen zäh wie hektisch gemacht, aber ansonsten ist es eine wirklich megaaaaa gute Dystopie, die mich komplett gefesselt und. begeistert hat. Ich denke jeder, der Panem mochte, wird das Buch lieben. Von mir gibt's deshalb 4,5 Sterne 👍
Vorneweg: Ich habe dieses Buch ehrlich gesagt in der Annahme gekauft, dass es sich um einen Fantasy Roman handelt, es ist aber definitiv eine Dystopie :).
Meine Meinung: Nachdem ich schon viel Positives über das Buch gehört habe, war ich natürlich richtig neugierig und hatte auch relativ hohe Erwartungen.
Die Handlung in "Sakura - Die Vollkommenen" ist eher düster und teilweise wirkt die Situation sehr hoffnungslos. Eben wie man es von den meisten Dystopien kennt ;).
Die Protagonistin Juri lebt ganz unten und ja damit meine ich ganz unten, da es mehrere Ebenen unter der Erde gibt und man nur selten jemanden sieht, der an der Oberfläche lebt. Der Kaiser ruft zur "Blüte" auf und den Vollkommensten unter den Teilnehmern wird versprochen, dass sie fortan an der Oberfläche leben dürfen. Da Juri nicht "schön" genug ist um sich als weibliche Teilnehmerin zu qualifizieren, verkleidet sie sich als Junge.
Mehr möchte ich über die Handlung nicht verraten :).
Juri war mir sehr sympathisch, denn sie lässt sich nicht unterkriegen und hat auch kein Problem für ihre Ideale zu kämpfen.
Auch viele der anderen Charaktere wie Haruto, Dom und Rebecca waren mir sehr sympathisch :).
Insgesamt war das Buch sehr spannend und es erwarten einen durchaus einige Überraschungen :).
Der Schreibstil der Autorin war flüssig und hat es einem leicht gemacht mehrere Stunden am Stück zu lesen.
Fazit: Eine wirklich tolle Dystopie, die mich teilweise richtig überrascht hat :)
Ich war wirklich positiv überrascht. Erst wollte ich es gar nicht wirklich lesen und dann konnte ich es nicht mehr aus der Hand legen. Eine Dystopie mit vielen spannenden Prüfungen und nicht so viel Liebesgedöns im Hauptteil. Das war mal sehr erfrischend 😄
Das Cover sticht meiner Meinung nach sehr aus der Masse heraus. Vielleicht liegt es an dem großen Motiv, in dem ein Gesicht auffällig weiß umrandet ist. Mir jedenfalls gefällt es gut, die Aufmachung passt zum Stil der Geschichte, auch die Blüten im unteren Teil. Was mir aber vor allem gefällt, ist, dass der Titel hier genau das aussagt, worum es in der Geschichte geht.
Dieses Buch habe ich angefangen zu lesen und plötzlich waren dann schon 200 Seiten vorbei. Die Geschichte fing an und nahm auch sofort Fahrt auf, die Autorin schreibt drauf los und hat bereits zu Beginn ein ziemliches Tempo vorgegeben. Während man mit Juri einen ganz normalen Tag verbringt, versteht man langsam ihre Welt; sie lebt in einer riesigen Höhle, auf der untersten Ebene, auf der es den Menschen so schlecht geht, wie sonst nirgendwo. Insgesamt gibt es sieben Ebenen, auf der höchsten wohnt der Kaiser. Jede Ebene hat eine Funktion zu erfüllen und ist von den anderen abgeriegelt. Ich habe einige Seiten gebraucht, bis ich die ganze Ordnung verstanden habe, vor allem die riesige Höhle hat mir Schwierigkeiten bereitet - aber sie ist eine geniale Idee und bringt die Kastengesellschaft auf eine ganz andere Art zum Ausdruck, die viel brutaler ist als alles, was man beispielsweise in "Selection" lesen kann.
Die Autorin hat die Handlungsschauplätze immer extrem gut beschrieben; ich konnte mir sehr gut den Dreck und die Armut auf der untersten Ebene vorstellen, auch Juris Gedanken und Gefühle wurden sehr gut rübergebracht. Die Protagonistin sagt ziemlich wenig, dafür passiert aber in ihrem Kopf ziemlich viel. Als sich Juri die Möglichkeit bietet, bei der "Blüte" mitzumachen, ergreift sie diese, obwohl sie wie der Leser keine Ahnung hat, was ihr bevorsteht. Zusammen mit Juri lernt man also nach und nach das ganze System kennen, jede Ebene und man merkt schnell, dass das etwas nicht stimmen kann, ebenso wie die Charaktere. Was dann wirklich los ist, das habe ich mir so nicht vorstellen können.
Prinzipiell hat mir die Geschichte sehr gefallen und ich habe das Buch auch schnell durchgelesen, weil es einen unglaublichen Sog auf mich ausgewirkt hat. Aber vor allem am Ende und auch im Nachhinein fallen mir Dinge auf, die wesentlich besser hätten sein können; man erfährt nicht wirklich etwas über die Welt, in der Juri lebt, weil es da wohl nichts zu erfahren gibt. Aber das Ende hat mich doch sehr unzufrieden zurückgelassen, da hätte ich mir wirklich mehr erwartet, es war mir einfach zu blass. Auch die Gründe, wie und warum die Höhle gebaut wurde, würden mich sehr interessieren - ganz im Gegensatz zur Protagonistin Juri, die manchmal wirklich ziemlich naiv war und meier Meinung nach die falschen Fragen gestellt hat. Auch die "Rebellion" am Ende ging mir zu schnell und zu einfach. Die ersten 80% des Buches waren wirklich gut, aber vielleicht wäre es besser gewesen, die Story in zwei Bücher zu packen.
Trotz der Kritikpunkte hat mir das Buch aber sehr gut gefallen. Nur ist es so schade, man hätte sogar noch viel mehr aus der Geschichte rausholen können, die viele neue Ideen bereithält! Und dennoch war es aber ein tolles Lesevergnügen. Ich vergebe 4 Sterne.
Juri lebt in einer Welt, die in Ebenen unterteilt ist. Sie lebt auf der untersten, die von Leid und Hunger geprägt ist, angeblich als Strafe der Göttin Amaterasu, von der der Kaiser direkt abstammt, während die Menschen der unteren Ebenen von dem Widersacher ebenjener Göttin, Susanoo, abstammen. Die Lebenserwartung ist gering und viele sterben an der sogenannten Knochenfresser-Krankheit. Dann werden auf einmal Menschen von den Gardisten des Kaisers ausgewählt und erhalten mit einer Karte die Möglichkeit, aus dem Elend rauszukommen. Widerrechtlich kommt Juri in den Besitz einer solchen Karte. Doch erst als sie selbst erste Symptome der Krankheit zeigt, ergreift sie verkleidet als Junge die Chance - und landet unter lauter Probanden, die drei Prüfungen durchlaufen müssen, bis sie an die ersehnte Oberfläche gelangen ... und dann erfährt Juri, dass der Kirschblütenprinz alles andere als eine Legende ist ...
Meine Meinung:
Obwohl die Autorin, wie sie in ihrem Nachwort erklärt, die japanische Kultur abwandelt, basiert doch diese Geschichte darauf, was ich ziemlich cool und faszinierend fand. Im Gegensatz zu den Menschen der unteren Ebenen ist es vor allem die Kaiserfamilie, die über asiatisches Aussehen verfügt und sich von den verachteten Nachkommen Susanoos abgrenzt. Auch diese Anspielung auf die alte japanische Legende gefiel mir. Tatsächlich - so viel sei gesagt - handelt es sich um eine Dystopie. Mit einem absolut düsteren Setting, das die dunklen Seiten der Menschheit absolut nicht verschweigt. Juri arbeitet in einer Leichenverbrennungsanlage, die Menschen um sie herum würden für Essen töten und ihre Welt ist grausam, da jeder ums Überleben kämpft, zwischen Dreck und Ratten, fern des Wohlstands des Kaisers. Aber auch sonst thematisiert das Buch Bereiche wie Diversität, Rassismus, Ehre und Menschlichkeit.
Auf den ersten Blick erinnerte mich das Buch an diese typische Story, bei der eine Rebellin versteckt in die Nähe des Prinzen gelangt beziehungsweise sich in die Brautwahl einschleust. Das ist hier nicht der Fall. Zum Einen, da es sich hier nicht um eine Brautwahl für den Prinzen handelt, zum Anderen da Juri eigentlich eher aus Verzweiflung dort landet. Nichtsdestotrotz blieben großartig überraschende Wendungen in der Handlung für mich aus, auch wenn die Hintergründe ganz interessant waren. Aber gerade das Ende ging für mich viel zu schnell und teilweise auch zu einfach.
Juri ist relativ impulsiv, vor allem aber eine Einzelgängerin. Sie ist vorlaut, sagt, was sie denkt, lässt sich nicht unterkriegen, gebiert so aber auch mal öffentlich vor Anhängern des Kaisers auf, womit sie sich nicht nur Freunde macht. Sie ist rebellisch und nimmt die Dinge nicht einfach hin. Aufgrund ihres ärmlichen, abgeschotteten Lebens ist sie natürlich auch in gewisser Weise naiv und unwissend gegenüber all den Dingen, die sie nicht kennt (das fängt schon bei Tier- und Obstsorten an), allerdings wurde das nie nervig, zumal sie schnell lernt. Ihr Leben war bisher alles andere als leicht, infolgedessen hat sie sich Regeln aufgestellt, von denen eine lautet, keine Bindungen einzugehen. Doch gerade diese wird bei den Prüfungen auf die Probe gestellt ...
Der Schreibstil ist dabei, auch dank der Ich-Perspektive und der Tempusform Präsens, nah am Geschehen, teilweise wirkten Juris Gedanken wie ein Bewusstseinsstrom auf mich. Was mich an dem Buch vielleicht am meisten gestört hat, war die Liebesgeschichte. Die verlief für mich einfach absolut vorhersehbar, jedoch leider nicht nachvollziehbar. Kein Knistern, kein Prickeln, keine Emotionen - nichts kam bei mir an. Auch die Entwicklung war für mich nicht wirklich da, und gerade bei der Bedeutung, die sie irgendwann erhält, fand ich sie nicht zufriedenstellend.
Allgemein gilt für die meisten Charaktere, dass sie unglaublich viel Potenzial besitzen, diese Tiefe jedoch meist kaum ausgearbeitet ist, was ich schade fand. Über viele hätte ich gerne mehr erfahren. Dom, einer der anderen Probanden, ist dabei der Charakter, den ich am meisten mochte, vielleicht auch, weil er am ausgearbeitetesten ist. Er verfügt über Stärken wie seine Intelligenz und seine Fähigkeit, seine Gefühle zu verstecken, aber auch über Schwächen wie Ängste. Weniger überzeugt hat mich zum Beispiel der Charakter des Prinzen, der für mich bis zum Schluss trotz des offensichtlichen Potenzials viel zu blass blieb.
Fazit: Faszinierende Idee mit Anspielungen auf die japanische Kultur, leider aber auch einer nicht nachvollziehbaren Liebesgeschichte und Charakteren, deren Potenzial nicht ausgearbeitet wurde
3,5⭐️ Kurzweilige Jugendbuch-Dystopie- gerade zu Beginn großartige harte, dreckige Beschreibung der Welt. Dafür gibt’s definitiv nen Bonusstern. Jedes kleinste Detail genau vor Augen gehabt. Hatte immer wieder Highlightmomente- Story driftet dann doch häufiger in zu banales Teenie Geplänkel ab. Das Ende wartet melodramatisch mit Zuckerblüten voller Pathos auf.
Juri lebt ganz unten. Unten auf Ebene 1, dem Grund der Höhle, in der sie mit den anderen Nachfahren des Gottes Susanoo ein mieses Dasein fristet, während die Nachfahren der Sonnengöttin Amaterasu auf der Oberfläche leben dürfen. Als Mitglied der untersten Schicht ist jeder Tag ein Kampf ums Überleben einer verdreckten Ebene, auf der die Menschen alles für ein wenig Nahrung tun würden. Doch eines Tages ruft die kaiserliche Familie auf zur Blüte, einer Auswahl bei der nur die Vollkommensten um einen Platz an der Sonne kämpfen dürfen. Juri ist als Mädchen nicht vollkommen genug, als Junge getarnt jedoch begibt sie sich in mörderische Prüfungen, erfährt von grausamen Intrigen und begegnet dem Prinzen, der so ganz anders ist als es zu erwarten wäre. Was bedeutet es Vollkommen zu sein? Und was hat es mit der Höhle auf sich?
Diese Dystopie hat mir wirklich sehr sehr gut gefallen. Dabei hatte ich so eigentlich gar keine Erwartungen an das Buch. Wir lernen zunächst Juri kennen, die in einer Welt jenseits unserer Vorstellung lebt. Dreckig, dunkel und brutal. In der jeder ums Überleben kämpfen muss, die Menschen nicht besonders alt werden und Kinder meist sehr schnell auf sich allein gestellt sind. Juri hat sich mehr oder weniger damit abgefunden niemals die Sonne zu sehen und elendig irgendwann in einer Ecke draufzugehen, das ist nun einmal das Los der Nachfahren Susanoos. Von den Ebenen über sich hat sie sowieso keine genaue Vorstellung. Nur das es denen besser gehen muss und dem Kaiser und seiner Familie sowieso am besten. Sie ist ein abgeklärter Charakter, der sich von anderen fernhält und sich an niemanden binden will und ich musste ihre Stärke in mehr als einer Situation wirklich bewundern. Natürlich gibt es auch die ein oder andere Situation bei der man doch merkt das sie ein Mädchen ist und auch in ihrer ganzen Haltung merkt man im Laufe der Zeit eine deutliche Veränderung. Ich mochte sie wirklich sehr gerne und habe ihr Schicksal mit Spannung verfolgt. Es gab auch andere Charaktere wie Dom, den Jungen aus Ebene 4 und den Prinzen die ich als Charaktere sehr spannend fand und deren Geschichte ich ebenfalls sehr mochte.
Die Storyline war für mich das Highlight am Buch. Natürlich ist es bei Dystopien mittlerweile schwer nochmal das Rad neu zu erfinden, das muss meiner Meinung nach aber auch gar nicht sein. Für mich besticht Sakura zum einen durch sein japanisch angehauchtes Flair, ohne dabei den Anspruch zu stellen historisch oder kulturell korrekt zu sein. In Kombination mit asiatischem Thema habe ich noch keine Dystopie gelesen. Auch die Prüfungen, deren Aufbau und Durchführung haben mir gefallen, sie bringen durchaus Spannung in die Sache. Besonders gefallen hat mir aber der schonungslose Schreibstil bzw. die Erzählweise von Juri. Es wird nichts beschönigt, sie erzählt offen wie brutal und stellenweise ziemlich widerwärtig ihre Welt und die Menschen darin sind. Gerade diese Brutalität und ehrliche Ansicht haben das Buch für mich irgendwie „echt“ gemacht. Und auch das Thema rund um die Götter und Juris Welt sowie die Auflösung und was es mit den Blüten auf sich hat konnte mich überzeugen. Für mich rundum gelungen und ruckzuck gelesen.
Für mich eine der besten Dystopien die ich in letzter Zeit gelesen habe. Eine starke und doch verletzliche Protagonistin zeigt schonungslos und offen, wie die Welt von Menschen aussieht, die ganz unten angekommen sind und welche Auswirkungen dies auf die hochgelobte Menschlichkeit hat. Dabei verkommt die Prüfung die sie zu bestehen hat keineswegs zu einem Thema aller „Selection“, sondern wird brutal und verlustreich. Dabei beinhaltet das Buch einige interessante und diverse Themen und Personen und auch das Geheimnis hinter dem Kaiser und der Höhle ist super spannend gelöst worden. Von mir eine echte Empfehlung und eines meiner neuen Lieblingsbücher.
PS: Pluspunkt – Das Buch ist ein Einzelband (auch wenn das Ende ein wenig kurz war).
Um ehrlich zu sein, habe ich dieses Buch 4 Monate lang gelesen. Das liegt nicht daran, dass es schlecht war, im Gegenteil. Ich fand die Umsetzung so gut, dass ich teilweise wirklich geschockt war und ein paar Tage Pause machen musste, bevor ich weiterlesen konnte. Das Buch befasst sich sehr stark mit dem Tod und der Vergänglichkeit und war für mich daher keine leichte Lektüre. Das Worldbuilding hat mir extrem gut gefallen! Ein System, bei dem es mehrere Schichten unter der Erde gibt und nur der Kaiser und seine Familie dürfen die Sonne sehen. Die Geschichte war super ausgearbeitet und man hat auch gemerkt, dass die Autorin viel dafür recherchiert hat, was ich sehr bewundere. Das einzige, was mir nicht so gut gefallen hat, waren manche Kraftausdrücke oder bestimmte Formulierungen, die meiner Meinung nach wirklich nicht hätten sein müssen. Das Ende war außerdem etwas… zu leicht aufgelöst? Das ganze Buch hat sich um dieses System gedreht, aus dem man nicht entkommen kann, und dann ging mir die Auflösung viel zu schnell und einfach. Trotzdem hat mich das Buch begeistert und ich werde noch lange daran denken! Dom war mein Lieblingscharakter und ich bin so froh darüber, wie seine Geschichte geendet hat. Das Buch ist eine klare Leseempfehlung, wenn ihr mit dem Motiv des Todes gut umgehen könnt!
Sakura ist eine Dystopie aus der Ich-Perspektive von Juri erzählt. Die junge Frau muss sich im Slum ihres Landes durchschlagen und bekommt bei der "Auswahl der Blüten (Sakura)" eine Chance die Erdoberfläche zu sehen. Kim Kestner hat hier eine unglaublich durchdachte, komplexe und geschickte dystopische Welt gesponnen, die realitatsnaher kaum sein könnte. Die Protagonisten ist erfrischend anders als die stereotypische Heldin und die Erzählung geht immer wieder unter die Haut. Stellenweise nichts für schwache Nerven ohne jemals unnötig brutal zu werden. Große Empfehlung an alle die den dystopischen Weltenaufbau bei Panem mochten. Ein Muss für alle Dystopie Fans. Das hier ist eine Perle dieses Genres.
Echt gut. Nein wirklich, ich war total überrascht wie sich Frau Kestner verbessert hat! Der Schreibstil war flüssig, fesselnd, ehrlich und manchmal auch etwas hässlich, denn die Charaktere aus den Slums reden nicht immer anständig.
Das Buch ist in der Ich Perspektive von Juri geschrieben.
Persönliche Meinung
Wow! Einfach nur Wow!
Dass mich das Buch so umhaut, hätte ich in meinen wildesten Träumen nicht erwartet. Ich bekam es von meiner Abteilungsleiterin und ich wollte es eigentlich gar nicht lesen, da mir Anima von der Autorin schon nicht soo gefallen hat. Also lag das Buch einige Wochen einfach mal auf meinem SUB. Bis vor ein paar Tagen meine Freundin Janine in einer InstaStory den ersten Satz des Buches postete „Heilige Amaterasu!“ Woraufhin ich ihr geschrieben habe, ob sie denn den Manga Dream Saga kenne…. Lange Geschichte, kurzer Sinn, sie sagte mir, das Buch wäre wie Red Rising und Panem. Wow, wow, wow, wow mach mal halblang dachte ich. Wie Red Rising? Come on!
Aber natürlich war meine Neugierde geweckt.
UND ES STIMMT! Ich habe Das Buch an einem Tag weggelesen, weil es so spannend war! Und ja, tatsächlich ein bisschen wie Red Rising!
Das Worldbuilding war grossartig! Diese Komplexität mit den verschiedenen Ebenen und den verschiedenen Abteilungen, Lebensstandarten, die Hierarchien, das war einfach toll. Eine Skizze oder Darstellung der verschiedenen Ebenen wäre allerdings von Vorteil gewesen.
Das ganze Leid und der Hunger und vor allem den Schmutz, ich habe es richtig vor mir gesehen.
Die Prüfungen die die Anwärter ablegen müssen, waren so beklemmend beschrieben, ich habe richtig geschwitzt und mitgefiebert! Und ich war Gotten froh, nicht an Juris Stelle zu sein.
Einzig, die Liebesgeschichte fand ich etwas schlecht. Ich habe die Anziehung und Gefühle beider Personen nicht gespürt oder greifen können und es hätte diese auch gar nicht gebraucht. Gut macht es nur einen sehr kleinen Teil der Geschichte aus.
Ich bin echt sehr positiv überrascht, dass dieses Buch so gut war.
Fazit: WOW! Für alle Fans von Red Rising, Panem und die Bestimmung!
Juri arbeitet in der untersten Ebene und stellt eines Tages fest, dass sie von der Knochenkrankheit befallen wurde. Gleichzeitig ruft der Kaiser zur Blüte auf und es werden "schöne" Menschen für das Kaiserreich gesucht. Aufgrund ihrer Krankheit versucht Juri alles um ausgewählt zu werden. Doch sie hat nur eine Chance, indem sie sich als Junge verkleidet. Als Junge kommt sie dem Prinzen näher und findet heraus, dass alles mehr Schein als Sein ist.
Die Prämisse klingt wirklich toll. Bei Booktube und GR habe ich nur positive Rückmeldung mitbekommen, aber nachdem ich das Buch selber gelesen habe, kann ich die Begeisterung nicht nachvollziehen.
Die Menschen leben auf 13 Ebenen (0 bis 12) verteilt, jedoch kann man nur auf der obersten Ebene die Sonne sehen. Man hat das Gefühl, die Geschichte spielt in einem unterirdischen Bunker/ Höhle oder etwas ähnlichem. Aufgrund der fehlenden Sonne werden viele Menschen auf Ebene 1 krank und sterben schnell. Auf einer höheren Ebene leben missgebildete Menschen, so dass man die Vermutung hat, dass die Welt vielleicht verstrahlt ist. Auch die anderen Ebenen waren interessant und einzigartig. Das Ganze wird von der Geschichte über Amaterasu und Susanoo untermalt.
Juris Abenteuer durch die verschiedenen Ebenen sind zwar interessant, aber teilweise wurden diese so langatmig erzählt, dass nach einiger Zeit mein Interesse verloren ging. Auch die Beziehung zwischen Juri und dem Prinzen fand ich nicht so aufregend, freundschaftlich vielleicht, aber definitiv nicht romantisch. Doch die Freundschaft zu Rebecca war überaus positiv und witzig.
Die Geschichte war leider im Endeffekt nicht sonderlich einzigartig. Ich musste die ganze Zeit an EON/ EONA denken. Auch da verkleidet sich ein "verkrüppeltes" Mädchen als Junge, um zu überleben und kommt dann dem Prinzen näher. Vielleicht gibt es andere ähnliche Geschichten.
Ich werde das Buch in Zukunft noch einmal lesen, vielleicht überzeugt mich die Geschichte dann.
Im Schreibstil schwingt noch die Unschuld einer Fanfiktion mit, doch das world building ist wirklich super gelungen. Tolle Charaktere, tolle Idee, bis auf ein paar kleine Details, die mir persönlich nicht so gefallen haben, auch super Umsetzung. Ab und zu gab es im Stil stellen, die wie ein Nachgedanke wirkten ("Ach, das hat sicher noch jemand in der Korrektur angemerkt!"). Die Story ist sehr gut recherchiert und durchdacht - also mir sind zumindest keine Unstimmigkeiten aufgefallen. Die Liebesgeschichte ist mir allerdings ein bisschen zu kurz gekommen, um wirklich zu überzeugen, aber mich hat sowieso viel mehr die Welt an sich begeistert. Für mich hätte das Buch gerne auch länger und zwei Teile haben können - oder wie wäre es mit einer Fortsetzung? ;)
Ich habe absolut NICHTS an diesem Buch auszusetzen🌸💜
Erst mal der Schreibstil. Super ehrlich und total bildnerisch. Jede Szene ist mir nahe gegangen, Kim Kestner kann unfassbar gut beschreiben, und man denkt wirklich, man wäre an der Seite von Juri. Ich habe das Buch buchstäblich einfach nur durchgesuchtet!
Und Juri… Super einzigartige Protagonistin, selbstbewusst und extrem toll💗 Ich zähle sie zu den genialsten ever😍 Auch Dom, Chien (ein ganz persönlicher Favorit) und alle anderen. So toll!
Und natürlich nicht zuletzt wegen der Spannung konnte ich diese Geschichte so durchsuchten, die Plottwists am Ende, einfach ALLES war so gut! Gerade die härteren Szenen waren extrem schlimm, aber auch unfassbar spannend und aufregend zu lesen.
Ausnahmslos a l l e s. hat gestimmt, für mich ein neues Lieblingsbuch!🤩🤩🤩🤩
5 Sterne Wow, wow, wow. Ich bin total in die Geschichte rund um Juri versunken. Diese Dystopie ist alles andere als harmlos und meiner Meinung nach nichts für Zartbesaitete, auch wenn das Ende mir ein bisschen zu schnell ging und meinetwegen ein paar Seiten mehr vertragen hätte. Absolute Leseempfehlung!
Worum geht es in diesem Buch? Juri will unbedingt die Höhle, in der sie ihr ganzes Leben verbringen musste, endlich verlassen und als der Kaiser zur "Blüte" aufruft, sieht sie endlich ihre Chance. Doch sie ist als Mädchen nicht vollkommen genug um einen Platz an der Oberfläche zu bekommen. Bereit alles zu tun um ihren Wunsch zu erfüllen verkleidet sie sich somit als Junge, um sich unter die Probanden zu schmuggeln. Als ausgerechnet der Sohn des Kaisers auf sie aufmerksam wird, hat Juri Angst, dass ihre Tarnung auffliegt oder spielt auch er ein doppeltes Spiel?
Covergestaltung Bei diesem Cover bin ich wirklich am schwanken. Es spiegelt die Geschichte wirklich gut wieder, auch wenn ich das Gefühl habe, dass die Protagonistin nicht ganz zu dem Mädchen auf dem Cover passt. Zudem gefällt mir die allgemeine Gestaltung im oberen Bereich des Cover nicht, es wirkt alles ziemlich überladen. Der untere Bereich mit den Blüten und der Schrift gefällt mir eher. Vielleicht wäre die Schrift im oberen weißen Bereich, in denselben Farbton wie die Blüten, passender und das Mädchen kommt dafür raus. Ich mag es nun mal sehr minimalistisch.(:
Allgemeines zu dem Buch Ich habe bereits zuvor ein Buch von Kim Kestner gelesen und es geliebt. Nach diesem Buch weiß ich, ich liebe diese Autorin. Ich war am gestrigen Abend erst bei der Hälfte des Buches, doch typisch Bücherwurm habe ich es die Nacht über beendet. Ich werde mich nun auf jeden Fall über ihre weiteren Bücher informieren.
Charaktere Die Protagonistin, Juri, ist zu Beginn eine typische Einzelkämpferin. Was durch aus logisch ist in ihrer Umwelt. Doch man merkte bereits zu Beginn, das sie eine sensible Person ist, die einfach nur glücklich und in Ruhe leben möchte. Daher konnte ich mich gleich zu Beginn in sie einfühlen. Während der Geschichte entwickelte sie sich weiter und versuchte auch anderen bei dem Test zu helfen.
Die restlichen Charaktere, die Juri während der Geschichte begleiteten, wirkten an manchen Stellen doch etwas blass und vorhersehbar. Dies störte mich aber nicht, da mich Juri ganz in den Beschlag nahm. :D
Locations Die Geschichte spielt sich auf mehreren Ebenen ab. Zu Beginn befinden wir uns auf der untersten Ebene, die mehr als an der Armutsgrenze lebt. Diese Ebene ist wirklich gut beschrieben und ich hatte mehr als einmal Mitleid mit den Menschen. In solch einer Welt aufzuwachsen wünsche ich Niemandem. Doch es wird nicht besser. Während der "Blüte" steigen die Protagonisten immer weiter die Ebenen hinauf und auf jeder Ebene gibt es andere Grausamkeiten, die im verborgenen liegen. Diese Führung durch die verschiedenen Locations ist der Autorin wirklich gut gelungen. Auch der Aufbau der gesamten Höhle ist wirklich interessant zu lesen. Das Ende dazu hat mich wirklich begeistert. Mehr dazu kann ich hier leider nicht sagen, sonst würde ich ja Spoilern, aber es ist wirklich ein spannender Aufbau der Locations! Zudem ist es auf unerwartete Weise manchmal doch sehr düster und brutal gewesen.
Kritik Ein Kritikpunkt könnte sein, dass die Nebencharaktere sehr blass neben der Protagonistin wirken und auch manchmal sehr stereotypisch dargestellt werden. Außerdem ist die Entwicklung der Geschichte teilweise etwas absehbar. Ganz beurteilen kann ich das aber nicht, da ich irgendwie etwas verplant war und somit das Ende nicht vorhersehen konnte. :D
Schreibstil Die Seiten in diesem Buch sind für mich nur so dahingeflogen, was auch an dem Schreibstil lag. Die Geschichte wird aus der Sicht von Juri erzählt und benutzt einen simplen und jugendlichen Stil. Die Umgebung ist gut beschrieben und mir viel es leicht meine Fantasie laufen zu lassen.
Gefühlswelt Die Geschichte hat mir wirklich Spaß gemacht zu lesen. Die düstere und beklemmende Erzählung hat mich wirklich mitgenommen. Zudem mochte ich es auch, dass es diesmal keine anstrengenden Dreiecksbeziehungen gab und auch auf Gefühlsduselei verzichtet wurde. All dies unterstützte die harte Umgebung und auch den Charakter von Juri. Als ich herausgefunden habe, was wirklich die ganze Zeit in der Geschichte los war, wusste ich gar nicht wohin mit meinen Gefühlen. Ich war so überrascht und begeistert. Da ich zu Beginn dachte, die Geschichte geht in Richtung Götter und Fantasy. Doch nun ist mir klar, es ist eine unfassbar gute Dystopie, die ich in solch einem Stil bisher noch nie gelesen habe.
Empfehlung Ich würde es den Lesern empfehlen, die sich wirklich für eine Entwicklung des Charakters interessieren. Um Liebe geht es in der Geschichte nicht wirklich, aber wer es düster mag ist bei diesem Buch genau richtig. Zudem empfehle ich es jedem der eine Interessante Welt sucht und diese dann nach und nach entdecken mag. Wirklich geniale Arbeit Kim Kestner. Ich gebe diesem Buch auf jedem Fall 5 von 5 Sternen.
Kurzbeschreibung In einer Düstereren und grausamen Welt in Ebene Eins, lebt und arbeitet die 17- Jährige Juri. Denn Ebene eins wird auch das "Scheißhaus des Kaisers" genannt. Denn hier gibt es nur Leichen, Kloake und Schmutzwasser. Denn der Kaiser wohnt 5 Ebenen über Ihnen auf der Erde. Weshalb das so ist liegt einer Legende zugrunde, womit sich die Göttin Amaterasu damit zufrieden gab, das die Kinder ihres Bruders Susanoo für immer von der Erdoberfläche verschwinden sollten.
Und somit war Generationen später Juri hier geboren worden. Sie war froh überhaupt noch am Leben zu sein, denn in den Tiefen des dämmrigen Lichtes wurden die meisten gar nicht so alt und Ihnen bemächtigte sich die gefürchtete Knochenfresser Krankheit. Die einzige Chance dem Elend zu entkommen wäre ein Ticket hinauf und das bekommt Juri von ihre Freundin und Zimmernachbarin zugesteckt.
Der einzige Rat. Verkleide dich als Junge. Juri hat Angst, aber die Optionen sind nicht groß und so versucht sie es als Junge und trifft promt auf den Prinzen. Der scheint ein Augenmerk auf den Jungen Juri geworfen zu haben, nur aus welchen Grund.
Ein Wettlauf beginnt...
Cover Das Cover gefällt mir sehr gut mit dem Mädchen und ihren Blonden Haaren die für mich Juri darstellt. Sie ist wie ein Licht das leuchtet und das im Dunkeln. Die Kirschblüten unten sind in dieser Geschichte sehr wichtig, denn sie stehen für Vollkommenheit. Passend zum Titel und zum Inhalt wie ich finde. 💖
Schreibstil Die Autorin Kim Kestner hat einen wunderbar flüssigen und bildhaften Schreibstil der mich wieder fesseln konnte. Ich muss sagen hier bekommt man einen Einblick in die Düsternis die weder vor Kindern noch Erwachsenen halt macht und einer Geschichte die einen berührt. Denn Juris Kindheit war geprägt von einer sehr bösartigen kranken Mutter die sie einfach verkaufte und einem herzensguten Vater der viel zu früh verstarb. Juri wurde dadurch zu einer Kämpfernatur die tief in sich drin manches Mal Angst hat, aber trotz allem versucht das richtige zu machen. Sie entwickelt sich im Laufe der Seiten noch weiter und bleibt taff, was angesichts mancher Situation wirklich nicht leicht ist und ich hab die Seiten nur so verschlungen.
Meinung Dein einziger Ausweg ...
Genau denn bekommt Juri nachdem bei ihnen auf Ebene Eins Männer der Kaiserlichen Garde und bewaffnete Hüter auftauchen. Denn seit Juri in den Tiefen des Nichts lebt wo es vor Kranken, Krüppeln und Bettlern nur so wimmelt, gibt es weder Tageslicht noch etwas woran man sich erfreuen kann. Der tägliche Kampf ist es nicht zu sterben. Denn Hungern ist ein Täglich Brot. Man kann nie genug essen das man satt ist und wie im Fall von Juri kann sie froh sein wenigstens einen Job zu haben um sich etwas Essen zu verdienen. Sie ist für die Leichenverbrennung in Zone 8 verantwortlich und immer noch am Rätseln was die Fremden hier wollen.
Ohne es zu wissen bekommt Juri durch ihre Freundin eine Chance der Tristheit und Krankheit zu entfliehen und dazu muss sie sich als Junge verkleiden. Denn manche bekommen von den Wächtern eine Karte. Juri allerdings nicht, da sie nicht hübsch genug als Mädchen ist. Juri ist entsetzt und hat Angst, denn wenn man entdeckt dass sie ein Mädchen und kein Kerl ist, steht die Todesstrafe darauf. Auf der anderen Seite allerdings bemerkt sie die ersten Anzeichen der Knochenfresser Krankeit, die ihr in ein paar Wochen ihr Leben nimmt wenn sie nicht nach oben kommt. Egal wie sie es dreht oder wendet, muss sie sich entscheiden und versucht es als Junge. Es scheint auch soweit gutzugehen auch wenn keiner der Probanden, sei es weder die Jungs noch die Mädchen wissen was sie hier sollen. Dabei lernt Juri auch den Prinz kennen der auf sie aufmerksam wird. Nur kann Juri Haruto täuschen oder ist es schon vorbei, bevor es begonnen hat ...
Eine tolle Geschichte über die Sage das die Göttin Amaterasu sich versteckte in einer Höhle vor ihrem Bruder Susanoo dem Sturmgott und der die Menschheit auf die Erde brachte. Nachdem sich die Göttin entschied wiederzukommen wurden die Nachkommen Susanoos verbannt, tief unter die Erde. Und die Nachfahren Amatersasus durften auf der Erde wandeln. Denn ohne sie wäre alles verdorrt und verkümmert. Sehr schöner Einfall der die Menschen hier in die verschiedenen Schichten zwingt und sie nur mit dem Willen des Kaisers nach oben kommen können.
Fazit Tolle Geschichte die mich begeistert hat! 💖 Eine Blüte der Vollkommenheit erwartet Dich.
Juri lebt in einer Welt, die in Ebenen unterteilt ist und deren Lebensweisen nicht unterschiedlicher sein können. Sie träumt von einem besseren Leben weit ab von der Hölle in der sie derzeit Lebt, in der Essensrationen nach gewinnbringenden Ernten, Prostitution und Gewalt zum Alltag zählen. Sie sieht die Chance diesem Elend zu entfliehen als der Kaiser zur „Blüte“ aufruft. Doch der Preis um an die Oberfläche zu gelangen und ein besseres Leben zu führen ist hoch und das Auswahlverfahren tödlich. Das Problem ist, dass Juri für die Teilnahme jedoch nicht makellos genug ist und dennoch steht ihr Entschluss fest - Um jeden Preis wird sie an der „Blüte“ teilnehmen, auch wenn es als Preis das eigene Leben kosten wird - Denn alles ist besser als das Leben in der dunklen Hölle!
Meine Meinung:
Nachdem ich bereit etliche andere Werke von Kim Kestner gelesen habe und total von ihrem bildgewaltigen und fesselnden Schreib - & Erzählstil begeistert war, musste ich auch unbedingt ihr neues Buch lesen und unter die Lupe nehmen! :)
Auf einer Lesung auf der Leipziger Buchmesse wurde ich von der Autorin angefixt. Es schien mir eine ganz neue Seite von ihr als Autorin zu zeigen, aber vor allem interessierte mich die Welt in der die Handlung spielte und ich merkte, dass die Hauptprotagonistin mir auf anhieb sehr sympathisch erschien.
So war es auch. Juri ist willensstark, eine wahre Naturgewalt und lässt sich durch nichts und niemanden von ihren Zielen abbringen. Ein Charakter der vor Stärke, Energie und Ehrgeiz nur so strotzt.
Eigentlich gefiel mir das Buch auch sehr gut. Es wird wie von Kim Kestner gewohnt sehr bildgewaltig und lebendig erzählt, die Spannung ist bis zum Ende vorhanden und auch die eingebauten Wendungen bringen den Leser zur Verzweiflung, da sie einfach das Ende total offen gestalten und man nie weiß was als Nächstes passieren wird.
Das Einzige was mir jedoch ab und an mal aufgestoßen ist, ist die Sprachwahl welche in den verschiedenen Ebenen herrscht und auch die Gestaltung der Berufe der einzelnen Charaktere, die man im Laufe der Handlung so antrifft. Für einen Jugendroman schon manchmal harter Tobak den man da so zu hören bekommt. Dennoch finde ich, dass diese Art von Dialogen und auch die Wahl der Sprache und auch Wörter genau passend sind für die Gesellschaft welche die Ebenen besiedelt und ich kann mir auch gut vorstellen, dass es genau so auch im realen Leben laufen könnte, wenn ein Menschenleben eigentlich nichts wert ist als Dienstleistungen zu verrichten und ums nackte überleben zu kämpfen. Vielleicht sollte man das Empfehlungsalter der Leser doch etwas höher ansetzten als 14 Jahre?! Aber wie soll ich es anders sagen als :“ Man lernt die böse Seite der sehr sympathischen Autorin kennen!“ *lach*
Das Cover finde ich sehr anschaulich gestaltet. Es verrät nicht so viel vom Inhalt, zeigt einem die junge Juri an deren Seite man die Handlung erlebt und es ist sehr geheimnisvoll und düster, wie eben die Welt in der Juri lebt. Sehr passend und ansprechend eben.
Fazit:
Auch wenn ich ab und zu schon arg schlucken musste und mir anfangs etwas schwer tat mit dem Sprachgebrauch der unterschiedlichen Ebenen, so konnte mich Kim Kestner doch total fesseln und begeistern. Es ist eben nicht so ein typisches und feinfühliges Jugendbuch wie man es sonst so kennt. Es geht viel mehr hart zur Sache und so ist das ganze drum herum genau richtig ausgewählt!
Seit ihrer Geburt lebt die 17-jährige Juri bereits in der untersten Ebene des gigantischen Höhlensystems. Noch nie hat sie die Sonne gesehen, lebt ständig unter großer Hungersnot und Angst vor diversen Krankheiten. Die Wenigsten dort unten werden alt, zuvor verfallen sie an die Knochenfresserkrankheit und sterben einen grausamen Tod. Juri möchte diesem Schicksal entgehen und ist bereit, alles dafür zu geben. Als sie eine Karte zur „Blüte“ des Kaisers erhält, in dem die Vollkommenen gesucht werden, muss sie dafür ein großes Wagnis eingehen, denn an dem Wettkampf darf sie nur als Junge teilnehmen. Doch sollte das herauskommen, wartet der sichere Tod auf sie. Kann Juri einen Weg aus der Höhle finden und endlich die Sonne sehen?
Die deutsche Schriftstellerin Kim Kestner hat bereits mit ihrer „Zeitrausch-Trilogie“ bewiesen, dass sie es herrlich versteht, den Leser um den kleinen Finger zu wickeln. Die begeisterte Jugendbuchautorin hat nun einen weiteren aufregenden Roman kreiert, der fesselt und mitreißt.
Juri ist die Heldin des Werks, die seit ihrer Geburt auf Ebene 1 des Höhlensystems lebt. Dort gibt es nur Dreck, Tod, Gewalt und Einsamkeit. Freundschaften zu schließen, kann tödlich enden. Jeder kämpft für sich alleine. Nur weil sie einen Job in der Leichenverbrennung hat, erhält sie jeden Tag genügend Reis um zu überleben. Doch das Leben ist hart. Sie weiß, dass sie nicht mehr lange Zeit hat, ehe auch sie erkranken und sterben wird. Ihre Situation wird so realistisch und glaubwürdig beschrieben, dass der Leser sich praktisch zurücklehnen und sich ganz auf die Szenerie konzentrieren kann. Alles wirkt grausam und schrecklich, düster und tödlich. Darüber hinaus wirkt Juri wie eine Kämpferin, entschlossen dem sicheren Tod zu trotzen. Eine äußerst sympathische Erscheinung, die dem Leser nah geht und zu der es sehr leicht fällt, einen guten Bezug aufzubauen.
Darüber hinaus hat die Autorin ein paar unglaublich aufregende Ideen mit einfließen lassen, die einfach an die Seiten fesseln, denn Juri muss auf ihrem Weg zur Freiheit ein paar schwere Prüfungen ablegen. Nicht nur muss sie sich als Junge ausgeben, zusätzlich muss sie an Wettkämpfen teilnehmen, die widerlich und unmenschlich erscheinen. Doch leider kommen nur die Besten weiter, alle anderen werden die gestellten Aufgaben nicht überleben.
Da die Geschichte aus der Ich-Perspektive beschrieben wird, ist es leicht, sich in die Situation einzufinden. Alles wirkt lebendig und bildlich. Durch Juris Gedanken wird das grausame Leben in der Höhle Realität. Außerdem stellt sich bereits nach wenigen Seiten ein gewisser Suchtfaktor ein, denn die Handlung ist so dramatisch und spannend, dass es schwerfällt, das Buch auch nur für eine Sekunde aus der Hand zu legen.
Von der ersten bis zur letzten Seite: ein packendes Erlebnis.
Mein persönliches Fazit: Für mich ist „Sakura – Die Vollkommenen“ das erste Buch der Autorin, doch gewiss nicht das letzte. Schon nach wenigen Kapiteln hat mich die Erzählung ergriffen und ich habe mit Juri mitgefiebert. Sie ist ein großartiger Charakter, die mich von A bis Z überzeugt hat. Sie steht für Mut und Aufrichtigkeit und zeigt, trotz ihrer Ängste und Sorgen, dass es wichtig ist, um die kleinen und großen Dinge im Leben zu kämpfen. Von mir erhält dieses Buch eine ganz klare Leseempfehlung. Nicht nur für Jugendliche ein Erlebnis, denn diese Geschichte geht einfach unter die Haut!
Ich kenne Kim Kestner schon eine Weile. Zuerst las ich mit Begeisterung Ihre Zeitrausch Trilogie und Im Bann der Drudel - ein Buch welches mich immer noch ohne Fortsetzung zurück lässt. Durch Zufall las ich bei Facebook, dass sie für Ihren Roman Anima der im letzten Jahr erschienen ist eine Testleserin sucht. So begann eine wunderbare Freundschaft... Sakura durfte ich schon seit dem ersten Exposé begleiten. Ich habe mit Juri sämtliche alternativen Handlungsstränge durchlitten, die Löschung liebgewonnener Charaktere verschmerzt und die Entwicklung wieder anderer Charaktere begrüßt (Rebecca durfte einfach nicht im ersten Kapitel sterben!) und bis zum Schluss mit Juri zusammen für eine bessere Welt gekämpft. Die Handlung ist in einer fernen Zukunft angesiedelt in einem Gebiet das mal Japan war. Die Welt in der Juri lebt ist in verschiedenen Ebenen aufeinander aufgebaut. Juri lebt ganz unten, beim Abschaum. Die Aufgabe der untersten Ebene ist die Müllverbrennung, aber auch der Lebensplatz der Bewohner ähnelt eine einzigen großen Kloake. Hier schafft es Kim Kestner tatsächlich so fantastisch die Stimmung einzufangen dass es mir stellenweise sogar übel wurde. Und das meine ich als Kompliment. Kein Wunder, so berichtet sie während einer Lesung auf der Leipziger Buchmesse von einer Szene bei der sie Ihren Mann bei dessen Heimkehr ganz böse über Ihre Schüssel Reis hinweg angeschaut hat. Er fragte nur "Schatz, hast Du wieder über Hunger geschrieben?" Und genau diese Fähigkeit und Leidenschaft mit der sich die Autorin in Ihre Protagonisten hinein versetzt überträgt sich auch auf Ihre Leser. Juri wächst auf mit dem ständig präsenten Hunger. Aber das größte Problem der Menschen dort ist die Knochenfresser-Krankheit. Sie lässt die Bewohner jung sterben und greift immer weiter und brutaler um sich.Um dieser Krankheit Einhalt zu gebieten findet die sogenannte "Blüte" statt. Die Schönsten und Kräftigsten aus jeder Ebene erhalten die Chance ein Leben an der Oberfläche zu gewinnen. Dazu müssen sie brutale Aufgaben und Prüfungen bestehen. Juri möchte unbedingt die Sonne sehen! Sie hat bei sich schon erste Anzeichen der Knochenfresser-Krankheit bemerkt und sieht die Blüte als ihre letzte Chance. Das Dumme ist nur dass sie als Mädchen nicht den vorgegebenen Schönheits-Standards entspricht. Sie ist groß und muskulös, ihre Züge hart. Das einzig weibliche an ihr sind ihre schönen langen blonden Haare. Sie hat sie nicht aus Eitelkeit wachsen lassen, sondern um sie eines Tages gegen lebensnotwendige Vitamine eintauschen zu können. Als Mädchen abgewiesen greift sie mit Hilfe Ihrer Freundin Rebecca zu einer List. Sie schneidet sich die Haare ab und nimmt als Junge verkleidet an der Blüte teil. Ein Vorhaben deren komplizierte Tragweite Juri spätestens in der Gemeinschaftsdusche erkennt ... Was nun kommt ist ein Feuerwerk der Erzählkunst. Kim Kestner schafft es die brutalen und temporeichen Prüfungen so zu beschreiben dass man sogar das Atmen für einige Momente vergisst. Auch die Liebe kommt in dieser Geschichte nicht zu kurz - auch wenn sie eigentlich unmöglich scheint. Sakura - die Vollkommenen ist kein gewöhnliches Jugendbuch, es ist brutal, romantisch und politisch zugleich. Es geht um die Sehnsucht nach Freiheit und Gleichberechtigung, um Freundschaft, Liebe und Hass und dass es sich IMMER lohnt für seine Träume zu kämpfen! Leseempfehlung für alle jungen und junggebliebenen Erwachsenen.
Das Cover ist meiner Meinung nach ein wenig gewöhnungsbedürftig was aber ja definitiv Geschmackssache ist. Im großen und ganzen sind es einfach nicht meine Farben.
Kim Kestners fesselnder Schreibstil hat mich sofort in eine andere Welt entführt und dort gefangen gehalten. Der Plot ist sehr gut ausgearbeitet und die Autorin hat die Idee wirklich grandios umgesetzt. Sie konnte mich mit unvorhersehbaren Plottwists und ihrem detaillierten und spannenden Schreibstil überzeugen. Auch ihr Humor ist absolut genial.
~ 'Kacke, das wusste ich auch, aber... "Was ist ein Hühner?"' ~
Während des Lesens sind so einige Gefühle auf mich eingeströmt. Von Mitleid und Ekel, über Hilflosigkeit und Wut bis hin zu Trauer, Freundschaft und Liebe war alles dabei.
Und dann sind da natürlich die Charaktere. Ein paar haben mein Herz im Sturm erobert. Andere wiederum sind einfach nur verachtenswert, denn sie spielen ihre Rolle als Bösewichte hervorragend. Doch jeder einzelne von ihnen hat mich vom Talent der Autorin überzeugt.
Da wäre zum Beispiel Juri, die Hauptprotagonistin. Sie hat eine starke Persönlichkeit und beweist wieder und wieder wie mutig sie ist. Denn auch wenn sie Angst hat, lässt sie sich nicht von ihrer Angst einschränken. Sie hat ein großes Herz und eine gesunde Portion Misstrauen. Sie ist mir sehr ans Herz gewachsen, denn sie kämpft für das woran sie glaubt.
Auch Prinz Haruto ist mir stark im Gedächtnis geblieben. Er gehört allerdings nicht zu den Charakteren, die ich sofort geliebt habe. Nein. Am Anfang war ich ihm gegenüber sehr misstrauisch und hatte teilweise ein mulmiges Gefühl während des Lesens. Doch auch er hat mich langsam aber sicher für sich eingenommen und schlussendlich hat er mein Herz erobert. Mehr möchte ich euch gar nicht über ihn verraten, denn dann würde ich euch spoilern.
~ 'Man glaubt wohl immer nur das, was man gesagt bekommt, solange man es nicht mit eigenen Augen sieht.' ~
Fazit:
'Sakura - Die Vollkommenen' hat mir mal wieder bewiesen, dass man ein Buch nicht ausschließlich anhand des Covers auswählen sollte, denn man könnte dadurch wundervolle Geschichten verpassen.
Dieses Buch ist auf jeden Fall eines meiner Jahreshighlights und ich hoffe, dass ich noch ganz viele Bücher von Kim Kestner lesen darf. Sie hat mich mit diesem Buch verzaubert und daher kann ich es ganz klar als Leseempfehlung aussprechen!
An dieser Stelle ein ganz liebes Dankeschön an das wundervolle Team von Digi:tales für das Rezensionsexemplar im Austausch für meine ehrliche Meinung!
Nette Idee, mehr aber leider auch nicht. Ich habe mich auf dieses Buch sehr lange gefreut und wurde leider enttäuscht. Ich habe mich auf eine spannende Dystopie gefreut, die mit Japanbezug glänzt. Die Japanbezüge sind da, aber irgendwie einfacher, als ich dachte. Das Feeling kam für mich nicht rüber. Und letztendlich ist es für mich schade, dass diese Dystopie auch ohne die japanischen Begriffe genauso stattgefunden haben könnte. Somit wirkt dieser Japanbezug nicht nötig und vor allem auch aufgezwungen. Schade. Man hätte mehr daraus machen können.
Dazu kommt, dass das Mädchen auf dem Cover so gar nichts mit der Beschreibung von Juri gemein hat. Juri wird als kräftig, groß und muskulös, ja fast männlich und nicht wirklich schön beschrieben. Das Cover vermittelt da einen ganz falschen Eindruck. Dadurch, dass Juri sich bei den Männern einschmuggelt, hat es was von einem Mulan-Abklatsch. War aber an sich nett gemacht, finde ich.
Was mich gestört hat, war die fehlende Tiefe und irgendwie ging mir die Liebesgeschichte am Ende dann doch zu schnell. Es hat sich vorher nichts wirklich entwickelt und dann war es ZACK unausgesprochen geklärt. Da kamen bei mir gar keine Gefühle auf.
Fast zu erwarten war die in Dystopien gern verwendete Glaskuppel in der die Menschen leben... ich denke, da gibt es noch hundert andere Möglichkeiten, hat mich daher etwas gelangweilt.
Die Idee der Ebenen ist an sich nicht schlecht, allerdings ist auf den unteren Ebenen nicht wirklich viel passiert. Diese Prüfungen haben am Ende nicht wirklich Sinn ergeben und ihnen wurde für die anfänglichen ausschweifenden Erklärungen am Ende zu wenig Bedeutung beigemessen.
Alles in allem war der Schreibstil okay, aber das Buch im Ganzen war schwerfällig, man hatte das Gefühl, es passiert nichts, erst im letzten Viertel nimmt es an Fahrt auf, sodass man weiterlesen möchte.
Fazit: Irgendwie wirkt es wie eine Mischung aus gängigen Dystopien, Japan und Mulan. Aber es wirkte nicht gewollt, sondern als wenn jemand selbst gern Dystopien liest, Japan mag und dann so was ähnliches schreiben wollte. Wirklich gefesselt hat mich das Buch trotz des schönen Covers und vielversprechenden Idee nicht. Schade, ich finde hier wurde viel Potenzial verschenkt, weswegen ich nur das Prädikat "kann man mal lesen" vergeben kann. Deswegen nur drei Sterne.