Von Holnis nach Amrum und zur sturmumtosten Hallig Hooge - John Benthien ermittelt in seinem persönlichsten Fall
Schleswig-Holstein, kurz vor Weihnachten. Auf der Halbinsel Holnis wird in einem hohlen Baumstamm eine verweste Frauenleiche gefunden. Für Hauptkommissar John Benthien, den ermittelnden Beamten, ist dieser Fall besonders, denn der Baum mit der Leiche steht im Garten der Eltern seiner Exfreundin Karin. Und es kommt noch schlimmer: Ein paar Tage später wird Karin im selben Garten erschlagen, und alle Hinweise deuten ausgerechnet auf Benthien als Täter. Für den Kommissar stehen zwei Dinge fest. Erstens: Er ist unschuldig. Zweitens: Er wird den wahren Mörder finden.
Wie immer ein nettes Hörbuch. Besonders gut hat mir gefallen, dass es diesmal ein besonders persönlicher Fall für John Benthien war.
Die Leiche, mit er alles beginnt, wird nämlich im Baum seiner beinahe-Schwiegereltern entdeckt, den Eltern seiner Ex-Freundin Karin. Diese zu dem äußerst skurilen Fund zu befragen, ist jedoch eine besonders schwere Aufgabe, denn besonders Karins Mutter Iris wird von Demenz heimgesucht, die sie bisweilen nicht nur kindlich und zerbrechlich sondern auch desillusioniert und verwirt erscheinen lässt. Und als wäre dieser Fund schon nicht skuril genug, herrscht in Karins Elternhaus dicke Luft, denn die rechthaberische und urteilende Karin möchte ihre Eltern so schnell wie möglich in einem Pflegeheim wissen, schließlich sind sie alt, gebrechlich und nicht mehr fähig, sich um sich selbst zu kümmern. Obendrein kommt noch Karins Ex Gideon ins Spiel, der ganz scharf auf das Haus von Iris und Frieda ist und in seinen Bemühungen wehement nicht locker lässt, sondern scheinbar zu allen Mitteln greift, um sein Ziel zu erreichen.
Während die Beweislage Benthien zu allerlei Verdächtigungen führt, macht ihm auch noch seine andere Exfreundin, Jablonsky, große Sorgen. Die Frau ist unzurechnungsfähig und - zumindest meiner bescheidenen, unprofessionellen Meinung nach zu urteilen - alles andere als bei Sinnen. Sie sieht es als ihre Mission an, John büßen zu lassen für die öffentliche Demütigung, die sie durch ihn erfahren hat. In ihrem verworrenen Hirn zeichnet sich ihr Plan so aus, dass John sie am Ende um Vergebung bittet und seine Liebe zu ihr wiederauferblüht, damit sie endlich die Familie haben kann, die sie sich schon immer gewünscht hatte, ihr aber bislang verwehrt wurde.
Wenn das mal nicht nach einem Rezept für eine höchst fadenträchtige Polizisten-Pinnwand ist...
Hier habe ich aufgrund von Nicht-Verfügbarkeit mal einen Band übersprungen (wir nachgeholt), aber nicht das Gefühl gehabt, dass ich weniger folgen konnte. Viele verschiedene Schauplätze - man könnte fast "Kriminal-Baustellen" sagen - machen diese Geschichte erst einmal unüberschaubar, aber dann fügt sich alles zusammen und anfängliche Vermutungen erweisen sich als richtig. Zwar ist John Benthien über seine ehemalige Lebensgefährtin direkt vom Falle betroffen, trotzdem zeigen sich Entwicklungen auf der persönlichen Ebene bei den Protagonist:innen nur sehr langsam. Band fünf wartet schon im virtuellen Bücherregal... .
Zit meer vaart in dan de vorige waar het middenstuk wat inzakte en langdradig werd. Hier gebeurt gelukkig flink veel in en dat leest vlot en houdt de spanning er in.
spannender Krimi, atmosphärisch gut umgesetzt, sympathische Ermittler
*Inhalt* Ein neuer Fall für den Flensburger Kommissaren John Benthien, in dem Garten seiner Ex-Schwiegereltern wird in einem hohlen Baumstamm eine verweste Leiche gefunden. Zusätzlich bittet Karin, Johns Ex Freundin ihn um Hilfe, er möchte Celina, ihre Tochter aus einer schwierigen Situation holen. Tage später wird Karin tot im Garten aufgefunden und John gerät unter Tatverdacht. Sind die Fälle miteinander verknüpft? John taucht erstmal unter, um seine Unschuld zu beweisen…
*Meine Meinung* "Sturmläuten" von Nina Ohlandt ist bereits der vierte Fall mit dem sympathischen Kommissaren John Benthien. Auch wenn es mein erster Krimi der Autorin ist, hatte ich keine Schwierigkeiten in die Geschichte einzutauchen. Der Schreibstil von Nina Ohlandt ist flüssig und fesselnd. Die Landschaftsbeschreibungen von Flensburg, Holnis, Amrum und der Hallig Hooge sind authentisch und einfach nur schön. Gerade die Sturmflut auf Hallig Hooge hat mich total fasziniert, diese Gewalt des Meeres finde ich richtig spannend. Die Spannung ist von Anfang an präsent und wird durch die verschiedenen Handlungsstränge auf einem hohen Level gehalten. Bei diesem Krimi kann man als Leser auch miträtseln, aber man sollte sich nicht so sicher sein, denn zack, kommt eine Wendung.
John Benthien ist mir gleich sympathisch, er ist ein Mensch, der sein Herz am rechten Fleck hat und auch mal mit unkonventionellen Methoden ermittelt. Aber er hat es nicht immer leicht in seinem Leben, da ist einmal Karin, seine Ex, die immer nur Gefallen von ihm einfordert. Dann ist da noch der neue Kollege Smythe-Flüge, der John absolut nicht mag und wieder immer versucht ihm "ein Bein zu stellen". Und eine Stalkerin hat John auch noch. Aber es gibt auch Menschen, die ihn lieben, wie seine Kollegin Lilly oder auch Celina, Karins Tochter. Mein Lieblingscharakter ist aber Ben, Johns Vater. Er ist ein liebenswerter älterer Herr, der den Menschen zuhört und richtig charmant sein kann. Sein schauspielerisches Talent konnte er in einer Situation gut zur Schau stellen und hat mich damit zum Lachen gebracht. Kein Wunder, dass Silke Jablonsky sich ihn als Vater wünscht.
Außerdem kommt ein Psychopath zu Worte, diese Passagen sind kursiv geschrieben und man weiß als Leser nicht, um wen es sich hier handelt. Seine Gewaltphantasien, die er seinem Therapeuten erzählt, sind erschreckend und man weiß nicht, ob es nur Fantasien sind oder reale Wirklichkeit. Da lässt die Autorin den Leser im Unklaren, echt genial gemacht.
Besonders berührt haben mich auch die Passagen mit Iris. Meine Oma hatte auch Demenz und mir hat gefallen, wie Nina Ohlandt dieses Thema behutsam in die Geschichte eingebaut hat. Sie hat gezeigt, dass man trotz Demenz noch klare Momente hat und dass es für Außenstehend oft schwierig ist, zu erkennen, ob diejenigen die Wahrheit erzählen oder sich Geschichten ausdenken.
*Fazit* Diesen spannenden und fesselnden Krimi kann ich nur jedem empfehlen. Lokalkolorit wird hier auch großgeschrieben und man lernt ein paar schöne Ecken in Schleswig-Holstein kennen. Von mir gibt es eine klare Leseempfehlung und 5 Sterne. Diese Krimi-Reihe werde ich im Auge behalten. :-)
I have very mixed feeling about this one. It's quite readable, but I didn't like the way the author just kind of randomly killed off people who were hard to explain away without adding too much to the story. From the outset, there is what seems like a crime, and which sets the whole story in motion, but that story just kind of peters out. The characters seemed a bit stiff too. Since I haven't read the earlier entries in this series, perhaps that is just what I am missing. The story just kind of bounced around hinting at a variety of guilty parties, but without a clear indication of who did what. But suddenly, in about the last 30 pages, we get a whole lot of chatting explaining the situation to us. I can't say this was a bad book; perhaps it just wasn't really my style. Anyway, it is unlikely I'll look for other novels in this series.