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Bargeld statt Buchgewinn: Mit Hochdividendenwerten zum passiven Monatseinkommen (Edition Lichtschlag)

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Der Aktienmarkt bietet ein viel breiteres Spektrum an, als den meisten Anlegern bewusst ist. Vor allem Anlagemöglichkeiten im englischsprachigen Raum werden oft außer Acht gelassen, doch gibt es gerade hier hervorragende Möglichkeiten, das passive Einkommen durch Dividenden zu erhöhen. Luis Pazos beschreibt untypische Anlagebeispiele wie Income Trusts, Master Limited Partnerships, Convertible Bonds und Real Estate Investment Trusts. Praxisorientierte Ratschläge zu Depotauswahl, Recherchequellen, Titelauswahl sowie Portfoliostrukturierung und wichtige steuerrechtliche Aspekte ergänzen den kompakten Einstieg.

304 pages, Kindle Edition

Published March 20, 2017

59 people want to read

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Luis Pazos

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Displaying 1 - 2 of 2 reviews
1 review
November 2, 2019
Das Buch gibt einen beschaulichen Überblick der Investition in dividendenstarke Nischen-Anlageprodukte (BDC's, MLP's, Income Trusts, REIT's etc.) sowie deren Aufbau, Historie, Regulation und ein kurzes Fazit mit einigen Beispielen. Das Buch endet mit einem Kapitel über die praktische Umsetzung (5-Punkte-Check, Recherche, Investitionssumme, Timing, Diversifikation) ohne jedoch genauer darauf einzugehen, woran man sich orientieren soll außer an der Dividende. Die Inhalte sind in einem leider unübersichtlichen Fließtext ohne Bilder oder Tabellen dargestellt, Themensprünge keine Seltenheit und stets wird die eigene Position mit subjektiven und sehr fragwürdigen Beispielen und Zahlen ohne Quellenangaben untermauert. Werden Zahlen genannt, sind diese nicht nachvollziehbar, nicht überprüfbar, cherry-picked oder einfach falsch. Das hinterlässt leider einen sehr negativen Beigeschmack und stellt die Integrität und das Vertrauen in den Autor in Frage. Hinkende Vergleiche und abgedroschene Plattitüden wie "Nur Bares ist Wahres" runden alles ab.

Wer sich einen Überblick über dividendenstarke Nischenanlageprodukte schaffen möchte, kann das Buch gerne lesen. Wer nützliche und verlässliche Informationen für die Kapitalanlage sucht, sollte das Buch liegen lassen.

Beispiele:
"An dieser Stelle sei exemplarisch zum einen auf die (empirisch widerlegte) Annahme verwiesen, die Auszahlung von Dividenden könne nur auf Kosten des Unternehmenswachstums erfolgen" S.11

Das wohl wichtigste Contra-Argument zur Dividendenanlage wird als "empirisch widerlegt" abgestempelt ohne genauer darauf ein zu gehen, Zahlen oder Fakten zu nennen.

"Handelsabschluss als auch die relative Performance pro Zeiteinheit ist immer ein Nullsummenspiel und setzt den aktiven Kursgewinn-Investor unausweichlich einem Verlustrisiko von mindestens 50 Prozent aus." S. 15

Die Anlage in Aktien als mathematisches Nullsummenspiel mit einem Verlustrisiko von mindestens 50% zu beschreiben ist schlichtweg falsch. Ansonsten wären Aktien keine Kapitalanlage.

"Zwischen 2001 und 2011 erzielte der Alerian MLP-Index – er umfasst als Benchmark dieser Wertpapierklasse die 50 größten MLPs – eine Performance von circa 15 Prozent pro Jahr, deutlich mehr als der S&P 500 Total Return, der es im gleichen Zeitraum lediglich auf 3 Prozent pro Jahr brachte." S. 64

Cherry-Picking. Hier wurde ausgerechnet der Zeitraum beider Finanzkrisen (2001, 2008) ausgewählt. Zufällig der Zeitraum, in welchem der Alerian MLP historisch den größten Zuwachs hatte und der S&P 500 den schlechtesten. Das in allen anderen Perioden, z.B. direkt im Anschluss von 2011 bis 2019 der S&P 500 zunächst genauso gut und dann deutlich besser abschneidet wird nicht erwähnt. Und natürlich ist klar das Dividendenwerte in Immobilien, Rohstoffe und Energie ausgerechnet in Wirtschaftskrisen besonders lukrativ sind. In der selben Periode von 2001 bis 2011 ist auch der Goldpreis um 680% gestiegen. Soll ich das zum Anreiz nehmen alles in Rohstoffe zu investieren? Nein. Solche Zahlen und Darstellungen verleiten nur Laien dazu, falsche Entscheidungen zu treffen.

"[…] S&P 500 einen Kurszuwachs von 16,2 Prozent pro Jahr. Frustrierend wird es allerdings für timingfreudige Anleger: Ohne die besten 40 Tage, also jene 40 Tage mit dem höchsten Kurszuwachs, sinkt die Rendite drastisch auf nur noch 3,6 Prozent pro Jahr. […] In einem solchen Kontext wird Timing selbstredend zum Renditegrab.

Man kann keine Tage aus einer Analyse entfernen und das als Argument verkaufen. Die Chance die besten 40 Tage zu verpassen ist genauso hoch wie die, die 40 schlechtesten Tage zu verpassen. Und in der "praktischen Umsetzung" führt der Autor das richtige Timing wieder als Pro-Argument für Dividendenwerte an:

"Das heißt, wiederanlegende Investoren profitierten durch den Baisse-Effekt, die Kombination aus fallenden Kursen und unterproportional stark sinkenden […] Anleger, die mutig genug waren, um den zyklischen Tiefpunkt herum in BDCs zu investieren, […]"

Hier wird Timing auf einmal wieder wichtig für die Investition in Dividendenwerte.

"[…] 2016 der Geschäftsführer und Mitinhaber der Vermögensverwaltung Grüner Fisher Investments, Thomas Grüner, hinweist: »Die vermeintlich ›fetten Jahre‹ der jüngsten Vergangenheit müssen relativiert werden: EuroStoxx 50 und der DAX-Kurs-Index befinden sich heute auf dem Niveau von 1998."

DAX Jan 1998: 4.300 EUR
DAX Jan 2016: 9.800 EUR

Das Argument wurde entweder nicht überprüft, falsch dargestellt oder absichtlich falsch ins Buch integriert.

"Anfang Mai 2016, schüttete der Chemiekonzern eine Dividende von 2,90 Euro bei einem Kurs von über 70 Euro aus. Bezogen auf den Tageskurs entsprach dies einer im Vergleich zu 1996 kaum veränderten Rendite von 4,1 Prozent, bezogen auf den Jahresschlusskurs von 1996 jedoch einer Rendite von über 35 Prozent." S.43

Dividenden der Gegenwart auf einen Wert in der Vergangenheit zu beziehen macht aus mathematischer und logischer Sicht überhaupt keinen Sinn.

"Auf Ausschüttungen basierende Anlagestrategien machen eine breite Diversifikation unzweifelhaft zweckmäßig. Während bei aktiven Kursgewinnstrategien die (meist vergebliche) Fokussierung auf wenige Titel zwingend notwendig ist, […]" S39

Eine Fokussierung auf wenige Titel ist nie notwendig oder sinnvoll. Eine Portfoliodiversifikation ist immer zweckmäßig. Diese kostet laut Autor 90.000 EUR, da aufgrund der Aufwand und Kosten nur Einzelinvestitionen von über 3.000 EUR Sinn machen.

"[…]der monetäre Nutzen ist und bleibt für Kursgewinn-Investoren per definitionem negativ." S.207

Keine Erklärung, keine Zahlen, zumal das Argument auch falsch ist, dass Kursgewinn-Investoren keinen monetären Nutzen erhalten.

"Dividenden zu ignorieren heißt also, auf die Hälfte des möglichen Gewinns zu verzichten." S.38

Die Darstellung ist schlichtweg falsch. Siehe Definition Dividendenabschlag.

"Kaum ein Bestandsimmobilien-Investor würde ein Objekt ohne die Aussicht auf laufende Mieterlöse, allein auf einen irgendwann in der Zukunft eventuell realisierbaren Wiederverkaufsgewinn hin erwerben." S34

Solche plakativen, hinkende Vergleiche ziehen sich durchs Buch. Dividenden werden hier fälschlicherweise mit Mieterlösen verglichen. Richtiger wäre der Vergleich von Mieterlösen mit Gewinnen - wenn überhaupt. Als Investor gehört mir ein Teil des Gewinns, unabhängig davon ob mir das Geld ausgeschüttet oder erneut in bsp. neue Immobilien angelegt wird.
34 reviews
March 22, 2020
Das Buch gibt einen grundlegenden aber nicht sehr tiefgreifenden Überblick über verschiedene Finanzinstrumente und schließt mit einigen praktischen Tipps zur Umsetzung. Besonderer Tiefgang ist dabei nicht zu beobachten. Störend fällt auch die Sprache des Autoren auf. Gerade in den einleitenden Kapiteln werden vielfach unnötig komplizierte Ausführungen verwendet. Hier würde das Buch profitieren, wenn der Autor etwas mehr Zeit in die Recherche des Inhalts und weniger in kunstvolle Formulierungen gesteckt hätte.
Ansonsten mangelt es dem Buch oft an Zahlenwerk. Der Autor belässt es oft bei Meinungsäußerungen und passend gewählten Zitaten. Die Auswahl der Referenzen wirkt willkürlich und dient vor allem der Unterstützung der Meinung des Autors.
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