Eine großartige Partynacht mit Physik Dieses Buch soll eine Lanze für das wohl unbeliebteste Schulfach brechen. Richtig betrachtet, ist Physik nämlich gar nicht kompliziert, abstrakt und unverständlich – das ist Mathe! Physik ist unterhaltsam und beantwortet die brennenden Fragen der Warum schäumen Bierflaschen über? Was hat ein Moshpit mit Thermodynamik zu tun? Warum verbrennt man sich an den Tomaten auf der Pizza immer die Zunge? Schlägt sich der Hot-Chocolate-Effect auf die Hüften nieder? Science-Slam-Meister Reinhard Remfort erzählt Geschichten aus dem Nachtleben eines Physikers und nimmt seine Leser mit durch einen chaotischen Silvester-Dosenbier-Punkrockabend aus der Sicht der Physik.
Nette Unterhaltung für zwischendurch. Schöne Erinnerungen an den Physik-Leistungskurs kamen während dem lesen auf. Die Geschichte zwischen der Wissenschaftskommunikation waren teilweise deutlich schöner geschrieben als die physikalische Erklärungen. Das letzte Kapitel wirkte sehr erzwungen und hätte man weg lassen können. Aber für einen nicht-Literaten super geschrieben und ein schöner Zeitvertreib für einen kalten Wintersonntag. Ausserdem mag ich den Humor von Reinhold ;)
"Nur" drei Punkte - die hängen wohl auch damit zusammen, dass ich bei diesem Titel wohl etwas anderes erwartet habe. Zugegeben, Science Slam ist nicht mein Fachgebiet, ich stellte es mir aber ähnlich vor wie eben Poetry Slam: lustig, kurzweilig. Das ist das Buch von Reinhard Remfort auch, keine Frage. Allerdings überstiegen die physikalischen Erläuterungen (auch wenn definitiv möglichst einfach gehalten wurden, damit auch Nicht-Physiker sie verstehen können) mein Verständnis, sodass ich recht ahnungslos die Seiten las, die der Physik galten. Schön waren die Zeichnungen, geholfen haben sie leider in meinem Fall nicht. Lustig und kurzweilig und mit einem sehr sympathischen Humor war das Gerüst des Buches geschrieben: Eine Silvesterparty - diesen Teil habe ich sehr gern gelesen. Dazu kam allerdings, dass die Kapitel und Erläuterungen zum Ende hin etwas gequetscht wirkten, um irgendwie auf ein schönes Ende zu kommen, das war schade.
Ein tolles und kurzweiliges Buch. Muß man nicht lesen. ;-) Genau wie den Podcast. Nee ehrlich, lest es und schaltet mal bei "Methodisch inkorrekt!" ein. Und "Alliteration am Arsch".
Science Sachbuch mal anders, nicht nur für Hörer des Minkorrekt-Podcasts
Methodisch korrektes Biertrinken ist kein typisches populärwissenschaftliches Sachbuch, denn es umfasst neben dem erklärenden Part auch einen ebenso großen Anteil unterhaltsamer Story. Autor ist der Science Slammer und Physiker Reinhard Remfort, der gemeinsam mit Kollege Nicolas Wöhrl vor einigen Jahren den „Methodisch inkorrekt“-Podcast ins Leben rief. Der Podcast ist kostenlos und eignet sich hervorragend, um einen Ersteindruck von Autor und Buch zu bekommen.
Was passiert? Szenario dieses Sachbuchs ist ein typischer Silvesterabend in einer Männer-WG. Gemeinsam mit Freunden lädt Reinhard Remfort zur großen Party in seine Wohnung: Bald erscheinen die ersten schrägen Typen samt Alkoholvorrat, Musikequipment und Knallern. Ein feuchtfröhlicher Abend mit WG-internem FIFA-Turnier, diversen Trinkspielen und Wetten sowie dem Böllerkrieg gegen die Schnösel-WG von der anderen Straßenseite beginnt. Durch das Sachbuch führt eine Story voller chaotischer doch liebenswerter Figuren, die ich hier nicht erwartet hätte.
Worum geht´s? Wie aus dem Podcast gewohnt, erklärt Reinhard Remfort die Ereignisse des Abends leicht verständlich für Nicht-Wissenschaftler. Den Text begleiten methodisch inkorrekte Skizzen, die tatsächlich Kneipenflair erzeugen. Er berichtet von den Trinkspielen des Abends und wie man die eigenen Chancen zu gewinnen mit wenigen Tricks grundlegend erhöht. Weitere Themen des Abends sind: Wie kühlt man warmes Bier schnell ab? Wie klopft man richtig auf die geschüttelte Bierdose, um ein Fiasko zu vermeiden? Wie mogelt man sich elegant als Möchtegern-Weinkenner durch den Abend? Und wie spielt man mit Kakao eine Tonleiter? Schade nur, dass der Physiker dabei manchmal in die passive Rolle des (teils langatmig erzählenden) Beobachters verfällt.
Fazit: Eine lehrreiche Punkrock-Silvesterparty to go! Wie auch im Podcast ist Reinhard Remfort jedes Mittel recht, für „seine“ Wissenschaft zu begeistern. Und das gelingt auch im Buch: Das Szenario der Silvesterparty haucht den öden Schulfächern Physik und Chemie neues Leben ein. Methodisch korrektes Biertrinken vereint Story, Wissen und eine Prise nerdigen Humors auf knackigen 200 Seiten mit Partyflair. Ganz nebenbei lernt man auch praktische Kniffe, die im Alltag nützen können.
Methodisch korrektes Biertrinken wird Fans des Podcasts begeistern, doch es eignet sich auch für Neulinge, die sich Grundlagen zum Thema Alltagsphysik auf lässige und alternative Weise anlesen wollen. Weniger geeignet ist das Buch für Leser, die regelmäßig populärwissenschaftliche Sachbücher lesen oder einiges Vorwissen haben. Mit Sicherheit gibt es umfangreichere Bücher mit gleichem Thema und fachlicher Präzision. - Aber eine so verrückte und lehrreiche Punkrock-Physik-Silvesterparty gibt es nur ein einziges Mal.
Vielen Dank an Ullstein für dieses Rezi-Exemplar! Ausführliche Rezi auf meinem Blog.
Anfangs sehr geniales Buch, sowohl Rahmenhandlung als auch wissenschaftliche Phänomenerklärung. Gegen Ende hat das Buch jedoch etwas geschwächelt. Sehr spaßig sind auch die vielen kleinen Easter-eggs als Homage an die Nerdkultur.
Reinhard Remfort ist mir aus Podcasts, wie Alliteration Am Arsch, oder Methodisch Inkorrekt ein Name. Das Buch wurde in besagten Podcasts mehrfach erwähnt, also dachte ich mir warum gebe ich dem Ganzen nicht eine Chance. Das Buch ist lustig und unterhaltend geschrieben. Es erinnert von der Erzählweise des Ganzen an Science Slams (nicht negativ gemeint). Ich denke, dass auch nicht Physiker (bzw. Leute ohne Physik-Background, oder nur mit Schulphysik-Erfahrung) die Zusammenhänge gut verstehen können. Die eingefügten Zeichnungen helfen hier. Zusammengefasst ist das Buch ein netter Zeitvertreib und eine Empfehlung an alle, denen Physik vielleicht nur als das verhasste Fach aus der Schule in Erinnerung geblieben ist und wissenschaftlich/physikalisch Interessierte.
Nette Lektüre mit unterhaltsamer Geschichte und mäßig aufbereiteter, aber ebenfalls unterhaltsamer Physik. Abzüge für das gerade gegen Ende nicht mehr so gute Verhältnis aus Physik und Story und für den wenig hilfreichen Einsatz von Formeln bzw. die nicht immer ohne Vorwissen gut verständlichen Erklärungen. Punkte für die gute Auswahl der Experimente, die guten Charaktere und dafür, dass sich die meisten Erklärungen tatsächlich recht ungezwungen in die Geschichte einfügen.
Ein unglaublich interessantes Buch. Physik mal ganz unterhaltsam verpackt und man lernt nebenbei noch etwas. Da hat der liebe Reini etwas Gutes gezaubert.