Die Moorsoldaten - viele Menschen kennen das antifaschistische Lied. Der Tatsachenbericht "Die Moorsoldaten" von Wolfgang Langhoff schildert, wie es entstand. Bereits 1935 schrieb der bekannte Schauspieler und Regisseur Wolfgang Langhoff seinen packenden autobiografischen Bericht "Die Moorsoldaten" über 13 Monate Konzentrationslager und antifaschistischen Widerstand im KZ Börgermoor im Emsland. "Die Moorsoldaten" – das ist ein Klassiker der antifaschistischen Weltliteratur. Für Jugendliche (ab 12 Jahren) ist es ein lebendiger Anschauungsunterricht zu diesem Abschnitt der deutschen Geschichte. Menschenwürde, demokratische Gesinnung und aktiver Widerstand gegen Unrecht und Unterdrückung – all das wird in diesem Buch lebendig! Das Buch "Die Moorsoldaten" trug maßgeblich dazu bei, die Wahrheit über die Gräuel in den faschistischen Konzentrationslagern zu verbreiten. Vor allem zeigt die Moorsoldaten die beispielhafte Solidarität der vorwiegend politischen Gefangenen, die selbst unter unmenschlichen Bedingungen ihren antifaschistischen, aktiven Widerstand fortführten. Bleibender Ausdruck davon ist das Lied "Die Moorsoldaten", dessen Geschichte Langhoff erzählt und das auf der ganzen Welt Verbreitung fand. Das Buch wurde in viele Sprachen übersetzt und ist zu einem der meistgelesenen Zeugnisse des Widerstands geworden.
Wolfgang Langhoff (6.10.1901 - 25.8.1966) war ein deutscher Schauspieler und Regisseur. Im Februar 1933 wurde er aufgrund seines politischen Engagements und seiner offenen Worte von der Gestapo verhaftet. Zuerst war er im Polizeigefängnis inhaftiert, später wurde er ins Düsseldorfer Zuchthaus Ulmer Höh verlegt, im Juli dann ins KZ Börgermoor im Emsland verbracht. Das bekannte Lied ist in dieser Zeit entstanden.
Als die Gestapo Langhoff holt, sagt sein Vater zu ihm "Junge, nimm dir einen warmen Pulli mit". Das zeigt, wie wenig die Menschen auf das vorbereitet waren, was sie erwartete. Nicht nur für sie persönlich, sondern auch für Deutschland. Und anfangs dachte Langhoff auch, dass es für ihn schnell vorbei wäre. Schließlich war er Schauspieler und kein Kommunist, wie die Anklage sagte. Aber diese Hoffnung wurde schnell zerschlagen.
Langhoff erzählt in seinem Buch, wie sich die Kameraden auch in der Haft organisierten und ein Mindestmaß an Zivilisation auch unter den schlimmsten Bedingungen aufrecht hielten. Aber er erzählt auch, wie Kameraden immer wieder abgeholt wurden, von Folter, Besuchen von der Familie, die so schlimm waren dass man lieber keinen Besuch mehr bekommen sollte und immer wieder Hoffnung, trotz der schlimmen Umstände.
Gerade sein sachliche Stil hat die Erzählung für mich so schlimm gemacht. Wolfgang Langhoff hat Situationen und Personen beschrieben, ohne zu verurteilen. Er zeigt Gründe auf, warum sich die Menschen für den Dienst entschieden haben und erzählt auch von Freundlichkeiten ihm und seinen Kameraden gegenüber.
Seine Beschreibung war sehr detailliert, bis zu dem Zeitpunkt, als er aus dem Lager im Moor ins KZ verlegt wurde. Da ging es ihm besser, aber ich habe den Eindruck bekommen, dass er sich den zurückgebliebenen Kameraden schuldig fühlte und nicht als Mitläufer dastehen wollte.
Ich kannte das Lied schon lange, jetzt kenne ich seine Geschichte. Das hat das Buch für mich zu etwas Besonderem gemacht, aber auch ohne diese Verbindung kann ich Die Moorsoldaten empfehlen.
This book is well worth the read if you can get your hands on it. I did not read this edition. I read the 1935 English translation, "Rubber Truncheon: Being An Account Of Thirteen Months Spent In A Concentration Camp," but that edition is not an option at Goodreads.
“A criminal prisoner is sentenced to a certain number of months. He is brought into prison and can tell when he will be out again. He marks on the wall the weeks and days he has to wait. Every night he crosses out one mark until one day he is through.
“A prisoner under protective arrest knows nothing. He is locked up. Nobody tells him why. On the day of his arrest he stands outside the law, exposed to every kind of arbitrary treatment” (p. 46, Wolfgang Langhoff).
This is the autobiographical account of playwright Wolfgang Langhoff's imprisonment in the labour camp of Borgermoor ('33-'34). It's more evocative, nuanced, horrifying and touching than any history class will ever be.