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A Fairy Tale: Die Suche nach dem blauen Herz

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Aus ist es mit seinem ruhigen Leben im Quartier Latin in Paris! Als Scott McKenzie seiner Erzfeindin aus Jugendtagen über den Weg läuft, weiß er sofort, dass es das Schicksal nicht gut mit ihm meint. Dabei hat sich der Halbelf aus einst hohem Hause in den letzten hundert Jahren mit einem gut gehenden Antiquariat eine ausgezeichnete Reputation aufgebaut. Aber nun zieht ihn die eigenwillige Gwendolyn von Cleve in ein Abenteuer in die Pariser Unterwelt hinein, das ihn völlig überfordert. Auf der Suche nach dem blauen Herzen muss er sich mit der Vergangenheit der beiden verfeindeten Familien auseinandersetzen und sich gegen einen unbekannten Feind behaupten. Dabei wird ihm bewusst, dass sich sein Leben für immer verändern wird – und das Fräulein von Cleve ist schuld daran.

406 pages, Kindle Edition

Published November 14, 2018

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Anja Stephan

11 books39 followers

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Displaying 1 - 9 of 9 reviews
Profile Image for Tilly Jones.
175 reviews6 followers
May 17, 2018
Inhalt/Meinung
Eine Geschichte über Elfen der ganz anderen Art, in einer Welt, der unseren zwar ähnelt, aber doch unterschiedlich ist.
Ich möchte hier auch anmerken, dass mir das Cover unglaublich gut gefällt! Es ist so zauberhaft und spiegelt den Inhalt perfekt wieder. Ich liebe dieses Cover einfach!

Die Geschichte startet mit Scott McKenzie, der auf dem Weg zur Oper ist. Als Leser landet man gleich im Geschehen und ich muss zugeben, dass mir der Einstieg etwas schwer viel, weil ich nicht genau wusste, an wen ich mich halten muss und was jetzt eigentlich los ist. Es dauerte ein paar Seiten, bis ich ganz in der Geschichte drin war und nicht immer durch mein eigenes Grübeln rausgerissen wurde. Ab diesem Moment wurde es viel viel besser und ich konnte das Buch kaum aus der Hand legen.

Scott McKenzie ist ein Halbelf und das bekam er in jungen Jahren leider auch immer wieder von den Hochelfen zu spüren. Sie schikanierten ihn und behandelten ihn von oben herab. In Zeiten des Kriegs musste er sich verstecken. Aber Scott hatte ein gutes Leben, hat hart gearbeitet und besitzt nun ein gutlaufendes Antiquariat und kann eine ausgezeichnete Reputation vorweisen. Mit der Zeit hat er so seine Schrullen entwickelt, aber ich fand diese alle ganz reizend. Sie haben aus ihm eine Figur mit Ecken und Kanten gemacht, denn seine schrullige Art war immer zu erklären und auf sein Leben zurückzuführen. Er hat bestimmte (Un)Arten nicht einfach entwickelt, weil er Lust hatte, sondern sein Leben hat ihm zu dem gemacht, der er ist, als der Leser ihn kennenlernt. Er ist freundlich, sehr intelligent, ordentlich und beugt sich den Elfengesetzen, wenn es notwendig ist. Das wirkt natürlich alles sehr normal und anständig, aber Scott McKenzie hat Geheimnisse, die nicht jeder wissen soll. Aber manchmal kommt eine Person daher, vor der man die eigenen Geheimnisse einfach nicht verstecken kann und dann entscheidet sich, ob man an ihnen zugrunde geht, oder gemeinsam wächst.

Gwendolyn von Cleve gehört zu den Hochelfen, die Scott immer wieder gezeigt haben, wo in ihren Augen sein Platz ist. Dabei verbindet die beiden viel mehr, als sie je bereit sind, zuzugeben. Gwendolyn ist eine wirklich arrogante Person und sieht in Scott nur ein Mittel zum Zweck. Jedenfalls dachte ich das, bis ich sie näher kennenlernte. Nicht immer ist der erste Eindruck der beste, aber nicht immer sollte man dem ersten Eindruck glauben schenken. Es gibt Personen, bei denen sollte man einen zweiten Blick wagen, denn wer weiß was man entdecken könnte? Scott will keinen zweiten Blick wagen, wird dazu aber gezwungen. Er muss mit Gwendolyn zusammenarbeiten und so sehr Gwendolyn sich auch dagegen wert, erkennt sie doch nach und nach, dass auch in Scott viel mehr steckt, als sie auf den ersten Blick dachte.
Wo sie unordentlich ist, ist er ordentlich. Wo sie sich etwas traut, ist er zurückhaltend. Diese beiden sind so unterschiedlich wie Tag und Nacht.

Am Anfang streiten die beiden viel und werfen sich Dinge aus der Vergangenheit vor. Als sie jedoch gezwungen werden, zusammenzuarbeiten, ändert sich ihre Dynamik und auch wenn sie noch immer nicht genau wissen, was sie vom jeweils anderen halten sollen, fand ich die Szenen, in denen beide zusammenarbeiten, am Besten. Witz, Ironie und eine Figurendynamik, die mich sofort gefangen nahm. Scott und Gwendolyn sind wie füreinander geschaffen, sie ergänzen sich, sie reizen sich, sie passen einfach zusammen. Jeder denkt von dem anderen hin und wieder doch noch etwas schlecht und manchmal konnte ich das, was sie denken und das was sie letztendlich machen, nicht in Verbindung bringen, weil sie sich ganz plötzlich anders verhielten, aber je länger die beiden zusammenarbeiten mussten, desto weniger wurden diese kleinen „Aussetzer“ und desto mehr war ich einfach in der Geschichte drin.

Die Liebe ist etwas, das man nicht einfach geschenkt bekommt. Sie ist nichts, das man mit einem Urteil und einer Auflage von einem Gericht erschaffen kann. Sie ist etwas, das wachsen muss. Die Liebe will entdeckt werden, denn man kann nie wissen, wo sie sich gerade versteckt. Nicht immer findet man die Liebe in einem Herzen, denn Liebe ist vielseitig. Manchmal sind es Taten, die von Liebe sprechen. Oder Worte, die aus Liebe gesagt werden, auch wenn sie wehtun. Und manchmal ist es eine gemeinsame Reise, ein langer Weg, an dessen Ende vielleicht die Liebe auf einer Bank sitzt und darauf wartet, mitgenommen zu werden.

Gerne hätte ich noch mehr Zeit mit Scott, Gwendolyn und all den anderen reizenden Figuren verbracht, die die Autoren erschaffen hat. Sie alle waren auf ihre eigene Art toll und einzigartig und hätten hin und wieder mehr Raum verdient. Aber sie standen nicht im Vordergrund, ergänzten die Geschichte von Scott und Gwendolyn jedoch perfekt.
Die Welt hätte mehr entdeckt werden können, denn wenn sie unserer gleicht, war sie doch anders. Es wirkte alles so normal, dass ich immer kurz einen Moment brauchte, wenn ich im Hier und Jetzt wieder ankam. Elfen gibt es nicht. Oder doch? ^^

Das Ende war für alle Beteiligten passend, auch wenn ich mir hier und da etwas mehr Einsatz gewünscht hätte. Es fällt mir schwer, genaueres zu sagen, denn ich will das Ende nicht spoilern. Es war schön, aber mir fehlte die Kirsche auf dem Eisbecher mit Sahne.

Fazit
„A Fairy Tale“ ist ein Roman mit knapp 700 Seiten, die ich weg las als wären es nur 350. Einmal in der Geschichte drin, war weglegen kaum mehr möglich. Schreibweise und Weltenbau waren richtig gut und zogen mich unentwegt weiter in die Welt von Scott und Gwendolyn.
Auch wenn mir der Einstieg zuerst schwerfiel und mir am Ende die Kirsche fehlte, hat es richtig viel Spaß gemacht, die beiden so unterschiedlichen Protagonisten auf ihrem Weg zu begleiten. Es geht um mehr, als nur um das Zusammenfinden von unterschiedlichen Personen, denn bevor man die Liebe bei jemand anderen findet, muss man sich selbst erstmal lieben können, so wie man ist.
Profile Image for Daniela Walch.
37 reviews4 followers
June 26, 2017
Zusammenfassung

Halbelf Scott McKenzie und das Fräulein Gwendolyn von Cleve, ein Hochelf, kennen sich seit ihrer Schulzeit in den 1890ern. Aufgrund eines alten Friedenvertrages zwischen ihren verfeindeten Familien erklären sie sich bereit, einander zu heiraten. Das Fräulein von Cleve zieht bei ihrem Verlobten ein und sie versuchen, etwas steif, sich an die Gegenwart des anderen zu gewöhnen.

Scott McKenzie beichtet dem Fräulein irgendwann, was das Problem an einer Hochzeit sein könnte: In den 1930ern, als er als Halbelf um sein Leben bangen musste, hat er sein Herz extrahiert, und es irgendwann verloren. Er ist noch fähig, Freundschaften aufzubauen, aber Liebe kann er nicht mehr empfinden.

Damit des Fräuleins siebte Hochzeit nicht genauso ein Debakel wird die letzten sechs, gehen McKenzie und das Fräulein auf die Suche nach dem blauen Herz. Dabei hilft ihnen ein geheimnisvolles Bild, das das Fräulein von ihrem Ex-Ehemann Ephraim zur Restauration bekommen hat.

Es geht um Liebe, Freundschaft und darum, das Glück zu finden.





Persönlicher Eindruck

Eine unglaublich großartige Geschichte, voller Charme und Stimmung.
Der Schreibstil, die Protagonisten, die ganze Welt, die die Autorin entworfen hat, sie haben mich mitgerissen und begeistert.


Handlung

Zunächst dauerte etwas, bis ich mich eingenordet hatte und wusste, was der Hauptplot der Geschichte ist: die Suche nach dem blauen Herz. Das war allerdings umständehalber, Kindle hat den Namen nur bis zu "Fairy Tale" angezeigt und zeigt bei mir standardmäßig das Titelbild nicht an.

Die Abenteuer, die der etwas biedere Antiquar McKenzie, seine flippige Verlobte, sein Lehrling Charles und dessen heimliche Freundin Bernadette auf der Suche nach dem blauen Herz bestehen müssen, sind sehr abwechslungsreich und spielen übrigens alle in Paris.

Das geheimnisvolle Bild, das ihnen bei der Suche hilft, hat mir auch sehr gefallen. Scott ist Antiquar, hat also mit alten Büchern zu tun, und Gwendolyn mit Kunst und Gemälden; das gab dem Buch eine künstlerische Umrandung, die viel zur Stimmung des Buchs beitrug.

Eine große Herausforderung stellt auch das Zusammenleben von Scott und Gwendolyn dar, wie er versucht, sich an ihre Unordentlichkeit zu gewöhnen und wie sie sich im Gegenzug erfreut sehr schnell an seine Kochkünste gewöhnt.

Die Handlung war nicht vorherrsehbar, vor allem von der großen Wendung am Ende war ich total überrascht und hätte es so nie erwartet.

Das Buch ist in sich abgeschlossen, auf der anderen Seite sind noch genügend offene Fragen und Nebenstränge übriggeblieben, die auf einen zweiten Band hoffen lassen.


Weltenschöpfung

Fantasy macht mir immer auch deshalb großen Spaß, weil ich gerne "fremdartige Welten" erkunde. Diesmal hat es mir besonderen Spaß gemacht, die Autorin versteht es meisterhaft, das phantastische in der Welt fast beiläufig einfließen zu lassen und etwas sehr eigenes zu kreieren. Damit konnte sie mich fesseln.

Die Fähigkeiten der Hochelfen und Halbelfen, die lange Lebenserwartung, die Standesunterschiede zwischen beiden, Elementarzauber und Magie; das hat mir immer ein großes Aha entlockt und es hat einfach sehr sehr viel Spaß gemacht, es nach und nach zu entdecken.



Charaktere

Für Scott McKenzie konnte ich mich stark erwärmen. Er ist ein etwas biederer Antiquar und verfügt über sehr höfliche Umgangsformen. Er ist außerdem integer, freundlich, mutig, gelehrt. Im Umgang mit dem Fräulein von Cleve ist er immer höflich und respektvoll, so ganz anders als ihre vorherigen sechs Ehemänner.

Gwendolyn von Cleve hat bisher auch nach 6 Ehen noch nicht ihr Glück gefunden. Sie hat zwei gute Freunde: die Muse Polly, eine Malerin, und Leonardo da Vinci, zur Zeit Honorarprofessor. Sie ist unordentlich, farbenfroh, detailverliebt und lebhaft.

Zwischen Scott und Gwen entsteht eine tiefe Freundschaft. Und Freundschaft und Respekt als Basis einer Ehe, das ist eine gute Ausgangslage. Wir erleben aufkommende Liebe ohne Drama und Romantik, das ist sehr erfrischend.

Die Szenen zwischen den beiden sind sehr lebendig beschrieben, was auch daran liegt, dass sie sehr unterschiedliche Charaktere sind, wie Feuer und Wasser. Gwen versucht sich z.B. mit Scott zu streiten, aber er lässt sich gar nicht provozieren und nimmt ihr den Wind aus den Segeln. Im Gegenzug animiert sie ihn dazu, seine Wohlfühlzone zu verlassen.


Sprachstil

Das Buch ist gut zu lesen, die Geschichte fließt und der Schreibstil paßt zur Geschichte. Es wird abwechselnd aus der Perspektive von Scott und Gwen erzählt. Der erste Wechsel hat mich überrascht, er war ohne Kennzeichnung von Scott auf Gwen übergewechselt. Danach hatte ich mich an die Wechsel gewöhnt.

Scotts ausgesuchte Höflichkeit gegenüber seiner Verlobung hat einen besonderen altertümlichen Charme, sie siezen sich die meiste Zeit über und er nennt sie Fräulein.

Eingestreut in die Kapitel sind literarische Zitate, z.B. von Orvid oder anderen Schriftstellern.

Negativ sind mir die Flüchtigkeitsfehler in der Rechtschreibung aufgefallen, die über dem Durchschnitt liegen. Noch nicht so viel, dass es groß stört, aber so viel, dass ich einen weiteren Lektor empfehlen würde.


emotionale Auswirkung

Das Buch bezaubert mit seinem Charme und führte zu einer positiven Stimmung.



(c) Diese Rezension (und viele weitere) findet ihr auch auf meinem Blog buchvogel.blogspot.de
859 reviews7 followers
July 15, 2017
Klappentext:
Aus ist es mit seinem ruhigen Leben im Quartier Latin in Paris! Als Scott McKenzie seiner Erzfeindin aus Jugendtagen über den Weg läuft, weiß er sofort, dass es das Schicksal nicht gut mit ihm meint. Dabei hat sich der Halbelf aus einst hohem Hause in den letzten hundert Jahren mit einem gut gehenden Antiquariat eine ausgezeichnete Reputation aufgebaut. Aber nun zieht ihn die eigenwillige Gwendolyn von Cleve in ein Abenteuer in die Pariser Unterwelt hinein, das ihn völlig überfordert. Auf der Suche nach dem blauen Herzen muss er sich mit der Vergangenheit der beiden verfeindeten Familien auseinandersetzen und sich gegen einen unbekannten Feind behaupten. Dabei wird ihm bewusst, dass sich sein Leben für immer verändern wird – und das Fräulein von Cleve ist schuld daran.


"Die Suche nach dem blauen Herz" ist der erste Band der "A Fairy Tale"- Reihe von Anja Stephan.

Elfen und Halbelfen mitten in Paris? Dies war einer der unzähligen Gründe, warum ich dieses Buch unbedingt lesen musst. Zusätzlich sorgte das Cover im Allgemeinen sowie der Klappentext im Speziellen dafür, das meine Neugierde umfassend geweckt wurde. Der Roman lockt nicht nur mit zahlreichen phantastischen Wesenheiten, sondern auch mit dem Charme Paris', einem etwas anderen Abenteuer sowie einem aufregenden Plot.

Die Autorin hält auf den knapp 700 Seiten einiges an Spannung für uns Leser bereit, um ja keine Langeweile aufkommen zu lassen. Immer wieder schnellt dabei die Spannungskurve nach oben und heizt das Lesetempo nur noch weiter an. Weiterhin sorgen vielerlei Überraschungen für tolle Twists und einen ganz besonderen Verlauf der eigentlichen Handlung, mit dem man so nicht gerechnet hätte. Ich war direkt ab der ersten Seite von dieser genialen Geschichte gefesselt und entdeckte zahlreiche Facetten, die diesem Roman viel Leben einhauchen. So fasziniert und gebannt war es nicht schwer, die Geschichte innerhalb kürzester Zeit durchzuschmökern, um allen Geheimnissen und Geschehnissen auf den Grund zu gehen. Zwar hätte ich mir hier und da noch ein paar Details und Beschreibungen mehr gewünscht, um diese Lebendigkeit noch zu intensivieren, doch lässt sich dieses Buch dennoch guten Gewissens als Pageturner bezeichnen.

Ein großes Highlight neben dem besonderen Plot war für mich auch die Atmosphäre. Diese ist herrlich unkonventionell und punktet mit dem typischen Pariser Flair und dem Hauch von Übersinnlichkeit. Diese besondere Atmosphäre passt wunderbar zu der Handlung und unterstützt sie auf eine unnachahmliche Art und Weise. Ich habe mich in "Die Suche nach dem blauen Herz" sehr wohl gefühlt und bin direkt in diese phantastische Welt abgetaucht.

Dieser erste Teil ist in sich abgeschlossen und punktet mit einem zufriedenstellenden und runden Ende. Da mich diese Geschichte überaus fasziniert hat, freue ich mich nun auf weitere Bände und viel Neues aus dieser aufregenden Welt und hoffe, dass die Fortsetzung nicht allzu lange auf sich warten lässt.

Fazit: Tolle kurzweilige Geschichte mit unkonventionellen und vor allem wunderbaren neuen Ideen, die die 700 Seiten voller Spannung und Atmosphäre wie im Fluge vergehen lassen Urban Fantasy mal anders.
Profile Image for Letanna.
1,947 reviews60 followers
May 19, 2017
Als der Halbelf Scott McKenzie mehrmals auf Gwendolyn von Cleve trifft, hat er so eine Ahnung, dass dies etwas zu bedeuten hat. Als ein guter Freund von ihm mit einem seltsamen Bild bei ihm auftaucht, soll er ausgerechnet Gewendolyn um Rat fragen, denn sie ist eine Expertin. Von da an nimmt das Schicksal seinen Lauf und gemeinsam machen sie sich auf die Suche nach dem blauen Herzen. Aber das ist noch nicht alles, was die beiden verbindet. Ihre Familien sind seit Generationen verfeindet und um den Frieden zu wahren, gibt es in jeder Generation eine Hochzeit zwischen den Familien. In diesem Jahr sollen doch tatsächlich Scott und Gewndoyln heiraten.

Bereits der Klappentext zu diesem Buch klangt sehr vielversprechend und hat mich mich unheimlich neugierig gemacht. Die Autorin entführt mit ihrer Geschichte nach Paris, einem alternativen Paris, in dem es Elfen gibt. Anfangs wusste ich gar nicht in welcher Zeit wird uns befinden, denn Scott nennt Gwendolyn oft das Fräulein und ich hatte das Gefühl ich befinde mich in einer anderen Zeit.
Hauptfiguren sind der Halbelf Scott McKenzie und die die Elfe Gwendolyn von Cleve. Beide sind wirklich sehr interessant, auf ihre eigene skurrile Art und Weise. Gwendolyn ist eine Adlige und war bereits sechs mal verheiratet. Keine der Ehen hat gehalten, aus verschiedenen Gründen. Ihr Modegeschmack ist als extravagant zu bezeichnen, sie trägt viele bunte Sachen, die nicht unbedingt zusammen passen. Sie ist ein selbstbewusster Charaktere, sie weiß genau was sie will.
Scott ist ein eher nüchterner Charakter, was einen bestimmten Grund hat, den ich hier nicht verraten werde. Sein Leben ist strukturiert und geordnet und Gwendoyln bringt es ganz schön durcheinander.
Die Schicksale der beiden sind sehr miteinander verbunden, aber das wissen die beiden anfangs gar nicht. In erster Linie handelt es sich um eine Liebesgeschichte, die die Autorin auf eine ungewöhnliche Weise erzählt, die mir unheimlich gut gefallen hat. Das ganze kommt ohne großen Kitsch aus und ist trotzdem sehr romantisch. Die Annäherung der beiden hat mir unheimlich gut gefallen.
Wer gerne ungewöhnliche Geschichten, fernab vom Mainstream mag, wird hier voll auf seine Kosten kommen. Von mir gibt es eine klare Leseempfehlung mit voller Punktzahl.
Profile Image for Winniehex.
1,227 reviews8 followers
November 21, 2017
Das Buch finge wirklich schön an, es geht um Elfen die unter uns Menschen seit Jahrhunderten leben.

Die Hoch Elfe Gwen muss sich laut Vertrag verheiraten, nichts ist nicht einfacher wie das. Denn Gwen hat schon einige Männer gehabt. Scott ist ein Halb Elfe und gehört zu der Gegnerischen Familie die den Mann stellen müssen. Gwen und Scott kennen sich noch aus Schulzeiten und genau deswegen wählt Sie Scott, denn Sie hat ihn damals schon im Griff gehabt. Scott ist natürlich nicht begeistert, aber fügt sich, da er nicht anders kann. Was beide nicht ahnen ist, dass sich zwischen Ihnen doch mehr entwickelt als Sie gedacht hatten. Bis eines Tages Scott auf einmal nichts mehr fühlen kann, daraufhin machen sich beiden auf den Weg durch Paris um Scotts Herz wiederzufinden.

Meine Meinung ist, dass der Anfang etwas schwierig war und die Zeitsprünge mich persönlich doch sehr verwirrt hatten. Was hingegen toll war, sind die Zitate die verarbeitet waren und das Scott doch ein sehr wissender Mann ist. Mir gefiel seine Reife wirklich gut.
Profile Image for ekaterin4luv.
42 reviews
May 29, 2017
Ein Schöner Schmöker,
eine gelungene Mischung, nicht wirklich Märchen, nicht wirklich Urban Fantasy, es hat einen eher altmodischen Touch, der mir gut gefallen hat.
warum nur 4 Sterne? 5 ist für mich ein Buch, daß ich immer wieder lesen kann, das hier war schön, eine schöne Lektüre, aber nichts für die Ewigkeit.
Profile Image for Nadjab.
2,217 reviews
July 31, 2017
Erste Sätze
Paris ist groß und wenn man jemanden aus dem Weg gehen möchte, braucht man sich nicht sehr viel Mühe geben. Scott McKenzie hatte sich an dem Winterabend aus seinem Antiquariat herausgewagt, hinaus in die verschneite Stadt, um ein Konzert zu besuchen.


Klappentext
Aus ist es mit seinem ruhigen Leben im Quartier Latin in Paris! Als Scott McKenzie seiner Erzfeindin aus Jugendtagen über den Weg läuft, weiß er sofort, dass es das Schicksal nicht gut mit ihm meint. Dabei hat sich der Halbelf aus einst hohem Hause in den letzten hundert Jahren mit einem gut gehenden Antiquariat eine ausgezeichnete Reputation aufgebaut. Aber nun zieht ihn die eigenwillige Gwendolyn von Cleve in ein Abenteuer in die Pariser Unterwelt hinein, das ihn völlig überfordert. Auf der Suche nach dem blauen Herzen muss er sich mit der Vergangenheit der beiden verfeindeten Familien auseinandersetzen und sich gegen einen unbekannten Feind behaupten. Dabei wird ihm bewusst, dass sich sein Leben für immer verändern wird - und das Fräulein von Cleve ist schuld daran.


Meine Meinung
Das Buch ist aus der Sicht eines auktorialen Erzählers geschrieben und berichtet aus der Sicht von Scott McKenzie.
Scott ist ein Halbelf und stammt aus einer angesehen Pariser Familie, doch die Tatsache, dass er halbmenschlich ist, hat ihn jahrelang beeinträchtigt, da Halbelfen von der elfischen Gesellschaft eher ungerne gesehen werden. Deshalb hat er sich in die Bücher und die Arbeit in seinem Antiquariat zurückgezogen und ist dabei sehr erfolgreich. Er ist klug, zurückhaltend und belesen, doch der Umgang mit Frauen ist für ihn recht neu, da er bis auf seinen Lehrling kaum Kontakt zu anderen Menschen hat.
Im Laufe der Geschichte wird er offener und gerät an seine Grenzen. Er entwickelt sich weiter, wird stärker und wächst über sich hinaus. Ich konnte mich wirklich gut in ihn hineinversetzen und fand seine Handlungen und Gedanken nachvollziehbar.

Die Geschichte spielt zwar in der heutigen Zeit, aber die Gesellschaft der Elfen ist noch wenig älter und rückständiger, auch wenn sie dem heutigen Rechtssystem folgen. Das liegt auch an der großen Altersspanne der Elfen und die Zeit, die sie erleben. Aber genau das macht die Geschichte auch unglaublich interessant, denn obwohl man sich in der Gegenwart befindet, hat man das Gefühl in einer anderen Zeit und Welt sich zu befinden. Man lernt Paris auf eine ganz besondere Art und Weise erkennen und erlebt die Vergangenheit mit den Charakteren. Das Buch konnte mich von Beginn an fesseln und mitreißen, auch wenn es eher ruhig ist zu anfangs. Es gibt überraschende Wendungen und Entwicklungen. Der Schreibstil der Autorin ist angenehm und flüssig zu lesen.


Bewertung
Ein gelungener Auftakt, der durch seine besondere Atmosphäre und die Charaktere besticht und mich komplett überzeugen konnte, daher gibt es

5 von 5 Würmchen
Profile Image for Christina.
204 reviews
April 8, 2017
Ich bin voreingenommen. Ich habe Anja ziemlich lange mit diesem Buch begleitet. Ich habe Korrektur gelesen, ich habe Plotholes gesucht (und hoffentlich alle gefunden) und ihr meine Meinung gegeigt.

Scheinbar habe ich in der Szene einen gewissen Ruf. Ich bin ehrlich. Wenn ich was doof finde, sag ich es. Ist das Buch schei schlecht, sag ich es auch.
Ihr glaubt mir nicht?

“Hatte nur teilweise das Gefühl ich hätte dir was getan, so aggressiv wie du kommentierst. Nicht ein Lob was gut gelungen ist oder so.”
(Zitat einer namentlich nicht genannten Autorin)

Na ja, war auch nichts gut gelungen.

Und nun dieses Buch.

“ich habe noch ein bisschen was in der Story verändert. Die Anmerkungen waren echt gut.”
(Zitat von Anja Stephan)

Ich mag das Buch. Da habe ich auch dran geschrieben, wenn’s gut war. Allerdings auch, wenn es nicht so gut war.

Wie ihr in der Beschreibung lesen könnt, sind Scott und Gwen unsere Protagonisten. Sie ist eine Vollblutelfe aus gutem Hause, quasi adlig und er ist nur ein Halbblut, allerdings aus ebenfalls gutem Hause. Nun ist es aber so, dass Halbelfen in etwa so viel wert sind wie Schlammblüter für die Malfoys und Voldemort (btw, kennt ihr den: Ich gründe eine Kindertagesstätte für Harry Potter-Fans und nenne sie “Voldehort”. Hahahahahahahaha!!). Also nicht so viel. Das merkt auch Scott, als er auf dieselbe Schule geht wie Gwendolyn. Er wird gemobbt, gehänselt und das am allermeisten von ihr.

Eines Tages, dort beginnt die Geschichte, sitzt er mit seinem Lehrling in der Pariser Metro und sieht Gwendolyn zum ersten Mal seit mehreren hundert Jahren. Zufall, aber nun denn. Und dann laufen sie sich immer wieder über den Weg und man denkt sich so: Nachtigall, ick hör dir trapsen!

Und es kommt noch schlimmer. Aufgrund eines Jahrhunderte alten Vertrags muss eine Frau aus Gwens Familie einen Mann aus Scotts Familie heiraten, Kinder bekommen und für immer (mehr oder weniger) glücklich zusammenleben. Als Gwendolyns Nichte ausgewählt wird, opfert sie sich, um dem Kind eine glückliche Ehe mit einem Partner seiner Wahl zu ermöglichen. Unter den heiratsfähigen Männern aus der Familie McKenzies, die in Gwens Alter sind, ist natürlich auch Scott dabei. Und, klar, die beiden müssen heiraten.

Beide nicht unbedingt glücklich darüber, hassen sie sich doch aus tiefstem Herzen. Es ist aber nun mal so gekommen und da muss man dann das Beste draus machen. Doch als Gwendolyn entdeckt, dass Scott kein Herz mehr hat, ist Ende Gelände. Er hat natürlich noch sein Organ, das Herz, das Blut durch seinen Körper pumpt, aber keine Gefühle mehr. Nur einen klitzekleinen Rest, denn ohne geht es nicht. Es reicht für eine lockere Freundschaft, aber nicht für Liebe. Leider hat er das Gefäß, in das er sein (fühlendes) Herz gesteckt hat, verloren.

Gwendolyn kann und will nicht mit jemandem verheiratet sein (und das für viiiiieeeeele Jahre), der keine Gefühle hat. Also müssen wir das Herz finden, da kann kommen, was will.

Was das ganze noch mit dem mysteriösen und magischen Bild auf sich hat, das Gwendolyn für den Louvre restaurieren soll, das müsst ihr schon selbst lesen.

Der Fantasyanteil in diesem Buch hält sich in Grenzen. Klar, es sind Elfen, die können auch ein bisschen zaubern, aber niemand rennt miteinem Zauberstab durch die Gegend und verhext alles, was nicht bei drei auf den Bäumen ist. Hier und da wird gezaubert, wir treffen übernatürliche Wesen und das magische Bild ist nunmal auch … nun ja … magisch, aber es ist wirklich moderat.
Es gibt keine schleimige Liebesgeschichte (wie auch, ohne Gefühle?) zwischen den Protagonisten, die ja sonst häufig der Lösung des Problems im Wege steht.

(Die Anja schreibt mir übrigens gerade etwas, was wieder zu meinem “Ruf” passt:
“Ich stell mir gerade deine Rezi vor… BEVOR Ich es überarbeitet habe, wars KACKE, jetzt isses ganz ok…”)

Ich fand die fehlende Liebesgeschichte irgendwie komisch, aber positiv erfrischend. Außerdem soll es noch einen weiteren Teil geben. Ich habe die Hoffnung also noch nicht aufgegeben.
Wir besuchen zusammen mit Gwen und Scott mehrfach Galerien und Museen, unter anderem den Louvre und auch Gwendolyns eigene Galerie. Anja erzählt hier einiges über die Bilder in den Ausstellungen. Ich habe absolut keine Ahnung von Kunst und habe jedes Bild gegoogelt, das sie erwähnt hat. Und eine gewisse Artistin auch. Welche? Lest das Buch
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