Emma Dillon hat gerade ihren Abschluss in Journalismus und Psychologie gemacht. Letztendlich traut sie sich auch an die erfolgreiche Unternehmensberatung „Harms & Sons“ heran, die eine Social Media-Managerin suchen. Anfangs verläuft das Jobinterview ganz nach Plan, bis der Geschäftsführer Macarius Harms in ihr Jobinterview platzt und sie mit gezielten Fragen aus der Fassung bringt. Doch so ein arrogantes Verhalten lässt Emma nicht auf sich sitzen und feuert selbst stark zurück. Nachdem sie sich selbst entlässt, kehrt sie in ihre Wohnung zurück. Sie erzählt ihrer Mitbewohnerin Kiera von dem vermasselten Jobinterview, kann aber nicht verbergen, dass Macarius Harms ordentlich Eindruck bei ihr hinterlassen hat. Nachdem Kiera ihr berichtet, wie es in den Klatschspaten um die Firma „Harms & Sons“ steht, packt Emma ihre Sachen und macht sich auf den Weg zu der Hochzeit ihrer langjährigen Schulfreundin. Niemals hätte sie erwartet dort ausgerechnet auf Macarius Harms zu treffen. Und dann passieren auch noch unzählige ungewöhnliche Dinge auf dieser Hochzeit…
Ich muss zugeben, das Buch hat mich sehr überrascht! Anfangs bin ich davon ausgegangen, dass es sich hier um eine reine Liebesgeschichte handelt, aber schon im ersten Kapitel wurde der ganzen Geschichte ein Hauch Fantasie verliehen. Jedoch war ich mir nicht ganz sicher, ob es sich wirklich in diese Richtung entwickeln würde oder nicht, wurde dann aber nicht enttäuscht!
Die Autorin versteht es wirklich mit dem Element des Mysteriösen zu spielen. In diesem Buch werden ganz viele Andeutungen gemacht oder Thesen aufgestellt, die aber nie 100% bestätigt werden. Man muss schon zwischen den Zeilen lesen und für sich selbst entscheiden, was diese ganzen Andeutungen und die dazu passenden Mimiken und Gestiken nun wirklich zu bedeuten haben. Aber das hat das Buch nur für mich aufgewertet! Dadurch habe ich selbst nach dem Ende des Buches vor mich hin gegrübelt, wie die Auflösung zu manchen Geschehnissen nun lautet und habe eifrig den einen oder anderen Blickwinkel eingenommen um mir meiner Sache auch sicher zu sein.
Die Charaktere wurden wunderbar erschaffen. Nicht nur die Protagonisten Mac und Emma, sondern auch Nebenfiguren wie Veronica oder Sophie, Claus oder Jeff wurden sehr gut charakterisiert und jeder Charakter war doch einzigartig.
Es gab jedoch eine einzige Sache, die mich durchs Buch hinweg gestört hat und zwar, dass es durchaus Parallelen zu Fifty Shades of Grey gibt. Es beginnt schon mit dem Vorstellungsgespräch, gleich am Anfang des Buches, in dem Mac und Emma sich gegenseitig hinausfordern und auch einige sexuelle Reize eine Rolle spielen. Dann lässt auch die Art und Weise wie die beiden sich anreden an den Bestseller erinnern. Mac nennt Emma, selbst nachdem sie sich näher gekommen sind „Ms. Dillon“ und Emma Mac „Mr. Harms“, was auch typisch für Fifty Shades of Grey ist.
Auch, dass Mac von seinen Eltern adoptiert wurde und seine Mutter eine Drogenabhängige war, erinnert doch sehr stark an Christian Grey. Zum Ende des Buches hin wird Mac ein bisschen zu einem Kontrollfreak – wie wir es ebenso von Christian Grey kennen – und nimmt Emma eine Entscheidung ab, die sie gar nicht abgenommen haben wollte. Daraufhin entfernt Emma sich von Mac und weißt ihn in seine Schranken zurück – dieses Muster kennen wir doch?
Trotz der Parallelen zu Fifty Shades of Grey, war der Roman große klasse! Er lässt sich durch wunderbar erschaffene Charaktere, Geheimnisse und einen wunderbaren Schreibstil definieren.