Hideo Yokoyama (横山 秀夫) worked as an investigative reporter with a regional newspaper north of Tokyo for 12 years before striking out on his own as a fiction writer. He made his literary debut in 1998 when his collection of police stories Kage no kisetsu (Season of Shadows) won the Matsumoto Seicho Prize; the volume was also short-listed for the Naoki Prize. In 2000 his story Doki (Motive) was awarded the Mystery Writers of Japan Award for Short Stories. His 2002 novel Han'ochi (Half Solved) earned a Konomys No. 1 and gained him a place among Japan's best-selling authors. He repeated his Konomys No. 1 ranking in 2013 with 64 Rokuyon (64), his first novel in seven years. Other prominent works include his 2003 Kuraimazu hai (Climber's High), centering on the crash of JAL Flight 123 that he covered as a reporter in 1985; the World War II novel Deguchi no nai umi (Seas with No Exit, 2004); the police novel Shindo zero (Seismic Intensity Zero, 2005); and the story collection Rinjo (Initial Investigation, 2004).
Mein Buch des Jahres! Ein hoch ungewöhnlicher Kriminalroman. Über viele hundert Seiten (ich liebe dicke Bücher) bin ich gespannt den Gedanken, Überlegungen und Schlussfolgerungen des Kommisars gefolgt. Ich habe mit ihm während seines Kampfes zwischen den zerstrittenen Machtgruppen innerhalb des Präsidiums gelitten. Während meiner Lesereise habe ich en passant den japanischen Berufsalltag und die für uns ungewohnte Unterordnung von Frauen tiefer kennengelernt. Viele Fährten führten in die Irre, nur quälend langsam erkannten wir gemeinsam die wahren Hintergründe. Yokoyama gelang es, mich komplett in diese Welt zu ziehen. Vermutlich wird sein Roman der erste Krimi sein, den ich ein zweites Mal lesen werde, obwohl mir dann die Auflösung schon bekannt ist. Denn Kommissar Mikumis Kampf um Erkenntnis hat mich nicht nur gefesselt, sondern wirklich berührt. Und das ist viel, viel mehr als das normale, sehr geschätzte Lesevergnügen, dass andere, durchaus gute Krimis mir bereiten. Auf dem Buch wird mit einer Kritik geworben, dies sei der erste Kriminalroman, der den Nobelpreis verdiene. Nach der Lektüre hat diese Aussage ihren marktschreierischem Zug verloren. Für mich ist das Buch tatsächlich ein Meisterwerk. Wer hätte das gedacht?