Zu gerne begebe ich mich mit Weltenbummlern auf Entdeckungsreise und konnte daher nicht widerstehen „Der weiteste Weg“ von Bruno Blum zu lesen, der bereits zweimal mit dem Motorrad die Welt bereist hast. Dieses Mal geht es gemeinsam mit seiner Freundin und dem umgebauten Campingbus innerhalb von zweieinhalb Jahren und 90.000 Kilometern durch die unterschiedlichsten Länder, Kulturkreise und Landschaften – von der Schweiz über den Nahen Osten und Indien auf den „roten Kontinent“ mit seinen vielen Sehenswürdigkeiten, nach Japan und seine faszinierende Kultur, durch Osteuropa und die Mongolei, durch Sonne und Eis, durch Sturm und Hitze, durch Höhen und Tiefen.
Ich habe dieses Buch gern gelesen und fand die 161 enthaltenen Farbbilder teilweise beeindruckend und wunderschön. Sie machen für mich den eigentlichen Reiz dieses Buches aus. Auch mag ich die Geschichten zu manchen Bildern, historische und religiöse Hintergründe, Abergläubisches, Landestypisches und Rituelles. Gerne las ich auch über Unwegsamkeiten auf dieser Reise und noch lieber davon, wie diese überwunden wurden. Und doch bleibt mir das alles zu oberflächlich.
Leider ist für mich teilweise nicht nachvollziehbar über welche Zeiträume an den einzelnen Zielen verweilt wurde. Auch hätte ich mir ein wenig mehr Informationen über die Personen gewünscht, mit denen man sich dank dieses Buches auf die Reise begibt. Ein Kurzportrait, wie man es beispielsweise in Romanen über den jeweiligen Autoren findet, habe ich hier vermisst. So war einzig von Beginn an ersichtlich, dass es sich bei Bruno Blum um einen schweizer Weltenbummler handelt, der sich nun erstmalig mit seiner Freundin statt allein auf die Reise begibt. Auch hätten mich beispielsweise das Alter der Reisenden und ihre Berufe interessiert und wie sie es bewerkstelligen und finanzieren konnten, zweieinhalb Jahre aus ihrem Schweizer Leben auszusteigen und noch so vieles mehr. Ich habe hier keine Anleitung zum Weltreisen oder ähnliches erwartet, aber insgesamt stellten sich für mich beim lesen doch einige grundlegende Fragen, auf die ich in dem Buch keine Antworten bekam.
Letztlich muss ich jedoch gestehen, dass ich hier auf hohem Niveau jammere. Trotz vorgenannter Informationslücken habe ich es genossen, mich leserisch mit Bruno Blum und seiner Freundin Yvonne auf Weltreise zu begeben, auch wenn sie mir nie wirklich nah waren. Das Lesen weckt mitsamt der bildschönen Fotos die Reise und Abenteuerlust und ich würde mich am liebsten gleich auf den Weg machen um die Reiseroute der beiden Weltenbummler nachzuverfolgen.
Bruno Blum ist mit seiner Freundin unterwegs im Campingbus. 2,5 Jahre haben sie Zeit. Ihr Ziel: Australien. Über viele spannende Erlebnisse berichtet Blum in diesem Buch, auch angereichert mit weiteren, gut recherchierten Infos. Etwa über die Entstehung der Seide und ähnliches. Immer wieder werden sie angehalten, besonders in den ehemaligen Sowjet-Staaten versuchen Polizisten ihren mageren Lohn aufzubessern, indem sie die Touristen finanziell melken. Aber auch viel Gastfreundschaft dürfen sie erleben und werden auf ihrer Reise immer wieder eingeladen, bei Einheimischen ihre Zeit zu verbringen und die verschiedenen Kulturen kennenzulernen. Schon die Motivation für das Reisen finde ich interessant: „Für mich besteht die Faszination zuallererst darin, keinen alltäglichen Verpflichtungen und gesellschaftlichen Zwängen ausgesetzt zu sein. Ungebunden und weit weg von zu Hause fühlt man sich so ungemein lebendig. Man lebt ohne Vergangenheit oder Zukunft; was zählt, ist einzig der Moment. Das Ziel liegt nicht im Ankommen, sondern im Unterwegssein, in der vorüberziehenden Landschaft mit all ihren Farben und Formen und dem Ungewissen, das hinter der nächsten Kurve wartet.“ (S. 8) Für Blum ist das Reisen zu einer „Sucht“ (ebd.) geworden. Ich würde hinzufügen: Es ist auch eine Flucht vor sich selbst; eine Flucht vor der Vergangenheit und der Zukunft, eine Flucht vor Verantwortung.
Das Buch selbst ist mit zahlreichen Bildern versehen und wirklich sehr schön geworden. Fast auf jeder Seite findet sich zumindest ein kleineres Bild, auch gibt es immer wieder doppelseitige Landschaftsaufnahmen von atemberaubender Schönheit. Geschrieben ist es sehr persönlich und spannend, aber auch recht kurz gefasst; fast könnte man sagen: Die 2,5 Jahre sind in enorm komprimierter Form zusammengestellt, aber doch insgesamt in einer stimmigen Form. Es wird nicht jedermanns Sache sein, aber wer Reiseberichte und schöne Bilder in einer hochwertigen Zusammenstellung mag, wird bei diesem Buch auf seine Kosten kommen.
Im Reisebuch „Der weiteste Weg“ beschreibt der Autor Bruno Blum seine zweieinhalb Jahre dauernde Tour durch exotische Länder der Welt. Es handelt sich dabei nicht um einen Reiseführer, sondern um einen individuellen Erlebnisbericht, was es sehr lebendig macht. Allein mit seiner Freundin und einem Campingbus fährt Blum auf über 90.000 km u.a. durch Russland, Iran, Pakistan, Indien, Australien, Japan und die Mongolei. Es ist spannend, diese Reise mitzuerleben und mitzustaunen, wie gastfreundlich die Menschen in diesen Ländern sind, und mitzubibbern, wenn mal wieder der Camper kaputt geht. Dass es so viele Schwierigkeiten bei Zoll- und Visaformalitäten gibt, hat mich auch erstaunt. Da braucht man schon gute Nerven. Aber die einzigartigen Erlebnisse mit Menschen, Kultur und Natur lassen das wieder vergessen. Der Text liest sich sehr unterhaltsam und wird von vielen bunten Reisefotos begleitet. Das Buchcover ist aus einem weichen Material, und fühlt sich beim Lesen sehr angenehm in der Hand an. Innen findet man noch eine große Weltkarte, auf der man die Route verfolgen kann. Ich hätte mich noch über eine Tabelle mit der Reiseroute gefreut, damit man einen Überblick hat, wie viele Tage und Kilometer mit den einzelnen Etappen verbracht wurden. Das fehlt hier leider, tut dem Bericht aber auch keinen Abbruch. Mir hat das Buch viel Spaß gemacht, auch wenn mir der Teil in Australien etwas zu lang war, und ich lieber noch mehr aus Kasachstan oder Kathmandu erfahren hätte. Aber da ist es sicher schwierig, jedermanns Geschmack zu treffen. Überhaupt waren mir die Berichte insgesamt viel zu kurz und ich hätte auch gerne die doppelte Seitenanzahl für noch mehr Begegnungen und Erlebnisse gelesen. 220 Seiten sind für zweieinhalb Jahre einfach viel zu wenig. Auf jeden Fall war dieses Buch ein kurzweiliges Vergnügen, und ich werde es bestimmt noch öfter zur Hand nehmen, allein um mir nochmal die tollen Bilder anzusehen. Bitte mehr davon!
Durch beeindruckende Bilder und kurzweilige sowie informative Texte erhält der Leser einen Einblick in die Reise der beiden Schweizer Bruno und Yvonne durch Russland, Pakistan, Japan oder auch Australien mit dem Campingbus.
Sehr unterhaltsam nehmen die beiden Schweizer den Leser mit auf ihre Reise. Sie beschreiben die politischen, kulturellen und auch die landschaftlichen Aspekte gekonnt. Manchmal war ich etwas schockiert, vieles fand ich interessant und informativ. Neben den unterschiedlichen Sitten und Gebräuchen lernt man auch die Schwierigkeiten beim Reisen besser kennen. Die Abenteuer der beiden haben mich jedoch darin bestärkt auch weiterhin nur literarisch einige der Länder zu besuchen, da mir die Zustände zu unsicher, zu fernab meiner eigenen Lebensrealität sind und mir auch schlicht für manches der Mut fehlen würde. Ich habe so beispielsweise keine Spinnenphobie, aber mit giftigen Spinnen im Raum zu schlafen, würde ich nicht fertigbringen. Die teils korrupten Aktionen und die undurchsichtige Bürokratie bzw. Willkür würde mir auf anderer Ebene Sorgen bereiten – also nein danke, für mich wäre es nichts, auch wenn die beeindruckenden Bilder und die kulturellen Eindrücke toll und /oder spannend sind.
Absolut beeindruckend sind natürlich die Bilder, die extrem gut gelungen sind und zum Verweilen und Tagträumen einladen.
Claudia und Bruno reisen mit einem Campingbus zehntausende Kilometer durch die Welt. In diesem Buch erzählen sie,bzw.Bruno Blum uns davon. Zu Beginn des Buches ist ein Karte, in die die Reiseroute eingezeichnet ist, dann beginnt er zu erzählen. Von den Planungen, vom packen und dann natürlich über viele Seiten von den wundervollen Erlebnissen.
Das absolute Fernwehbuch, denn die Bilder sind atemberaubend. Natürlich haben die zwei viele bekannte Sehenswürdigkeiten fotografiert, aber auch unglaublich Bilder von Land und Leuten gemacht.
Ich muss gestehen, zuerst einmal habe ich nur die wundervollen, lebhaften Fotos angeschaut und erst beim zweiten mal habe ich gelesen, was die zwei alles erlebt und gesehen haben.
Ein ganz besonderes Buch für alle, bei denen die Abenteuerlust groß ist und die selber viel Reisen und erleben, aber auch für alle, die nicht mutig genug sind und trotzdem schöne Bilder und tolle Erlebnisse wollen.
Es gibt zur Zeit sehr viele Bücher über Menschen, die mehr oder weniger ihre Zelte komplett abbrechen, ihre Siebensachen packen und auf die Reise gehen. Für mich wäre so etwas nicht vorstellbar, alle Sicherheiten, die man hat, von heute auf morgen, aufzugeben, mich ins Auto zu setzen und loszufahren. Genau das haben aber Bruno Blum und seine Partnerin Yvonne getan. Mit einem umgebauten VW-Bus haben sie innerhalb von zweieinhalb Jahren eine Weltreise gemacht. Von der Schweiz über Russland, in die Mongolische Steppe, Australien, Asien (mit Japan) und danach wieder über Russland zurück in die Schweiz. Blum beschreibt sehr flüssig ihre Erlebnisse, die Gepflogenheiten der einzelnen Länder, die Schwierigkeiten bei der Ein- und Ausreise, die Probleme der Korruption und der Sprachbarrieren. Nichtsdestotrotz genießen beide ihr Abenteuer und saugen ihre Eindrücke und Erlebnisse auf wie ein Schwamm. Mit der Zeit hat man als Leser das Gefühl, dass sich viele Dinge wiederholen, etwa die Einreiseformalitäten, die sich in die Länge ziehen, oder die Probleme, die ihr VW-Bus nach dieser langen Reise immer mal wieder macht. Auch gerät der Text mitunter leicht in einen reinen Reisebericht, deshalb kommt für mich die Tiefe stellenweise arg zu kurz. Das ist aber auch keine allzugroße Überraschung, denn eine Reise, die über zwei Jahre dauert, in einem relativ dünnen Buch zu beschreiben, ist eine Herausforderung. Auch Tipps und Tricks halten sich in Grenzen. So bleibt neben wirklich herrlichen Fotos und einer sehr straffen Zusammenfassung dieser Reise nur die Unterhaltung übrig. Das ist nicht schlecht und durchaus lesenswert, aber für ausführlichere Erklärungen für begeisterte Nachahmer reicht es leider nicht.