„Verschenke dein Herz mit Bedacht, denn es ist aus Glas und Glas zerbricht in falschen Händen.“ Als Cinderella auf den Ball gerauscht kommt und des Prinzens Herz stiehlt, steht Mary vor den Scherben ihres Lebens. Schließlich sollte sie selbst Duncan heiraten und Königin von Maywater werden. Doch das Schicksal gewährt ihr eine zweite Chance. Am Ende der Nacht ist die schöne Fremde im Himmelskleid verschwunden und der einzige Beweis ihrer Existenz bleibt ein gläserner Schuh. Doch wer hätte gedacht, dass ein Schuh aus Glas so schwer zu zerstören ist?
Meine Schreibbiografie beginnt wie die hunderter Autoren: Ich liebe Buchstaben seit ich denken kann. Schwarze Wörter auf weißem Papier, ein Hauch von Staub, das Knistern beim Umschlagen, eine verborgene Geschichte. Wie passt eine ganze Welt zwischen zwei Buchdeckel? Wie kann sie uns so sehr gefangen nehmen und fesseln, dass wir selbst nach dem kleinen Wort ENDE noch in ihr verweilen, des Nachts von ihr träumen?
Bücher – sie besitzen eine ganz eigene Art von Magie. Wir werden zu Helden, zu Weltrettern, zu Liebenden. Und wenn wir ein Buch zuschlagen, dann bleibt immer ein Stück von uns in seinem Herzen zurück. Solange, bis wir uns erneut auf die Reise begeben und uns an die Stellen erinnern, an denen wir schon einmal entlanggekommen sind. Bücher. Magie und Kunst. Lasst euch verzaubern!
Highlight 💙 Lasst euch nicht vom wunderschönen Cover täuschen, denn die Geschichte ist alles andere als ein glitzernder Mädchentraum. Eine märchenhafte Geschichte erwartet einen auf jeden Fall. Aber ein düsteres, melancholisches, bittersüßes und brutales Märchen. Wer die 13. Fee der Autorin kennt, kann sich ungefähr vorstellen was ich meine. Wenn ihr die Fee mochtet, werdet ihr dieses Buch auch mögen, denn meiner Meinung nach ist es fast genauso poetisch, verwoben und auf eine dunkle Art wundervoll und doch hat es etwas ganz eigenes. Ich mochte es sehr, wie Julia Adrian hier verschiedenste Märchen miteinander verwebt und was für eine Welt sie daraus geschaffen hat. Für mich wieder ein kleines Meisterwerk und total empfehlenswert.
Ich habe schon die 13. Fee von Julia Adrian total geliebt, deshalb war für mich klar, dass ich auch unbedingt dieses Buch lesen musste. Was soll ich sagen, es war einfach unglaublich toll 😍
Die Autorin verarbeitet hier viele verschiedenen Märchenmotive mit großer Detailliebe zu einer sehr besonderen, düsteren, bisweilen melancholischen, und doch hoffnungsvollen Geschichte, die einen auf Seite eins gefangen nimmt und bis zum Ende nicht mehr loslässt 💙
Für mich war dieses Buch ein richtiges Highlight und ich kann es nur jedem ans Herz legen. Eine kreative und sehr eigene Geschichte, und für jeden, der die 13. Fee schon mochte auf jeden Fall ein Muss 🤗
Dieses Buch zu beschreiben (und zu bewerten) ist wahnsinnig schwer, wie ich finde. Julia Adrian selbst beschreibt es im Nachwort als "Chaotisch. Sprunghaft. Melancholisch. Poetisch." und das trifft es meiner Meinung nach ziemlich gut. Oftmals werden viele Dinge angedeutet und ich wusste oft nicht genau um was es jetzt wirklich ging. Man weiß unterschwellig die ganze Zeit, dass da noch mehr ist, als die Charaktere in dem Moment wissen, es ist aber nicht greifbar, was passieren wird. Erst am Ende scheint alles wirklich Sinn zu machen, was einem bei über 700 Seiten schon manchmal etwas nerven kann, aber trotzdem war die Geschichte immer irgendwie so spannend, dass man sie doch weiter lesen möchte. Das Ende hätte ich mir schließlich auch etwas anders gewünscht.
Es gibt einige Märchenadaptionen - und ein paar davon habe ich gelesen. Der Klappentext machte mich zwar neugierig, allerdings hatte ich keine so rechte Ahnung, was mich erwartete. Das war auch gut so. Denn auf diese Weise war die Überraschung zur Entwicklung der Geschichte umso größer. Nicht nur, dass hier viele bekannte Märchen (und Sagen?) clever ineinander verwoben wurden. Durch den Einfallsreichtum, einem stetig steigenden Spannungsbogen und einem ausgesprochen gut zu lesenden Schreibstil konnte ich das Buch irgendwann kaum noch aus der Hand legen.
Vielleicht hätte ich nach den ersten paar Kapiteln eine übliche Liebesgeschichte erwartet in der Hoffnung, dass die Prinzessin und der Prinz sich am Ende finden und einer glücklichen Zukunft entgegensehen. Tja, aber das wäre zu einfach. Und es gefiel mir ausgesprochen gut, dass während des Lesens mehr Fragen aufkamen, als Antworten. Ein Geheimnis jagte das andere. Es wurde immer düsterer und wer war letztendlich gut bzw. wer böse?
Geschickt verpackte die Autorin kleine Häppchen an Informationen über die Protagonisten. Ihre Herkunft, Entwicklung, Vergangenheit und Beziehungen zueinander. Aus jeweils unterschiedlichen Perspektiven erzählt erfuhr man mit der Zeit mehr über wichtige Ereignisse, Pläne, Gefühle und Gedanken. Man gierte regelrecht nach weiteren Informationen in der Hoffnung, das eine oder andere Geheimnis gelüftet zu bekommen. Aber meist war das Gegenteil der Fall. Denn mit jeder Kleinigkeit, die man erfuhr, kamen neue Fragen auf. Darüber hinaus fühlte und litt man regelrecht mit den Charakteren, die einem Seite für Seite immer mehr ans Herz wuchsen.
So weiß ich, nach Beenden des ersten Bandes, dass ich auf jeden Fall weiterlesen werde. Ich möchte wissen, wie die Geschichte endet, was aus der Prinzessin und den Prinzen wird und ich will ganz genau wissen, wer "sie" ist.
Insgesamt konnte mich die Triologie absolut überzeugen. Eine Märchenadaption, die sich weniger am romantischen Aspekt der Märchen orientiert, sondern an deren brutalen Originale. Dabei wurden Teile vieler bekannter Märchen neu verwoben und völlig neu eingekleidet. Gerade der erste Teil hat mich komplett in seinen Bann gezogen. Das konnte insgesamt aber leider nicht bis zum letzten Teil bestehen. Insgesamt sind es daher 4 Sterne geworden.
Abgebrochen 😢 Also ich bin überhaupt nicht in die Geschichte reingekommen.. die Idee war gut aber die Umsetzung war nicht mein Fall. Die Charaktere waren mir zu oberflächlich und mit manchen Perspektivenwechseln kam ich garnicht klar.. Aber ich muss auch sagen das ich mir Cindarella schwer als „die Böse“ in einer Geschichte vorstellen kann.. war irgendwie nicht meins!
Abgebrochen… Oh die Geschichte hatte so ein Potential und ich habe mich da so drauf gefreut, leider musste ich nach 350 Seiten aufhören da ich nichts mehr verstanden hab. Ich finde man kam schon schwer in die Geschichte rein da niemand so richtige Namen hat und alles schon aufgeteilt wurde in König/in und Jäger und alles mögliche. Ich wusste nie wer mit wem spricht und was grade alles passiert, ich war einfach nur ständig verwirrt. Diese inneren Monologe waren komisch und irgendeine Stimme hatte mit allen Leuten in den Kapiteln gesprochen was für mich gar keinen Sinn gemacht hat. So eine Verwirrtheit mag ich an Büchern leider gar nicht, deshalb habe ich es aufgegeben. Auch wenn sich sowas am Ende vielleicht alles klärt war’s mir die 700+ Seiten dann doch nicht wert. Schade 🤷🏽♀️
Diese Rezension bezieht sich auf den Sammelband der Trilogie
Kurzbeschreibung
Verschenke dein Herz mit Bedacht, denn es ist aus Glas und Glas zerbricht in den falschen Händen.
Als Cinderella auf den Ball gerauscht kommt und des Prinzen Herz stiehlt, steht Mary vor den Scherben ihres Lebens. Schließlich sollte sie selbst Duncan heiraten und Königin von Maywater werden. Doch das Schicksal gewährt ihr eine zweite Chance. Denn am Ende der Nacht ist die schöne Fremde im Himmelskleid verschwunden und als einziger Beweis ihrer Existenz verbleibt ein gläserner Schuh. Doch wer hätte gedacht, dass ein Schuh aus Glas so schwer zu zerstören ist?
Meinung
"Winters zerbrechlicher Fluch" ist der Sammelband einer düsteren und märchenhaften Trilogie von Julia Adrian. Das Buch ist am 30. Oktober 2019 im Drachenmond Verlag erschienen und umfasst 750 Seiten. Die Drei Bände der Trilogie sind als Einzelbände in ebook Format erhältlich. Der Drachenmond Verlag hat einen wunderschön gestalteten Sammelband, in Form einer Klappenbroschur, herausgebracht. Nach dem Motto, die Geschichten der Autoren mit Liebe und Leidenschaft in Buchform zu bringen, und sie individuell und liebevoll zu gestalten, haben sie auch Frau Adrians Werk in ein Kleinod verwandelt. Ich liebe Märchen, Märchenadaptionen und Erzählungen mit Märchenaspekten. Julia Adrian hat mich mit ihrem Dreiteiler rund um die Dreizehnte Fee, die Hunderte Jahre geschlafen hat um von der wahren Liebe wachgeküsst zu werden, vollkommen in ihren Bann gezogen. Vor allem da der Prinz kein edler Retter war und die Wachgeküsste keine unschuldige Prinzessin. Ich habe mich sehr über diese weitere besondere Begebenheit von Julia Adrian gefreut und bin ihr gerne in die sechs Reiche diesseits der Eisberge gefolgt.
Jeder kennt Cinderella, das arme Mädchen, das von ihrer gehässigen Stiefmutter und ihren gemeinen Stiefschwestern schändlich behandelt und mit Arbeit überhäuft wird. Bis eines Tages der Prinz auf der Suche nach einer Frau auf sie aufmerksam wird. Sie verschwindet nach dem Ball spurlos und dem Prinzen bleibt nichts von ihr als ein gläserner Schuh. Aber er will sie suchen, sie finden und sie zu seiner Königin machen. Doch was wäre, wenn Cinderella dem Prinzen aus einem bestimmten Grund über den Weg gelaufen ist? Wenn ein Zauber der Grund dafür ist, dass er den Blick nicht von ihr abwenden kann? Was wenn Cinderella nur ein gut platziertes Puzzlestück ist und das insgesamte Bild soviel größer und gefährlicher ist? Was für ein Plan verbirgt sich dahinter und wessen Werkzeug könnte Cinderella sein? Was hat es mit dem geheimnisvollen Fluch auf sich, der angeblich auf den Königskindern liegt? Und was ist mit der Prinzessin die der Prinz eigentlich heiraten sollte und die als verschmähte Braut vor den Trümmern ihres Lebens steht? Ihr Name ist Mary. Und das ist ihre Geschichte...
... sonst möchte ich zum Inhalt nichts verraten außer, dass es so viel mehr ist als nur Marys Geschichte. Ich habe begonnen zu lesen und sogleich hat mich die Autorin fortgebracht aus dieser Welt. Sie hat mich eintauchen lassen in eine Erzählung, die mit leisen Tönen Erinnerungen an verschiedene Märchen wachruft und doch anders ist und unbekannt. Die Welt die die Frau Adrian erschuf, wurde mit diversesten Details aus Märchen ausgeschmückt - wunderbar zu durchwandern und wiederzuerkennen. Schnell wird dem Leser klar, dass es sich hier um einen vielschichtigen und facettenreichen Geschichtenaufbau handelt. Mit verschiedenen Handlungs- und Erzählsträngen baut die Autorin einen umfangreichen Rahmen auf, der erst mit vielen kleinen Teilen gefüllt werden muss. Es ist die Geschichte von sechs Reichen und ihren Monarchen. Größer, vielschichtiger und facettenreicher als man annehmen würde. Es ist düster, grausam, blutig und bedrohlich. Aufkeimende Hoffnungsfunken erlöschen schnell wieder und trotzdem hält man sich an Märchen fest, in denen das Gute letztlich über das Böse siegt. Für mich blieb die Spannung kontinuierlich oben und ich habe Seite für Seite in neugieriger, und manchmal ängstlicher, Erwartung gelesen. Auch wenn sich der Bücherliebhaber vielleicht ein anderes gewünscht hätte, so ist das Ende doch passend gewählt und von beeindruckender Konsequenz.
Erzählt wird von vielen verschiedenen Charakteren, wobei einige öfter zu Wort kommen, andere seltener und manche gar nur ein einziges Mal. Fließend führt die Autorin durch die Geschichte. Fantasievoll, poetisch, ein wenig besonders und flüssig - einfach schön zu lesen. Die Sprache ist zur Geschichte passend und das Erzähltempo angenehm. Marys Kapitel werden jeweils mit einer Aussage ihrer verstorbenen Mutter eingeleitet. Zum besseren Verständnis gibt es am Anfang des Buches eine Aufzählung der sechs Königreiche, den zugehörigen Regenten und deren Nachkommen. Eine Karte verbessert die Orientierung und ein Glossar am Ende das Verständnis.
Fazit: "Winters zerbrechlicher Fluch" ist der Sammelband der düsteren Winters zerbrechlicher Fluch Trilogie von Julia Adrian. Eine vielschichtige und facettenreiche Geschichte, die nicht nur düster, sondern auch grausam, bedrohlich und blutig im wunderschönen Himmelskleid daherkommt, und soviel mehr ist, als die Geschichte einer einzelnen Prinzessin. Von mir gibt es ***** Sterne.
Zitat
"Wenn mich die Sehnsucht nach dem Nordturm überkommt und ich wie früher durch die Gänge streife, mit nackten Füßen und bloßem Herzen, glaube ich fast, dass es besser ist, wenn die Welt uns vergisst: die schönste Königin und das Kind, welches niemals hätte geboren werden dürfen. Denn wem dient schon die Wahrheit, wenn sie soviel weniger Hoffnung birgt als die Lüge? Soviel weniger Stoff, aus dem Träume gewebt werden können?
Nein, sie sollen das Märchen erzählen...
Von dem Prinzen, der wahrhaftig liebte.
Von dem armen Mädchen, dessen Schicksal sich zum Guten wandte.
Von der Fee, die nur das Beste im Sinn hatte.
...und ihren Kindern die Stirn küssen, das Licht löschen und die Worte der Lüge nachklingen lassen. Auf dass sie gut schlafen. Auf das sie süß träumen.
Dieses Buch schenkte ich vor einigen Jahren meiner Schwester und vernahm schon während sie es noch gelesen hatte, dass es doch kein Buch der leichten Sorte sein sollte. Dadurch war ich natürlich sehr neugierig und musste auch sofort nach dem Buch greifen, nachdem sie es beendet hatte. Tja, definitiv kein leichter Schmöcker, aber tatsächlich ein unglaublich beeindruckendes Werk. Beginnen wir erst einmal mit dem Setting. Ein Land, welches von sechs Königreichen beherrscht wird, jedes für sich scheint irgendwie verdammt zu sein. In jedem Königreich gibt es, oder gab es zumindest, ein Königspaar, dessen Namen mich schon etwas an mir bekannte Märchen erinnert haben. Die ganze Welt wirkt einfach nur düster, vor allem das Herzstück, den Blutwald. Hier wurde ein so dunkler und gefährlicher Ort geschaffen, dass ich es wirklich manchmal kaum glauben konnte, welche Grausamkeiten sich die Autorin hier überlegt hat. Dennoch fand ich diese Welt wirklich faszinierend, denn es gab auch wirklich schöne Orte und immer wieder konnte ich etwas neues entdecken. Charaktere konnte ich in diesen drei Bänden so einige kennen zu lernen. Sie hier alle zu nennen, würde wirklich den Rahmen sprengen. Nur so viel, jeder einzelne scheint dunkle Geheimnisse in seiner Vergangenheit zu haben und jeder einzelne versucht durch alle Mittel, der Dunkelheit zu entkommen. Die einzige, welche meiner Meinung nach wirklich ohne Geheimnisse und völlig ahnungslos war, war Mary. Mary kann man glaube ich kurz gesagt wirklich als Porzellan Püppchen bezeichnen. Sie ist vollkommen gefangen in der Maske, welche zu tragen ihr eingedroschen wurde, dass sie kein bisschen aus sich heraus kann. Gerade am Anfang fand ich sie wirklich etwas fade. Im Laufe des Buches bricht sie zwar immer mal etwas aus sich heraus, doch bis sie sich endlich befreien kann, muss sie wirklich einige schreckliche Dinge durchleben. Trotz alledem wird schnell klar, dass sie ein großes Herz besitzt, dass sie innerlich doch auch sehr stark ist. Die Handlung war wirklich nicht leichter Tobak. Die Autorin hat mit diesen drei Bänden eine Welt erschaffen, welche so stark durch Flüche verstrickt sind, dass es wirklich nicht immer leicht war, da durchzublicken. Nicht nur die Flüche, sondern vor allem die Zauber, welche als Gegenmaßnahmen angewandt wurden, waren vollkommen ineinander verstrickt und wirklich nicht leicht zu durchschauen. Doch gerade dies machte die Geschcihte für mich so fesselnd. Schnell packte mich der Wille, hinter die Geheimnisse des Buches zu kommen, sodass ich einfach weiterlesen musste. Das Buch wurde aus unglaublich vielen Perspektiven geschrieben, sodass ich die Handlung aus einen so großen Blickwinkel betrachten konnte. Dies machte die Geschehenisse natürlich noch interessanter, und auch etwas mystischer. Dadurch war mir auch gar nicht vollkommen bewusst, dass sich die Ereignisse der drei Bücher relativ schnell oder gar zeitgleich hintereinander ereigneten und die Handlung somit vielleicht gerade mal eine Woche betraf. Dennoch fand ich, dass die Handlung zum Ende hin etwas abflachte. Der dritte Band war für mich etwas schwierig… Ich kannte nun den Großteil der Geheimnisse, war der Lösung ganz dicht auf der Spur und wollte natürlich unbedingt das letzte Rätsel noch lösen. Hier zog es sich dann für mich etwas. Aber was mich vor allem störte und das wirkt jetzt wie jammern auf höchsten Niveau, aber, ich war mit der Andeutung, wie die Geschichte ausging nicht glücklich, für mich gehörte Mary einfach zu einem anderen. Dies näher zu erklären würde die Handlung aber zu sehr Spoilern, deswegen nur so viel, Marys Gefühle konnte ich im dritten Band nicht mehr ganz nachvollziehen. Das eigentliche Ende war dann komplett anders, als ich erwartet hatte und ich empfand es doch etwas abgespeckt. Das Finale empfand ich einfach als zu einfach, für diese komplexe Geschichte. Beim Epilog dachte ich nur, da hätte es ja auch ruhig mal ein Happy End sein können, doch genau dies schien der Wille der Autorin gewesen zu sein und passte auch eigentlich perfekt zu dem Buch. Der Schreibstil der Autorin ist einzigartig und sehr wortgewandt. Ich habe ihn wirklich sehr gemocht. Mein Fazit: Meine erste Märchenadaption und dann gleich so etwas! Die Welt, in welche die Autorin uns hier entführt, ist wirklich sehr verzwickt, voller grausamer Zauber und geheimnisvoller Flüche. Hier fand ich eine komplett anspruchsvolle Handlung, welche mich von der ersten Seite an in ihren Bann zog. Ich wollte so sehr hinter die Geheimnisse des Buches kommen, dass ich es kaum aus der Hand legen konnte. Die Geschichte ist aus unglaublich vielen Perspektiven geschrieben, was sie nur noch interessanter machte und somit erhielt ich einen vollkommenen Rundumblick. Es gab Geschehenisse, welche mir einfach nur noch einen Schauer über den Rücken laufen ließen, Stellen, an denen ich mir die Haare raufen wollte. Gerade den ersten und zweiten Band fand ich wirklich sehr fesselnd. Beim dritten ließ meine Euphorie dann doch etwas ab, ich konnte nicht alle Verläufe, in welche die Geschichte sich entwickelte, gänzlich verstehen. Auch hatte ich da bereits die meisten Geheimnisse gelüftet, wollte also unbedingt noch die letzte Lösung kennen, sodass sich darauf die Handlung etwas gezogen hat. Das Ende war mir dann doch etwas zu einfach für so eine komplexe Geschichte. Auch bei dem Epilog hätte ich mir ein Happy End gewünscht, aber ganz ehrlich, ich schätze im Nachhinein, dass genau dieses Ende von der Autorin so gewollt war und auch eigentlich passt nur dieses Ende zu der Geschichte. Für alle, welche gerne komplexere Geschichten zum miträtseln mögen, kann ich dieses Buch einfach nur empfehlen. Ich werde mir auf jedenfall noch weitere Bücher der Autorin anschauen.
"Sammelband: "Winters zerbrechlicher Fluch" von Julia Adrian
Die Verträge zwischen den Königreichen Athos und Maywater sind unterschrieben und Prinzessin Mary freut sich, dass die Verlobung mit dem ihr versprochenen Kronprinzen Duncan auf dem Ball gefeiert werden soll. Doch dann muss sie mit ansehen, wie Cinderella ihr ihren zukünftigen Mann ausspannt. Für Mary bricht eine Welt zusammen, denn auf diese Schmach war sie nicht vorbereitet. Sie hat alles verloren. Es gibt keine Hochzeit und sie wird nie Königin von Maywater werden, sondern steht alleine am Rand der Tanzfläche. Es ist Tarek, der zweitgeborene Sohn des Königs von Westham, der sie aus der misslichen Situation rettet, obwohl sie ihm vor drei Jahren einen Korb gegeben hat. Doch Mary will die Demütigung die Duncan ihr angetan hat, nicht einfach so hinnehmen und stiehlt den Glasschuh, den Cinderella um Mitternacht verloren hat. Nichtsahnend, was dieser Diebstahl für ein Nachspiel hat und was sie damit auslöst.
In diesem Sammelband sind die drei Teile "Winters zerbrechlicher Fluch", "Frühlings Tod" und "Herbst im Blut", vereint. Das Cover ist, wie alle Cover des Drachenmondverlags, einfach bezaubernd und traumhaft schön. Auch das Innenleben hat mich sofort begeistert. Das Buch mit seinen 700 Seiten kann man nicht so nebenbei lesen. Also nehmt euch auf jeden Fall die nötige Zeit und Ruhe, um sich auf die Geschichte einzulassen. Es hat etwas gedauert, bis ich mich mit dem Schreibstil der Autorin angefreundet habe. Ihre Ausdrucksweise ist bildgewaltig, ausschweifend und wortreich, aber auch sehr außergewöhnlich. Das Worldbilding mit sechs, sehr unterschiedlichen Königreichen und dem Blutwald ist imposant und beeindruckend. Es handelt sich einerseits um eine Märchenadaption, aber andererseits irgendwie auch wieder nicht. Es sind sehr viele unterschiedliche Märchen in die Geschichte eingewebt worden. Das birgt natürlich Gefahren und ist nicht ohne Risiko. Es war mir dann teilweise auch etwas zu viel des Guten und ich habe irgendwann den Überblick verloren. Aber das ist eine persönliche Geschmackssache und ich bewundere die Autorin dafür, dass sie diesen Spagat so gut hinbekommen hat.
Julia Adrian lässt ihre Leser in eine märchenhafte und mystische, aber auch brutale und blutige Welt eintauchen. Sie erzählt die Geschichte der Hauptprotagonistin Mary in sehr vielen unterschiedlichen Handlungssträngen. Dabei sind nur die Kapitel, die aus dem Blickwinkel von Mary sind, in der Ich-Perspektive. Es wechseln jedoch nicht nur die Sichtweisen, sondern sie zwitscht auch ständig zwischen Gegenwart und Vergangenheit hin und her und verknüpft alles miteinander. Es ist nicht einfach, der Geschichte zu folgen und ich musste schon sehr konzentriert Lesen, um den Überblick nicht zu verlieren. Teilweise fand ich es ein wenig zu verwirrend, die Handlung zu verschachtelt und mir fehlte etwas der rote Faden. Nach und nach habe ich dann jedoch immer mehr über die Hintergründe, sowie die unterschiedlichen Königreiche erfahren, sie besser kennengelernt und langsam die Zusammenhänge verstanden. Dabei bleiben die Königreiche Seval, Morrigan und Kor-Tand jedoch ziemlich im Hintergrund und sind nicht so relevant für die Geschichte. Mary ist, als Hauptprotagonistin, zu Beginn eine wohlerzogene Tochter, die sich den Anordnungen ihres Vaters fügt. Doch im Laufe der Handlung entwickelt sie sich zu einer autonomen, selbstbestimmten jungen Frau. Die zahlreichen Charaktere sind alle sehr facettenreich und detailliert beschrieben, doch fast jede Figur birgt ein Geheimnis. Wer ist Winter? Wem gehört die mysteriöse Stimme? Erst nach und nach kommt alles ans Tageslicht. Unerwartete Wendungen sorgten für die nötige Spannung und für so manchen Schockmoment.
Die Geschichte ist nichts für Leser mit schwachen Nerven. Ich habe nicht erwartet, dass einige Szenen so brutal und blutig beschrieben sind. Deshalb ist es auch nicht für Kinder geeignet und selbst bei Jugendlichen bin ich mir nicht sicher, ab welchem Alter ich eine Empfehlung aussprechen würde. Fazit Julia Adrian hat mich mit ihrem epischen, umfangreichen und sehr durchdachten Werk beeindruckt. Es ist ein modernes Märchen für Erwachsene, dass eine sehr komplexen Handlung hat, voller düster Magie, blutig und teilweise sehr brutal ist. Von mir gibt es 4 Sterne ⭐⭐⭐⭐ und eine Leseempfehlung für Erwachsene.
Ich bedanke mich bei der Autorin für das Rezensionsexemplar. .
Diese Ausgabe von ‚Winters zerbrechlicher Fluch‘ beinhaltet die komplette Trilogie um Mary von Athos, eine Prinzessin, deren Welt in einer einzigen, schicksalshaften Nacht auseinanderbricht, als ihr Verlobter Prinz Duncan sich in die überirdisch schöne Cinderella verliebt. Um Punkt Mitternacht ist Cinderella jedoch verschwunden und zurück bleibt nur ihr gläserner Schuh und eine verschmähte Prinzessin, die vor den Scherben ihrer Träume steht.
Zunächst klingt ‚Winters zerbrechlicher Fluch‘ nach einer dieser generischen Märchenadaptionen, die den Büchermarkt im Moment überschwemmen. Wieso sollte man also zu Julia Adrians neuestem Buch greifen? Was ist so besonders an Mary von Athos, dass man sich auf einen Schlag eine Gesamtausgabe davon zulegen sollte?
Im Prinzip… alles. Von der Grundidee der ‚bösen‘ Cinderella, über die außergewöhnliche Erzählweise und den poetischen Schreibstil bis hin zu der immer komplexer werdenden Geschichte. Es beginnt mit Mary, die von ihrem Verlobten sitzengelassen wird und entwickelt sich zu einem komplexen Epos um Liebe, Freundschaft, Magie und Verrat und noch so viel mehr. Marys Unglück bildet das Zentrum dieser Geschichte und doch steckt noch so unglaublich viel mehr dahinter, dass es im Prinzip eine Erzählung um das Schicksal und den drohenden Untergang von sechs Königreichen ist. Da Marys Sichtweise sehr beschränkt ist, erfährt der Leser durch die Augen zahlreicher weiterer Charaktere, was in Marys unmittelbarem Umfeld oder auch in weit entfernten Reichen vor sich geht. Bei weitem nicht jeder Erzähler ist zuverlässig oder verrät die ganze Wahrheit, was ebenfalls einen großen Reiz dieser Geschichte ausmacht.
Es dauerte ein wenig, bis ich mich an diese Erzählweise gewöhnt hatte und auf den ersten 100 Seiten hätte ich mich ohne die Landkarte und die Übersicht der Königsfamilien im vorderen Teil des Buches und die Figurenübersicht am Ende kaum zurechtgefunden. Bei zu vielen Erzählern verknoten sich mir normalerweise relativ schnell die Hirnwindungen. Bei diesem Buch hat mir der häufige Wechsel allerdings nichts ausgemacht, ganz im Gegenteil. Gerade durch den Einblick in die Ereignisse rund um Mary wird diese Geschichte zu einer außergewöhnlichen Märchenadaption. Es gibt unfassbar viel zu entdecken, seien es die Anspielungen auf bekannte und weniger bekannte Märchen oder wie beiläufig eingestreute Ereignisse, die später an Bedeutung gewinnen.
‚Winters zerbrechlicher Fluch‘ ist komplex, ohne anstrengend zu werden. Die Seiten sind nur so dahingeflogen und gerade gegen Ende konnte ich das Buch kaum noch zur Seite zu legen. Durch Julia Adrians unverwechselbare Art zu schreiben, fiel es mir leicht, Mary und den anderen Bewohnern der Königreiche sogar an die düstersten und grausamsten Orte dieser Welt zu folgen. Denn diese Geschichte ist nicht nur wunderschön, magisch und märchenhaft, sondern auch brutal und nach dem ersten Drittel außerordentlich blutig. Hier gibt es keine Disney- Weichzeichner. Gebrochene Herzen und Knochen säumen Marys Weg und Blut fließt in rauen Mengen. Trotzdem gibt es genug romantische und locker-leichte, beschwingte Momente, die ein Gleichgewicht zu den zahlreichen Grausamkeiten schaffen.
Mich hat ‚Winters zerbrechlicher Fluch‘ beeindruckt zurückgelassen und obwohl ich selten Bücher noch einmal lese, hat diese Trilogie für mich Widerlesewert. Es gibt so viele Details und Verstrickungen, dass ich beim ersten Lesen gar nicht auf alles achten konnte.
FAZIT
Eine außergewöhnliche Fantasygeschichte, bis unter den Buchdeckel beladen mit Emotionen, märchenhaften Elementen, gebrochenen Herzen, in dunklen Winkeln gewobenen Flüchen, uralter Magie, unsterblicher Liebe, lang gehegtem Groll, und sechs Königreichen, die an der Schwelle zur Vernichtung stehen, ohne es zu ahnen.
‚Winters zerbrechlicher Fluch‘ ist für mich etwas Besonderes, da es nichts vergleichbares gibt und Julia Adrian hier aus alten Märchenstoffen eine völlig neue, atemberaubende Geschichte webt. Für mich ein Jahreshighlight, das ich jedem Märchenfan (der einen einigermaßen starken Magen mitbringt) nur ans Herz legen kann.
Für mich eines der besten Bücher, das ich in den letzten Jahren gelesen habe.
Hierbei handelt es sich um den Sammelband einer dreibändigen Reihe, weswegen mich das zugehörige Hörbuch auch eine ganze Weile begleitet hat (wobei es für drei Bücher wiederum ging), nämlich über 24 Stunden lang.
Ich liebe Märchenadaptionen und fand das Konzept dieser Trilogie dementsprechend toll, zumal diese Geschichte tatsächlich mehrere Märchen aufgreift, und nicht nur das von Aschenputtel wie ich eingangs vermutet hatte. Leider fiel mir der Einstieg aber nicht ganz so leicht wie erhofft, denn so märchenhaft das Worldbuilding auch ist, es ist ebenfalls sehr komplex und damit alles andere als leicht zu durchdringen. Die wechselnde Erzählperspektive hat mir das Ganze dabei auch nicht gerade erleichtert.
Alles schien so verworren und ich habe sogar zweimal zurückgespult, da ich mir sicher war, dass mir etwas entgangen sein musste, was dann aber gar nicht der Fall gewesen ist. Die Handlung ist nur einfach sehr undurchsichtig und verstrickt, was ich aber gar nicht negativ meine. Das Worldbuilding ist herrlich vielschichtig und magisch. Julia Adrian hat hier nicht einfach nur Märchen neu erzählt, sondern etwas Eigenes und Neues erschaffen, das mit originellen Ideen, facettenreichen Charakteren und überraschenden Wendungen besticht.
"Winters zerbrechlicher Fluch" ist düster und weit weniger romantisch als die Originalmärchen, was mir gut gefallen hat. Es geht um Intrigen, verdeckte Motive und Machdurst. Viele Charaktere treiben ein falsches Spiel und sind nur schwer zu durchschauen, was der Geschichte zusätzliche Spannung verlieh. Stellenweise ging es hier allerdings schon ziemlich blutig und brutal zu, was ich persönlich nicht gebraucht hätte und dementsprechend auch nur überflogen habe.
Es gab zwar auch einige ruhigere Passagen, aber richtig langweilig wurde es nie, dazu ist die beschriebene Welt viel zu eindrucksvoll und einnehmend. Die Charaktere konnten mich immer wieder überraschen, wodurch mich die Geschichte bis zum Ende gefesselt hat. Die Geschichte blieb bis zum Schluss unvorhersehbar und Julia Adrian hat mich mehr als nur einmal schockieren können, und egal wie verwirrend diese Buchreihe auch sein konnte, am Ende verknüpften sich alle offenen Fäden miteinander und ergaben zusammen ein stimmiges Gesamtbild.
Die Charaktere waren für mich leider nicht ganz so nahbar wie ich es mir gewünscht hätte, nichtsdestotrotz sind sie gut ausgearbeitet und vor allem facettenreich. Die Grenzen von Gut und Böse verschwimmen hier und fließen ineinander, was mir unheimlich gut gefallen hat. Es machte die ohnehin schon eindrucksvollen Charaktere noch wahrhaftiger und authentisch. Ich hätte eben nur gerne noch mehr mit ihnen mitfühlen können, wobei ich natürlich auch nicht nichts gefühlt habe.
Alles in allem war es für mich ein magisches Hörerlebnis, jedoch hätte ich die Geschichte rückblickend lieber selbst gelesen als gehört, um die bildgewaltigen Beschreibungen der Autorin noch mehr wertschätzen zu können sowie insgesamt konzentrierter bei der Sache zu sein. Hier zählt wirklich jedes Detail und man muss die Geschichte stets aufmerksam verfolgen, damit einem nichts entgeht, und das gelingt mir persönlich beim Lesen einfach besser als beim Zuhören.
Eine Mutter, die den Sturz in die Tiefe wagte. Ein Vater, der sich das Herz aus der Brust riss. Eine Braut, die für den hier zu gewiesen Mann tötete. Liebe, Leid und Leidenschaft.
Ein Ball wird veranstaltet. Die schöne Prinzessin Mary von Athos soll sich mit Kronprinz Duncan von Maywater verloben. Es soll einer ihrer schönsten Tage werden, doch es kommt anders als Mary denkt, denn als Cinderella auf den Ball gerauscht kommt, stiehlt sie dem Prinzens Herz. Doch am Ende der Nacht verschwindet die schöne Fremde genauso schnell wie sie gekommen ist. Das einzige was von ihr bleibt ist ein gläserner Schuh. Das Schicksal gewährt Mary ein zweite Chance. Die zerstörung des Schuhs scheint ihre Lösung. Doch das stellt sich als schwerer heraus als gedacht.
Ich bin von Anfang an gut in die Geschichte reingekommen. Der bildliche Schreibstil ist flüssig und lässt sich sehr angenehm lesen. Ich konnte es garnicht mehr aus der Hand legen. Die verschiedenen Kapitel- und Perspektivenwechsel haben mir richtig gut gefallen, denn so hat sich alles Stück für Stück zusammengesetzt und Sachen die vorher unklar waren wurden klarer. Der Spannungsbogen stieg dadurch auch enorm.
Die verschiedenen Protagonisten lassen einen bis zum Ende im unklaren und man weis bis dahin nicht wer zu den guten und wer zu den Bösen gehört. Es war eine Achterbahn der Gefühle.
Das Cover ist ein Traum 💙 wobei ich alle drei Cover einfach wunderschön finde. Dieses wunderschöne Kleid ist ein echter Hingucker. Und hat mich sofort neugierig gemacht als ich es das erste mal sah. Die schönen Verzierungen und Zitate im Buch haben alles noch mehr verschönert. Was mir auch gut gefallen hat, war das im Buch ein Verzeichnis von allen Protagonisten und Ländern war. Sowie die Landkarte am Anfang, so hatte man alles klarer vor Augen.
Ich bin immer noch hin und weg von diesem tollen Sammelband. Wer auf Märchenadaption mit viel Spannung und Geheimnissen steht, sollte „Winters zerbrechlicher Fluch“ auf jeden Fall lesen.
„Winters zerbrechlicher Fluch“ war für mich ein echtes Highlight und ich möchte es jedem Fan von Märchen-Fantasy sehr ans Herz legen! Das Buch ist in drei Abschnitte gegliedert, die alle ursprünglich als eigenes Buch veröffentlicht wurden. Da die Abschnitte jedoch nicht stark voneinander getrennt sind, ist es leicht, das ganze als ein Buch zu lesen. Meine Rezension bezieht sich daher auf den Sammelband als Ganzen. Das Buch handelt von Prinzessin Mary, der einzigen Prinzessin der sechs Königreiche. Sie ist Kronprinz Duncan versprochen und die Verlobung soll auf einem großen Ball verkündet werden. Doch Cinderella kommt zu diesem Ball und Duncan verliebt sich so sehr in diese, dass er ihr stattdessen einen Heiratsantrag macht. Als Cinderella, wie im Märchen, um Mitternacht den Ball fluchtartig verlässt, lässt sie ihren gläsernen Schuh zurück. Mary beschließt, diesen zu zerstören, damit Duncan die Außerwählte nicht mehr finden kann. Doch das Geheimnis um Cinderellas Herkunft ist größer, als Mary ahnt. Es fiel mir schwer, am Anfang ins Buch hineinzufinden. Die Geschichte ist komplex und verschachtelt aufgebaut. Zu Beginn weiß man nur, was man nicht weiß und das ist eine Menge. Es werden so viele Fragen und Rätsel aufgeworfen, dass man sehr konzentriert lesen muss, um mitzukommen. Dennoch, oder gerade deswegen, ist das Buch enorm spannend und es fiel mir oft schwer, es wegzulegen. Es gibt einige sehr grausame Szenen im Buch, diese haben jedoch immer Bewandtnis für die Story und sind nicht nur da, um zu schocken. Actionszenen gibt es dagegen beinahe keine im Buch. Der Schreibstil ist märchenhaft und ebenso verschlungen und verschnörkelt, wie die Geschichte selbst. Die Sätze des Buches haben beinahe etwas kunstvolles an sich, was mir wirklich sehr gut gefallen hat! Auch wenn es definitiv kein Buch zum nebenher lesen ist, ist „Winters zerbrechlicher Fluch“ auf allen Ebenen überzeugend und märchenhaft!
Mary, Prinzessin von Athos, soll den Prinzen von Maywater heiraten. Doch auf dem Verlobungsball erscheint plötzlich eine Fremde und der Prinz hat nur noch Augen für sie. Mary hatte stets getan, was ihr tyrannischer Vater verlangte, aber nun hatte sie versagt. Kann sie sich vor ihrem Schicksal selber retten?
Kurzfazit Nachdem das Buch mehrmals verschoben wurde, habe ich mich sehr gefreut, als es endlich erschien. Und diese Vorfreude wurde nicht enttäuscht! Das Buch hat einen schönen fantastischen Schreibstil, der sich locker liest, ohne langweilig zu werden. Mir gefallen - wie bei "Die Dreizehnte Fee" - die Andeutungen von Märchen, da sie mich während des Lesens rätseln lassen (). Obwohl sehr viele Figuren Erzählende sind, bleibt es verständlich und jeder Erzählwechsel ist offensichtlich. Die Wendungen halten die Geschichte auf Spannung und ich konnte das Buch gar nicht weglegen - weshalb ich die über 700 Seiten locker in drei Tagen schaffte zu lesen... Es gibt zwei, drei Stellen, die ich nicht nachvollziehen konnte (). Das tat der Lesefreude jedoch keinen Abbruch. Das Buch war am Ende anders, als ich es nach Klappentext erwartet hatte. Dennoch ein guter Griff im Buchladen :)
Jeder kennt das Märchen Cinderella, in der ein fremdes Mädchen den Prinzen verzaubert und nur einen Schuh hinterlässt. Aber ich wäre nie auf die Idee gekommen, die Geschichte aus der Sicht von Mary, die Prinzessin die den Prinzen eigentlich hätte heiraten sollen, zu erzählen.
Der Schreibstill hat mich von Anfang an verzaubert und ich werde auf jeden Fall mehr von der Autorin lesen. Das Buch ist aus verschiedenen Sichten geschrieben, was alles noch geheimnisvoller und mysteriöser macht. Während ich das Buch gelesen habe, hatte ich dir ganze Zeit das Gefühl, niemand wirklich zu kennen. Gerade wenn ich geglaubt habe, die meisten Geheimnisse zu kennen, kommt etwas, was alles aus der Bahn wirft. Es gibt auf jeden Fall niemand in dem Buch, der keine Leiche im Keller hat und ich muss euch vorwarnen, dass es noch ganz schön düster und brutal wird, was mir aber sehr gut gefallen hat. Vorallem das Ende hat mich sehr überrascht (ein bisschen auch geschockt) und ich muss unbedingt wissen, wie es weitergeht!
Die Prinzessin Mary finde ich eine sehr starke Persönlichkeit, sie muss hohe Erwartungen erfüllen und ist eigentlich nur die Puppe ihres Vaters, auch wenn sie sich langsam daraus befreien möchte. Mit dem Prinz Duncan habe ich noch Schwierigkeiten, aber die anderen Hauptfiguren und auch die Nebencharaktere sind unglaublich vielschichtig und interessant. Es war mir eine Freude sie zu begleiten und das Ende wurde sehr emotional.
Ich kann mich anderen nur anschließen: Wer "Die dreizehnte Fee" mochte, wird auch diese Geschichte mögen. Außerdem finden wir im Buch eine tolle Karte (ich liebe sowas ja^^). Generell finde ich, dass das Buch wunderschön in Szene gesetzt worden ist.
Cover:
Ähm ... Traumhaft? Ich LIEBE blau. Und dann das Funkeln und Glitzern. Wie ein Mädchentraum, hervorragend passend zum Märchenherz.
Schreibstil:
Wie schon bei der dreizehnten Fee hat mich der Schreibstil von Julia Adrian schon auf der ersten Seite gepackt. Sie schafft es, unzählige Emotionen so leicht und perfekt rüberzubringen; Die Geschichte ist eine zauberhafte Mischung aus düster, emotional, spannend. Wie sie einen in die Irre führt, mit Wendungen überrascht ... Ich fand es spitze! Dann so bildlich, dass man das Gefühl hat, man ist bei den Figuren.
Charaktere:
Wir treffen auf uns bekannten Figuren wie Dornröschen, Rapunzel, Schneewittchen & Co. Sie alle waren auf ihre eigene Weise liebens- oder hassenswert, hatten Tiefe, waren authentisch.
Mein Fazit: Die Welt konnte mich voll überzeugen. Sie war vielschichtig, spannend und düster, für mich genau richtig. Ich vergebe eine klare Leseempfehlung und 5 von 5 Sternen!
Ich bin total begeistert. Anfangs haben mich die Perspektiven der vielen Figuren etwas verwirrt, aber dann hatte ich schnell raus wer zu wem gehört, danach hat es so viel Spaß gemacht. Die Geschichte war auch mal ganz neu verpackt, ich hatte teilweise Kriminalromanvibes nach Agahta Christie. Es war zusätzlich zum Lesespaß noch zu eraten, welche Figur aus welchem Märchen entsprungen ist und zu meiner Schande, ich glaube, ich konnte nicht alle enttarnen, zumindest nicht die Nebencharaktere. Das Buch war ganz anders als ich erwartet hatte, aber so gut gemacht und auch so spannend. Ich konnte so mitfiebern und immer wenn ich dachte, die Figur interessiert mich jetzt aber nicht, war genau das Kapitel um so spannender als das davor. Wen dieser Begeisterungssturm noch nicht überzeugt hat, sollte es alleine wegen Tarek und Mary lesen, aber es haben sich noch ganz viele andere tolle Charaktere versteckt, doch vorsichtig, passt auf, dass ihr den ein oder anderen nicht zu sehr in euer Herz schließt. Ein gelungener Auftakt und ich fiebere auf Band 2! Klare Leseempfehlung von mir!
Wer die 13. Fee geliebt hat, wird auch Winters zerbrechlicher Fluch lieben. Ich habe das Buch direkt beim Verlag bestellt, da es die Möglichkeit gab, als Vorbesteller eine persönliche Signatur zu bekommen - und natürlich musste es die gedruckte Variante sein, denn Cover und Innenleben sind einfach sehenswert. Die Geschichte ist wunderschön erzählt, in vielen unterschiedlichen Erzählsträngen, Vergangenheit und Gegenwart, kunstvoll miteinander verwoben, kein einfacher Lesestoff, doch zutiefst faszinierend, mit einer Vielzahl vielschichtiger Charaktere, einem Plot, der zeitweilig den Atem nimmt und zum Lachen wie zum Weinen reizt, einem Finale, das tief ins Herz schneidet und einem Nachwort der Autorin, das mich besonders berührt hat. Und ja, auch dabei habe ich geweint und danach minutenlang das Cover gestreichelt. Ich hoffe, dass es von ihr noch sehr sehr viel zu lesen gibt!
In Winters zerbrechlicher Fluch begegnen wir verschieden Figuren aus dem Märchenreich. Eigentlich sollte Mary Duncan heiraten. Auf einen Ball soll die Verlobung verkündet werden. Doch dann taucht Cinderella auf und Duncan ist sofort verzaubert. Mary ist am Boden zerstört doch sie will nicht aufgeben. Cinderella hinterlässt einen gläsernen Schuh. Mary beschließt, diesen zu zerstören. Leider funktioniert das nicht. Ansonsten hat das Buch allerdings nicht viel mit einem Märchen zu tun. Bis zum Schluss ist nicht klar wer Gut und Böse ist. Die Charaktere zeigen eher menschliche Eigenschaften. Geschrieben ist das Buch aus der Sicht von Mary und vielen anderen Personen. So bekommt man in jede Figur einen guten Einblick. Am Ende des Buches (1. Teil) bleiben mehr Fragen als Antworten.
Lest ihr auch gerne Märchenadaptionen? Hier werden einige Märchen durcheinander gewürfelt und weil mich das bis zum Schluß verwirrt hat, gibts den Punkt Abzug. Vielleicht wird es in den Fortsetzungen klarer wer wer sein soll.
Die Geschichte dahinter fang ich sehr interessant und auch die Überlegungen, leider wird im ersten Teil noch nicht wirklich klar wer oder was dahinter steckt. Die Charaktere fand ich interessant aber ebenfalls verwirrend, mal sehen welcher Prinz dann das Herz der einzigen Prinzessin erobern kann, oder ob es doch keine Liebesheirat geben wird.
Die Erzählung ist spannend und stellenweise auch etwas nervenaufreibend und emotional.
Mal sehen wie es weitergeht. Viel Spaß beim Lesen!
Ein absolutes Meisterwerk, noch besser als Adrian’s “Die Dreizehnte Fee” Trilogie. Altbekannte Märchen werden umfassend und unfassbar neu aufgegriffen, die Perspektivwechsel sind zunächst schwierig, doch wenn sich später alles entwickelt und Sinn ergibt, fehlt es einfach an Worten. Emotionen sind so wunderschön beschrieben worden und auch die Landschaften lassen sich bildlich vorstellen. Eine klare 10/10!
Spannende Märchenadaption. Leider sehr verwirrend am Anfang durch die verschiedenen Erzählperspektiven. Wenn man das erste „Buch“ fast geschafft hat, bekommt der Plot fahrt und entschädigt für den anstrengenden Beginn. Der Schluss ist dann doch überraschend und ich bin dankbar, mal nicht mit einem „...und sie lebten glücklich bis an ihr Lebensende“ die Geschichte verlassen durfte.